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Donnerstag, 20. Oktober 2022

Der Sommer ist offiziell vorbei

Tach auch Liebeleins. Herzlich willkommen in diesem kuscheligen Blog aka Selbsthilfegruppe für akute "Sehnsucht ist ein Notfall" Seufzende und "wie kommen wir denn jetzt über diesen Winter" Fragende. Wir alle müssen jetzt ganz tapfer sein. 

Der Sommer ist offiziell vorbei 

Wir hatten noch ein paar rundum großartige Tage im Oktober an Bord. Des Captains letzte Urlaubstage sinnvoll verbracht. Das Wetter spielte größtenteils mit, zwischendurch gab es nochmal richtiges Sommerfeeling. Sogar eine schöne große Runde über die friese meren konnten wir noch drehen. Hatten wir gar nicht mehr mit gerechnet. Weitere Berichte dazu wie immer im Logbuch. Wissta ja. Nun aber  haben wir die Saison offiziell beendet und unsere Aquamarijn bei Kaiserwetter in ihr Winterlager gebracht. Dort wird sie nun in den wohlverdienten Winterschlaf gelegt. Ach ja, Boot müsste man sein. 

Die Aquamarijn im Winterlager

Auf dem Rückweg holte uns die harte Realität ein. Noch kaum über die Grenze, verkündete der ansonsten durchaus sympathische Thorsten Schorn die bittere Wahrheit: Noch zwei Monate und 6 Tage, dann ist Bescherung! Leude! Ich schaff es mit Müh und Not, mir klarzumachen, dass wir Herbst haben. Mehr ist echt noch nicht drin. Wenn auch bei aller Spätsommer-Glückseligkeit gelegentlich doch ein anderes Gefühl durch kam. Die Frage: 

Wie kommen wir jetzt über diesen Winter?

treibt sicher nicht nur mich um. Und damit meine ich - leider - nicht nur die Frage, wie wir die Sehnsucht bekämpfen. Sondern auch ganz praktische Fragen dazu. Durchaus bei uns ein Thema in diesen letzten Tagen an Bord. Fakt ist - vor allem auf mein Drängen hin hatten wir auf dem Rückweg ein so vollgepacktes Auto wie noch nie. Getreu dem Motto

Haben ist besser als brauchen

Welches eigentlich sonst nicht so mein Leitthema ist. Aber diesmal kamen sämtliche Outdoor-Gadgets, die wir auf dem Boot so haben, nicht mit ins Winterlager, sondern mit uns nach Hause. Wenn Robbie, Chrissie und die anderen Fliewatüts den Karren tatsächlich komplett vor die Wand setzen - wir sind gewappnet. Wir werden Licht haben, wir werden kochen und sogar duschen können und uns unsere auch bei minus 25 Grad wärmenden Schlafsäcke bis an die rote Nase ziehen. Machen wir im Fall der Fälle halt Wintercamping zuhause. So nämlich. 

Vorsorge für den Ernstfall? Macht Ihr das?

Ich weiß tatsächlich nicht, was alberner ist. Sich zu wappnen für die Schreckensszenarien oder beim Eintreffen derselben jammernd daheim zu barmen: Wir haben alles für autarkes Leben im Outback an  Bord und könnten das jetzt so gut gebrauchen. Ich weiß es nicht. Jedenfalls -  jetzt ist das Zeug hier. Es frisst ja kein Brot. Wie ist denn das bei Euch? Habt Ihr vorgesorgt, seid Ihr gewappnet? Stapelt sich bei Euch schon die Grillkohle für's Wintergrillen? Erzählt mal bitte. Ich möchte wirklich gerne wissen, ob ich die einzige Alberne bin. Kommentare sind offen.            

Auch wichtig: Tipps gegen Winterblues 

Ja, die überwiegende Mehrheit sorgt vor für den Ernstfall. 
Aber es ist allen auch wichtig, sich um das seelische Wohlbefinden zu kümmern. Ich stimme da entschieden zu. Und habe dem einen extra Eintrag gewidmet. Gerne als Ideensammlung zum mitmachen . Hier entlang 


Trotz aller dieser Unwägbarkeiten überwiegt bei mir Dankbarkeit und ein rundum gutes Gefühl. Gipfelnd in der überaus zufrieden gestellten Frage: Was war das für ein großartiger Sommer? Ich hatte so viel Zeit auf dem Boot. Soviel gute Zeit. Alleine, mit dem Captain, mit der Familie, mit Gästen. Das trägt mich jetzt durch den Winter und an diesen Erinnerungen kann sich zumindest die Seele wärmen. Ich bin einfach so so froh, dass ich damals dem Mantra "Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie" gefolgt bin. (Außerdem hätten wir dann die Camping-Cadgets nicht.......) 


Frühnebel im Hafen
Keine wirklich klare Sicht am letzten Morgen an Bord. Passt zu den Aussichten.... 

Friendly Reminder: Ganz wichtig, um gut über den Winter zu kommen. Gerade über einen so herausfordernden Winter ! 




Mit dem Sommer ging auch die Bootssaison zu Ende. Einen Rückblick und ein Resümee findet Ihr hier. 




 

Freitag, 24. Juni 2022

T.G.i.F. - allein an Bord in weißen Nächten

Tach auch Liebeleins. Alle gut durch die Woche geschwitzt? Ich sende eine stets kühle Brise von Bord. Meine erste Woche allein auf der Aquamarijn neigt sich dem Ende zu. Der Captain ist bereits auf dem Weg, frische Matjes für heute sind mir bereits ins (Einkaufs-) Netz gegangen. 

Am Dienstagmorgen ging mir durch den Kopf: ich bin glücklich. Wirklich und ehrlich glücklich. Vor einem Jahr habe ich mich noch durch einen langen Dienstag in der kritischen Infrastruktur gequält.  Maskiert in stickiger Büroluft, mich auseinandergesetzt mit mal mehr, mal weniger berechtigten, mal mehr oder weniger höflich vorgetragenen Anliegen. 


Ich saß oben an Deck, genoss noch einen Bordkaffee nach der ersten Stunde im Boat-Office on Water. Diverse Notizen waren bereits übertragen, ein Blogeintrag schon im Logbuch. Der über das wunderfeine Wochenende mit hohen Besuch an Bord. Weiße Wolken zogen über den ansonsten blauen Himmel, eine leichte Brise streichelte mich und das Aufregendste, was bisher an diesem Tag passiert war: Eine Ente und ein Blesshuhn haben sich gefetzt.

Langes Wochenende mit hohem Besuch an Bord 

Im ersten Jahr mit unserer Aquamarijn war ich schon mal ein paar Tage allein an Bord. Allerdings spät im Jahr zum Ende der Saison. Schnell noch Überstunden sinnvoll abfeiern. Trotz der späten Jahreszeit gefiel es mir auch alleine gut und natürlich war direkt zu Beginn der "nen Scheiss muss ich" Phase klar, dass ich auch schon in diesem Jahr soviel Zeit wie geht an Bord verbringen werde. Notfalls auch alleine. Diese Woche musste es unbedingt sein. Sommersonnenwende-Woche, die Zeit der weißen Nächte. Je weiter nördlich, desto schöner sind diese Nächte. Ich liebe es total. So gegen 21 Uhr verschwindet das Sonnenlicht, aber die Sonne geht nicht unter. Das Licht ist für die nächsten Stunden von einem durchscheinenden weiß, bis es dann gegen 23:00 in verschiedene Blautöne übergeht und irgendwann gegen Mitternacht ist es dann auch hier dunkel. Könnte ich mir endlos angucken, meine sozialen Medien habe ich ja diese Woche ergiebig damit zugespamt. Nächste Jahr um diese Zeit müssen wir unbedingt anders planen. Da will ich die Mittsommerwoche weit draußen mitten auf dem Wasser erleben. Kann der Ruhebewahrer sich direkt schon im Kalender markieren. 






