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Freitag, 11. Oktober 2019

T.G.i.F. - zwischen Osterei, Cheries und Winterschlaf

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. In unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Auf der Zielgeraden Richtung kurze dunkle Tage. Ziemlich deutlich wird es Herbst. Ich habe bereits meine bewegende Kastanie in der Jackentasche (Ihr auch?), es regnet all das, was es im Sommer nicht geregnet hat (gut), die Wintergarderobe hängt in Sichtweite des Bügeleisens (Podcast-Empfehlungen anyone?) und die ersten Boote fallen auf die Straße. Untrügliche Zeichen.


Auch für uns wird es Zeit, unseren gelebten Traum für dieses Jahr auszuträumen. ( Aber nur für dieses Jahr, sagte ich schon wie geil?ok.ok. Ich bin schon ruhig) Nachher geht es noch einmal Richtung zweite Heimat, ein letztes Mal werden wir uns gepflegt in den Schlaf schuckeln lassen und dann legen wir morgen unser Marijntje in den Winterschlaf. Schnief.

Eine letzte Woche haben wir noch auf der Aquamarijn verbracht. Einigkeitiger Feiertag
und diverse Überstunden sei Dank. Einige Tage davon war ich ganz lekkeralleinanBord. Allein an Bord, fast allein im Hafen, halbwegs allein im Ort. Ich fand's toll. Das Logbuch wird noch befüllt, keine Sorge. (Oder doch? Aber danach wird lange Ruhe einkehren im Logbuch, Ihr könnt aufatmen) Natürlich waren wir wehmütig in der letzten Woche, auch ein bißchen traurig. Aber überwiegend waren wir dankbar. Dankbar dafür, diese Entscheidung getroffen zu haben. Dankbar, schon in diesem Jahr soviel von unserer Marijntje gehabt zu haben, obwohl uns die halbe Saison fehlte. Dankbar dafür, den Winter zwar mit Sehnsucht, aber auch mit Vorfreude verbringen zu können. Noch einmal mehr dankbarer war ich gestern. Beim Kaffeeklatsch der Whisteria Lane Damen war die drohende Rente einiger Ehemänner und die Angst der Frauen davor ein großes Thema. Ich hab mich tatsächlich selbst beneidet. Darum, dass das für mich kein Thema ist. Darum, mit dem Ruhebewahrer nicht nur Leidenschaft füreinander, sondern auch eine gemeinsame Leidenschaft zu haben. Auch wenn ich beim immer noch hauptsächlich kosmetisch wirkenden Hausputz tatsächlich noch ein Osterei fand..... Zu Risiken und Nebenwirkungen maritimer Besessenheit befragen Sie den Captain Ihres Vertrauens.


War sonst noch was? Von Cheries on tour könnte ich noch kurz berichten. Die äußerst
lebendige Legende Cher war am Rhein und die fast-Silberfreundschafts-Freundin und ich hatten bereits im letzten Jahr Karten ergattert. 20 Jahre, nachdem wir sie schon einmal gesehen hatten. Wenn ich das überlege: Als wir sie damals sahen, war sie so alt wie wir jetzt. Dass lässt doch hoffen. Denn immer noch liefert sie eine perfekte, aufwändige Show, begeistert mit einer zwar nicht sehr wandlungsfähigen, aber immer noch auf den Punkt sitzenden Stimme. Und kann immer noch verblüffen. Nicht nur mit sehr klaren Ansagen zum Frauenbild. Sondern auch künstlerisch. Mich an diesem Abend vor allem mit ihren Abba-Covern. Als ob die Lieder für sie geschrieben worden wären. Nie habe ich Waterloo außerhalb von Abba besser gehört. Auch nicht im Musical!

(Über alles andere lege ich für heute den Mantel des Schweigens. Noch. Hier wartet noch etwas Arbeit auf mich. Das bügelnde Eisen wird langsam heiß. Aber der Winter wird lang und genug Zeit bringen, all das ins Reine zu bloggen und aus dem Sommerschlaf zu holen, was an wilden Entwürfen noch schlummert) Solange die

Frage der Woche: Und was macht Eure Oma heute Abend? (@Cher in Concert)

Allen ein schickes Wochenende.
Fallt in keinen Schlaf, in den ich nicht auf fallen würde.
  



      

Freitag, 8. Februar 2019

T.G.i.F. - schon viel passiert bisher

Tach auch Liebeleins. Ehe man sich versieht, isset doch tatsächlich Februar geworden. Und tatsächlich sowas wie Winter. Also gewesen. Im Moment schon wieder vorbei. Es weht ein laues Lüftchen, die ersten Kraniche sind zurück und wenn die Sonne scheint, ist man fast geneigt, den leisen Verlockungen Hollywoods nachzugeben, die draußen leicht quietschend ohne mich vor sich hin schaukelt.

Es war schon so einiges los in diesem Jahr. Bei dem das Wetter vor allem dem Nachwuchs im Wege stand. Wortwörtlich. Der Rotterdamer und Projektgruppe begaben sich auf eine Dienstreise in den Pott und kamen auf die kluge Idee eines Sightseeings in Düsseldorf. Dass sie dabei einen ausgewachsenen Schneesturm zu sehen bekamen, stand so nicht auf dem Plan. Aber immerhin haben wir was gelernt: Die stets auf Eigenverantwortung bedachten Niederländer haben keine Winterreifenpflicht. Auch nicht für gemietete Autos. Four years after: Ein Hoch auf den strengsten Fahrlehrer im Vest.

Bei dem allerdings auch der Herr Jurist gelernt hat. Ist ja aber auch noch länger her. Da kann man schon mal vergessen, dass man bei Glatteis vielleicht besser mal den ersten Gang vergisst. Aber nun. Wenn man nach allerlei juristischen Hürden der etwas anderen Art plötzlich doch einen (Glas)Palast beziehen darf, kann man schon das ein oder andere vergessen. Ist ja letzten Endes alles gut gegangen. In nicht kryptisch: Er ist umgezogen. Am schlimmsten Schneetag seit zwei Jahren.

War sonst noch was? Wir waren auch emsig. Also so halbwegs. Wir nahmen an Dschungelprüfungen made by Engelchen teil, schauten am Niederrhein nach dem Rechten, dito im kleinen NL-Shopping-Paradies - und ich fand tatsächlich ein bißchen Klamottage, die was für mich tun konnte. Mit der Wahlverwandschaft waren wir das Ruhrgebeat. Das gleichnamige Rockorchester las die Messe in der Kirche, zum Schlussgebet gab es das ortstypische Glückauf. Sehr schön. Echt zu empfehlen für die Ruhries unter meinen Lesern.

Die Bilder der letzten Wochen: 


Statistik gibbet heute nicht, muss ich doch zum Abschluss hier in unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde noch von einem Abschied erzählen. Unser aller Luna hat für immer die Augen zugemacht. Unsere uralte Hundedame, von der wir wirklich dachten, sie wäre unsterblich. In Menschenjahre umgerechnet war sie 109, wirklich richtig richtig alt, gerade für so einen großen Hund. Die letzten Wochen hat sie schon fast ausschließlich mit schlafen verbracht, nur unterbrochen für die gnädige Entgegennahme ausgesuchter Leckerbissen. Nun ist sie ganz friedlich ohne Schmerzen von selbst eingeschlafen. Wir sind froh, dass es keiner entscheiden musste, froh, dass sie keine Schmerzen hatte, froh, dass sie wirklich ein tolles Hundeleben hatte. Aber wir sind doch alle sehr traurig. Sie war so lange Teil unseres Lebens, sie hat alle unsere Kinder begleitet und war immer  eine ganz wunderbare uns alle behütende Freundin. Wir werden sie nie vergessen.

 
Habt alle ein schönes Wochenende.

Freitag, 11. Januar 2019

T.G.i.F. - Phantastischer Jahresauftakt

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder in unserer kleinen, aber feinen Freitagsrunde. Etwas später als geplant heute, aber ich kann nichts dafür. Der Geist war willig, allein das Fleisch war schwach oder auch watt der Körper braucht, datt holt er sich. Ich war um sieben Uhr wach und dachte so: Ach, einmal kurz umdrehen, das geht noch. Tjanun. Mahlzeit, ne!

Seid Ihr alle gut ins neue Jahr gekommen? Soweit ich sehen konnte, ja. Wir sind wie schon in den letzten Jahren mit der Wahlfamilie ins neue Jahr gewokt und haben artig alle Rituale eingehalten. Wäsche war ab vonne Leine, Miss Sophie hatte den Tigerteppich ausgelegt, den Mitternachtskrach übertönten wir mit dem einzig wahren Happy new Year Song (Abba), die drei Alibi-Raketen wurden in den Himmel geschossen und Wunderkerzen geschwenkt. Nur untern Tisch mussten wir nicht mehr. Die Ehrengästin hört nur noch das, was sie hören will. Und das Bleigießen haben wir weggelassen. Mangels Masse. Erst nachher fiel uns ein, man hätte ja auch Gold gießen können. Tjanun. Gegen all diese politische Korrektness anzukommen, das erfordert halt sehr viel Kreativität. 

Kreativität zeigte bis jetzt dafür unsere Freizeitgestaltung. Direkt zum Auftakt des Jahres gab es einen fröhlichen Wintertraum als Mädelstag. Für einen Tag war ich Prinzessinnentante in Phantasien.


War wirklich schön, kann man echt mal machen. Wenn auch anstrengend, da Phantasialand mittlerweile doch arg verschachtelt. Der Schrittzähler der Besten zeigte 13000 Schritte, was gar nicht mal so viel ist für einen Parktag. Dafür aber 36 Etagen ! In Worten sechsunddreißig! Und ein Punkt wurde abgehakt, den wir im ganzen Jahr 2018 nicht haben abhaken können: Wir waren im Kino! Der Junge musste mal an die frische Luft ! Review coming vielleicht. Vielleicht schreib ich auch erst noch 'ne gepflegte Reportage. Aus Phantasialand. Bedarf scheint es zu geben. Vakanzen auch. Sagte ich schon, dass ich ein Stück weit zur Schadenfreude fähig bin? 

