Posts mit dem Label die geheime Kraft der Blogs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label die geheime Kraft der Blogs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. November 2023

T.G.i.F. - Flagge zeigen (Ein- und Ausblicke)

 Tach auch Liebeleins. Schön, dass es Euch hierhin geweht hat. Watt en Wind da in diesem draußen. Ich bin mittlerweile soweit, dass mir nach dem Nichtsommer eher Windstille auffällt als umgekehrt. 

Heftige Einblicke 


Heftige Winde wehen auch anderswo. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich amüsieren. Beim Zusehen, wie die vom gelobten Multikulti-Takatuka-Land schwadronierenden sich in ihren Elfenbeintürmen winden. Ja, wer hätte es wissen können? Gewusst haben es viele. Die, die mitten im normalen Alltag arbeiten z.B. - die haben es gewusst. Die, die es wussten, haben es immer wieder gesagt. Die, die es sagten, wurden der Einfachheit halber in die rechte Ecke gestellt. Die, die in die rechte Ecke stellten, entblöden sich jetzt nicht, salbungsvolle Worte ins Volk zu streuen.

Flagge zeigen 


Merke: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Eine gute Rede macht keine Glaubwürdigkeit. Ehre gebührt den begabten Redenschreibern, die den Robis und Tobis dieser Republik so feine Flie(H)watüts kreieren. Wovon ich rede? Ich rede - auch - von kleinen gallischen Dörfern, die Flagge zeigen. I stand with Israel - ohne wenn und aber und rumlavieren. 

Stand with Israel 

Ausblicke: zurück zu on topic 

     
So. Das wollte ich nur gesagt haben. Off blog topic. Weil es gar nicht oft genug gesagt werden kann. Weil die, die sonst zu allem und jedem ihre Klappe aufreißen, gerade sehr laut schweigen. Now to something different. Während meine guilty pleasure Grizzlys sich in den Winterschlaf begeben, erwacht dieser Blog aus der Sommerpause. Das Logbuch ist (fast) komplett befüllt mit allen Throwbacks der Saison. Zeit, sich auf Kernkompetenzen zu besinnen. Ihr wisst schon, 50 plus ist fabelhaft und andere Erkenntnisse. Man will schließlich Herr(in) der Lage bleiben. An dieser Stelle ein fettes Danke für die vielen Reaktionen und Kommentare dazu. Hier und vor allem auf Insta. Da schaffen wir auf jeden Fall wieder einen Gemeinschafts-Blogpost. Aber auch andere Themen sind in der Mache. Stay tuned  - wir kriegen den Winter schon rum. Ganz ohne Blues. Zunächst allen 

Ein schickes Wochenende 
Zeigt keine Flagge, die ich nicht auch zeigen würde 


Alle bisherigen Beiträge zum Themenbereich  "Ab fünfzig wird alles besser"  sind gelabelt mit

  Ü50 Blogger 


Dort findet Ihr alles auf einen Blick. Kommentare sind offen und werden gerne genommen. Darüber hinaus bin ich dankbar für Unterstützung in Form von Links, Re-Tweets und Re-Posts. Damit immer mehr kapieren, dass sie an uns nicht vorbei kommen, dass wir Über 50 und fabelhaft sind. 



Sonntag, 18. Juni 2023

Rezension - Miss Pinky und der tote Pastor

So. Liebeleins. Seit sehr langer Zeit gibt es wieder eine Buchvorstellung von mir. Ich habe Euch gefragt, Ihr habt es Euch gewünscht. Von daher wird es sie wieder in loser Reihenfolge ab und an geben. Die 

Buchvorstellung - Leseempfehlung 


Den Anfang macht eine perfekte Urlaubslektüre. Das Buch ist von der Autorin Caitlin Young, die ich auf Instagram kennengelernt habe. Ich freue mich sehr, dass sie mir ihr Buch zur Rezension* anvertraut hat. Los geht's: 

Miss Pinky und der tote Pastor  


Im verschlafenen Nest Hollowfield in England kennt jeder jeden. Höhepunkte des Gesellschaftslebens sind Teekränzchen und der sonntägliche Kirchgang. Gut, dass es Erin Lovejoy, genannt Miss Pinky, gibt. Die gebürtige Amerikanerin mischt das idyllische Leben mit ihren extravaganten Ideen auf. Doch dann geschieht etwas Schockierendes. Der nicht nur wegen seiner Attraktivität beliebte Pastor Gray Guss liegt eines Abends tot vor dem Altar. Damit nicht genug - in seiner Jackentasche steckt ein Liebesbrief. Von der eigentlich glücklich verheirateten Miss Pinky! Hat sie etwa ein dunkles Geheimnis? Oder gar etwas mit dem Tod des Pastors zu tun? Miss Pinky ist nicht nur laut und extravagant, sie ist auch taff. Die durchs Dorf wabernden Gerüchte will sie nicht auf sich sitzen lassen. Kurz entschlossen nimmt sie die Ermittlungen in die eigene Hand und fördert so manches Geheimnis zutage. Wird sie auch den Tod des Pastors aufklären? 

Idyllisches Hollowfield  


Caitlin Young hat mit "Miss Pinky und der tote Pastor" einen Wohlfühlkrimi geschrieben, 
©CaitlinYoung Miss Pinky und der tote Pastor
der sich perfekt als Urlaubslektüre eignet. Spannend genug, um auf der Liege am Strand nicht einzuschlafen. Cozy genug, um nicht den wohlverdienten Nachtschlaf zu rauben. Flüssig geschrieben nimmt sie uns mit in eine vermeintlich idyllische Kleinstadtwelt. Schnell fühlt man sich wohl in Hollowfield und würde selber gerne mittratschen beim Teekränzchen.      

Oder trügt die Idylle? 

Bei diesen Kränzchen lernt man die Bewohner Hollowfields besser kennen. Caitlin Young zeichnet ihre einprägsamen Charaktere mit viel Liebe, aber auch mit einem leichten Augenzwinkern. Die Aufklärung des Falls treibt sie humorvoll, aber nicht klamaukig voran. Die Wendungen sind überraschend, aber schlüssig. Bei allen Wohlfühlmomenten schafft sie es, genug Spannung aufzubauen, um die Lösung unbedingt erfahren zu wollen. Geschickt webt sie unterschwellig ein wenig nachdenkliche Gesellschaftskritik ein. Dabei kommt sie ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus, was heutzutage schon eine erwähnenswerte Kunst ist. Sie hat Verständnis für ihre Charaktere, zeigt aber auch, wie schnell Mißtrauen in einen in sich abgeschlossenen Mikrokosmos einzieht. Gerade, wenn eine(r) nicht in eingeübte Gesellschaftsmuster passt. 

Nur eine Frage bleibt offen 

Fazit: Ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und empfehle es gerne als unkomplizierte, aber nicht seichte Urlaubslektüre. Ich war gerne in Hollowfield und habe Miss Pinky begleitet. Das Buch findet ein befriedigendes Ende, bei dem nur eine einzige Frage offen bleibt: War es das schon für Miss Pinky oder wird sie in einem weiteren Fall ihren Spürsinn beweisen? Ich wäre gerne bei einem weiteren Fall als Leserin dabei.       

Caitlin Young 
Miss Pinky und der tote Pastor 
DP Verlag
ISBN 978-3-9877823-8-1

erhältlich als Taschenbuch und in den gängigen E-Book Formaten

*Vielen Dank an Caitlin Young für das Rezensionsexemplar und das zur Verfügung gestellte Cover-Foto. Ich habe dieses Buch an Bord gelesen und auf dem Boot gilt immer: Better safe than sorry. Auch für die Lektüre. Deshalb kennzeichne ich der gängigen Praxis folgend diese Rezension als: Werbung, unbezahlt. 

Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label Die geheime Kraft der Bücher 

Freitag, 2. Juni 2023

Rezension - die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

 Meine Rezension zu diesem Buch habe ich zuerst in der LiteraturzeitschriftPunktde veröffentlicht. Leider verschwand sie dort sehr schnell vom Radar. Auf mögliche Gründe gehe ich hier nicht ein. Vorbei ist vorbei. Ich nehme eine Rezension nie auf die leichte Schulter und mache mir damit immer viel Mühe. Zum einen möchte ich dem Autor dadurch zeigen, dass ich sein Werk zu schätzen weiß - auch wenn eine Rezi mal nicht so positiv ausfallen sollte. Zum anderen möchte ich als Viel-Leserin auch meinen Leser und Leserinnen das Medium Buch ans Herz legen. Ich freue mich, wenn meine Buchempfehlungen ein kleiner Wegweiser durch das Dickicht der vielen Bücher sind. Deswegen hole ich von nun an Rezensionen zu Büchern, die mir auch heute noch was bedeuten, nach und nach hervor und stelle sie hier neu ein. Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label Die geheime Kraft der Bücher 

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joel Dicker 

Ein Shootingstar der Literaturszene. Eine Schreibblockade. Ein Mentor, der plötzlich eines Jahrzehnte zurückliegenden Mordes bezichtigt wird. So beginnt der Fall Harry Quebert, in dem wenig so ist, wie es scheint.

Wunderkind des Literaturbetriebs 

Mitte der Nuller Jahre ist Marcus Goldman der Überflieger des New Yorker Buchszene. Schon zu College-Zeiten firmierte er als “der Fabelhafte”, was allerdings weniger seinen tatsächlichen Qualitäten geschuldet war denn seiner unbestrittenen Begabung zur Hochstapelei. Nun aber ist er wirklich wer, er hat einen Bestseller geschrieben und wird überall gefeiert. Doch Ruhm ist vergänglich und er müsste nachlegen, wenn ihn nicht das Grundübel eines Schriftstellers befallen hätte: die gefürchtete Schreibblockade.

Der Ursprung des Übels 

So nimmt er nur zu gern die Einladung in das im idyllischen Küstenstädchen Aurora gelegene Haus seines früheren College-Professors Harry Quebert an, der ihm väterlicher Freund und Mentor in einem ist. Harry indes braucht bald selber Hilfe. In seinem Garten wird das Skelett der 1975 verschwundenen, damals 15jährigen Nola Kellergan gefunden. Harry hat vor 33 Jahren den Roman Der Ursprung des Übels publiziert, der als konkurrenzloser Maßstab der zeitgenössischen amerikanischen Literatur gilt. Doch Amerika muss plötzlich erkennen, das Werk ist tatsächlich nicht nur ein Ursprung. sondern auch ein Übel. Die darin thematisierte, vorgeblich fiktive Beziehung hat es tatsächlich gegeben, übler noch, die weibliche Protagonistin war minderjährig, sie war niemand anders als die Jahrzehnte lang verschwunden geglaubte Nola.

Die Wahrheit über den Fall 

Marcus Goldman erfuhr erst kurz vor dem Aufsehen erregenden Fund der leiblichen Überreste Nolas von den Hintergründen des immer bewunderten Buches seines Mentors. Was er indes nicht weiß, ist die Wahrheit über den Fall Harry Quebert. Es fällt ihm schwer genug, zu akzeptieren, dass der bewunderte Harry tatsächlich eine Minderjährige geliebt hat. Dass er auch noch ein Mörder sein soll, das kann und will er nicht glauben. Ungeachtet aller Drohungen und der nahenden Abgabefrist seines noch ungeschriebenen zweiten Romans nistet er sich in Harrys Haus ein, rauft sich mit dem Polizisten Gahalowood zusammen und trägt mit diesem gemeinsam Schicht für Schicht vom Berg möglicher Wahrheiten ab. Schließlich präsentiert er nicht nur einen Täter, sondern auch einen neuen Bestseller, den Fall Harry Quebert. Harry kommt frei, Marcus ist wieder ganz oben und alles könnte schick und schön sein.

Jeder sieht seine eigene Wahrheit  

Ist es aber nicht. Denn obwohl wir seit Oscar Wilde wissen, dass am Ende alles gut wird und es nicht das Ende ist, solange nicht alles gut ist, ist es hier umgekehrt. Bei Marcus, Gahalowood und Harry ist zwar alles gut, aber es ist leider nicht das Ende. Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert ist mindestens genauso vielschichtig wie der Blick der Protagonisten auf die Liebe. Die Wahrheit offenbart sich auch nach mehreren Blicken nicht recht und der wahre Täter ist noch lange nicht entlarvt. Denn bis zu diesem Punkt hat jeder nur die Wahrheit gesehen, die er sehen wollte. Marcus lässt der Fall keine Ruhe, er stochert weiter im wieder undurchdringlichen Dickicht und mit ihm der Leser.

Alles muss neu geschrieben werden 

Ein Buch wie ein Autounfall. Man will nicht hinsehen, tut es aber doch. Hier will man nicht glauben, dass es immer noch nicht das Ende ist, dass noch eine Wendung wartet und noch eine. Irgendwann denkt man auch, es sei jetzt mal gut gewesen, noch einmal will man nicht umdenken und man tut es doch. Kann man es doch selber gar nicht fassen, auf welches Glatteis man sich da vom Autor hat führen lassen. Unwiderstehlich ist der Sog, den dieses Buch ausübt, geradezu unfassbar die Menge an Drehungen und Wendungen, die dieser Plot nimmt. So viele Wahrheiten, Gewissheiten, die plötzlich keine mehr sind und die ständig neu geschrieben werden müssen. Man wartet förmlich darauf, dass der Autor sich in seinen eigenen Fallstricken verheddert.Tut er aber nicht, was diverse Wiederholungen in neuen Blickwinkeln untermauern.

Nicht nur eine Geschichte 

Unterteilt ist das Buch in 31 Kapitel, die den 31 Regeln entsprechen, welche Harry Quebert dareinst seinem Schüler Marcus Goldman für sein Schriftsteller-Leben an die Hand gab. Die Kapitel sind von hinten nach vorne nummeriert, was den Leser von vornherein darauf hinweist, wie weit zurück hier gegraben werden wird. Das Ganze ist flüssig geschrieben, mit einem sehr sicheren Gespür für Stimmungen, gerade auch weil man sich gelegentlich nicht in Aurora, sondern in Twin Peaks wähnt. Auffällig ist die Begabung des Autors für Dialoge, die Tonlagen seiner handelnden Personen hält er genauso mühelos wie die vielen Fäden seiner Geschichte. Letztendlich ist es auch nicht eine Geschichte, die er erzählt, sondern viele. Und auch wenn er den Kreis fulminant schließt, wir werden nie wissen, wo genau der Ursprung des Übels jetzt wirklich lag. 

So viele Geschichten 

Aber das sollen wir wahrscheinlich auch gar nicht. Nach Harrys Regeln sollte das letzte Kapitel eines Buches das schönste sein, dasjenige, nach welchem man das Buch mit tiefem Bedauern aus der Hand legt. Nun ist hier das letzte Kapitel nicht wirklich schön, es endet eben doch nicht gut. Trotzdem verabschiedet man sich schwer.

Subtilität ist nicht seine Stärke 

Bei aller Begeisterung gibt es ein paar kleine Abzüge in der B-Note: Ab und an trägt der Autor zu dick auf. Subtilität ist seine Stärke nicht durchgehend. Man nehme nur den Namen des jungen Mädchen. Nola – Lola. Man darf wohl noch froh sein, dass er sie nicht Nolita genannt hat. Und bitte – es reicht jetzt an ringenden oder boxenden Schriftsteller-Figuren. Das hat sich jetzt wirklich langsam auserzählt, es wird inflationär und erzeugt nicht mehr als ein genervtes Gähnen.