Im Hafen war die ganze Woche durchgehend Betrieb, die Hochsaison steht vor der Tür. Ich war bei weitem nicht die Einzige, die die ganze Woche hier war. Es gab immer was zu gucken und immer wen zum quatschen. Mehr als zuhause eigentlich. Eine einsame Geschichte ist "allein an Bord" also eher nicht. Diesmal hatte ich auch mein Klapp-Fietsje hier und hab zwei schöne Fahrradtouren gemacht. Von Mühle zu Mühle, von Kanal zu Kanal. Wir kommen jetzt seit Jahren hierher, aber es ist immer wieder erstaunlich, dass man bei jeder Tour noch Neues entdeckt.  






Die Statistik:  

Achselzucken der Woche: Nee, sorry. Keene grote Winkels hier. Moeten ze naar Sneek daarvoor. 
(das große Kind hatte einen Kabel-Ausfall und suchte Ersatz. Bekam aber überall 
die gleiche Antwort. Wir sagen das jetzt auch zu allem, was die Leute 
Unmögliches von uns wollen: Moeten ze naar Sneek.....;) ) 
Überlegung der Woche: Alles mögliche erfinden die Menschen, aber um ein Boot an Land 
zu bringen, hat seit 2000 Jahren niemand was Besseres als ein Seil gefunden. 
(der neu diplomierte das Seil von Bord um dem Poller Werfende aka der Jurist) 
Uhrzeit der Woche: 

Allen ein schickes Wochenende! 
Sucht nichts, was ich nicht auch suchen würde und wofür Ihr nach Sneek müsstet. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.
Alle Beiträge zum Thema neue Wege gehen, findet Ihr unter dem Tag Ü50 , Ü50blogger. 



Freitag, 27. November 2020

T.G.i.F. - von Wespen, Alpakas und anderen Ablenkungen

Tach auch Liebeleins. Herzlich willkommen in unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Alle light durch die Woche ge-lockdownt? Anders gefragt: Blickt Ihr noch durch? 

Ich nämlich nicht. Gar nicht. Sowas von gar nicht. Und damit meine ich nicht das schon länger bei mir schwelende Unverständnis für Unverhältnismäßigkeit und Ungerechtigkeit. Ich weiß tatsächlich überhaupt nicht mehr, was gerade Sache ist. Was man wo darf und was nicht. Und - ich habe beschlossen, ich muss das auch nicht wissen. Seine Ruhe haben wollen, ist nach wie vor erwünscht, soviel ist sicher. Von daher..... Und Weihnachten ist bei uns eh nicht so das Fest in riesigem Kreis. Solange der Jurist kommen darf, ist mir weihnachtstechnisch alles egal. Ich glaube eh, dass es den meisten so oder ähnlich geht, was man so hört. (In dem Zusammenhang just saying: Die, die sich besonders beim Brechen der Wellenbrecher hervortun, die feiern eh kein Weihnachten. Also kann man denen damit weder drohen noch sie locken.)

Jedenfalls werde ich mich jetzt b.a.w. nicht mehr um Nachrichten kümmern. Wenn ich was wissen muss, betrifft das eh höchstwahrscheinlich die Arbeit. Und da wird mir der/die AG schon sagen, was ich wissen muss. Zumal ich da eine Verschärfung durchaus begrüßen würde. Auch rund um den Arbeitsplatz. Es reicht nach wie vor ein Blick auf den Marktplatz, um meinen ansonsten chronisch niedrigen Blutdruck nach oben zu jazzen. Oder der (abgebrochene) Versuch, beim Kaffeeröster kurz in den Shop zu schauen. Frohe Botschaft: Es gibt sie noch. Eine coronafreie Zone. Just eben dort. Frei aus dem dort herrschenden Gewusel interpretiert.

Wenn ich mir zu dem, was ich jeden Tag in der "kritischen Infrastruktur" zu sehen kriege, weiterhin auch die Nachrichten gebe, dann könnt Ihr mich bald in die Hab-Mich-Lieb-Jacke stecken. Gut 3/4 davon könnte man sich sparen. Muss man eigentlich jedes Geschwurbel, was irgendwer von sich gibt, dem Clickbaiting zuliebe bringen? Muss ich wissen, dass sich der Bundes-Christian schon um die nächste noch schlimmere Pandemie kümmert? Muss ich wissen, dass der Bayern-Markus dem Nordlicht seine Lockerungen neidet und deswegen der Schleswig-Holsteiner büßen soll, dass der, der am lautesten schreit, die schlechtesten Ergebnisse erzielt hat? Interessant an all dem wäre allenfalls die Beobachtung des Sozialexperiments ob Angst schüren wirklich zum Ergebnis führt. Oder ob Angst nur essen Seele auf und Hoffnungsschimmer, die ja tatsächlich am Horizont dräuen, nicht der bessere Weg wären.        

Da kümmere ich mich doch lieber um die Rückeroberung meines Lebens. Haus und Hof sind so halbwegs wieder à jour. Schon schön, wenn man auch mal Zeit für mehr als einen kölsche Wisch hat. Außerdem hab ich, Ich! tatsächlich mal die Rührschüssel und das Backbleck aus den hintersten Winkeln der Küche gekramt. Ich sach ma so: Die Ergebnisse sind zum Teil noch ausbaufähig. Vor allem das des heutigen Morgens. Nur gut, dass ich so süße Männer hab, denen ist egal, wie das, was schmeckt,  aussieht. 

Relativ egal, wie was aussieht, ist mir im Moment auch - noch - die Weihnachtsdeko. Mir ist - wie auf Twitter zu erfahren einigen anderen auch - überhaupt nicht nach Weihnachten oder Advent. Mehr oder weniger widerwillig hab ich das seinerzeit mit der Sissi im Partnerlook erworbene Adzventsgesteck aus dem Keller geholt, abgestaubt und die aufmunternde Gabe des Spielers, das quietschbunte Alpaka, mittenmang gesetzt. Damit ich den Anblick überhaupt ertragen kann. Während draußen munter eine adipöse Wespe oder Biene oder was immer sonst so totgesagt wurde, vor dem Fenster rum-brummselt. 


War sonst noch was? Nicht viel. Und das ist auch nicht schlimm. Die Bauern suchen wieder, diesmal aber eher langatmig. Was nur so zwischendurch zu alter Klatsch- und Tratsch-Hochform zu Twitter führt. Serientechnisch sind wir noch in der Entscheidungsfindung. "The Crown" ist fast weg-inhaliert, "Borgen" zum Teil re-kapituliert. Auch meine gelegentliche Solo-Unterhaltung ist noch nicht ganz entschieden. Inspiriert von der Trixe habe ich ein paar Besuche in Chesapeake Shores gewagt, bin aber noch nicht ganz so überzeugt, dass dies die Serie ist, die mich durch den Pandemie-Winter bringt. Zwar alles sehr schön und seelenfuttermässig anzuschauen, aber noch warte ich auf eine Handlung. Solange bei mir selbst im lighten Lockdown mehr passiert, hilft mir das auch nur bedingt in die ersehnte Ablenkung. 

Nun gut. Ich schaue jetzt mal, ob ich den Kaffeeguss für mein neuestes Back-Experiment hinkriege und dieser im gnädigsten Fall die etwas - ähem ich sach mal - leicht unebene Oberfläche verdeckt. Euch lenke ich derweil ab mit der 

Statistik: 

Schönste Ablenkung der Woche: Das Logbuch füllt sich so langsam mit schönen Momenten. 
Stoßseufzer der Woche: "Je eet al je hele leben frikandellen. Maar je weigert je te laten 
vaccineren want je weet niet wat er in zit" (©Jeroen de Lange auf Twitter, 
gefunden vom Rotterdamer. zu deutsch: "Ihr esst das ganze Leben Frikandel. 
Aber Ihr weigert euch, Euch impfen zu lassen, weil Ihr nicht nicht wisst, was drin ist) 
Plan der Woche: November dauert jetzt bis 20. Dezember, zwei Haushalte dürfen max. 
5 Personen im Homeoffice haben außer es handelt sich um Kinderarbeit. An 
Weihnachten gibt es Kartoffelsalat und Würstchen für bis zu 10 Personen, aber es soll
 beim Essen gelüftet werden. Oder so. (©Ole Bixmann auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende mit hoffentlich vielen schönen Momenten. 
Lenkt Euch mit nichts ab, womit ich mich nicht auch ablenken würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage 

Freitag, 3. Januar 2020

Was vom Jahr so übrig blieb

Tach auch Liebeleins. Traditionen wollen gewahrt sein. Ich z.B. wahre die Tradition, den absolut letzten Jahresrückblick zu schreiben. Das Jahr ist eben erst dann um, wenn es um ist. Man weiß ja nie, ob und was auf den letzten Metern noch so passiert.