War sonst noch was? Schneemassen, Regenmassen, die Ruhr hat schon Hochwasser. Der Pott meldet einfach grau, gut so. Die erste ganze richtige Arbeitswoche liegt auch schon hinter uns, unterm Strich war sie entspannter als meine zwei freien Wochen vorher. Ich hätte mich besser nicht so über den Teilzeit-Jackpot gefreut, das konnte ja nicht gut gehen. Die Fütterung all der altrosa und neupinken Elefanten hat noch mehr Kraft gekostet als vorher befürchtet. Aber vorbei.

Schauen wir nach vorne. Ein bißchen was zur gepflegten Ablenkung wartet wie in jedem Januar auf uns. Hallo Murwillumbah. Wir sind bereit. Heute abend direkt das erste liebgewonnene Ritual. Die Assigen stehen in den Startlöchern und werden gemeinsam den ekeligen Einzug zelebrieren. Rituale - so wichtig. Diesmal kenne ich übrigens genau eine im Dschungel. Eine Stimme, um präzise zu sein. Die des Haustiers von Willie und Kate. (Tanner! Nicht Windsor) Wo ich übrigens ebenfalls genau einen kannte, nämlich den Torhüter auf der Ersatzbank: beim Eröffnungsspiel der Handball-WM. Wann genau bin ich eigentlich so aus der Zeit gefallen? Auf der Höhe der Zeit hingegen wie immer:

Die Statistik: 

Frommer Wunsch der Woche: Einmal Langeweile! Das wär's ....
 (©Ethniesoph auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Draußen wird geknallt. Wie lange 
hab ich geschlafen? (©KTackiaufTwitter) 
Dank der Woche: ging an alle, die viel Geld für's Feuerwerk ausgegeben haben. 
Wir haben uns sehr gefreut (©SimiSchalke auf Twitter) 
Prognose der Woche: Man sollte sein Geld in Steuern anlegen. Die steigen immer.
 (©Monty, Earl of Grey auf Twitter) 
Plan der Woche: Eigentlich wollte ich mein Leben lang im
 KliKlaKlawitterbus mitfahren (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Vernissage der Woche: 
©HerrSpieler7 

Allen ein schickes Wochenende.
Besucht keine Vernissage, die ich nicht auch besuchen würde.

(Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten) 
 

Sonntag, 30. Dezember 2018

Was vom Jahr so übrig blieb

Ist es zu fassen? Im Ernst? Schon wieder ein Jahresrückblick fällig? Irgendwo muss doch da ein Fehler in der Zeit-Matrix sein. Aber gut. Watt mutt, datt mutt. Auch wenn ich nur noch wenig blogge, manche Einträge schreibt man - nicht nur, aber auch - für sich selbst. Also: jedes Jahr diesselbe Frage: Was wird es sein, wenn wir dieses Jahr erinnern?*

Die Hitze 

Globalgalaktisch gesehen werden wir wohl alle dieses Jahr wegen einer Sache erinnern. Eine Sache, die man wohl mit Fug und Recht schon Naturphänomen nennen darf. In bewusster Verdrängung der Befürchtung, dass es bereits mehr als ein Phänomen ist, sondern dem Klimawandel geschuldet. Wir hoffen auf die Alten unter uns, die meinen, so etwas habe es schon immer gegeben. Richtich: 2018 war heiß. So richtig, richtig richtig scheißenheiß. Und trocken. So trocken, dass man mit nochmal Fug und Recht von Dürre sprechen kann. Flüsse, Seen, Meere legten so manches Geheimnis offen. Es war  erschreckend. Unser Leben, unser Alltag ist nicht im Geringsten darauf eingerichtet, mit so einem Wetter zu leben. Es ist so schon alles stressig genug. Dies über Wochen bei 40 Grad durchzustehen - mehr als eine Herausforderung. Gut, wenn man da liebe Freunde mit Pool und angeschlossener Mädels-WG hat, die jederzeit gerne Asyl an ihren Gestaden bieten. Mir, dem Gatten und mehr als einmal in diesem Jahr auch unserem Anhang. Waren tolle Stunden bei Euch, Drachentöter und Engelchen. Von diesen Erhitzungen mal abgesehen, gab es rund um unser Palais und angeschlossenen Außenstellen ebenfalls noch genug, was das Blut in Wallung brachte. Um wenigstens chronistisch Ordnung ins Chaos zu bringen, der private Rückblick nach Themen:

Die Männer:

Der Ruhebewahrer bewahrt noch immer die Ruhe. Trotz allen Stresses, aller Inanspruchnahmen, aller Stau-ungen. Aber auch ihm fehlt eigentlich genau das: Ruhe. Wird genommen, wann immer wir diese finden können. Was wiederum zu dem führt, was noch so fehlt: Zeit. Zeit für Zweisamkeit, Zeit für Freunde und andere Unternehmungen. Mit all dem, was wir dieses Jahr nicht geschafft haben, könnte man alleine einen Post locker füllen.
Der Jüngste hat ein aufregendes Jahr hinter sich. Mit glücklichem Ausgang. Begonnen hatte er 2018 noch als eifriges Mitglied der Generation Praktikum und toeffelte sich dann mutig durch bis zu einer Zusage von Erasmus seiner hochgelisteten Uni in Rotterdam. Nach der Zusage war vor dem Start und es hieß Grundlagen schaffen. Monetärer Art. Er tat dies auf die in diesem Fall sprichwörtliche harte Tour und schaffte sich durch viele heiße, harte Tage als Wasserträger und Bierkutscher. Dafür echt Respekt. Ebenso dafür, wie gut und erfolgreich er sich im für uns zugegeben nicht ganz so fremden Land eingelebt und eingearbeitet hat.
Der magistrierte Jurist hat sich ebenfalls formidabel ins Arbeitsleben eingefunden, erste Jahreshauptversammlungen mit Argusaugen bewacht, Brexitanien vor Ort beraten und schickt sich nunmehr an, neben all diesem zu promovieren. Ein Doktor in der Familie. Coming soon. (Und bevor jemand fragt: Von mir hat er datt nich.) Im Moment genießt er Dolce Vita. Hat er sich verdient. Aber sowas von.     

Ich: Könnte ich bitte den Mantel des Schweigens nochmal sehen? Es hätte eigentlich ein Jahr sein können, in dem zumindest mein kleines Leben unaufgeregt vor sich hin hätte plätschern können. Diverse Inanspruchnahmen, an die man ja mittlerweile gottergeben gewöhnt ist, bereits eingerechnet. Aber wie so oft, lag der Fehler im eigentlich. Mir riss nicht nur öfter der Geduldsfaden, sondern leider auch der Glaskörper im Auge. Brachte eine Menge Sorgen, Nebenwirkungen, Begleiterscheinungen und trotz fehlendem klaren Blick eine Menge Erkenntnisse. Über Fürsorge, Wahrnehmung, Anteilnahme. Wie das eben immer so ist, wenn was ist. Was bleibt, ist - ja zugegeben mal wieder - der gute Vorsatz: Mich selber mehr um mich kümmern und mehr und besser auf mich selber hören. Wenn ich finde, das etwas nicht gut ist, ist es nicht gut. Egal, was andere meinen, denken, sagen. Gilt nicht nur für das, was nicht gut ist, sondern auch für das, was gut ist. Bpunkt.

Der Blog: 

Litt und leidet unter Reglementierungen aka DSVGO. Lange ging gar nichts, viel geht immer noch nicht. Was natürlich einige Monate lang auch am oben erwähnte Riss lag. Ich blogge, wenn ich Zeit UND Lust habe, Mitarbeit an anderen Portalen liegt brach. Wenn schon Zeit, Lust und Möglichkeit, dann nur noch hier. Für mich. Guter Vorsatz und so.

Die Freunde: 

Kamen zu kurz. So schlicht, so schade. Drachentöters sahen wir immerhin einige Male, größere Kolumbiniaden schafften wir aber auch nicht. Hitze, Durchblick, Zeit - irgendwas war immer. Die Wahlfamilie sahen wir in diesem Jahr so selten wie selten. Aber wenn, war es schön. Auch für die zwangsverpflichteten besseren Hälften des Nachwuchs. Immerhin haben wir so einige Termine für's nächste Jahr fest eingebucht. Mit Trixelinchen und dem Mann, der nie schreibt, erlebten wir leckere italienische Momente, glühende Marktbesuche und ein ganz tolles Konzert in einer ganz tollen Location. ( Gregor Meyle im Amphitheater Dinslaken. Ein echtes Highlight in der für mich nicht einfachen Zeit ) Der Stammtisch schwächelte ebenfalls, wir hatten es schon mal regelmäßiger. Aber immerhin schafften wir ein Wochenende. In der Eifel. War heiß, aber schön. Auch wenn keiner von da uns da tot übern Zaun hängen will.

Kultur: 

Fand zugegeben hauptsächlich gestreamt statt. Gründe siehe oben. Theater schafften wir genau einmal, in Frau Jahnkes Ebertbad. Empfehlenswert wie immer. Kino kein Mal. Kabarett ebenso Fehlanzeige. Aber wir waren auf einigen Konzerten. Zu den meisten gingen wir ohne große Erwartungen und wurden durchgehend positiv überrascht. Restlos begeistert war ich von den Chainsmokers live, sehr angetan von Gregor Meyle und sehr berührt von Wingenfelder im Jovel. Die Hosen beehrten wir im Essener Stadion in großer gröhlender Runde und sogar bei BAP war ich dieses Jahr wieder. Wie immer mit dem Zusatz: Das war wahrscheinlich das letzte Mal jetzt für uns. Bis wir es das nächste Mal sagen. 