Joel Dicker und sein Alter Ego 

Joël Dicker lebt als Schriftsteller in der französisch-sprachigen Schweiz und seine Wahrheit über den Fall Harry Quebert ist sein zweiter Roman. Das Werk ist in der Schweiz bereits preisgekrönt und scheint sich auch in Deutschland in einer guten Auflage zu verkaufen. Durchaus zu Recht, denn der Fall Harry Quebert ist Unterhaltung im besten Sinne. Liebhaber von Betroffenheitsgeseiere sowie von stilpuristischen Thrillern werden nicht so ganz auf ihre Kosten kommen, aber die breite Masse dazwischen, die einfach nur gut und abwechslungsreich unterhalten werden möchte, ganz sicher.

Joel Dicker 
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Piper Verlag 2013
EAN 978-3-492-05600-7
*Das Rezensionsexemplar und das Cover-Foto wurden mir vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Als Bootsfrau weiß ich : Better safe than sorry.  Gilt immer. Auch für Lektüre und Blogposts. Deshalb kennzeichne ich der gängigen Praxis folgend diese Rezension als: Werbung, unbezahlt. 
Ein Wiederlesen mit Harry Quebert gibt es im neuen Buch von Joel Dicker: Der FAll Alaska Sanders

Donnerstag, 1. Juni 2023

Rezension - die Geschichte der Baltimores

Vorweg: Meine Rezension zu der Geschichte der Baltimores habe ich zuerst in der LiteraturzeitschriftPunktde veröffentlicht. Leider verschwand sie dort sehr schnell vom Radar. Auf mögliche Gründe gehe ich hier nicht ein. Vorbei ist vorbei.

Ich nehme eine Rezension nie auf die leichte Schulter und mache mir damit immer viel Mühe. Zum einen möchte ich dem Autor dadurch zeigen, dass ich sein Werk zu schätzen weiß - auch wenn eine Rezi  nicht so positiv ausfallen sollte. Zum anderen möchte ich als Viel-Leserin auch meinen Leser und Leserinnen das Medium Buch ans Herz legen. Ich freue mich, wenn meine Buchempfehlungen ein kleiner Wegweiser durch das Dickicht der vielen Bücher sind. Deswegen hole ich von nun an Rezensionen zu Büchern, die mir auch heute noch was bedeuten, nach und nach hervor und stelle sie hier neu ein. Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label Die geheime Kraft der Bücher 

Die Geschichte der Baltimores von Joël Dicker

Die Goldmans sind eine ganz besondere Familie, so besonders, dass es gleich zwei von ihnen gibt. In Baltimore lebt ein Familienzweig in Saus und Braus, ein anderer lebt ein mühsames Mittelklasseleben im New Yorker Vorort Montclair. Die Großeltern benannten der Einfachheit halber ihre Familienzweige nach den Wohnorten und dabei ist es geblieben. Es gibt die Baltimores und die Montclairs.

Der Habitus der unbesiegbaren Baltimores 

Mittwoch, 7. Dezember 2022

Jahresrückblog 2022

Im Dezember 2022 schrieb ich diesen Beitrag, mit dem ich auf mein Blogjahr zurückschaute. Die Frage der Sichtbarkeit begleitete mich bis ins Jahr 2024. Alles, was ich 2022 schrieb, galt auch noch ein Jahr später. Nicht mehr ganz so krass, aber - ja. So sagte ich auch Ja. Zu einer Veränderung, mit der ich schon länger liebäugelte.

 Ihr findet mich und diesen Blog nun auf meiner eigenen Webseite: 

Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin

Ihr seid dort herzlich willkommen. Ich freu mich auf Euch. 


   


Im folgenden der Jahresrückblog für 2022: 


Das Jahr brachte für mich einen großen Wechsel. Auch ganz ohne Balkon beschloß und verkündete ich: Jahre voller Wechsel dürfen, können, sollen auch Jahre voller Chancen sein. So gab ich auch diesem Blog noch eine Chance und stellte ihn bewusst sichtbarer. Auf zu neuen Wegen, die ich mit Euch gemeinsam erkunden möchte. 
Mein persönlicher Fokus: Je oller, desto doller. Netter ausgedrückt: 

Wir sind Ü 50 und fabelhaft       

Nur wissen das nicht alle. Und noch viel zu wenige bringen es zum Ausdruck. Ich schrieb verschiedene Posts, ich bekam unterschiedliche Reaktionen. Eins hatten viele Reaktionen gemeinsam: Sie blieben unsichtbar. Was mich zu der Frage bringt:

Ü50 und unsichtbar. Wollen wir das?


Dieser Frage widmete ich bereits einen eigenen Blogeintrag. 
Er ist einer der meistgeklickten des Jahres. Auch einer der am häufigsten kommentierten. Interessanter- und bezeichnenderweise unsichtbar kommentiert. Viele meldeten sich zustimmend und mit eigenen Geschichten bei mir. Über Whatsapp, über direct Messages bei Twitter und Instagram. Unter den Tweets, unter den Posts - nur wenig. Im Blog so gut wie gar nicht. 

Viele empfinden es so, dass sie unsichtbarer werden. So wie das Herz in den Wolken. Man muss schon genau hinschauen. Viele hadern mit diesem Gefühl.  Nur nicht offen, nur nicht sichtbar. Es scheint eine Art sich selber erfüllender Kreis zu sein. Der sich wie ein roter Faden durch das Blogjahr zog. Ich freue mich über Euer Vertrauen, über die Geschichten, die Ihr mir erzählt, über Eure Meinungen dazu. Aber ich bin gerne redundant und möchte Euch nochmal Folgendes ans Herz legen:  

Unsichtbar ab 50


Die Sammlung "Eure Tipps gegen Winterblues" war ein kleiner Erfolg. Es kam und kommt immer noch einiges zusammen. Auch das etwas, was uns fabelhaft macht. Wir wissen gut, wie wir uns selber helfen können. Das war der zweite rote Faden im Blogjahr: Ihr alle, die Ihr Euch bei mir gemeldet habt, die hier lest: Jede(r) hat etwas beizutragen, jede(r) hat Erfahrungen, die wertvoll sind und helfen. Ihr alle habt vieles, was wert ist, sichtbarer zu werden. Schreibt mir, was uns noch fabelhaft macht! Ich sammele das und plane, das neue Jahr damit fabelhaft einzuläuten.        

Um es noch einmal klar zu sagen: Ich lege Wert auf Eure Beiträge. Mich interessiert das. Und natürlich könnt Ihr den geschützten Bereich der Messenger wählen, um Euch auszutauschen. Dennoch: Wäre es nicht schön, gemeinsam sichtbarer zu sein, zu werden?* Den ersten Schritt aus der Komfortzone damit zu machen, sichtbar unser Loblied zu singen, ist doch eine gute Gelegenheit. 














Freitag, 27. November 2020

T.G.i.F. - von Wespen, Alpakas und anderen Ablenkungen

Tach auch Liebeleins. Herzlich willkommen in unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Alle light durch die Woche ge-lockdownt? Anders gefragt: Blickt Ihr noch durch? 

Ich nämlich nicht. Gar nicht. Sowas von gar nicht. Und damit meine ich nicht das schon länger bei mir schwelende Unverständnis für Unverhältnismäßigkeit und Ungerechtigkeit. Ich weiß tatsächlich überhaupt nicht mehr, was gerade Sache ist. Was man wo darf und was nicht. Und - ich habe beschlossen, ich muss das auch nicht wissen. Seine Ruhe haben wollen, ist nach wie vor erwünscht, soviel ist sicher. Von daher..... Und Weihnachten ist bei uns eh nicht so das Fest in riesigem Kreis. Solange der Jurist kommen darf, ist mir weihnachtstechnisch alles egal. Ich glaube eh, dass es den meisten so oder ähnlich geht, was man so hört. (In dem Zusammenhang just saying: Die, die sich besonders beim Brechen der Wellenbrecher hervortun, die feiern eh kein Weihnachten. Also kann man denen damit weder drohen noch sie locken.)