So war es auch bei uns. Der vierte Advent bescherte uns einen veritablen Schrecken. Der Herr Papa musste seine Weihnachtspläne ändern und wir mit ihm. An unseren "Weihnachtsfluch", der uns seit Jahren dazwischen grätscht und die Besinnlichkeit vergällt, haben wir uns ja bereits gewöhnt. Aber Intensivstation(en) samt Suche nach Patientenverfügung hatten wir auch noch nicht. Aber bereits am heiligen Abend sprach man vom Wunder von Meiderich. In dem Haus, in dem der Ruhebewahrer geboren wurde, hat der Herr Papa einen Macher bekommen, der für ihn die Herzensschritte macht. Mittlerweile haben wir alle Grund, wieder sehr guten Mutes zu sein. Bange machen gilt et ebend nicht.

Von daher nicht nur endlich Ziehung, den Haushalt wieder in einen solchen zu verwandeln, sondern auch doch noch den Jahresrückblick in die Tasten zu hämmern. Denn - für viele und vieles war es kein gutes Jahr. Für das Klima nicht, für den Pott nicht, für Großbritannien und Europa nicht und für Notre Dame schon mal gar nicht. Aber für uns. Für uns war es ein gutes Jahr.

Die Kronprinzen gehen weiter straight ihren Weg. Der Rheinländer bezog gemeinsam mit seiner nervenstarken Liebsten einen schicken dreieckigen Glaspalast. Juristisch orientierte er sich beruflich eine Stadt weiter den Rhein herauf und grüßt nun jeden Tag das Kapellsche. Dazu doktert er weiter vor sich hin, der nächste Akademiker-Hut ist schon fast zur Anprobe bereit. Den ersten trug er im Sommer, die ehrwürdige Uni des Friedrich-Wilhelm graduierte würdig. Inclusive Sommernachtsball zum 7.7.  Das hatten wir schon deutlich blöder.

Der Rotterdamer wanderte wohnungstechnisch ein wenig durch die Stadt an der Maas, bevor er seit Sommer die neue/ alte Wohnung endgültig okkupierte. Diesmal unter österreichisch/indischer Flagge. Viel internationaler wird es zumindest bis Jahresende nicht mehr. Immerhin landete er unter keiner Brücke, seien sie in Rotterdam auch noch so schön. Dazu bestand er eine Prüfung nach der anderen und gewann sogar eine Competition, die ihm gar nicht spanisch vorkam und ihn im nächsten Jahr nach Madrid führen wird. Weitere Pläne sind in der Mache, aber noch nicht entschieden.       

Und wir? Auch für Dirk und mich war es ein spannendes Jahr. Unerwartet öffnete sich die Tür zu Narnia.  Es begann mit einem Osterei, welches im Verlauf des Frühsommers dazu führte, dass unser Traum kein Traum mehr war, sondern ein Plan. Und zwar nicht mehr der Plan für später mal, sondern ein Plan für genau jetzt. Ein Schiff kam vorbei geschwommen und long story short: Wir warfen alle  Bedenken buchstäblich über Bord und sahen es ein:


An dieser Stelle auch hier noch einmal ein sehr besonderer Dank an die, die uns unterstützt haben auf dem Weg von der Maja Maybe zur Aquamarijn. Es war toll, auf diesem Weg so begeistert begleitet, beraten, ermuntert, bestätigt und beruhigt zu werden.

War sonst noch was? Zumindest nichts, was ähnlich große Wellen schlug. Aber viele kleine Wellen, die uns durch das Jahr trugen. Wellen der Freundschaft, der schönen Unternehmungen und Stunden. Viele davon auch schon traditionell. Ich bin sicher, die goldenen 20er haben davon auch einiges im Gepäck. Ich freu mich drauf.

Die Jahresstatistik: 

Film des Jahres: Downton Abbey 
Serie des Jahres: The Crown, Staffel 3 und This is us ( ja, immer noch) 
Konzert des Jahres: es war das konzertärmste Jahr seit Britta-Gedenken. Außer Rockorchester-Ruhrgebeat und Cher - nix gewesen. Beides nett, aber kein Highlight. 
Kabarett des Jahres: Kai Magnus Sting beim Zeltfestival Ruhr
Buch des Jahres: der Wateralmanak vom ANWB 
App des Jahres: Vaarkaart friese meren 
Adresse des Jahres: Box 119 beim Alpaka
Farbe des Jahres: Aquamarijn


Es gab in diesem Jahr aber nicht nur tolle Momente, sondern auch traurige. Wir lernten nicht nur viel Neues kennen, sondern mussten auch Abschied nehmen. Daher möchte ich mit Euch auf das neue Jahr anstoßen mit einem Zitat aus meinem Lieblingslied des Jahres:


Here's to the ones that we got

Cheers to the wish you were here, but you're not
'Cause the drinks bring back all the memories
Of everything we've been through
Toast to the ones here today
Toast to the ones that we lost on the way
'Cause the drinks bring back all the memories
And the memories bring back, memories bring back you 

(©Maroon 5 , Memories) 

Allen ein wirklich schickes, glückliches und vor allem gesundes 2020. 
Bleibt, wir Ihr seid.  

Freitag, 11. Oktober 2019

T.G.i.F. - zwischen Osterei, Cheries und Winterschlaf

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. In unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Auf der Zielgeraden Richtung kurze dunkle Tage. Ziemlich deutlich wird es Herbst. Ich habe bereits meine bewegende Kastanie in der Jackentasche (Ihr auch?), es regnet all das, was es im Sommer nicht geregnet hat (gut), die Wintergarderobe hängt in Sichtweite des Bügeleisens (Podcast-Empfehlungen anyone?) und die ersten Boote fallen auf die Straße. Untrügliche Zeichen.


Auch für uns wird es Zeit, unseren gelebten Traum für dieses Jahr auszuträumen. ( Aber nur für dieses Jahr, sagte ich schon wie geil?ok.ok. Ich bin schon ruhig) Nachher geht es noch einmal Richtung zweite Heimat, ein letztes Mal werden wir uns gepflegt in den Schlaf schuckeln lassen und dann legen wir morgen unser Marijntje in den Winterschlaf. Schnief.

Eine letzte Woche haben wir noch auf der Aquamarijn verbracht. Einigkeitiger Feiertag
und diverse Überstunden sei Dank. Einige Tage davon war ich ganz lekkeralleinanBord. Allein an Bord, fast allein im Hafen, halbwegs allein im Ort. Ich fand's toll. Das Logbuch wird noch befüllt, keine Sorge. (Oder doch? Aber danach wird lange Ruhe einkehren im Logbuch, Ihr könnt aufatmen) Natürlich waren wir wehmütig in der letzten Woche, auch ein bißchen traurig. Aber überwiegend waren wir dankbar. Dankbar dafür, diese Entscheidung getroffen zu haben. Dankbar, schon in diesem Jahr soviel von unserer Marijntje gehabt zu haben, obwohl uns die halbe Saison fehlte. Dankbar dafür, den Winter zwar mit Sehnsucht, aber auch mit Vorfreude verbringen zu können. Noch einmal mehr dankbarer war ich gestern. Beim Kaffeeklatsch der Whisteria Lane Damen war die drohende Rente einiger Ehemänner und die Angst der Frauen davor ein großes Thema. Ich hab mich tatsächlich selbst beneidet. Darum, dass das für mich kein Thema ist. Darum, mit dem Ruhebewahrer nicht nur Leidenschaft füreinander, sondern auch eine gemeinsame Leidenschaft zu haben. Auch wenn ich beim immer noch hauptsächlich kosmetisch wirkenden Hausputz tatsächlich noch ein Osterei fand..... Zu Risiken und Nebenwirkungen maritimer Besessenheit befragen Sie den Captain Ihres Vertrauens.