Die Reisen: 

brachten wieder die tragendsten Erinnerungen. Und sprachen durchgehend holländisch. Weiter weg haben wir uns aus Ruhebedürftigkeits-Gründen und anderen Unwägbarkeiten nicht getraut. Auch die dänische Therapie - ein Satz mit X . Wie gesagt: Dinge, die dieses Jahr nicht stattfanden. Im frühen Frühjahr gab es eine sehr wohltuende Auszeit bei Buddhas in Apeldoorn, im späten Frühjahr die bereits erwähnte Eifel und einen nicht nur wettertechnisch sensationellen Nordsee-Urlaub, der uns etliche der eigentlich an der Nordsee seltenen bis spätabends-in- Badeklamotten-am-Strand-Tage brachte. Kraft und viele viele Glücksmomente erlebten wir wieder auf dem Wasser. Im Frühjahr schipperte uns Jopie zum teils sehr nassen Saisonauftakt über die Kanäle, die Mistral im September brachte uns bei meist großartigem Wetter über die Elf-Brunnen-Tour wieder bis ans Meer. Und in Rotterdam waren wir. Natürlich. Stadt des Jahres. Ich sogar alle-guten-Dinge-sind-drei-mal, im August waren wir alle vier dort, den Auswanderer umziehen und jetzt gerade nochmal zum Luftholen. Und Steak essen. Und Brücken gucken. Unter denen hoffentlich keiner von uns landet im nächsten Jahr. Sorry, kleiner Insider. Manche Witze macht man eben ganz für sich alleine. 

Für mich und für Euch jetzt die Statistik des Jahres:

Die Bilder des Jahres: 

Satz des Jahres: Durchblick wird überbewertet
Dank des Jahres: Geht an die, die auch in diesem Jahr wieder da waren. Sich mit gesorgt,
 mit gekümmert, mit gelitten und auch mal einen Arschtritt verteilt haben. 
Wer sich angesprochen fühlt, ist es auch.
Trost des Jahres: Dreck, den man nicht sieht, muss man nicht putzen
Accessoire des Jahres: das Kühl-Pad
Serien des Jahres: This is us ( für mich alleine) und 
die Brücke Staffel 4 (gemeinsam mit dem Gatten -
ta(c)k Saga Noren, ich bin immer noch dafür, ein Boot nach Dir zu benennen)
Konzert des Jahres: ganz schwer. Aber ich entscheide mich für die Kettenraucher 
=> The Chainsmokers in Düsseldorf
Song des Jahres: Mistakes I've made von Eelke Kleijn
Buch des Jahres: Gone Girl von Gillian Flynn** 
Abschied des Jahres: Schicht im Schacht. Der Bergbau ist endgültig Geschichte
Hashtag des Jahres: #LichtbeiderNacht
Soap-Opera des Jahres: Gerd, das Transgender-Huhn in der Mädels-WG 
Party des Jahres: Wer hat die Bratpfanne in den Garten gestellt? 
Stoßseufzer des Jahres: Einmal mit Profis....
Zusammenfassung des Jahres: Let op drempels

Allen ein wirklich schickes 2019 gewünscht, einen guten Rutsch und
fallt über keine Drempels, über die ich nicht auch fallen würde.

*Jedes Jahr diesselbe Anmerkung: Ja, die Formulierung ist so gewollt und nein, es ist kein Grammatikfehler. Fragt den Duden. AusGründen immer weiter um sich greifender Klugscheisserei wird diese Anmerkung im übrigen von Jahr zu Jahr wichtiger.
**Eigentlich keins. Der Riss riss auch hier eine Lücke und noch immer lese ich ausschließlich über den Kindle. Das erwähnte, auch schon ältere ist das einzige, welches mir nachhaltiger in Erinnerung blieb
Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Bittedanke

Donnerstag, 2. August 2018

Durchblick wird überbewertet - und was Seepferdchen damit zu tun haben

Was ich noch zu sagen hätte, dauert länger als eine Zigarette. Eigentlich. Eigentlich hätte ich eine Menge zu sagen (gehabt). Aber - wie so oft - der Fehler liegt im eigentlich.

Dieser Blog war lange offline. Viel zu lange. Der DSGVO sei nicht Dank. Mitte/ Ende April habe ich es gemeinsam mit Familie Drachentöter in Angriff genommen, unsere kleinen, privaten, völlig unbedeutenden, nicht influencenden Blogs umfangreich gesetzeskonform zu gestalten. Mit viel Mühe, Geduld und Spucke (und Kontrolle durch den Herrn Spieler7, danke nochmal!) ist uns das auch gelungen. Dazu in einem separatem Post mehr.

Nachdem dieser Kraftakt - anders kann man es nicht nennen - gewuppt  war, setzte ich mich frohgemut hin und begann, diverse Blogposts zu schreiben. Über all das, was war, während wir zur Blogger-Untätigkeit verdammt waren. Hauptsächlich Erinnerungen an die schönen Momente, von denen wir viele hatten. Andere hatten wir auch, aber die waren nicht dran. Noch nicht. Vielleicht nie.

Jedenfalls - ich schrieb und schrieb, suchte Fotos raus und bereitete vor. Kurz vor der Nachbereitung und Veröffentlichung machte mir dann ein Seepferdchen einen Strich durch die Rechnung und zog mich temporär komplett aus dem Verkehr. 


Durchblick wird überbewertet


Man wird ja nicht jünger mit den Jahren und oft genug ist es in der Tat so: Das Einzige, was einem morgens nicht weh tut, ist das Ohrläppchen*. Ich hatte so einiges auf dem Zettel, was mich möglicherweise ausknocken könnte. Darm ohne Charme, Rücken ohne Entzücken, Alarm am Arm, Galle als Falle, sinnlose Reimsucht. Und und und. Was ich nicht auf dem Zettel hatte, waren meine Augen. Lange Rede, kurzer Sinn, ohne zu sehr ins medizinische Detail zu gehen:

Ich habe/ hatte eine akute Glaskörper-Abhebung. Glaskörperhebungen sind nicht ungewöhnlich, haben viele Menschen, aber meist erst in hohem Alter und dann auch schleichend.  Bei sehr stark kurzsichtigen Menschen kann das auch akut geschehen und mit Einblutungen einhergehen und dann auch jederzeit zu einer Netzhautablösung führen. Die Abhebung ist irreversibel und wenn sie akut und mit Blutungen einhergeht, dann führt sie zu einer Eintrübung des Glaskörpers. Wie bei mir.  Anfangs konnte ich auf dem rechten Auge  nicht viel mehr bzw. hauptsächlich die Schatten sehen, die dieses Blut über meinem Glaskörper gemalt hat. Am Anfang war es ein Seepferdchen, mittlerweile sind es "nur noch" Glühwürmchen, die vor meinem Auge rumflattern. Gefragt ist etwas, was ich bekanntermaßen im Überfluss habe (nicht!) : Geduld und Spucke.

Dieser Bluterguss muss sich auflösen, was er auch brav tut, wie die Augenspiegelung ergab. Auch die Gefahr einer Netzhautablösung und damit komplett Erblindung des Auges ist nicht mehr so groß wie noch vor Wochen. Möglicherweise sind aber die Schlieren, die ich immer noch sehe, (schwankend sehe, was besonders irritiert) irreversibel, was mich gerade hart runterzieht. Sagt der Augenarzt doch tatsächlich "die Hoffnung stirbt zuletzt!" Hat der schon mal was von Copyright gehört.....  Ich kann nur hoffen, dass die Glühwürmchen sich entscheiden, den Sommer mit mir nicht zu überleben oder dass dem Optiker meines Vertrauens etwas einfällt. Vorerst bin ich eingeschränkt. Arbeitsunfähig. Das Radio ist mein bester Freund. Wenigstens krieg ich was für meine GEZ-Gebühren.

Ich darf jetzt wieder für ein bis zwei Stunden am Tag an den PC, ich muss mich ja auch daran gewöhnen bzw. Einstellungen finden, die mein Auge entlasten, damit ich in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig bin. Tippen kann ich ja zum Glück blind**, dem Schreibmaschinenkursleiter der 80er schleicht mein Dank immer noch hinterher.  Smartphone meide ich noch immer, was zwangsläufig mit Twitter-Entzug einhergeht. Aber ich habe beschlossen, die Zeit, die ich wieder am PC verbringen darf/ kann für Schönes zu nutzen.

Nämlich dafür, meine lang vorbereiteten und dann so schnöde liegengelassenen Blogposts nach und nach aufzuhübschen und dann einzustellen. Und sei es nur, um mir selber Mut zu machen. Was dringend nötig ist. Vorhin hab ich sogar schon der Frau von der Krankenkasse die Ohren vollgeheult. Aber die war nett. Und sicher Kummer gewöhnt. Es ist einfach so scheiße, wenn man nicht richtig sehen kann. Jeden Morgen muss ich mich neu eingewöhnen, weil die Glühwürmchen jeden Morgen einen anderen Tanz aufführen. Von der Panik, die ich regelmäßig täglich niederkämpfe, weil ich Schiss habe, dass sich mein Augenlicht über kurz oder lang ganz verabschiedet, gar nicht zu reden. Was übrigens auch scheiße ist: Eine Krankheit/ Einschränkung zu haben, die niemand sieht. Mit einem gebrochenen Arm würde ich sicher auf mehr Verständnis treffen.

In diesem Zusammenhang ein inniges Danke an die, die da sind, sich erkundigen und mir Mut machen. Und an diejenige, die mich in den Arsch tritt und warnt, wenn ich zu früh und zuviel will. Unser Pakt gilt! Best Pakt ever ever ever.

Damit genug gejammert. Kehren wir zurück zum Galgenhumor:

Satz des Monats: Was man nicht sieht, muss man nicht putzen
 (© Engelchen und Melli im Chor)

*ich glaube, dieses Zitat ist von Trixelinchen, ich bin mir aber nicht mehr sicher. Korrigiert mich gerne
**führt zwangsläufig zu epischen Texten. Zum Kürzen ist a) kaum Zeit und b) kein Durchblick. Müsst Ihr durch 
Dieser Post wurde ursprünglich am 14.07.2018 erstmalig gepostet, ich setze ihn zur Zeit aber wie eine Art angehefteter Tweet immer nach oben. Hashtag ausGründen 

Dienstag, 24. Juli 2018

War es das jetzt ?