Jedenfalls werde ich mich jetzt b.a.w. nicht mehr um Nachrichten kümmern. Wenn ich was wissen muss, betrifft das eh höchstwahrscheinlich die Arbeit. Und da wird mir der/die AG schon sagen, was ich wissen muss. Zumal ich da eine Verschärfung durchaus begrüßen würde. Auch rund um den Arbeitsplatz. Es reicht nach wie vor ein Blick auf den Marktplatz, um meinen ansonsten chronisch niedrigen Blutdruck nach oben zu jazzen. Oder der (abgebrochene) Versuch, beim Kaffeeröster kurz in den Shop zu schauen. Frohe Botschaft: Es gibt sie noch. Eine coronafreie Zone. Just eben dort. Frei aus dem dort herrschenden Gewusel interpretiert.

Wenn ich mir zu dem, was ich jeden Tag in der "kritischen Infrastruktur" zu sehen kriege, weiterhin auch die Nachrichten gebe, dann könnt Ihr mich bald in die Hab-Mich-Lieb-Jacke stecken. Gut 3/4 davon könnte man sich sparen. Muss man eigentlich jedes Geschwurbel, was irgendwer von sich gibt, dem Clickbaiting zuliebe bringen? Muss ich wissen, dass sich der Bundes-Christian schon um die nächste noch schlimmere Pandemie kümmert? Muss ich wissen, dass der Bayern-Markus dem Nordlicht seine Lockerungen neidet und deswegen der Schleswig-Holsteiner büßen soll, dass der, der am lautesten schreit, die schlechtesten Ergebnisse erzielt hat? Interessant an all dem wäre allenfalls die Beobachtung des Sozialexperiments ob Angst schüren wirklich zum Ergebnis führt. Oder ob Angst nur essen Seele auf und Hoffnungsschimmer, die ja tatsächlich am Horizont dräuen, nicht der bessere Weg wären.        

Da kümmere ich mich doch lieber um die Rückeroberung meines Lebens. Haus und Hof sind so halbwegs wieder à jour. Schon schön, wenn man auch mal Zeit für mehr als einen kölsche Wisch hat. Außerdem hab ich, Ich! tatsächlich mal die Rührschüssel und das Backbleck aus den hintersten Winkeln der Küche gekramt. Ich sach ma so: Die Ergebnisse sind zum Teil noch ausbaufähig. Vor allem das des heutigen Morgens. Nur gut, dass ich so süße Männer hab, denen ist egal, wie das, was schmeckt,  aussieht. 

Relativ egal, wie was aussieht, ist mir im Moment auch - noch - die Weihnachtsdeko. Mir ist - wie auf Twitter zu erfahren einigen anderen auch - überhaupt nicht nach Weihnachten oder Advent. Mehr oder weniger widerwillig hab ich das seinerzeit mit der Sissi im Partnerlook erworbene Adzventsgesteck aus dem Keller geholt, abgestaubt und die aufmunternde Gabe des Spielers, das quietschbunte Alpaka, mittenmang gesetzt. Damit ich den Anblick überhaupt ertragen kann. Während draußen munter eine adipöse Wespe oder Biene oder was immer sonst so totgesagt wurde, vor dem Fenster rum-brummselt. 


War sonst noch was? Nicht viel. Und das ist auch nicht schlimm. Die Bauern suchen wieder, diesmal aber eher langatmig. Was nur so zwischendurch zu alter Klatsch- und Tratsch-Hochform zu Twitter führt. Serientechnisch sind wir noch in der Entscheidungsfindung. "The Crown" ist fast weg-inhaliert, "Borgen" zum Teil re-kapituliert. Auch meine gelegentliche Solo-Unterhaltung ist noch nicht ganz entschieden. Inspiriert von der Trixe habe ich ein paar Besuche in Chesapeake Shores gewagt, bin aber noch nicht ganz so überzeugt, dass dies die Serie ist, die mich durch den Pandemie-Winter bringt. Zwar alles sehr schön und seelenfuttermässig anzuschauen, aber noch warte ich auf eine Handlung. Solange bei mir selbst im lighten Lockdown mehr passiert, hilft mir das auch nur bedingt in die ersehnte Ablenkung. 

Nun gut. Ich schaue jetzt mal, ob ich den Kaffeeguss für mein neuestes Back-Experiment hinkriege und dieser im gnädigsten Fall die etwas - ähem ich sach mal - leicht unebene Oberfläche verdeckt. Euch lenke ich derweil ab mit der 

Statistik: 

Schönste Ablenkung der Woche: Das Logbuch füllt sich so langsam mit schönen Momenten. 
Stoßseufzer der Woche: "Je eet al je hele leben frikandellen. Maar je weigert je te laten 
vaccineren want je weet niet wat er in zit" (©Jeroen de Lange auf Twitter, 
gefunden vom Rotterdamer. zu deutsch: "Ihr esst das ganze Leben Frikandel. 
Aber Ihr weigert euch, Euch impfen zu lassen, weil Ihr nicht nicht wisst, was drin ist) 
Plan der Woche: November dauert jetzt bis 20. Dezember, zwei Haushalte dürfen max. 
5 Personen im Homeoffice haben außer es handelt sich um Kinderarbeit. An 
Weihnachten gibt es Kartoffelsalat und Würstchen für bis zu 10 Personen, aber es soll
 beim Essen gelüftet werden. Oder so. (©Ole Bixmann auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende mit hoffentlich vielen schönen Momenten. 
Lenkt Euch mit nichts ab, womit ich mich nicht auch ablenken würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage 

Freitag, 14. Februar 2020

TGiF - Bestandsaufnahme auf dem Holzweg

Tach auch Liebeleins. Ist das schäbig oder ist das schäbig da in diesem draußen? Ob es jemals wieder richtig hell werden wird? Ein paar Stunden Tageslicht könnten nicht schaden. Wirklich nicht. Hab ich sogar ärztlich attestiert bekommen heute. Eklatanter Vitamin D-Mangel. Wird jetzt hochdosiert behoben. Wenn ich demnächst Tarantella auf dem Tisch tanze, wissta Bescheid.

Und sonst so? Das Jahr schreitet voran, so richtig viel kann 2020 immer noch nicht. Ich bemerke (nicht nur) an mir eine leichte Grund-Gereiztheit. Gepaart mit sich nicht wirklich aufraffen können. Zum Bloggen beispielsweise. Es gab bisher erst ein TGiF. Dabei gäbe es so vieles, worüber es sich zu schreiben lohnen würde. Eigentlich. Ihr wisst schon, dieses eigentlich, in dem wie so oft der Fehler liegt.

Dabei fehlt es mir. Das Bloggen. Das ganz schlichte vor mich hin bloggen, mir dabei über das ein oder andere klar werden. Ich weiß auch, woran es hapert. Nicht nur am sich nicht wirklich aufraffen können. Es liegt an dem Gefühl, dass es sowas von wumpe ist, was man in die Tasten hämmert. Die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Menschen ist mittlerweile maximal 280 Zeichen groß und davon ab, meistens auch nur auf die eigene Befindlichkeit gerichtet. Dazu ist meine Erwartungshaltung an mich selbst immens gestiegen. Ich weiß, dass ich einige sehr gute Blogartikel geschrieben habe. Ich weiß auch, dass das nicht jeden Tag geht. Trotzdem ist es nicht leicht, das Gefühl abzuschütteln, mich selbst zu diskreditieren, wenn ich einfach so vor mich hin schreibe.