War sonst noch was? Von Cheries on tour könnte ich noch kurz berichten. Die äußerst
lebendige Legende Cher war am Rhein und die fast-Silberfreundschafts-Freundin und ich hatten bereits im letzten Jahr Karten ergattert. 20 Jahre, nachdem wir sie schon einmal gesehen hatten. Wenn ich das überlege: Als wir sie damals sahen, war sie so alt wie wir jetzt. Dass lässt doch hoffen. Denn immer noch liefert sie eine perfekte, aufwändige Show, begeistert mit einer zwar nicht sehr wandlungsfähigen, aber immer noch auf den Punkt sitzenden Stimme. Und kann immer noch verblüffen. Nicht nur mit sehr klaren Ansagen zum Frauenbild. Sondern auch künstlerisch. Mich an diesem Abend vor allem mit ihren Abba-Covern. Als ob die Lieder für sie geschrieben worden wären. Nie habe ich Waterloo außerhalb von Abba besser gehört. Auch nicht im Musical!

(Über alles andere lege ich für heute den Mantel des Schweigens. Noch. Hier wartet noch etwas Arbeit auf mich. Das bügelnde Eisen wird langsam heiß. Aber der Winter wird lang und genug Zeit bringen, all das ins Reine zu bloggen und aus dem Sommerschlaf zu holen, was an wilden Entwürfen noch schlummert) Solange die

Frage der Woche: Und was macht Eure Oma heute Abend? (@Cher in Concert)

Allen ein schickes Wochenende.
Fallt in keinen Schlaf, in den ich nicht auf fallen würde.
  



      

Samstag, 30. Dezember 2017

Was vom Jahr so übrig blieb - 2017

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was wird es sein, woran wir uns aus diesem Jahr erinnern? Wie jedes Jahr die gleiche Antwort: Es werden (hoffentlich) die guten Momente sein, die die wir uns selbst geschaffen haben, die Erinnerungen, die wir uns selbst geschenkt haben. Denn wenn nicht wir, wer dann?

Symptomatisch für dieses Jahr war bei uns zum einen der sich immer stärker auswirkende  chronische Zeitmangel #ausGründen. ( und wenn man dann endlich mühselig abgeknapste Zeit findet, muss der PC erstmal 90 in Worten neunzig Minuten updaten. Wenn das kein Mobbing ist, dann weiß ich auch nicht.) Daher fällt auch der Jahresrückblick in diesem Jahr weit weniger episch aus als sonst. Die, die mich begleiten, haben es ja schon zu Weihnachten um die Ohren gehauen bekommen, die brauchen es jetzt auch nicht nochmal. To whom it sonst noch may concern: Allet online. Vonne Seitenlinie aus kommt Ihr weiter. Zu allet und allem. 

Zum anderen war es bei uns ein Jahr, das gekennzeichnet war von vielen Sorgen. Die ganz großen Katastrophen blieben aus, aber sie lauern unverändert. Im Moment ist gerade sowas wie Jahresendruhe eingekehrt und da wir im bewährten Kreis auch schon alle Vorbereitungen fürs bewährte Jahresend-Wok-n-Roll getroffen haben, nehme ich mir zumindest die Zeit, eines zu vervollständigen. Nämlich die

Jahresstatistik:

Fremd-Stolz des Jahres: He did it. Er wird kein Krabbenfischer in der Beringsee. 
Glückauf dem staatlich geprüften Rechtskandidaten. Made my year.
Mein Stolz des Jahres: We did it. Und ich darf mich Heldin der Schleuse nennen.
Bedauern des Jahres:  Watt en Jammer met het Weer.
Ziel des Jahres: Einmal mit dem Boot bis an die Noordzee
Erkenntnis des Jahres: Solange es die Enten nicht vom Sturm weht, 
Therapie des Jahres: brauchen wa nicht. Dänemark tut es auch. 


Reinfall des Jahres: die Umsetzung des guten Vorsatzes des Jahres 2016 
( und diverser Jahre zuvor) Nie wieder Extraschicht!
Lied des Jahres: Something like this ( The Chainsmokers & Coldplay )
Album des Jahres: Laune der Natur ( die toten Hosen)
Konzert des Jahres: und nochmal : Laune der Natour 
( das beste am Advent sind und bleiben die toten Hosen )
Film des Jahres:  Our souls at night ( Robert Redford und eine für mich
 überraschend großartige Jane Fonda)
Serien des Jahres: Designated Survivor  (Weil erstens fast schon nostalgisch in
 fake news Zeiten und zweitens Kiefer Sutherland).
Black Mirror ( weil selten so überrascht und restlos begeistert worden von einer Serie)   
und auch in diesem Jahr wieder Bloodline ( allerdings auch nur, weil diese Serie 
mir persönlich aus verschiedenen Gründen sehr nahe geht )
Buch des Jahres: "Nach uns die Pinguine" von Hannes Stein ( mit reichlich 
Vorsprung vor Schlafen werden wir später von Zsuzsa Bank. Aber dies immerhin das Buch, 
welches mir etwas bestätigt hat, was ich dieses Jahr auch einsehen musste. Dafür danke) 


Allen einen schicken Rutsch ins neue Jahr !
Knallt einfach nichts, was ich nicht auch knallen würde.


Freitag, 6. Oktober 2017

T.G.i.F. - eine Woche mit zwei Montagen

Tach auch Liebeleins. Na, wie isset? Allet gut? Alle da? Keiner weggeweht? Ich hatte es gestern richtig fein und für den Sturmtag einen Tag mit dem einzigen Termin Zuhausebleiben erwischt. Fast schon wie ein 6er im Lotto. Naja, fast. Sagen wir wie ein 5er. Aber wohl auch verdient oder? Stürmische Aufregungen hatten wir ja schließlich schon genug dieses Jahr.

War aber auch so irgendwie eine komische Woche oder? So mit zwei Montagen. Da soll man keinen Jet-Lag kriegen, so schnell kann doch echt keiner umschalten von Arbeits- in Feiertagsmodus und wieder zurück. Aber war natürlich trotzdem gern genommen.

Zwischen Meer und See 


Genauso wie die Tatsache, dass es fast nichts zu berichten gibt. Mir ja immer das Allerliebste. Eigentlich hatte ich heute morgen schon entschieden, kein TGiF zu posten - mangels Masse. Aber wär ja auch blöd gewesen. Wie sonst könnte ich noch einmal Werbung machen für mein Logbuch des Herzens, welches für dieses Jahr feddich iss. Höchstbedauerlicherweise. Aber es sind ja die Erinnerungen, die bleiben. Und einen tragen. Auch durch andere stürmische Zeiten, als die auf dem Wasser durchlebten. Von daher - wer hat noch nicht, wer will nochmal?


  

War sonst noch was? 


Wie gesagt - bei uns nicht. Und in Schland auch nicht. Die Parteien scheinen unter die Twitterer gegangen zu sein. Anders ist das doch nicht zu erklären oder? Dass jetzt allüberall das Hohelied der Prokrastination gesungen wird. Mann, Mann, Mann - Kopp innen Sand stecken iss nich! Vor lauter Generve und Spekulationen höre ich nach wie vor unbeirrt Holland-Radio. Veroooooooonicaaa! Allerdings auch mit der latenten Angst, dort etwas zu hören, was ich nicht hören will. Z.B. dass wir im Ausland nun wieder in die Schublade ganz rechts gesteckt werden. Die Befürchtung ist so abwegig ja nicht.

Alles, was wir geben mussten 


Dann war ja noch Woche des noblen Preises. Zum Friedensnobelpreis kann ich gar nicht viel sagen, geht für mich irgendwie in Ordnung, dem Eindruck des kleinsten gemeinsamen Nenners kann ich mich allerdings nicht ganz verwehren. Dafür war ich gestern sehr überrascht über den Literaturnobelpreisträger. Und ausnahmsweise mal positiv überrascht. "Alles was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro hatte mir vor Jahren das Engelchen empfohlen und ich erinnere da einen regen Austausch zwischen uns. Auch heute noch vermag ich den Eindruck zu spüren, den dieses Buch bei mir hinterlassen hat. ( der Film dazu ist übrigens auch ok. Nicht ganz so gut wie das Buch, aber wann ist ein Film das schon mal ) . Ich glaub, ich nehm die Preisverleihung mal als Anlass, einen vernachlässigten guten Vorsatz umzusetzen und weitere Werke des Autors zu lesen.