Chronik guter Dinge, die nicht vergessen werden dürfen/ Teil 3

Zurück aus dem wunderfeinen Urlaub gab es dann noch ein paar mehr oder weniger highe Lights. Der Geburtstag des Ruhebewahrers fiel etwas unter den Tisch, da er mit unserem Rückreisetag zusammenfiel. Immerhin hatte sich der Endlich21 ins Zeug gelegt und uns/ihm einen formidablen Empfang bereitet. Zwei Wochenenden später hatten wir die holy Family da und tatsächlich einen unerwartet lustigen Abend. Vor allem, weil der Gatte und der Schwager das Kind in sich entdeckten und unbedingt Türmchen bauen wollten. Immerhin nicht mit Bauklötzen, sondern mit kleinen Flaschen. Und da der Turm gekillt werden wollte, musste eben das oder andere kleine Fläschchen gepitscht werden ..... mehr sag ich da nicht zu. Einige wissen ja, was KillePitsch so alles anrichten kann. Ich sach nur: Mein Haus ist Euer Haus..... Ähem, tja.

Kille Pitsch Turm gestapelt

                                           
Alsdann machten wir noch den Hosen unsere Aufwartung zu ihrer Open-Air-Saison. Also den toten Hosen, iss klar. Live im Stadion Essen. Diesmal in großer Runde und mit einigen dabei, die noch nie dabei waren und sich über die gesonderte Begrüßung durch Campino freuen konnten. Es war ein tolles Konzert mit riesen Stimmung, ich fand es toll. Das war noch bevor die Ärzte ( die gönnen den Hosen doch echt nichts.... hört das denn nie auf ) Campino das Auftreten vorläufig verboten. Gute Besserung an dieser Stelle. Wir bleiben Euch gewogen. Bis zum bitteren Ende. Versteht sich doch.

Ja und wie bereits angedeutet gab es noch den diesjährigen der legen-wartet kurz- dären Stammtischausflüge. Diesmal in Gestalt einer Tour Eifel ( ja genau mit einem F ) Wir hatten leichte Termin, Logistik und Koordinations-Schwierigkeiten in diesem Jahr. ist eben so, wenn 4 Paare mit jeweils riesigem Anhang und eben solchen Verpflichtungen unter einen Hut gebracht werden müssen. Wir fanden dann genau ein Wochenende, an dem es gehen würde und es durfte nicht allzu weit weg sein. Bei allen aus Gründen. (Da denkt man, man hätte die Blagen aussem Haus und dann ist man gebundener als je zuvor. Ach ja)  Wir fanden schließlich ein Ferienhaus in der Eifel, im sehr kleinen Ort Reifferscheid. Das Haus war prima, wie für uns gemacht und da es eins dieser schwülen, heißen Wochenenden war, denen in der Woche danach auch verheerende Unwetter folgen würden, blieben wir fast nur im Haus und auf der großen Terrasse und hatten Spaß. Eine Wanderung zur Reifferscheider Burg unternahmen wir, war auch wirklich prima, inclusive herzlicher Gastronomie. Mehr ging nicht. Hitze und Malaisen, der eine hatte Fuß, der nächste Rücken, wieder einer Herz vor der Brust und so weiter.

Wochenende in der Eifel Reifferscheid


Am Sonntag unternahmen wir auf der Rückfahrt noch einen Abstecher nach Monschau, das wollten wir dann doch noch sehen, wenn wir schon einmal da waren. Auch das ganz prima, vor allem, weil wir einfach den örtlichen Trenino enterten, getreu dem Motto "besser schlecht gefahren als gut gelaufen". Viel Spaß hatten vor allem die Damen auch im ganzjährig geöffneten Weihnachtsladen. Man kann ja nicht früh genug anfangen und ich fand ja schon immer: Wann immer sich einem die Gelegenheit bietet, seine Sammlung des skurrilsten Christbaumschmucks aufzustocken, sollte man zuschlagen. Macht mir im Dezember diese unsägliche Sitte, sich einen Baum in die Bude zu stellen, echt leichter.

Auch das also ein gelungener Ausflug, wenn auch für mich persönlich mit der Bestätigung des Wissens: Berge nehm ich lieber in Form von Dünen und hinter Köln hört Deutschland auf. So sorry, aber auch wenn es alles ganz idyllisch ist: Meins ist das nicht. Wie man im Pott sacht. Da willsse nich tot übern Zaun hängen.
 
Teil eins
Teil zwei der Chronik der guten Dinge, die nicht vergessen werden dürfen
und warum im Moment alles so schwierig ist und jetzt erst Uralt-Kamellen gepostet werden :
Durchblick wird überbewertet  

Freitag, 20. Juli 2018

War sonst noch was ?

Chronik guter Dinge, die nicht vergessen werden dürfen / Teil 1 


So. Liebeleins. Lasst mal sehen. Wo sind wir denn so hier in dieser gemütlichen kuscheligen Bloggerecke? Der letzte Blogpost vor der erzwungenen Offline-Pause war vom Freitag den 13. April und trug den prophetischen Titel "bis zum bitteren Ende". Beinahe hätte sich ein Freitag, der 13te zum ersten Mal für mich als Tag mit schlechtem Karma erwiesen und der prophetische Titel hätte für diesen Blog gegolten. Klippe nochmal umschifft. So gerade eben.

So wie auch so manche Klippe in unserem ganz und gar wunderfeinen Frühjahrsurlaub. Davon ausführlich zu lesen im Logbuch Friese Meren. Zunächst wenigstens eine Zusammenfassung all der guten Dinge, die passiert sind und die dazu beitrugen, dass Zeit für den Blog Mangelware war. Wofür das bißchen Zeit, dass ich noch hatte, draufging, wisst Ihr schon.  Hier jetzt genau wie die schlechten Dinge kein Thema. Die lassen wir in der Ecke, in der sie gerade darauf warten, in Vergessenheit zu geraten.


Da wäre zunächst einmal der Tag nach dem 13ten. Meine langjährige Freundin, die Frau Herzstück,
die ich gerne verlinken würde, aber aus Gründen nicht tue, hatte uns und die Wahlverwandschaft am 14ten zu einem ganz prima Tapas-Abend eingeladen, von dem wir des Nachts guter Laune heimkehrten. Sehnsüchtig erwartet vom Endlich21, der gute, richtig gute Nachrichten hatte:





Kalendarisch war es in dieser Nacht bereits der 15te April. Dazu muss man wissen: Der Endlich21 hatte sich entschieden, sein Studium in der geilsten Stadt der Welt, in Holland fortzusetzen und dort am allerliebsten im spannenden Rotterdam. Rotterdam hat für seine Fachrichtung eine der anerkannt besten Fakultäten in Europa, dementsprechend groß ist der Andrang, dementsprechend hart sind die Auswahlkriterien (Ihr erinnert Euch an den Toeffeligen Test, den ich in anderen Datenschutz-Zeiten sogar mal verlinkt hatte) und dementsprechend gespannt waren wir alle. Von Maastricht, auch eine gute Uni für sein Gebiet, hatte er bereits eine Zusage. Die Erasmus Universität Rotterdam hatte mitgeteilt, jedes Jahr am 15ten April bekannt zu geben, wer einen der begehrten Plätze in der international class bekommen würde. Und wenn eine holländische Institution sagt, sie teilt es am 15ten mit, dann tut sie das. Sonntag hin oder her, Punkt Mitternacht war die Zusage da. Konnten wir direkt weiter feiern.

Direkt in der Woche drauf fuhren der Endlich21, der Jimny und ich gen Südholland. Ahoy Rotterdam. Bevor der Endlich21 so eine folgenschwere Entscheidung trifft und auf Angebot annehmen klickt, wollten wir das Ganze nochmal vor Ort sehen und entscheiden. Von unserem Rotterdam-Sightseeing hatte ich damals berichtet, Ihr erinnert Euch an meine Begeisterung für diese außergewöhnliche Stadt*. Auch der Endlich21 kannte Rotterdam von einem Schüleraustausch. Was auch gut war. Denn wir waren trotz der Vorkenntnisse wie erschlagen von dieser Stadt. Auch wenn man eine Vorstellung von Rotterdam hat, die Stadt überrollt einen zunächst. Amsterdam ist ein Freilichtmuseum mittlerweile, etliche andere berühmte Städte in Europa ebenfalls. Aber Rotterdam lebt. Es ist groß, es ist lebendig, es entwickelt sich an jeder Ecke. Durch die Stadt fließt die Maas, kurz nachdem sie Rhein und Waal aufgenommen hat, sie fließt breit und gewaltig, man kann die Nordsee, in der sie nur wenige Kilometer weiter münden wird, erahnen. Der Fluß, der Hafen und die Brücken dominieren diese Stadt und ihre sich ständig wandelnde Skyline.


Die Uni ist ebenso wie die Stadt, groß, gewaltig, architektonisch ambitioniert. Wenn die RUB der betongewordene Albtraum ist, dann erfüllt Erasmus den betongewordenen Traum. Hier ein Teich, dort eine Wasserstelle, da ein Springbrunnen. Grün überall, ein riesengroßer See für Badetage, Tennisplätze, ein ganzes Gebäude nur als Gym und so weiter. Die Rotterdam School of Management,  wo der Endlich21 studieren wird, gehört zu den Top Ten in Europa und ist vom Allerfeinsten ausgestattet. Allerneueste Technik, alles gepflegt. Nichts mit abgeranzten Hörsälen, Block und Bleistift. Wir waren begeistert und auch erschlagen. Wenn wir nicht schon mal da gewesen wären, wer weiß, vielleicht wäre es doch das kleinere, gemütlichere Maastricht geworden.