Aber vielleicht bin ich genau da auf dem Holzweg. In letzter Zeit habe ich auf Twitter wieder den ein oder anderen Link zu klassischen Tagebuch-Blogs gesehen, wie wir sie früher auf blogpunktde hatten. Die Blogs, mit denen alles angefangen hat. Ich lese da durchaus bei anderen ganz gerne mal rein. Vielleicht sollte man es einfach wieder machen. Schreiben lernt man nur durch schreiben. Solange ich nicht als Tastatur-Samariter ende und meine, für den Weltfrieden zu bloggen. Also Tagebuch-Blog. Versuch mach kluch. Ab dafür.

Holzweg betreten auf eigenes Risiko

Bestandsaufnahme: Was so los war und wer noch den Holzweg auf eigenes Risiko betreten hat.


Der Rotterdamer: Ist nicht auf dem Holzweg, sondern straight Richtung Abenteuer unterwegs. Für ihn scheint es sein Jahr zu werden. Erasmus hat ja zum Exchange gesagt. Und gleich noch eine Competition ausgezeichnet. Vorläufige Reiseroute 2020: Madrid, Seattle, Los Angeles. Letzteres sogar für ein ganzes langes Semester. Er freut sich riesig. Und verdient. Hat er auch genug für getan. Wir sind eher aufgeregt und überlegen, ob sich einer der bekanntesten Söhne unserer Stadt wohl für Care-Pakete-Lieferung einspannen lässt.

Der Rheinländer: Arbeitet, doktert, freut sich auf Karneval. Ich sach nur Polka, Polka, Polka. (Insider. Sorry dafür und für den Ohrwurm gleich noch ein Sorry mit)

Twitter: Geht mir auf den Geist. Aber sowatt von. Empörung allerorten. Bis an den Rand der Hysterie und darüberhinaus. Vom Virus Clickbaiting scheinen schon die Besonnensten infiziert. Beispiel: Die stürmische Sabine. Ja, es war ein heftiger Sturm. Streckenweise auch ein Orkan. Aber es war kein Kyrill und keine Ela. Es war ein heftiger Wintersturm. Mit etwas Umsicht ganz normal zu handeln. Las man Twitter, konnte man meinen, wir wären am Rande der Apokalypse. Ja, es ist nicht verkehrt, zu warnen. Aber man sollte immer im Hinterkopf haben, dass bei den nächsten vielleicht berechtigteren Warnungen keiner mehr hinhören könnte. Und das wäre dann wirklich mal ein Grund für Hysterie.

Politik: Ich weine leise. Was muss ich tun, um in Holland wählen zu können? Ich kann doch nicht nicht wählen. Bisher galt: Wer nicht wählt, wählt rechts. Mittlerweile ad absurdum geführt. Es kotzt mich an. Trotzdem auch hier: Empörungstwitter und clickgeile Medien haben es tausendmal schlimmer gemacht. Selbst vergleichsweise sachliche Medien waren so berauscht von der thüringischen Dramatik, dass sie selbst ob des AKK Rücktritts von Schockwellen barmten. Nee, Leute. Ihr spielt denen in die Hände, die Ihr verhindern wollt. Wann kapiert Ihr das endlich?

Highlights: spärlich gesät. Die Boot. Ein Wiedersehen nach fast einem Vierteljahrhundert. Das traditionelle Dschungel-Rudelgucken incl. des gefürchteten Dschungel-Caterings made by Engelchen.  Ein WellnessTag, an dem uns Pinguine über den Weg liefen.

Downlights: Ich werde sparen. Viel viel Geld.  Nix mehr mit Trompetenärmeln. Meine bevorzugte holländische Modekette verabschiedet sich nach fast 40 Jahren. An mir hat es nicht gelegen.

Gelesen: Wenig. Vor allem zu wenig Gutes. Erwähnenswert alleine:
Maja Lunde: Die Geschichte des Wassers. Der Roman zum Klima. Nicht schlecht, gut geschrieben, aber letzten Endes doch erstaunlich flach.
Juan Moreno: 1000 Zeilen Lüge. Irre spannend, obwohl man ja bereits soviel zum Thema zu wissen meint. Moreno beschreibt ausführlich, dabei aber prägnant. Das einzige Buch in den letzten Monaten, bei dem ich nicht aufhören konnte, zu lesen.
Mikael Bergstrand: Der 50jährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte. Sozusagen Eat Pray Love aus männlicher Sicht. Kurzweilig und mit viel Zärtlichkeit für seine stolpernden Charaktere.
    
Gehört: Dank guter Soundtracks und vor allem dank des "Don't look back in anger" Tags auf 1Live ein paar neue Ohrwürmer der BetterTimes Musikbibliothek zugefügt:
The 1975: Me and you together Song
The Waterboys: Whole of the Moon
Adam Levine: Lost Stars
Placebo: Song to say goodbye

Gesehen:  jede Menge nachzutragen, stelle ich fest. Deswegen der Entschluss, den guten Vorsatz, mehr zu bloggen, genau da anzusetzen. Einstweilen: Schaut Afterlife und Can a song save your life! Einzelheiten coming soon.

Aussicht: Wir kriegen die Wände schön. Wir können uns bald wieder weicher betten. Und so langsam naht die Zeit, in der wir Tage statt Wochen zählen können.

Absicht: Ich überlege ernsthaft, ob ich mir einen Instagram Account zulegen soll. Hauptsächlich begleitend zum Logbuch. Eigentlich ist mir dieses Medium ob seiner weichgezeichneten rosaroten Welt ebenso suspekt wie mittlerweile Empörungs-Twitter. Aber vielleicht ist es auch schön, ein Medium zu haben, in welchem ich mich hauptsächlich mit den schönen Seiten unseres Lebens beschäftigen kann. Und davon gibt es ja viele. Ich überlege noch ein bißchen. Derweil 

                   die Statistik:


Stoßseufzer der Woche: Einmal mit Profis.
Trost der Woche: Wer immer nur Wind sagt, muss auch mal 
Beutel sagen ( SimiSchalke auf Twitter)
Plan der Woche: Huhnke auf dem Kuhdamm 
Autodingsda der Woche: Prolis statt Promis. Langsam wird die mir zu kluck.
Idee der Woche: Wenn mich jemand ärgert, verwende ich seinen Namen 
samt Personenbeschreibung im nächsten Buch für eine Nebenfigur und
 lasse die dann richtig leiden. Oder sterben. Sterben geht auch. 
(©Cameron auf Twitter. Ich gebe zu, die Idee fixt mich an)
Stolperfalle der Woche: Wer "So" sagt, hat noch Kapazitäten frei.  
Warnung der Woche: Wenn Ihr Huawei anfängt zu husten, 
dann ist es für Sie zu spät ( Pogobär auf Twitter) 
Wahrheit der Woche: Zeit heilt keine Wunde, 
Zeit bildet eine Kruste ( ©Karusselfahrerin auf Twitter) 
Event der Woche: Morgen kommt raus: Kemmerich hatte einen
 Jochen-Schweizer-Erlebnisgutschein für 
einen Tag als Ministerpräsident (©MannVomBalkon auf Twitter) 
Biografie der Woche: Als #Dorfkind gibt es nur zwei Lebensphasen:
 a) die Phase, in der der Spielplatz zum Spielen da ist.
 b) die Phase, in der der Spielplatz zum Saufen da ist - 
 und dazwischen kommt manchmal der Bus. (©Micky Beisenherz auf Twitter) 
Missverständnis der Woche: Ich hab gute Laune. 
Das scheint diese Verwirrtheit im Alter zu sein. (©Trixelinchen auf Twitter)
Resümee der Woche: Watt wirklich schlimm ist: 
Mein Kaffee iss alle. (©der arme Drachentöter)
Weisheit der Woche: Wennste Mittwoch überlebst, dann iss Donnerstach (©Misfits)

In diesem Sinne: Et iss schon Frei-Tach. Allen ein schickes Wochenende.
Betretet keinen Holzweg, den ich nicht auch betreten würde. 

* Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.
** Weitere Links auf Nachfrage
*** habta gemerkt, wie entschlossen ich dem Valentin sein Tach ignoriert hab? Als die Frau, deren Mann ihr auch so regelmäßig eine feine rote Rose schenkt, kann ich mir das leisten. Jaha. Aber gut, da gestern auch noch Weltradiotag UND Tag der Internetfreunde war, sag ich es Euch, meinen Internetfeunden mit meinem Lieblings-Radiosender: Schenkt Euch Liebe.














Sonntag, 30. Dezember 2018

Was vom Jahr so übrig blieb 2018

Ist es zu fassen? Im Ernst? Schon wieder ein Jahresrückblick fällig? Irgendwo muss doch da ein Fehler in der Zeit-Matrix sein. Aber gut. Watt mutt, datt mutt. Auch wenn ich nur noch wenig blogge, manche Einträge schreibt man - nicht nur, aber auch - für sich selbst. Also: jedes Jahr diesselbe Frage: Was wird es sein, wenn wir dieses Jahr erinnern?*

Die Hitze 

Globalgalaktisch gesehen werden wir wohl alle dieses Jahr wegen einer Sache erinnern. Eine Sache, die man wohl mit Fug und Recht schon Naturphänomen nennen darf. In bewusster Verdrängung der Befürchtung, dass es bereits mehr als ein Phänomen ist, sondern dem Klimawandel geschuldet. Wir hoffen auf die Alten unter uns, die meinen, so etwas habe es schon immer gegeben. Richtich: 2018 war heiß. So richtig, richtig richtig scheißenheiß. Und trocken. So trocken, dass man mit nochmal Fug und Recht von Dürre sprechen kann. Flüsse, Seen, Meere legten so manches Geheimnis offen. Es war  erschreckend. Unser Leben, unser Alltag ist nicht im Geringsten darauf eingerichtet, mit so einem Wetter zu leben. Es ist so schon alles stressig genug. Dies über Wochen bei 40 Grad durchzustehen - mehr als eine Herausforderung. Gut, wenn man da liebe Freunde mit Pool und angeschlossener Mädels-WG hat, die jederzeit gerne Asyl an ihren Gestaden bieten. Mir, dem Gatten und mehr als einmal in diesem Jahr auch unserem Anhang. Waren tolle Stunden bei Euch, Drachentöter und Engelchen. Von diesen Erhitzungen mal abgesehen, gab es rund um unser Palais und angeschlossenen Außenstellen ebenfalls noch genug, was das Blut in Wallung brachte. Um wenigstens chronistisch Ordnung ins Chaos zu bringen, der private Rückblick nach Themen:

Die Männer:

Der Ruhebewahrer bewahrt noch immer die Ruhe. Trotz allen Stresses, aller Inanspruchnahmen, aller Stau-ungen. Aber auch ihm fehlt eigentlich genau das: Ruhe. Wird genommen, wann immer wir diese finden können. Was wiederum zu dem führt, was noch so fehlt: Zeit. Zeit für Zweisamkeit, Zeit für Freunde und andere Unternehmungen. Mit all dem, was wir dieses Jahr nicht geschafft haben, könnte man alleine einen Post locker füllen.
Der Jüngste hat ein aufregendes Jahr hinter sich. Mit glücklichem Ausgang. Begonnen hatte er 2018 noch als eifriges Mitglied der Generation Praktikum und toeffelte sich dann mutig durch bis zu einer Zusage von Erasmus seiner hochgelisteten Uni in Rotterdam. Nach der Zusage war vor dem Start und es hieß Grundlagen schaffen. Monetärer Art. Er tat dies auf die in diesem Fall sprichwörtliche harte Tour und schaffte sich durch viele heiße, harte Tage als Wasserträger und Bierkutscher. Dafür echt Respekt. Ebenso dafür, wie gut und erfolgreich er sich im für uns zugegeben nicht ganz so fremden Land eingelebt und eingearbeitet hat.
Der magistrierte Jurist hat sich ebenfalls formidabel ins Arbeitsleben eingefunden, erste Jahreshauptversammlungen mit Argusaugen bewacht, Brexitanien vor Ort beraten und schickt sich nunmehr an, neben all diesem zu promovieren. Ein Doktor in der Familie. Coming soon. (Und bevor jemand fragt: Von mir hat er datt nich.) Im Moment genießt er Dolce Vita. Hat er sich verdient. Aber sowas von.     

Ich: Könnte ich bitte den Mantel des Schweigens nochmal sehen? Es hätte eigentlich ein Jahr sein können, in dem zumindest mein kleines Leben unaufgeregt vor sich hin hätte plätschern können. Diverse Inanspruchnahmen, an die man ja mittlerweile gottergeben gewöhnt ist, bereits eingerechnet. Aber wie so oft, lag der Fehler im eigentlich. Mir riss nicht nur öfter der Geduldsfaden, sondern leider auch der Glaskörper im Auge. Brachte eine Menge Sorgen, Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen und trotz fehlendem klaren Blick eine Menge Erkenntnisse. Über Fürsorge, Wahrnehmung, Anteilnahme. Wie das eben immer so ist, wenn was ist. Was bleibt, ist - ja zugegeben mal wieder - der gute Vorsatz: Mich selber mehr um mich kümmern und mehr und besser auf mich selber hören. Wenn ich finde, das etwas nicht gut ist, ist es nicht gut. Egal, was andere meinen, denken, sagen. Gilt nicht nur für das, was nicht gut ist, sondern auch für das, was gut ist. Bpunkt.

Der Blog: 

Litt und leidet unter Reglementierungen aka DSVGO. Lange ging gar nichts, viel geht immer noch nicht. Was natürlich einige Monate lang auch am oben erwähnte Riss lag. Ich blogge, wenn ich Zeit UND Lust habe, Mitarbeit an anderen Portalen liegt brach. Wenn schon Zeit, Lust und Möglichkeit, dann nur noch hier. Für mich. Guter Vorsatz und so.

Die Freunde: 

Kamen zu kurz. So schlicht, so schade. Drachentöters sahen wir immerhin einige Male, größere Kolumbiniaden schafften wir aber auch nicht. Hitze, Durchblick, Zeit - irgendwas war immer. Die Wahlfamilie sahen wir in diesem Jahr so selten wie selten. Aber wenn, war es schön. Auch für die zwangsverpflichteten besseren Hälften des Nachwuchs. Immerhin haben wir so einige Termine für's nächste Jahr fest eingebucht. Mit Trixelinchen und dem Mann, der nie schreibt, erlebten wir leckere italienische Momente, glühende Marktbesuche und ein ganz tolles Konzert in einer ganz tollen Location. ( Gregor Meyle im Amphitheater Dinslaken. Ein echtes Highlight in der für mich nicht einfachen Zeit ) Der Stammtisch schwächelte ebenfalls, wir hatten es schon mal regelmäßiger. Aber immerhin schafften wir ein Wochenende. In der Eifel. War heiß, aber schön. Auch wenn keiner von da uns da tot übern Zaun hängen will.

Kultur: 

Fand zugegeben hauptsächlich gestreamt statt. Gründe siehe oben. Theater schafften wir genau einmal, in Frau Jahnkes Ebertbad. Empfehlenswert wie immer. Kino kein Mal. Kabarett ebenso Fehlanzeige. Aber wir waren auf einigen Konzerten. Zu den meisten gingen wir ohne große Erwartungen und wurden durchgehend positiv überrascht. Restlos begeistert war ich von den Chainsmokers live, sehr angetan von Gregor Meyle und sehr berührt von Wingenfelder im Jovel. Die Hosen beehrten wir im Essener Stadion in großer gröhlender Runde und sogar bei BAP war ich dieses Jahr wieder. Wie immer mit dem Zusatz: Das war wahrscheinlich das letzte Mal jetzt für uns. Bis wir es das nächste Mal sagen. 