Gute Vorsätze wie immer auch in

der Statistik : 

Wehmut der Woche: Wisst Ihr noch, als der US-Präsident einfach nur 
die Praktikantin gevögelt hat? Das war schön. (©Felltomate auf Twitter) 
Maßnahme der Woche: ich habe als Klingelton "Kasse 3 öffnet für Sie". 
Endlich macht Einkaufen wieder Spaß (©KTacki auf Twitter) 
Durchsage der Woche: Allen, die seit der #BTW2017 nichts mehr von 
Würselen  gehört haben: Wir leben noch. 
Die Stadt gibt es noch (©Pommesblauweiß auf Twitter) 
Motiv der Woche: "Und warum willst Du Arzt werden?" - "Um einmal zum Spaß 
den Kalender im Aufwachraum auf 2089 zu stellen" - 
Belausche nie Medizinstudenten (©JuliaSinglesias auf Twitter) 
Cookie der Woche: "Geht's Dir wieder besser?" "Geht schon. Ich bräuchte einen Martini. 
Trocken. So trocken, dass die Olive hustet. Die soll auch leiden "
Aufatmen der Woche: Endlich wieder normales Wetter hier im Pott. 
Dem heiligen Piesepampel sei Dank (©Paraneues auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Stell Dir vor, Du wohnst in Nigeria und möchtest 
Deinem Großneffen in Deutschland Deine Millionen vererben. 
Wie schwer das jetzt ist (Kürbissuppe auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Lest nichts, was ich nicht auch lesen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage 


Freitag, 29. September 2017

TGiF- heute mit stürmischer Kastanie

Tach auch Liebeleins. Könnte ich bitte das Jahr 1952 nochmal sehen? Und ggf. was ändern? Da war ich zwar noch nicht geboren, aber in diesem Jahr wurden meine Großeltern Deutsche. Ihr wisst ja, ich wäre wirklich gerne Holländerin geworden und ich wäre auch eine gute gewesen. Aber selten habe ich es mir so sehnlich gewünscht wie in dieser Woche. #ausgründen

Zum einen natürlich aus den üblichen Sehnsuchtsgründen. Ich habe Fottos sortiert und hochgeladen und der erste Blogpost zum Bootsurlaub ist drin. Die anderen - coming soon. Wenn man sonst nichts hat im Augenblick als die Sehnsucht, will man sie wenigstens fein dosiert auskosten. Zum anderen - iss klar, ne?

Die Qual der Wahl 





Die Qual der Wahl. Hier, aber auch nur hier hätte ich mich für den bitteren Beigeschmack entschieden. 
Diese Woche hatte einen bitteren, einen sehr bitteren Nachgeschmack. Viel, sehr viel könnte ich dazu sagen. Von sehr guten Direktkandidaten, die meiner Meinung nach die 20% gerade noch so gesichert haben und sicherlich eine bessere Wahl bei Erneuerungen wären als Fresse aufreißende Totengräber. Von demokratischer Verantwortung, von schlechten Verlierern, von wortbrüchigen Verarschern und blauen Domaininhabern, von Possenspielern, Zockern und sich von Hilflosigkeit und Parolen treiben Lassenden, von sich morgens mit triumphierenden Gesten und markigen Worten beim Bäcker aufspielende Dummbratz-Gesellen, die meinen, es allen mal gezeigt zu haben und und und. Aber ich lass et. Arbeiten sich gerade schon genug dran ab. Es war halt scheiße, diesen Abend mit meinem #BTW Erstwähler, der seine Wahl ernst nahm, darüber nachdachte, gut informiert war, zu verbringen. Nie, nie, nie hätte ich vor 20 Jahren gedacht, dass der Tag, an dem das Kind zum ersten Mal BTW wählen darf, der braune Kackdreck ein Thema sein würde. Nie, nie, nie.   

Satz der Woche: Rücksicht nehmen heißt Schaden nehmen. 


Auch, aber nicht nur damit verbunden entfachte ich auf Twitter eine kleine, fair geführte, sehr interessante Diskussion zum Thema Rücksicht. Ich postete den Satz der Woche, über den ich lange nachdachte. Wie auch über die Diskussionsbeiträge.  Wir waren uns in einem Punkt einig: wo Rücksichtnahme an Selbstaufopferung grenzt, ist dieser Satz anwendbar und zu beherzigen. Und ICH werde es beherzigen. Da, wo Rücksicht nehmen, für mich Schaden nehmen bedeutet, werde ich sie künftig nicht mehr nehmen. E basta. Sagt ruhig auch nochmal was dazu. ich finde das sehr spannend.

Die stürmische Kastanie 


Zeit also für einen Trost. Zeit für den jährlich wiederkehrenden bewährten Trost der bewegten Kastanie.  Witzigerweise rollten auch uns dieses Jahr die Kastanien in Holland und ebenfalls in der Sturmwoche vor die Füße. Der herzerwärmelnde Trost in der Jackentasche birgt also in diesem Jahr besonders viele schöne Erinnerungen.

Sturmbedingt etwas früh vom Baum gefallen, aber das leicht schrumpelige massiert dafür ganz schön, 

Die besten Daumendrücker der Welt 


War sonst noch was? Nun - ich muss mal danken. Den bewährten Daumendrückern, vor allem aus der Twitter-Timeline. Der angehende Starjurist hat die ersten Weichen gestellt. Dass die schriftlichen Klausuren zum 1. Staatsexamen bestanden sind, wussten wir bereits. Nun wissen wir auch wie. Und da selbst das ehrgeizige Kind es mit "ich bin mehr als zufrieden" kommentierte, ist es denn auch wohl auch mehr als gut. Hat er sich auch verdient nach anderthalb Jahren strenger Lern-Disziplin. Nun muss der Zug nur noch über die Weichen fahren, dann steht das Signal für Herrn Dr.jur. auf grün. Daumen also bitte auf Habacht für den 11.10., da muss er labern, was das Zeug hält. Und am besten keinen Quatsch. Auch an der anderen Front scheint eine Suche ein vorläufiges Ende gefunden zu haben. Mögen auch diese Weichen halten, was sie versprechen. Vielversprechend wie immer auch

Die Statistik: 


Satz der Woche: Rücksicht nehmen heißt Schaden nehmen. 
(©eine mir bekannte ältere Dame)
Erfahrungsbericht der Woche: Sobald über Sachthemen diskutiert wird, sind die 
die Ersten am Buffet. (© C. Lindner über die AfD in Landtag NRW )
Vergleich der Woche: Bei einer Wahl eine Protestwahl zu machen, ist, als ob man 
eine Nacht im Hotel verbringt, einem das Zimmer aber nicht gefällt und man deshalb 
aus Protest ins Bett kackt. Nur um dann festzustellen, dass man 
im vollgekackten Bett schlafen muss. (©Alan Moore, britischer Autor 
nach dem Brexit, diese Woche zitiert von Til Schweiger 
und ich finde, das trifft es haargenau)
Vorschlag der Woche: Wer kein Niveau hat, 
einfach mal die Fresse halten (©deutsches Sprichwort)


Allen ein schickes Wochenende
Nehmt an keiner Bewegung teil, an der ich nicht auch teilnehmen würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Und - Tippfehler sind etwas komplett anderes als Rechtschreibfehler. Kleiner Merksatz für alle, denen ihr Leben lieb ist.  
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Freitag, 22. September 2017

T.G.i.F. - Woche eins nach dem gelebten Traum

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. In unserer gemütlichen kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Wie isset Euch? Ich bin noch ein bißchen wehmütig. We zijn terug. Zurück vom gelebten Traum. Ausgewassert für dieses Jahr. Letzte Woche um diese Zeit verließen wir unser schnuckeliges schwimmendes Zuhause auf Zeit und begaben uns wieder auf die asphaltierten Wege. Um den Absturz nicht zu drastisch zu gestalten und weil das Wetter noch einmal so holländisch schön wurde, nahmen wir wenigstens die wunderschönen

Ways over water 



(Guckst Du Engelchen! Damit wäre auch das Versprechen vom Bildnis des vollbärtigen Captains schon eingelöst ) 

Unsere Zeit auf dem Wasser - sie war wie immer großartig, einzigartig. Wenn auch in diesem Jahr aufregend stürmisch. Wer jetzt die Frage nach dem Logbuch stellen möchte - na klar. Ich habe jeden Abend Logbuch geschrieben, für uns ist das alles ja immer noch eine große Sache. Es wird auch noch Einträge im Logbuch-Blog geben, aber gemach. Es sind noch nicht alle Fotos hochgeladen, wir mussten auch bereits am Wochenanfang direkt wieder auf Maloche. Und die meisten haben uns ja auch in der Zeit bereits auf Twitter begleitet. Auch, aber nicht nur deswegen habe ich allerdings entschieden, dass die Logbuch-Berichte in diesem Jahr nicht so episch werden wie nach den letzten Touren. Aber das Wichtigste erzähl ich natürlich. Versprochen. 