Aber die Entscheidung ist gefallen. Im August geht er nach Rotterdam und wir bereiten nun diese kleine Auswanderung vor. Ich freue mich riesig für ihn, ich gönne es ihm von Herzen (zumal er auch gerade schwer als Bierkutscher malocht, um Geld zurückzulegen für diese nicht ganz billige Aktion). Ich bin sicher, der Endlich21, der an so manchem leidet, was dieses Land und unser Ballungsgebiet einem so zumutet, wird sich im kosmopolitischen, weltoffenen, toleranten Rotterdam mit vielem leichter tun als hier. Veel success.

Und nein - da viele fragten. Mir fällt es ganz und gar nicht schwer, ihn "auswandern" zu lassen. Natürlich werde ich ihn vermissen, durch die niederländische Trimester-Regelung und den sehr straighten Studienplan werde ich ihn auch seltenst zuhause haben die nächsten Jahre. Aber - ein Teil meines Herzens ist eh immer in Holland, ich bin dort sozialisiert worden und das Land ist mir in der Tat näher als zum Beispiel das Rheinland, wohin es den Juristen verschlagen hat. Außerdem - dem NRW-Verkehr sei Dank, ist man von hier aus genauso schnell in Rotterdam wie in Bonn. Stressfreier zudem. Wenn überhaupt, kommt sowas wie Wehmut auf. Weil jetzt auch der Jüngste aus dem Haus geht - und weil die RSM zum Einführungswochenende nach Renesse geladen hat. Ausgerechnet!   

Für alles, was ich nicht verlinkt habe, aber gerne getan hätte, befragt doch einfach die Suchmaschine Eures Vertrauens. Gute Suchbegriffe wären Erasmus Universität Rotterdam, RSM Rotterdam , Erasmus Brücke, Hotel New York.Bei Youtube gibt es einige Clips zum Campus der Uni. Sehr zu empfehlen war auch die sehr kleine, aber sehr feine Pension im kleinsten Haus Rotterdams, in dem wir nächtigten, das Jeneverlogies Schiedam 

*Zum Glück - so kann der Endlich21 sich die nächsten Jahre nicht beschweren, wenn ich dauernd auf der Matte stehe. Er hat immer gewusst, dass ich Rotterdam zu einer meiner Lieblingsstädte erklärt habe.... krchchchch  

Teil 2 der Chronik guter Dinge 
und Teil 3  

Samstag, 30. Dezember 2017

Was vom Jahr so übrig blieb

Jedes Jahr die gleiche Frage: Was wird es sein, woran wir uns aus diesem Jahr erinnern? Wie jedes Jahr die gleiche Antwort: Es werden (hoffentlich) die guten Momente sein, die die wir uns selbst geschaffen haben, die Erinnerungen, die wir uns selbst geschenkt haben. Denn wenn nicht wir, wer dann?

Symptomatisch für dieses Jahr war bei uns zum einen der sich immer stärker auswirkende  chronische Zeitmangel #ausGründen. ( und wenn man dann endlich mühselig abgeknapste Zeit findet, muss der PC erstmal 90 in Worten neunzig Minuten updaten. Wenn das kein Mobbing ist, dann weiß ich auch nicht.) Daher fällt auch der Jahresrückblick in diesem Jahr weit weniger episch aus als sonst. Die, die mich begleiten, haben es ja schon zu Weihnachten um die Ohren gehauen bekommen, die brauchen es jetzt auch nicht nochmal. To whom it sonst noch may concern: Allet online. Vonne Seitenlinie aus kommt Ihr weiter. Zu allet und allem. 

Zum anderen war es bei uns ein Jahr, das gekennzeichnet war von vielen Sorgen. Die ganz großen Katastrophen blieben aus, aber sie lauern unverändert. Im Moment ist gerade sowas wie Jahresendruhe eingekehrt und da wir im bewährten Kreis auch schon alle Vorbereitungen fürs bewährte Jahresend-Wok-n-Roll getroffen haben, nehme ich mir zumindest die Zeit, eines zu vervollständigen. Nämlich die

Jahresstatistik:

Fremd-Stolz des Jahres: He did it. Er wird kein Krabbenfischer in der Beringsee. 
Glückauf dem staatlich geprüften Rechtskandidaten. Made my year.
Mein Stolz des Jahres: We did it. Und ich darf mich Heldin der Schleuse nennen.
Bedauern des Jahres:  Watt en Jammer met het Weer.
Ziel des Jahres: Einmal mit dem Boot bis an die Noordzee
Erkenntnis des Jahres: Solange es die Enten nicht vom Sturm weht, 
Therapie des Jahres: brauchen wa nicht. Dänemark tut es auch. 


Reinfall des Jahres: die Umsetzung des guten Vorsatzes des Jahres 2016 
( und diverser Jahre zuvor) Nie wieder Extraschicht!
Lied des Jahres: Something like this ( The Chainsmokers & Coldplay )
Album des Jahres: Laune der Natur ( die toten Hosen)
Konzert des Jahres: und nochmal : Laune der Natour 
( das beste am Advent sind und bleiben die toten Hosen )
Film des Jahres:  Our souls at night ( Robert Redford und eine für mich
 überraschend großartige Jane Fonda)
Serien des Jahres: Designated Survivor  (Weil erstens fast schon nostalgisch in
 fake news Zeiten und zweitens Kiefer Sutherland).
Black Mirror ( weil selten so überrascht und restlos begeistert worden von einer Serie)   
und auch in diesem Jahr wieder Bloodline ( allerdings auch nur, weil diese Serie 
mir persönlich aus verschiedenen Gründen sehr nahe geht )
Buch des Jahres: "Nach uns die Pinguine" von Hannes Stein ( mit reichlich 
Vorsprung vor Schlafen werden wir später von Zsuzsa Bank. Aber dies immerhin das Buch, 
welches mir etwas bestätigt hat, was ich dieses Jahr auch einsehen musste. Dafür danke) 


Allen einen schicken Rutsch ins neue Jahr !
Knallt einfach nichts, was ich nicht auch knallen würde.


Sonntag, 17. Dezember 2017

Drei gute Dinge im Advent

Erstens kommt es anders 


und zweitens als man denkt. Damit wäre unsere diesjährige Vorweihnachtszeit wohl trefflich zusammengefasst. Hier ätzt und knirscht es an allen Enden im Gebälk. Leben ist wirklich das, was passiert, während man noch Pläne macht. Ich hätte zwar auf weitere Beweise dafür dankend verzichten können, aber mich fragt ja keiner. Zumindest nicht danach. Nach vielem anderen schon. Manchmal wäre ich echt gerne das von J.F.K. beschworene "Dein Land". Aber nun. However. Wie Ihr wisst, halte ich manches unter der Blog-Decke, es ist und war noch nie meins, Kümmernisse und Sorgen mitleidheischend in die Timeline zu zwitschern. Was ich aber gerne tun möchte, ist, die paar wenigen Lichtblicke des diesjährigen Advent zu verewigen. Zum einen, weil ich Euch daran gerne teilhaben lassen möchte. Zum anderen einfach so für mich. Um mich selbst zu erinnern, dass es sie gibt und gab:

Drei (und mehr) gute Dinge im Advent  


Auf Twitter gibt es den Hashtag "drei gute Dinge des Tages", dessen Intention mich zu diesem kleinen Advent-Rückblick inspirierte. (Oder wie wir in grauer digitaler Vorzeit - als Hashtags noch einfach Schlagworte hießen - unsere Blogeinträge verschlagworteten: #DasBesteamAdventsinddietotenHosen . Ach ja, das waren noch Zeiten......)

Mittelalterlicher Lichter-Weihnachtsmarkt 


Zunächst einmal starteten wir mit einem höchst überfälligen Treffen in den Monat. Endlich mal wieder Live-Time für die Assigen. Gemeinsam waren wir auf dem mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund-Fredenbaum und tankten auf. Vor allem das derzeit so sehnlich vermisste Licht, aber auch ganz handfest mit überraschenden Getränken wie Glühbier, was keiner von uns vorher je getrunken hatte, wovon wir aber außerordentlich angetan waren, mit Spaßbädern für die Seele und natürlich mit aufgespießten Leckereien, begleitet von richtig guter Live-Musik. Kurzum - viel besser kann ein Weihnachtsmarktbesuch nicht sein. Wiederholung für nächstes Jahr fest eingeplant. Weitere Einzelheiten und Bilder findet Ihr beim Engelchen. 




Und damit zur Laune der NaTour. 


Tatsächlich ausgerechnet am Nikolausabend, dem familieninternen hohen Feiertag war in diesem Jahr Ziehung für das traditionellen Weihnachtskonzert en famille. Nach zwei Jahren Abstinenz tatsächlich auch wieder mit dem one and only Original, dem Mann mit der Triangel und seiner bewährten Combo, die ein richtig, richtig gutes episches Konzert spielten. Es war im Vorfeld ausgesprochen schwierig gewesen, an Karten zu kommen, obwohl die Karten wiederum nur über den eigenen Fan-Shop verkauft wurden. Am Abend des Vorverkaufs saßen wir pünktlich wie die Maurer mit vier Mann in drei Städten eingeloggt vor PCs, Smartphones, Chromebooks mit der Devise Nehmt, was ihr kriegen könnt, Wenn wir zuviel haben, unsere Freundeskreis-eigene Warteliste ist lang genug. Hahahaha. Mit Ach und Krach ergatterten wir die Karten für Köln. Für Dortmund und Düsseldorf - keine Chance, nada. Die Hosen sind leider in der breiten Masse angekommen, an Tagen wie dieser sei Dank. Das wissen sie auch und sie gaben alles, um zu untermauern, dass sie immer noch das sind, was sie immer waren. Eine ehrliche, mit viel Herzblut und Spaß aufspielende Band, die auch ganz viele alte Lieder für die "alten" "richtigen" Fans darboten. Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wie oft ich die Hosen schon live gesehen habe, aber das Köln-Concert 2017 war auf jeden Fall eins der besten. Hat uns allen viel, viel Spaß gemacht. Und besonders stolz waren wir auf unseren "life-hack", dank dem wir es echt schafften, die Begleitumstände eines epischen Hosen-Konzerts mitten in der Woche in der nur für einen von uns um die Ecke liegende Domstadt einigermaßen erträglich auch für uns arbeitende Bevölkerung erträglich hinzukriegen.