Die Reisen: 

brachten wieder die tragendsten Erinnerungen. Und sprachen durchgehend holländisch. Weiter weg haben wir uns aus Ruhebedürftigkeits-Gründen und anderen Unwägbarkeiten nicht getraut. Auch die dänische Therapie - ein Satz mit X . Wie gesagt: Dinge, die dieses Jahr nicht stattfanden. Im frühen Frühjahr gab es eine sehr wohltuende Auszeit bei Buddhas in Apeldoorn, im späten Frühjahr die bereits erwähnte Eifel und einen nicht nur wettertechnisch sensationellen Nordsee-Urlaub, der uns etliche der eigentlich an der Nordsee seltenen bis spätabends-in- Badeklamotten-am-Strand-Tage brachte. Kraft und viele viele Glücksmomente erlebten wir wieder auf dem Wasser. Im Frühjahr schipperte uns Jopie zum teils sehr nassen Saisonauftakt über die Kanäle, die Mistral im September brachte uns bei meist großartigem Wetter über die Elf-Brunnen-Tour wieder bis ans Meer. Und in Rotterdam waren wir. Natürlich. Stadt des Jahres. Ich sogar alle-guten-Dinge-sind-drei-mal, im August waren wir alle vier dort, den Auswanderer umziehen und jetzt gerade nochmal zum Luftholen. Und Steak essen. Und Brücken gucken. Unter denen hoffentlich keiner von uns landet im nächsten Jahr. Sorry, kleiner Insider. Manche Witze macht man eben ganz für sich alleine. 

Für mich und für Euch jetzt die Statistik des Jahres:

Die Bilder des Jahres: 

Satz des Jahres: Durchblick wird überbewertet
Dank des Jahres: Geht an die, die auch in diesem Jahr wieder da waren. Sich mit gesorgt,
 mit gekümmert, mit gelitten und auch mal einen Arschtritt verteilt haben. 
Wer sich angesprochen fühlt, ist es auch.
Trost des Jahres: Dreck, den man nicht sieht, muss man nicht putzen
Accessoire des Jahres: das Kühl-Pad
Serien des Jahres: This is us ( für mich alleine) und 
die Brücke Staffel 4 (gemeinsam mit dem Gatten -
ta(c)k Saga Noren, ich bin immer noch dafür, ein Boot nach Dir zu benennen)
Konzert des Jahres: ganz schwer. Aber ich entscheide mich für die Kettenraucher 
=> The Chainsmokers in Düsseldorf
Song des Jahres: Mistakes I've made von Eelke Kleijn
Buch des Jahres: Gone Girl von Gillian Flynn** 
Abschied des Jahres: Schicht im Schacht. Der Bergbau ist endgültig Geschichte
Hashtag des Jahres: #LichtbeiderNacht
Soap-Opera des Jahres: Gerd, das Transgender-Huhn in der Mädels-WG 
Party des Jahres: Wer hat die Bratpfanne in den Garten gestellt? 
Stoßseufzer des Jahres: Einmal mit Profis....
Zusammenfassung des Jahres: Let op drempels

Allen ein wirklich schickes 2019 gewünscht, einen guten Rutsch und
fallt über keine Drempels, über die ich nicht auch fallen würde.

*Jedes Jahr diesselbe Anmerkung: Ja, die Formulierung ist so gewollt und nein, es ist kein Grammatikfehler. Fragt den Duden. AusGründen immer weiter um sich greifender Klugscheisserei wird diese Anmerkung im übrigen von Jahr zu Jahr wichtiger.
**Eigentlich keins. Der Riss riss auch hier eine Lücke und noch immer lese ich ausschließlich über den Kindle. Das erwähnte, auch schon ältere ist das einzige, welches mir nachhaltiger in Erinnerung blieb
Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Bittedanke

Montag, 16. Juli 2018

Was zu sagen ist - State of the Blog

Dieser Blog war mehrere Monate offline. Hashtag ausGründen.

Fakt ist: ich hatte und habe sehr sehr wenig Zeit zum Bloggen. Das hatte nicht nur (aber auch)  mimimi-Gründe, sondern auch schöne. Wir hatten ein Träumchen von Frühjahrs-Urlaub, wir waren mit dem Stammtisch zu einem weiteren unserer legen - wartet kurz - dären Kurztrips, ich war mit dem Endlich21 in Rotterdam, wir bereiten seine Auswanderung dorthin vor, wir waren auf Konzerten, auf Feiern. Alles prima. Alles so prima, dass ich Euch so so gerne davon erzählt hätte. Aber die paar Stunden, die ich für's Bloggen hatte, musste ich nutzen, um diesen Blog DSGVO konform zu machen. Mit Betonung auf musste. Ich, die Betreiberin eines kleinen, privaten, gemütlichen, nicht im Ansatz kommerziellen oder influencenden Blogs, der ausschließlich als privates Hobby betrieben wird.

Ich werde mich jetzt hier nicht darüber auslassen, wie ungerecht ich all diese Vorschriften empfinde, wie ausgesprochen ungeschützt im Umkehrschluss der private Blogger nunmehr ist und wie im Endeffekt die Großen von dem Ganzen auch noch profitieren. Das überlasse ich berufeneren Menschen mit mehr Kenntnis der Materie. Ich bin einfach nur erschöpft von dieser Materie.

Dennoch: Dies ist mein Blog. Mein Seelenort. Hier steckt nicht nur Zeit und Mühe drin, sondern auch mein Herzblut. Und zwar ganz viel davon. Ich brachte es nicht über mich, einfach aufzugeben.Auch wenn ich einen Preis dafür zahlen muss. Einen Preis zunächst in Form monatelangen Offline-Daseins. Was mir wahrscheinlich meinen Blog, meine Bekanntheit, meine Reputation in Folge eh zerschossen hat. Ferner einen Preis in Gestalt von Verzicht auf vieles, was mir das Bloggen lieb und teuer machte. Dazu gleich mehr. Aber sie können mir meinen Schmuck nehmen, meinen Körper und meine Seele kriegen sie nicht. Also sagt mein Blog, nicht ich....

So. Auch wenn ich mehr als einmal Tränen der Wut geweint habe, Schluss mit Pathos. Wir wechseln in den Modus Galgenhumor. Es geht jetzt weiter mit diesem Blog. Wenn auch in hart abgespeckter Form. Wenigstens etwas, was problemlos abspeckt.......

Und so sind die neuen Blog-Modalitäten:  


Schweren Herzens habe ich diesen Blog auf ein Minimum an Tools runtergeschrumpft. So wird es vorläufig nun hier sein.

Dieser Blog ist nicht mehr mit Google Plus verknüpft. Wenn in diesem oder anderen Netzwerken ein Blogpost von mir geteilt wird/ werden soll, geht das nur so wie es schon in der Steinzeit ging: copy and paste.

Dieser Blog ist nicht mehr mit Twitter verknüpft. Wenn auf dieser Plattform ein Blogpost von mir geteilt wird/ werden soll, geht das nur so wie es schon in der Steinzeit ging: copy and paste.

Der Teilen Button ist deaktiviert. Wenn Ihr einen Blogpost von mir teilen wollt, auch per Mail, geht das nur so wie es schon in der Steinzeit ging: copy and paste.

Ebenfalls ersatzlos rausgenommen sind die Buttons für Abo per Mail oder Feed-Abo oder follow per GoogleFriends. Wenn Ihr diesem Blog folgen wollt, geht das nur so wie es schon in der Steinzeit ging: per Lesezeichen.