Im Moment verarbeite ich gerade noch den mit unschöner Zuverlässigkeit auftretenden Kulturschock, nachdem wir eine Zeit in Holland verbracht haben. Meine Fresse, sind wir hier meilenweit entfernt von der lässigen entspannten Freundlichkeit der Holländer. Und das liegt nicht nur an den feinen Tees, die man dort kaufen kann. Im übrigen gab es auch in Holland welche, die rumgepampt haben. Dreimal dürft Ihr raten, wo die so her kamen. Richtig. Es gab mehr als eine Situation, in der ich mal wieder froh war, nicht auf den ersten Blick als Deutsche identifiziert zu werden.       


Immer gut, eine Wahl zu haben 


Und sonst so? Alle schon ge-wahl-o-matet? Ich werde erleichtert aufseufzen, wenn diese Wahl vorbei ist. Diese künstlich aufgeblasene Berichterstattung darüber - ich fand es äußerst segensreich, in den letzten Wochen davon nur das Allernötigste mitbekommen zu haben. Ein bißchen mehr Unaufgeregtheit und vor allem ein bißchen weniger Schwarz-Weiß-Malerei stünde diesem Land auch gut zu Gesicht. Es ist nun mal vieles grauschattiert. Wer wüsste das besser als wir hier im Pott? 

Ich hege allerdings schon alleine nach nur dieser Woche die Befürchtung, dass es am Sonntag ein ganz, ganz böses Erwachen geben werden wird. Wieviele Leute alleine diese Woche zu mir "Naja, klar, wählen kann man die nicht. Aber ich finde, die haben in ganz vielem recht" gesagt haben! Wenn alle diese Leute in der Anonymität der Wahlkabine ihr Kreuzchen dann doch bei denen machen, von denen sie offiziell sagen, dass man sie nicht wählen kann - dann gute Nacht, Marie. Tiefbraune Nacht! Falls hier welche mitlesen, die im Geheimen genau das vorhaben: Lest Euch das (eigentlich ja nicht vorhandene Wahlprogramm) einfach mal durch. Und dann wird jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, sehen, dass diese selbsternannte Alternative genau denen am meisten schaden wird, die jetzt am lautesten für sie krähen. Isso. Auch mal ganz abseits von der ekeligen braunen Brühe. Also sage ich jetzt das, was ich immer sage vor Wahlen: Es ist immer gut, eine Wahl zu haben. Nutzt sie. Bitte. 

Keine weiteren Fragen an Christian Ehring 


War sonst noch was? Ich möchte noch gerne etwas nachtragen aus der Vorurlaubs-Zeit: Wir nahmen mit dem Twitter-Pott die zweite Nachhilfe-Stunde des Jahres in Ruhrhochdeutsch und waren bei Christian Ehring im Spiegelzelt. Und - es war richtig, richtig gut. Ganz großes Kabarett. Respekt! Den Spiegel, den Ehring dem Spießbürger in uns und sich vorhält - er ist sehr, sehr feingeschliffen. Manchmal so fein, dass einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Also: Wer irgendwo die Chance hat, ihm live keine weiteren Fragen zu stellen und sich mit ihm einen Abend durch vegane Kinderlieder und die Fallstricke der Life-Life-Balance zu würselen - er gehe voller Landlust hin. Ehring findet für jeden den passenden Slum. Versprochen.Und nun zur 

Statistik: 

Karrierestart der Woche: "Frau von Belang, möchten Sie Ihre Cookies aktualisieren?" (©der mit einer Rolle Kekse vor mir stehende Azubi. Er wird es weit bringen. Sehr weit. )
Land der Woche: Nambia (©das Ganzkörper-Doppelkinn) 
Tipp der Woche: Say what you want, but Nambia makes the best damn cup of Covfefe this side of Bowling Green (©TonyPosnanski auf Twitter)
Warnung der Woche: falls jemand gerade mit der Bibel anfängt
- ich sterbe #Spoiler ( derMessias_de auf Twitter 
Erkenntnis der letzten Wochen: Solange es die Enten nicht vom Steg weht, ist kein Sturm. 


 Allen ein schickes Wochenende.
Wählt nichts, was ich nicht auch wählen würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.  
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Montag, 8. Mai 2017

Gute Zeitfresser, schlechte Zeitfresser

Na, Liebeleins. Vermisst Ihr mich? Ich Euch und den Blog auch. Gut, dass wir unsere Zwitscher.Runden haben, sonst würde mein virtuelles Leben derzeit komplett auf Eis liegen.

Aber - so isset eben manchmal. Man muss halt Prioritäten setzen und nicht immer kann man diese dort setzen, wo man sie am allerliebsten setzen würde. Nicht alles erledigt sich schließlich durch Liegen-lassen und aufgeschoben ist nun mal leider seltenst aufgehoben. In den letzten Tagen wurde mir alles ein klitzekleines bißchen zuviel, vor allem von den schlechten Zeitfressern, die unermüdlich ihr Futter einfordern: Haus und Hof, Einkauf, der Stau, in dem der Ruhebewahrer jeden gottgegebenen Tag mehr wache Zeit als zuhause verbringt, die kaputte Bandscheibe der Kollegin, die mir die ein oder viele andere Überstunden einbringt, Wäsche - versteht einer, wie man immer wieder eine Dreiviertelstunde im Waschkeller verbringen kann? Nein? ich auch nicht. Und doch passiert es mir immer wieder.... Geburtstagsvorbereitungen, Kümmernisse hier, Kümmernisse dort. Ihr kennt das.

Und wenn die Zeit knapp wird, dann muss man sie manchmal eben dort wegknappsen, wo es einem selbst am wehesten tut. Am Freitag hatte ich echt "datt arme Dier", wie man am Niederrhein sagt. Sehnsüchtig schielte ich zum PC, sehnte mich dolle nach den Zeiten, als der Freitagmorgen noch mir und dem TGiF in aller Seelenruhe gehörte - und ging einkaufen. Und anschließend dies und das und jenes. ich will jetzt nicht episch werden.

Denn - es gab ja auch gute Zeitfresser: Den Nachmittagskaffee bei der Nachbarin mit magnetischem Wellness, den Vormittagskaffee bei der anderen Nachbarin mit Terminplanung für das Restjahr
(soweit isset schon gekommen), den Steakhouse-Besuch mit Drachentöters, den je oller, desto doller werden se Restaurantbesuch beim ebenso dullen Griechen in Bochum mit dem Twitter-Pott, Planung weiterer Events.Ich sach nur soviel: Wer dies Jahr extraschichten will, der Trixelinchen ihr Göttergatte aka der Mann, der nie schreibt wird uns samt mobilem Dixie-Klo durch und auffen Pott setzen. Das wird der Knaller.... so und so. Dann gab es noch den Tag der sonoren Herren: Erst hatten wir ein prinzlich- frielinguistisches Brunch-Date mit dem besten Rupi von allen und seiner allerbesten Altenpflegerin und dann ließen wir uns am selben Tag noch ganz gepflegt vom Willi sein Sohn ins Kopfkino mitnehmen. Zu deutsch: Wir waren bei den Ruhrfestspielen beim Gastspiel des großartigen Matthias Brandt.