Nikolaus, komm in unser Haus 



Kalkbrenner im FZW Dortmund


Den dritten Lichtblick verfrühstückten wir dann am Ende unserer "Urlaubs-"Woche, nach der wir eigentlich Urlaub bräuchten. Oder eine Kur. So musste es dann der "kleine" der Gebrüder Kalkbrenner richten. Seit seinem Album "Ways over water" ist Fritz Kalkbrenner ein fester Bestandteil vor allem der Playlist des Gatten und mir. Eigentlich sind wir ja überhaupt keine Anhänger von Techno oder Elektro-Mucke, aber dieses Album passt einfach so gut zu uns und unseren Ways over water, dass es eben diesen besonderen Platz bei uns hat. Und so schenkte mir der Ruhebewahrer auch die Tickets für das Konzert letzten Freitag. Es war anders, für uns spannend und als Fazit: Wir bleiben im Herzen Kinder des Rockn'Roll und um es mit den Hosen zu sagen, am Freitag waren wir eher "nur zu Besuch".  Dennoch - Fritz Kalkbrenner hat hat auch im maximal zu 2/3 gefüllten FZW Dortmund alles gegeben und eine richtig gute Show abgeliefert. Die Kritikpunkte, die ich habe, gelten auch nicht ihm, der sich tatsächlich sehr sympathisch und nahbar präsentierte.  Sondern dem eigenartig zwischen Emo und Aggressivität mäandernden Publikum, die ganz sicher nicht nur extrem schlecht riechenden Shit geraucht hatten. Wir hatten es uns ja gerade noch bei den Hosen angeschaut, wie das so geht mit einem pogenden, hart feiernden Publikum und ich kenne es aus 40 Jahren Rock-Konzertbesuchen auch nicht anders, als dass bei diesen Events ein ungeschriebener Verhaltenskodex gilt, an den sich bis auf wenige Ausnahmen alle halten. Von diesem Kodex hatte am Freitagabend definitiv kaum einer Kenntnis. Welcher Gedanke mir dabei durch den Kopf ging, ist leider unblogbar und ich möchte das aus Pietätsgründen auch nicht öffentlich diskutieren. Also zurück zur Mucke: Kurz vor Konzertende machte Fritz mir mit Sky and Sand ein besonderes Vorweihnachts-Geschenk. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber dieses Lied hat einen ganz besonderen Stellenwert bei mir und ist in meiner persönlichen ewigen Besten Liste ganz ganz weit vorne. Wahrscheinlich hat Fritze auf Twitter gelesen, dass ich komme und daraufhin seinen Bruder gefragt "Du, Paule, heute kommt die Britta. Darf ich vielleicht so ganz ausnahmsweise einmal so ein bißchen Sky and Sand?" und der Paule hat gesagt "Na gut, ausnahmsweise. Aber nur, weil es die Britta ist und dieses Lied sie immer voll ins Herz trifft" So muss es gewesen sein. Ganz bestimmt. War jedenfalls mein Highlight und entließ mich damit versöhnt mit dem Abend und bereit für den Endspurt-Stress dieser Tage in die Nacht.


Dann hatten wir noch das Whisteria Lane Vorweihnachts-Grillen mit unerwartet viel Tratsch und Klatsch als Grillbeilage, die Jungs hatten Weihnachtsfeiern, die zu meinem stillen Amüsemang unterschiedlicher nicht hätten sein können und nächste Woche hebe ich noch mit Trixelinchen den ein oder anderen Becher Glühwein. Auch dies eine Tradition, die bewahrt werden muss. E basta. Egal, was drumherum alles abgeht.  Und dann ist vielleicht, hoffentlich ein ruhiges Weihnachtsfest in Sicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn mir nichts und niemand dazwischen grätscht, melde ich mich vielleicht dies Jahr noch mit meinem Jahresrückblick, aber nur wenn.... Ihr wisst schon. 

Euch wünsche ich eine gute und nicht zu aufregende und stressige letzte Vorweihnachtswoche und vor allem ein schönes Fest im Kreise hoffentlich all Eurer Lieben. Enden möchte ich hier mit einem Zitat eines alten Hosen-Stücks, welches eben passt. Auf die, die mich in den letzten Tagen so lieb und nett begleitet und aufgebaut haben. 

"Wir seid immer da, auch ohne Grund - weil wir Freunde sind. 
Wir schwören uns immer wieder, dass das Beste vor uns liegt. 
Die Jahre ließen Spuren - man kann sie deutlich sehen. 
Wir würden uns das so nie sagen, weil wir Freunde sind. 
Wenn wir verlieren, bauen wir uns auf - alles, weil wir Freunde sind. 
Der Rest der Welt, wir scheißen drauf - alles, weil wir Freunde sind. " 

Danke dafür  


Montag, 8. Mai 2017

Gute Zeitfresser, schlechte Zeitfresser

Na, Liebeleins. Vermisst Ihr mich? Ich Euch und den Blog auch. Gut, dass wir unsere Zwitscher.Runden haben, sonst würde mein virtuelles Leben derzeit komplett auf Eis liegen.

Aber - so isset eben manchmal. Man muss halt Prioritäten setzen und nicht immer kann man diese dort setzen, wo man sie am allerliebsten setzen würde. Nicht alles erledigt sich schließlich durch Liegen-lassen und aufgeschoben ist nun mal leider seltenst aufgehoben. In den letzten Tagen wurde mir alles ein klitzekleines bißchen zuviel, vor allem von den schlechten Zeitfressern, die unermüdlich ihr Futter einfordern: Haus und Hof, Einkauf, der Stau, in dem der Ruhebewahrer jeden gottgegebenen Tag mehr wache Zeit als zuhause verbringt, die kaputte Bandscheibe der Kollegin, die mir die ein oder viele andere Überstunden einbringt, Wäsche - versteht einer, wie man immer wieder eine Dreiviertelstunde im Waschkeller verbringen kann? Nein? ich auch nicht. Und doch passiert es mir immer wieder.... Geburtstagsvorbereitungen, Kümmernisse hier, Kümmernisse dort. Ihr kennt das.

Und wenn die Zeit knapp wird, dann muss man sie manchmal eben dort wegknappsen, wo es einem selbst am wehesten tut. Am Freitag hatte ich echt "datt arme Dier", wie man am Niederrhein sagt. Sehnsüchtig schielte ich zum PC, sehnte mich dolle nach den Zeiten, als der Freitagmorgen noch mir und dem TGiF in aller Seelenruhe gehörte - und ging einkaufen. Und anschließend dies und das und jenes. ich will jetzt nicht episch werden.

Denn - es gab ja auch gute Zeitfresser: Den Nachmittagskaffee bei der Nachbarin mit magnetischem Wellness, den Vormittagskaffee bei der anderen Nachbarin mit Terminplanung für das Restjahr
(soweit isset schon gekommen), den Steakhouse-Besuch mit Drachentöters, den je oller, desto doller werden se Restaurantbesuch beim ebenso dullen Griechen in Bochum mit dem Twitter-Pott, Planung weiterer Events.Ich sach nur soviel: Wer dies Jahr extraschichten will, der Trixelinchen ihr Göttergatte aka der Mann, der nie schreibt wird uns samt mobilem Dixie-Klo durch und auffen Pott setzen. Das wird der Knaller.... so und so. Dann gab es noch den Tag der sonoren Herren: Erst hatten wir ein prinzlich- frielinguistisches Brunch-Date mit dem besten Rupi von allen und seiner allerbesten Altenpflegerin und dann ließen wir uns am selben Tag noch ganz gepflegt vom Willi sein Sohn ins Kopfkino mitnehmen. Zu deutsch: Wir waren bei den Ruhrfestspielen beim Gastspiel des großartigen Matthias Brandt.

Es gibt viel zu tun (©Trixelinchen) 
Prinzlicher Brunch (©Ruprecht Frieling ) 
















Und - ganz viel Zeit, gute Zeit fraß ein Tussendoortje" auf den friese Meren. Jaha, wir waren schon draußen, jottwehdeh draußen. Tanz in den Mai, mit dem Boot und dem Wind auf den Wellen, mit Schwager und Schwägerin und es war soo, soo bomfationös. So so toll, dass ich mir jetzt einfach die Zeit nehmen und einen Logbuch-Eintrag dazu verfassen werde. Denn manche Zeitfresser verdienen es einfach, nie niemals vergessen zu werden.    

Schiffsbar geöffnet (©ich. Man sieht es an der schlechten Qualität) 


Sonntag, 5. Februar 2017

Daddy Revival

Ooooh Life... Life ist bigger, bigger than you.... Ach, hach. R.E.M.  Das fängt ja gut an. Wenn man direkt zur Begrüßung so auf die Tanzfläche gelockt wird. Sofort wissen wir wieder, wie es geht. Und wie es so war. Damals. Sind wir wieder da, wo wir früher immer mal wieder gerne waren. Es zuckt, es stampft, es rockt. Jeder, wie er mag. Jeder, wie er kann. Umfallen werden wir wohl kaum, da besteht keine Gefahr. Die Tanzfläche ist so gesteckt voll wie eh und je.


Wir sind im Moondock in Recklinghausen und die Discothek hat sicher nicht den Ruf einer Schicki-Micki-Edel-Zappelbude, aber das passt ja soweit. Das "Dock" veranstaltet einen Daddy Revival Abend. Mit den DJs von damals. Und wenn die eines konnten, dann konnten die gute Mucke. Einen guten Ruf hatten die Old Daddys auch nicht. Eher einen wie Donnerhall. Die Ruhries wissen, wovon ich rede. Von den Engeln an der Tür, den Mary-Jane-Schwaden und so weiter und so fort. Selbst die toten Hosen kannten es, das Ur-Daddy in Haltern. Unvergessen, vermisst bis heute. Ich war mehr im Duisburger Daddy zuhause, der abgeranztesten Location ever ever ever. Aber cool. Familiär und immer guter Stimmung. Selbst wenn die mal kippte.