Grund dafür ist, dass jedem, der eine Webseite öffentlich zugänglich macht, auferlegt wird, ein externes Datenverarbeitungsverzeichnis zu führen. Was genau da drin stehen muss, ist noch nicht genau definiert. Iss klar. Aber im Zweifelsfall muss dort all jenes, wie oben aufgeführt, akribisch aufgelistet und auf Vorlangen vorgezeigt werden. (Wo da genau die Daten geschützt werden, entzieht sich meinem Verständnis, aber ich bin ja auch blond) Jedenfalls: Solange nicht klar ist, ob ich all diese Dinge bis ins Kleinste speichern muss in diesem Verzeichnis, bleiben all diese Funktionen sowie auch normale Traffic-Funktionen wie referrer abgeschaltet. Ich kann das einfach nicht leisten. Das wäre schon bei einem so kleinen Blog wie diesem mehr als nur ein Vollzeitjob.

Aus dem gleichen Grund wird es vorläufig keine Kommentarmöglichkeit mehr geben. Ich bedauere dies zutiefst, war doch gerade auch der Austausch mit Euch ein wesentlicher Bestandteil meines Bloggerlebens.

Sollte ich jemals wieder Zeit finden für ein TGiF, wird auch dieses anders aussehen. Auf die Statistik werde ich weitestgehend verzichten (müssen). Auch Verlinkungen und Zitate sind neu geregelt. Nur  leider nicht klar. Und schon mal gar nicht im Hinblick auf Urheberrecht oder Kennzeichnung als Werbung. Sollte ich überhaupt noch jemand zitieren, dann nur die, die ich persönlich kenne und denen ich vertraue. Die im Zweifelsfall jederzeit ohne Zögern erklären können, dass ich die Erlaubnis hatte. Auch dies ärgert mich sehr. Die Statistik und auch andere Links, in denen ich z.B. etwas empfohlen habe, waren immer nur als Service gemeint. Als Nettigkeit. Wenn sich etwas bewahrheitet hat, dann: Nett ist die kleine Schwester von Scheiße. Aber sowas von. Nunmehr bleibt mir nichts anderes als der Hinweis: befragt die Suchmaschine Eures Vertrauens. ( Zu Risiken und Nebenwirkungen der DSGVO befragt dann aber besser die EU )

In Summe: Mir wird derzeit fast jede Möglichkeit genommen, meinen Blog bekannter zu machen oder neue Leser zu gewinnen. Ebenso ist die Kommunikation extrem eingeschränkt. Im Gegenzug dafür muss ich Auflagen erfüllen, die mich komplett nackich und ungeschützt machen. Danke für Nichts. 

Nun denn, Liebeleins. Ich hoffe, Ihr bleibt mir gewogen. Trotz und alledem oder noch besser genau deswegen jetzt erst recht. Wenn Ihr mir etwas zu den Blogposts sagen möchtet, könnt Ihr das vorläufig dort tun, wo wir uns sonst noch treffen. Google Plus, Twitter, auch privat bin ich ja mit vielen in Kontakt. Eure Meinung ist mir nach wie vor wichtig. Und worüber ich mich noch sehr freuen würde, jetzt noch mehr als früher: Empfehlt mich. Bei Twitter, bei Google Plus, bei FB - wie in der Steinzeit per Copy and paste Link. Und nachdem all dies getan und gesagt worden ist, freue ich mich, Euch nach und nach auch wieder etwas zu erzählen. Z.B. von all den schönen Dingen, die mich vom Bloggen abgehalten haben. Coming soon.

N.S. Dieser Blogpost wurde vor meiner Augenerkrankung geschrieben und sollte eigentlich in genau der Woche den Blog wieder eröffnen, in der mir dann auf einmal der Durchblick flöten ging. Dazu gab es bereits einen Post. Ich wollte diesen zum State of the Blog jetzt nicht mehr umschreiben.  Ebenfalls Hashtag aus Gründen. Aber Bescheid wissen sollt Ihr doch. Die wirklich schönen Posts kommen jetzt so nach und nach, wie es meine Situation erlaubt. 

Samstag, 30. Dezember 2017

Was vom Jahr so übrig blieb - 2017

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was wird es sein, woran wir uns aus diesem Jahr erinnern? Wie jedes Jahr die gleiche Antwort: Es werden (hoffentlich) die guten Momente sein, die die wir uns selbst geschaffen haben, die Erinnerungen, die wir uns selbst geschenkt haben. Denn wenn nicht wir, wer dann?

Symptomatisch für dieses Jahr war bei uns zum einen der sich immer stärker auswirkende  chronische Zeitmangel #ausGründen. ( und wenn man dann endlich mühselig abgeknapste Zeit findet, muss der PC erstmal 90 in Worten neunzig Minuten updaten. Wenn das kein Mobbing ist, dann weiß ich auch nicht.) Daher fällt auch der Jahresrückblick in diesem Jahr weit weniger episch aus als sonst. Die, die mich begleiten, haben es ja schon zu Weihnachten um die Ohren gehauen bekommen, die brauchen es jetzt auch nicht nochmal. To whom it sonst noch may concern: Allet online. Vonne Seitenlinie aus kommt Ihr weiter. Zu allet und allem. 

Zum anderen war es bei uns ein Jahr, das gekennzeichnet war von vielen Sorgen. Die ganz großen Katastrophen blieben aus, aber sie lauern unverändert. Im Moment ist gerade sowas wie Jahresendruhe eingekehrt und da wir im bewährten Kreis auch schon alle Vorbereitungen fürs bewährte Jahresend-Wok-n-Roll getroffen haben, nehme ich mir zumindest die Zeit, eines zu vervollständigen. Nämlich die

Jahresstatistik:

Fremd-Stolz des Jahres: He did it. Er wird kein Krabbenfischer in der Beringsee. 
Glückauf dem staatlich geprüften Rechtskandidaten. Made my year.
Mein Stolz des Jahres: We did it. Und ich darf mich Heldin der Schleuse nennen.
Bedauern des Jahres:  Watt en Jammer met het Weer.
Ziel des Jahres: Einmal mit dem Boot bis an die Noordzee
Erkenntnis des Jahres: Solange es die Enten nicht vom Sturm weht, 
Therapie des Jahres: brauchen wa nicht. Dänemark tut es auch. 


Reinfall des Jahres: die Umsetzung des guten Vorsatzes des Jahres 2016 
( und diverser Jahre zuvor) Nie wieder Extraschicht!
Lied des Jahres: Something like this ( The Chainsmokers & Coldplay )
Album des Jahres: Laune der Natur ( die toten Hosen)
Konzert des Jahres: und nochmal : Laune der Natour 
( das beste am Advent sind und bleiben die toten Hosen )
Film des Jahres:  Our souls at night ( Robert Redford und eine für mich
 überraschend großartige Jane Fonda)
Serien des Jahres: Designated Survivor  (Weil erstens fast schon nostalgisch in
 fake news Zeiten und zweitens Kiefer Sutherland).
Black Mirror ( weil selten so überrascht und restlos begeistert worden von einer Serie)   
und auch in diesem Jahr wieder Bloodline ( allerdings auch nur, weil diese Serie 
mir persönlich aus verschiedenen Gründen sehr nahe geht )
Buch des Jahres: "Nach uns die Pinguine" von Hannes Stein ( mit reichlich 
Vorsprung vor Schlafen werden wir später von Zsuzsa Bank. Aber dies immerhin das Buch, 
welches mir etwas bestätigt hat, was ich dieses Jahr auch einsehen musste. Dafür danke) 


Allen einen schicken Rutsch ins neue Jahr !
Knallt einfach nichts, was ich nicht auch knallen würde.