Es gibt viel zu tun (©Trixelinchen) 
Prinzlicher Brunch (©Ruprecht Frieling ) 
















Und - ganz viel Zeit, gute Zeit fraß ein Tussendoortje" auf den friese Meren. Jaha, wir waren schon draußen, jottwehdeh draußen. Tanz in den Mai, mit dem Boot und dem Wind auf den Wellen, mit Schwager und Schwägerin und es war soo, soo bomfationös. So so toll, dass ich mir jetzt einfach die Zeit nehmen und einen Logbuch-Eintrag dazu verfassen werde. Denn manche Zeitfresser verdienen es einfach, nie niemals vergessen zu werden.    

Schiffsbar geöffnet (©ich. Man sieht es an der schlechten Qualität) 


Freitag, 30. September 2016

Pausenfüller

Reklame statt TGiF - Tja, Liebeleins. Da müsst Ihr jetzt durch. Tach auch.

Wie den Lästerschwestern und Brüdern letzte Woche angekündigt - wer kann, der kann und wer hat, der hat. Resturlaub in rauen Mengen zum Beispiel. Von daher waren die letzten TGiFs eher eine Unterbrechung der Sendepause als die Beendigung derselben.

Motto der nächsten Woche: Dänen lügen nicht. 
Erst recht nicht in und mit der Whisteria Lane.

Aber wenn Euch so'n kleines bißchen langweilig wird, ich hab Euch Lektüre hinterlassen:

Zum einen die Rezension des einziges Buches, welches auf dem Boot die Ehre bekam: Fremde Gäste von Sarah Waters.

Zum anderen isset feddich: Datt Logbuch des friese-Meren-Törns. Allet drin, allet dran. Könnt Ihr jetzt als Fortsetzungsroman lesen. In den letzten Einträgen geht es um Entenflüsterer, Aussteiger-Oppas und royale Hochzeitsküsse. Für alle und von allet etwas.

Und - ein kleines bißchen aktiv könnt Ihr noch werden. Bewegt mal wieder was.
Wenn schon nicht Euren Allerwertesten, dann wenigstens Kastanien. 



In diesem Sinne: 

Allen eine schicke Zeit. 
Bewegt nichts, was ich nicht auch bewegen würde. 

Freitag, 23. September 2016

TGiF - heute für Lästerschwestern - und Brüder

Tach auch Liebeleins. Überraschung. So schnell kann es gehen. Schon wieder eine Woche rum. Schon wieder ist das, worauf wir uns in der letzten Freitagsrunde freuten, Makulatur. Aber - es war alles schön. Whisteria Lane ist perferkt vorbereitet auf die  "Dänen lügen nicht"-Zeit , nicht einmal das Wetter muss zwingend mitspielen. Wir werden genug Entertainment und Verpflegung haben, um eine Woche das Haus nicht verlassen zu müssen.

Und - richtig dolle rund war unser Twittertreffen bei Sträters ihrem Torsten. Auch wenn zum Ksrkbäm-Mantra nun auch noch ein Storno nie wieder einfach ein Storno sein kann. Ganz entspannt dafür das Meet und Greet after show. Und auch wenn die Vermutung geäussert wurde - nein, der Ruhebewahrer muss nicht gen Holland aufbrechen, um sich mit seiner Ente zu trösten. Aber wir hatten Spaß. Währenddesssen und nachher. Sogar noch, als wir - hoffnungsfrohe Herner im Schlepptau -  mal wieder nicht ohne Irrungen und Wirrungen aus dem Westfalen-GedönsGewirr rauskamen. Zur Not hätten wir eben 'ne Schranke durchbrochen. Kenn wa nix.

Eine ganz und gar offizielle Lobhudelei Kritik findet sich in den Revierpassagen. Allerdings wurde mir erst im Laufe der Woche der wirkliche Grund für meine Sträter-Begeisterung klar: Es ist der Überraschungsmoment. Man hat ja doch fast alles im Leben schon gesehen. das meiste zweimal. Sträter ist einer der wenigen, die mich noch richtig überraschen können mit ihren Texten. Dasselbe galt übrigens auch immer für Gotzi-Mausi und Frau Westermann. Deshalb mit Träne im Kopfloch Bye, bye Zimmer frei und ein inniges Danke für viele, schöne Stunden mit der WDR-WG ! Auch wenn ich Trixelinchen zustimmen muss: Mit Gottschalk als letztem regulärem Gast hat man sich nur einen mäßig gelungenen Gefallen getan.

Aber ich weiß: Das wollt Ihr alles gar nicht wissen, das interessiert diese Woche alles nur peripher. Seien wir ehrlich. Es gab nur ein Thema. Der Brangelinexit. Der - ich fand es als Gag am Rande echt lustig - auch noch ausgerechnet am Weltkindertag verkündet wurde. Jedenfalls: Wir Mädels trauten unseren Ohren kaum, es war sogar Thema bei den Männern in unserer Mittagspausenrunde, wo sich sonst alles immer nur um Schalke oder um Schalke und vielleicht noch um 46881 Gelsenkirchen dreht. Am meisten interessierte die Herren ein Bericht, in dem das aufzuteilende Brad-Pack- Vermögen gelistet wurde: zwei Inseln, eine Yacht, drölfzig Schlösser und zwölf Nannies! Stellte sich natürlich sofort die Frage: Sind die Nannies jetzt unter Mobilien gelistet? Und der berechtigte Zweifel: Das kann doch gar nicht sein! Zwölf Nannies! Zwölf! Da waren doch unter Garantie mindestens sechs Nannos dabei. Sonst macht doch alles keinen Sinn. Soweit unsere Herren. Die Damen interessierten sich mehr für die Aufteilung der Blagen. Ich habe mittlerweile nachgeschaut: Aufteilung in einer kriegt die Kinder von A-J, der andere die von K-Z funktioniert leider nicht. Tjanun. Simpel kann ja jeder.

War sonst noch was? Nun, im Logbuch sind wir mittlerweile in Stavoren angekommen, inclusive Top-Übernachtungs-Tipp für nicht Boots-affine Touris. Rollt Euch doch mal in einem Fass zusammen:



Sogar die um ein Ruhrpottmädchen erweiterte Legende vom Vrouwtje van Stovoren ist schon drin. Ansonsten traf ich gestern doch mal wieder unser Omma Elsbett im Pennich. Plan war: Schnell einkaufen und dann auf Hollywood. Aber dann - Omma Elsbett und päng. One year after. Wir klagten uns also gegenseitig unser Leid mit all dem Stress und dann hat se zum Schluss ma wieder richtig einen rausgehauen: "Ach Mädschen, et iss doch so: Egal, worum et geht, et geht im Endeffekt immer um ein und dattselbste. Um datt die hier und da wir. So war datt damals mit de VWs und de Audis beim Allfonss, so iss datt getz bei Dir und so iss datt auch mit de Flüchtlinge". Bääam. Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft auf einen Nenner gebracht - zusammenfassen kann se, unser Omma Elsbett. Und für Euch jetzt wie immer an dieser Stelle zusammengefasst

die Statistik: 

Satz der Woche: Karma is a bitch 
Bestätigung der Woche: Holland ist wie Deutschland, nur in cool. (©TorstenSträter) 
des Ruhebewahrers Lieblingswort der Woche: Gnadenhammer
 (©ebenfalls bei Sträter gelernt) 
Erinnerung der Woche: Smoking connects people :


 Anleitung der Woche: Wer übt, kann nix. (©Götz Alsmann in der letzten Zimmerfrei 
Sendung ever ever ever . Man reiche mir stilecht ein Stoff-Taschentuch) 
Beschwerde der Woche: Ich hasse es, wenn Menschen sich in der U-Bahn streiten, 
ohne ein vorheriges kurzes Briefing der anwesenden Fahrgäste (©Bierengel auf Twitter) 
Separatismus der Woche: Toto und Harry haben sich getrennt? Das ist ja doof! 
Wer bekommt denn jetzt die Tiger? (©Onkel_Homie auf Twitter) 
Kompliment der Woche: Und falls Ihr Euch das schon immer gefragt habt: Torsten Sträter sieht mit dem Indiana Jones Hut eigentlich besser aus als mit der Mütze (©Trixelinchen) 
Rechenaufgabe der Woche: Das Geschirr hat 10,5 sek. ins Kinderzimmer gebraucht, 
die Schüssel 9,8 Sek. Der Rückweg dauerte 2,5 Wochen. 
Aufgabe. berechne den Gegenwind. (©Herr-Hirn-Himmel auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende 
Lästert über nichts, worüber ich nicht auch lästern würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
©Fass-Foto: der Captain 
©Sträter Fotos:  Dank an Michael Reimann auch hier nochmal für die ruhige Hand zu später Stunde und an Torsten Sträter für die Erlaubnis zur Veröffentlichung)   
Weitere Links auf Nachfrage 

Und - die letzten #TGiFs waren nur eine kurze Unterbrechung der Pause. Zwischenzeitlicher Sendeschluss geht urlaubsbedingt weiter. Wer kann, der kann und wer hat, der hat.jede Menge Resturlaub z.B.  Hart erarbeitet. Nur kein Neid. Hatte ja auch keiner Mitleid während der langen Durststrecken-Monate, oder? Oder? 