Die Freundin wollte unbedingt zum Revival-Abend und wenn die Freundin mal was will, dann kriegt sie das auch. Das wollen wir doch mal sehen. Einmal Daddy-Mädchen, immer Daddy-Mädchen? Aber sowas von. Und erst unsere Männers. Gar nicht mehr runter zu kriegen waren sie von der Tanzfläche. Selbst der Ruhebewahrer machte seinem Namen keine Ehre und mutierte zum Tanzbären. Und irgendwie ist es auch witzig, dass wir Alten da im Moondock rumzappeln. Ist es doch sonst die Domäne unserer Jugend. Schock Deine Kinder, geh ins Moondock. Unsere Jungs waren auch erwartungsgemäß naja, mindestens irritiert. Das Dock liegt im Süden, ja genau da, unserer Stadt und wie gesagt, ein Edel-Laden ist das nicht. Die Disco befindet sich in der alten Lohnhalle der Zeche König Ludwig, der Zeche, auf der schon Blacky Fuchsberger seine Armmuskeln beim Flözen formte. Gestern war es dort ganz Daddy-mäßig entspannt und leger. Auch für die Betreiber des Dock ist das sicher ein nettes Event, die Leute alle gut drauf, zahlungskräftig, die Tanzfläche voll. Und falls es jemand interessiert: So abgeranzt wie die Daddys ist das Moondock lange nicht. Der Punkt geht an unsere Generation.

Und diese Generation amüsierte sich prima. Gebt uns eine Tanzfläche, gebt uns Dire Straits, the Smith, Fisher Z, dann sind wir glücklich. Dazwischen von mir aus auch den goldenen Reiter und - this ist not the time to wonder, this is just a time to fear. Meine Güte, hab ich dieses Lied damals geliebt. Was ging mir der Text immer schon nahe. Und heute erst! Ob die Furys das 1988 ahnten? Wie wahr sich dieser Text genau heute anfühlt? Die treten übrigens immer nochmal auf, sagt der Gatte, als ich glücklich und verschwitzt nach diesem Lied von der Tanzfläche komme. Naja, blöd nur, dass ich zwar dieses Lied geliebt habe, aber sonst hatte ich für die Mannen aus dem Slaughterhouse nicht ganz so viel übrig. Aber egal, jetzt sind wir erstmal hier. Mit allem, was wir noch so geben können. 14.902 Schritte zählt der Schrittzähler der Freundin, alleine in den Stunden ab Mitternacht. Und um halb vier nachts ruft das Kind an. Es macht sich Sorgen, weil wir noch nicht daheim sind, ob er uns abholen solle und überhaupt, hätten wir nicht mal seine WA Nachrichten gelesen. Tjanun. Kann er mal sehen, wie das so ist.

Im Mai gibt es eine Neuauflage. Der Termin ist schon im Kalender eingetragen. Passt gut, ist kurz nach des Ruhebewahrers Geburtstag. Feiern wir den eben dieses Jahr mal Daddy-mäßig.

Freitag, 4. November 2016

T.G.i.F. - Silly in Münster. Und auf Schalke anscheinend auch

Tach auch Liebeleins. Und? Habta alle watt Schicket angefangen mit der zusätzlichen Stunde? Wir haben die Uhr denn doch auch mal umgestellt. Auch wenn der Ruhebewahrer meinte, es nicht zu tun, würde das Zusammenleben mit dem Studenten wahrscheinlich um einiges erleichtern. Ich nutz die Stunde dann mal jetzt und gönne Euch und mir noch ein TGiF, bevor die nächsten Wochen noch knubbeliger werden.

Hier im Hause kehrt gerade Ruhe ein. Nach einem Ultra-Kurz-Besuch des Juristen und Freund, die gestern äußerst erfolgreich den Mann, der nie schreibt inne Arena vertreten haben und im 12-Std.-Übernachtung-mit-HP-Aufenthalt mehr Chaos angerichtet haben im Palais als wir in einer Woche nicht. Es schien Freibier gegeben zu haben auf Schalke - Mann, waren die hackenstramm. Und ich hab die Kopp-Pinne heute. So geht Mutterliebe. Tjanun.

Es war einiges los in den letzten Tagen. Nix mit allerheiliger Ruhe. Das Wochenende startete mit Küchenparty bei Schwager und Schwägerin in launiger Runde und steigerte sich zu äußerst genussvollen Momenti Italiano in bewährter Her-Do-Re-Runde. Und falls jemand mitgelesen hat - nein, wir waren nicht im Pyjama, allerdings war meine Handtasche selten aufgeräumter. Und wir lernten: Manche fahren nur mit Logopädin in Urlaub - wenn sie Cointreau bei hat.

Schon gut. Sorry. Schluß mit Krytik. Aber klarer hatte ich es gerade nicht. Ich bin ja nicht Niedersachsen. Halloween kam und ging. Es feierte hier nur ein zum Metzger mutierter Endlich19 und ein paar weniger als die letzten Jahre Kiddies, die sich angesichts der grimmigen Miene des Ruhebewahrers nicht mal mehr "Süßes oder Saures" zu brüllen trauten, sondern ängstlich ein "Äh, hallo ich bin der Henning" an der Tür wisperten. Soviel Höflichkeit wurde selbstredend belohnt. Trotzdem blieb ziemlich viel Süßes übrig. Bömsken anyone?



Die Woche ging Freund-ig weiter. Den Feiertag nutzten wir mit der Wahlfamilie in 9600 Schritten durch die Gruga. Das Wetter trotzt hier ja durchaus den Vorhersagen und präsentiert sich erträglich. Sogar eine größere Radtour über alte Zechenbahnen war noch drin.




War sonst noch was? Aber sowas von! Mitte Woche wurde es silly. Es scheinen die Wochen der einzulösenden Geburtstagsgeschenke zu sein. Zunächst jedoch nutzten der Gatte und ich einen spontan freien Tag und lernten, dass Ochtrup nicht nur ein Fluß ist, der sich in den Graben hinter Huchting ergießt, sondern auch ein recht nettes Örtchen im Westfälischen mit kuscheligem Outlet. Danach noch ein Abstecher in den naja Hafen der westfälischen Metropole und dann ging es in Münsters von uns echt gerne besuchte Music Hall Jovel. Immer wieder nett dort. Und gar nicht silly.

Aber eben mit Silly. Und was soll ich sagen? Es war richtig, richtig gut. Besser, als wir vorher erwartet haben. Wenn man mal von der Vorband absieht, die - anders kann ich mir die Texte nicht erklären - wohl beim Phrasendrescher-Bingo gewonnen hatten. Das musste Silly erstmal wieder rausreißen. Und das taten sie. Die ja doch auf ihre Art legendäre Band hat die Hall richtig gerockt. Genau SO geht ein richtig gutes Club-Konzert. Wie gesagt - ich war vorher skeptisch. Warum auch immer. Silly ist jetzt nicht zwingend die Band, die ich rauf und runter höre, eher so ab und zu mal ganz gerne. und wenn sie nicht ausgerechnet im wie gesagt bei uns echt beliebten Jovel gespielt hätten, hätten wir das jetzt auch nicht zwingend auf unsere Agenda genommen. Aber es war klasse, würden wir tatsächlich auch noch ein zweites Mal hingehen.

Die Jungs von Silly sind richtig, richtig gut, man merkte an Solis und etlichen neuen Interpretationen ihrer Stücke, dass Rockmusik das ist, was sie machen wollen und auch äußerst gut können. Da standen Musiker auf der Bühne, die Spaß hatten und vor allem ganz bei sich waren. Und das gilt auch ganz ausdrücklich für Frontfrau Anna Loos. Wirklich nix mit Rockmusikerin-Darstellerin, wie manchmal abfällig zu lesen ist. Wir fanden, sie hat toll gesungen, kam authentisch rüber, war ebenfalls ganz bei sich und hat sich -wenn angesagt- auch gut zurückgenommen. Passt prima. Für mein Empfinden haben sich da zwei sich kongenial ergänzende Parts gefunden. Und mein ausdrücklicher Respekt für den elektro-akustischen Part. Fand ich nicht nur gut, sondern auch mutig. Vor allem, wenn man in diesen Part zwei der doch bekannteren Hits der Band mit reinpackt. Muss man erstmal bringen.  Und ich bring Euch jetzt die natürlich ebenfalls kongeniale

Statistik: 

Aktion der Woche:  Als ich zehn war. Eine Blogparade.   
Gewissensfrage der Woche: Wenn Ihr im Supermarkt die Wahl habt zwischen 
dem Tee " innere Ruhe", "Seelen-Harmonie" und "Winterwonne"
 - welchen Rotwein kauft Ihr dann? (©Julia Singlesias auf Twitter) 
Bedauern der Woche: Man sieht sich viel zu selten 
zweimal im Leben (©Gurkenfaerber auf Twitter) 
Unternehmung der Woche: Sich jetzt schon einen Schokolade-Adventskalender kaufen
 und den Inhalt sofort komplett inhalieren. - Die Zeitreisen des 
kleinen Mannes. (©Grantscheam auf Twitter) 
Mahnung der Woche: Alle reden von Halloween. Niemand sieht die richtigen 
Probleme. Es ist November, Leute. November! (©SimiSchalke auf Twitter) 
Feststellung der Woche: In meinem Schrank hängt Kleidung für
 7 Frauen, 5 Größen und 6 Jahreszeiten. 
Nur für mich ist nichts dabei. (©Madame de Larenzov auf Twitter) 
Angebot der Woche: Ist das denn auch ein Nichtraucher-Auto? - 
Ich hab es jedenfalls nie dabei erwischt. (©Stanbuyme auf Twitter) 
Beschwerde der Woche: Kein Wunder, dass NRW die meisten Einwohner hat. 
Hier werden regelmäßig Autobahnen gesperrt. 
Wie soll man da auch raus kommen? (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Sport der Woche: Lift ist immer noch kaputt. Wenn man mich fragt, 
was ich heute gemacht habe, sage ich: 
" Den Müll runtergebracht." (©Spieler7 auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Macht keinen Sport, den ich nicht auch machen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 

bezgl. Silly: Dies ist eine Konzertkritik, keine bezahlte oder unbezahlte Werbung. Dieser Post wurde nicht in Abstimmung mit den Künstlern geschrieben.   