Freitag, 9. September 2016

T.G.i.F. - Woche eins nach Traumzeit

Tach auch Liebeleins. Nun ja. Da wären wir also wieder. In unserer gemütlichen, kleinen Freitagsrunde. Ich hatte noch frei diese Woche - und was soll ich sagen? War datt ein Wetterken? Die alten Weiber wieder. Same procedure as die letzten Jahre. Altweibersommer ist der beste Sommer. Achtet mal drauf.

Dennoch - ich hätte das wunderbare Wetterken natürlich lieber auf der schaukelnden Limanda genossen als auf Hollywood. Aber die freie Zeit erlaubte mir immerhin, gedanklich noch etwas länger in meiner Traumwelt zu verweilen und die natürlich auch schon mit Euch zu teilen. Erste Einträge sind schon im Friese-Meren-Logbuch zu finden, ich hoffe, Euch gefällt es. Und - nur keine Müdigkeit vortäuschen, da kommt schon noch so einiges.

Ich weiß, so ein Bootsurlaub ist nicht jedermanns Sache, auch unterwegs lernten wir den oder die ein oder andere kennen, die mitgeschleift wurden und damit nicht so ganz glücklich waren. Selbst wenn man für die Einsamkeit ist, es ist ja nicht alles Entspannung auf einem Boot. Es ist manchmal auch aufregend und ich gebe zu, auch ich war nach wie vor bei so manchem Manöver nervös. Aber eins steht fest: Ich bin nirgends so glücklich und entspannt wie auf dem Wasser und es ist einfach nur schön, so weit weg sein zu können. Von eben allem. Ich war sehr, sehr durch vor dem Urlaub, so einiges hatte doch Tribut gezollt. Man wird eben nicht jünger.

Was uns auch gut getan hat, war die völlige Abstinenz von multimedialer Berieselung. Nur 2 x ganz kurz, ganz schlechtes Internet, welches wir auch erst nach Einbruch der Dunkelheit nutzten, weil vorher das Hafenkino/ Schleusenkino/ Merenkino/ Kanalkino usw. Programm einfach zu interessant war. Und dann auch nur für ein paar kurze WA-Nachrichten, Hauptzweck neidisch machen der Daheim-Gebliebenen. Kein Fernsehen, kein Radio, keine Zeitung, nur die mündlichen News, die auf den Stegen Thema waren. Ich habe sogar meinen eigenen Negativ-Rekord gebrochen und gerade mal ein einziges Buch gelesen. Und davon blieben noch 50 Seiten für zuhause. Gefehlt hat uns gar nichts. Die wichtigsten News von daheim gab es per altmodischer SMS - wenn denn Mobilfunknetz da war und sogar einem Telefonat!. Guter Vorsatz für mich: Nachrichten noch besser selektieren und nur insoweit konsumieren, als sie für mich von Belang sein könnten. Noch klappt es. Sogar beliebte Trash-TV-Formate müssen derzeit ohne mich auskommen, ich bin dafür gerade nicht bereit.

Die News von daheim: Einiges scheint sich grundlegend geändert zu haben, hier kommt derzeit die Post am frühen Morgen um zehn. Sehr irritierend. Wie lange waren wir weg? Im Ernst: Viel ist zum Glück nicht passiert. Der angehende Jurist hat sein behördliches Praktikum beendet, mit Erfolg, wie man hört. Die schwarze Null scheint immer noch standhaft. Der Ghostbuster hat immer noch keine Zeit zum Ghostbustern, dafür kann er derzeit kein Wässerchen trüben. Sprich, er hat einen Ferienjob und macht Kalt-Akquise, neudeutsch Promotion genannt für innovative politisch korrekte Kaltgetränke. Und wie unser Engelchen richtig prophezeite, waren auch die exorbitanten Drama-Queen-Auftritte fast umsonst. Von sechs Klausuren sind immerhin vier bestanden, eine nicht und ein Ergebnis steht noch aus. Für das Drama, welches hier abging zu all meinem Stress vor dem Urlaub sehr sehr gut. Bleibt zu befürchten, dass er auch weiterhin nur so weit springen wird wie unbedingt muss.

War sonst noch was? Die Frage könnt Ihr mir mal gerne beantworten. Muss ich noch irgendwas aus den letzten 2 Wochen so ganz, ganz unbedingt wissen? Dass Walter Scheel tot ist, habe ich mitbekommen. Möge er seinen gelben Wagen gut durch die Wolken lenken. Und ich habe am Rande ein Gequäke mitbekommen von wegen Hamsterkäufe und Notvorrat und blabläblubb. Irritiert mich hart. Oder haben die alle die Weltuntergangsbüchertipps von uns Engelchen gelesen? Und vor allem - das, was man bevorraten soll! Was soll mir das bringen? Dosen, Trockenvorräte? Was soll ich damit? Wenn ich doch mutmaßlich bei einer wie auch immer gearteten Katastrophe als erstes keinen Strom mehr habe? Wohl dem, der eine gasbetriebene Sommerküche hat..... Vielleicht sollten wir auch noch einen Brunnen bohren. Klärt mich auf. Was genau hab ich da nicht verstanden?

Was ich allerdings verstanden habe - um damit den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen - sind die Wahlergebnisse vom Wochenende. Alles klar. Wir bleiben mit unseren Bootsurlauben in Holland. In Meck-Pomm werden wir ganz sicher keinen Anker werfen. Und das nicht nur wegen der vielen Schleusen. Durchgeschleust für Euch auch

die Statistik


Ansage der letzten Wochen: "Fern vom Holz" ( mein neues Lieblingskommando, gelernt 
vom unvergleichlichen Skippertrainer Eemke, dazu morgen mehr. 
Satz der Woche: Wenn ich zwischen Logik und Prinzip wählen soll, 
nehme ich  immer das Prinzip. 
(wahrscheinlich aus Prinzip. ©Maggie Smith in Downton Abbey, Staffel 6 ) 
Lied der letzten Wochen: Mr. Blue Sky   
schönste Aktion der Woche: Der Guilty Pleasure Vrijdag von Radio Veronica 
Karriere der Woche: Der Entenflüsterer 


Plan der Woche: Überlege, mir eine Tischkante auszusägen. 
To go quasi. Für Kopf/.... (©MichaelMusto auf Twitter) 
Geschäftsidee der Woche: Wenn ich alle meine Fettnäpfchen als Ölquellen verkaufe, 
werde ich stinkreich. ( ©Trixelinchen, vielleicht etwas für dHdL ? ) 
Cookie der Woche: Ich nehme "Das kleinere Übel für 200, bitte". 
Resignation der Woche: Menschen funktionieren ja gerne nach dem Prinzip, dass 
sie Surfer werden wollen, aber in Görlitz leben. (©Bambokrause auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Man sollte nie etwas auf morgen verschieben, dass man genauso 
gut für den Rest seines Lebens ignorieren kann. (©Grantscheam auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Verschiebt nichts, was ich nicht auch verschieben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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