Freitag, 28. Oktober 2016

T.G.i.F. - Sissi-Zeit und andere Pausen

Tach auch Liebeleins. Alle noch den vollen Durchblick bei dieser Suppe da in diesem Draußen? Tjanun, et iss Herbst - aber ich bin fest entschlossen, nicht zu meckern. So geniales Wetter wie wir hatten in den letzten beiden Monaten.

Was Ihr wahrscheinlich geblickt habt - nehme ich mal eingebildeterweise an - hier war Pause. #Isso, war so und wird sich wiederholen. Mehreren Umständen geschuldet. Um Larmoyanz* zu vermeiden, erspare ich Euch heute die Aufzählung derselben. Kennt Ihr diese Geste, die Jan Böhmermann manchmal macht? Auf seine Armbanduhr klopfend bedauernd den Kopf schüttelnd "Keine Lust, keine Lust" sagend. Das fasst die zur Pause führenden Umstände  ziemlich treffend zusammen. Hashtag #isso .

Und wenn die Zeit/Lust schon so knapp war und ist und Larmoyanz vermieden werden soll, schauen wir einfach zurück auf die schönen Momente der letzten Zeit. Letzte Woche war endlich, endlich mal wieder Sissi-Zeit. Die wildschöne Freundin und ich verbrachten two nights in Bensberg. Bangkok wär netter gewesen, aber irgendwatt iss ja imma. In grauer Vorzeit schenkte mir die Lieblings-Birgit einen Gutschein für das sagenumwobene Mediterana im Bergischen, genauer gesagt zum 50sten. Und jetzt, jetzt hatten wir es endlich geschafft. Wir nächtigten in einem bemerkenswert beseelten Klotz, fühlten uns trotz Anonymität gut umsorgt, hatten trotzdem selten mal den Durchblick, schon gar nicht auf das uns angeblich zu Füßen liegende Köln.


Auch wenn wir das Wunderland Mediterana nicht als so gar Begeisterungssturm-hervorrufend empfanden, wie man nach etlichen euphorischen Berichten anderer denken konnte - wir verbrachten dort einen entspannenden, entspannten ayurvedisch angehauchten Tag, Mängel geflissentlich übersehend. Alles in allem war es vor allem toll, endlich mal Sissi-Zeit zu haben. Hat gut getan. Sehr gut.

Am Wochenende davor war endlich, endlich mal wieder der Jurist zu Gast in heimatlichen Gefilden und musste erstmal ergiebig rausgefüttert werden. Mr. Ehrgeiz steckt mitten in der Lernphase, ab Januar begibt man sich ins erste Staatsexamen. Wer jetzt sagt, das ging aber extrem schnell, fehlt da nicht mindestens ein Jahr, der hat Recht. Aber Uhren in alten Bonndeshauptstädten gehen schon mal vor und abgestuft. Die Spezialisierung folgt dann erst und so hat er drei statt zwei Versuche. Die er sowieso nicht braucht. Ich kenn doch meine Pappenheimer. Jedenfalls war auch das schön, endlich mal wieder Zeit für und mit dem Juristen zu haben. Dem RUB-Studi geht es auch gut, wie man an verschärft auftretender Ruhrpott-Dialektik unschwer erkennen kann. Die Promotion-Phase ebbt so langsam ab und Pläne werden mehr oder weniger eifrig geschmiedet.

War sonst noch was? Ja wie Jahnke. Die Trixe und ich waren bei unser Gerburg. Frau Jahnke hatte auf den Recklinghäuser Hügel, ins Festspielhaus geladen und da lassen wir und andere Gästinnen uns natürlich nicht lange bitten. Und auch wenn sich doch so manches im Laufe der Jahre wiederholt, wir hatten einen kurzweiligen lustigen Abend. Pflichtprogramm für Ruhrpott-Prinzessinnen eben. Und mit manchen Witzen kann man sogar im Bergischen richtig punkten.... Hier punkten wir jetzt mal so richtig mit Eurer

Statistik 

Satz der Woche: Große Klappe allein kriegt nix feddich. (alte Ruhrpott-Weisheit) 
Erklärung der Woche: Die Typen auf den Schockbildern sind doch alle 
arbeitslose Pornodarsteller! Ich bin mir da total sicher (©Frau Jahnke) 
Plattwitz der Woche: Warum onanieren Taubstumme mit nur einer Hand? - Weil sie mit 
der anderen stöhnen müssen. ( Gästin Daphne de Luxe bei Frau Jahnke) 
Sorge der Woche: Viele Menschen in Deutschland fragen sich aktuell: Wer bekommt
 nun das Sorgerecht für Pietro ( bonito-TV auf Twitter) 
Resignation der Woche: Bevor isch misch uffreesch, isses mir lieber egal.... 
#hessischesGrundgesetz (© Birgit Haase auf Twitter) 
Vergleich der Woche: bergische Monsterbollen und im Smog gewachsene

(links die im bergischen Land fallenden, rechts meine kleine Ruhrpott-Bolle)  

Ermahnung der Woche: Wenn Du Dir etwas zusammen reimst,
 ist das noch lange kein Gedicht (©KermitNRW auf Twitter) 
Cookie der Woche: Es ist 6:08. Sie können jetzt aufstehen oder noch die zwei Minuten
 warten, bis ich mit dem Topfschlagen anfange. Ich sags nur. 
(Schlag die Töpfe ruhig so laut Du willst und es Dir gut tut. Bussi #ausgründen) 
Frage der Woche: kann ich die Stunde Schlaf, die wir am Wochenende wieder 
mehr bekommen, evtl. schon heute haben? (©Frazer2auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Unfassbar, dass wir in einer Zeit leben, in der 
"Pass auf die Clowns auf, wenn Du Pokémon jagen gehst!"
 ein absolut berechtigter Satz ist ( ©TabyPilgrim auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Wir lesen uns wieder, wenn es die Lust/Zeit hergibt.
Sammelt keine Bollen, die ich nicht auch sammeln würde.  

Wie immer gilt: 
Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 

*Hommage, iss klar 

Freitag, 29. Juli 2016

T.G.i.F. - aufstehen, Krone richten, weitermachen

Tach auch Liebeleins. Wie isset Euch? Alle wieder so halbwegs erfrischt? Pünktlich zum Ende der Garten-Gießdienste bei Nachbars öffnet der Himmel natürlich seine Schleusen. Iss klar. Aber da man es unterm Strich dann doch zu selten tut, beginne ich hier heute mit einem großen Lob für den Ghostbuster, der den Großteil des Bewässerungsdienstes übernommen hat. Incl. Handlanger-Dienste beim talentfreien Hobby-Gartenbauer noch ein Haus weiter. Ungeachtet aller gängigen Regeln zu guten Heckenstutz-Zeitpunkten war es dort mal wieder soweit. Die elektrische Heckenschere rotierte - Blatt für Blatt, drei ganze Tage lang. Ihr erinnert Euch an meine diesbezügliche letztjährige Suada...... However.

Es war wieder eine dieser Wochen.... Eine dieser Wochen in diesem annus horribilis, die erschaudern lassen. Sie begann traurig, wurde wehmütig und endet heute mit einem Vorausguck auf das, was kommen wird. Doch zunächst einmal verabschiedeten wir uns von etwas, was war. Was lange währte und zum Schluß leider nicht mehr gut war. Wir waren die Letzten und wir machten das Licht aus. So also fühlt es sich an, wenn man eine Ära beendet.

Dazu kam all das, was um uns herum geschah. Der Terror, der Wahnsinn, all das Angst machende und Verunsichernde und das, was es mit uns und unseren Lieben macht. Und nicht nur im Großen dort draußen fast allüberall in der Welt, Trauer und Fassungslosigkeit lösten auch Geschehen aus, die in unserer virtuellen Nachbarschaft geschahen. "Die Hoffnung stirbt zuletzt" stimmt immer, derzeit aber noch mehr als ohnehin.

Doch während Ihr hier gerade dieses heute ausnahmsweise zeitgesteuerte TGiF lest, bin ich jetzt einfach mal da, wo es weitergehen und alles anders bleiben wird. Denn - langsam, aber sicher erwacht der Trotz. Ich möchte das nicht. Ich möchte mein Leben - mit Betonung auf mein! - nicht davon bestimmen lassen. Ich kann an fast all diesen Dingen nichts ändern. Ich könnte/ kann allenfalls dagegen anschreiben. Was ja auch schon mal was ist und was ich auch weiter tun werde. Aber sonst gilt es weiter zu machen. Mit dem, was mein/ unser Leben ist und was es ausmacht. Sehen, was gut  ist in diesem Leben, dieses pflegen, hegen, loben und ermutigen. Sehen, was nicht gut ist in diesen unseren Leben, dieses mit Rat und Ermutigung begleiten und soweit in der eigenen Macht stehend, verändern. Je mehr wir uns darauf konzentrieren und vor allem je mehr Menschen dies tun, desto besser wird es auch wieder werden.

Ich mach es wie immer und halte mich an eine der unbestreitbaren Wahrheiten von unser Omma: Aufstehen, Kopf hoch, Schultern gerade, Krönchen zurechtrücken, weitermachen. Ermutigung und Ermahnung zugleich. Das anzunehmen, was man hat, was man ist, was man kann und was man bedeutet. Sich und anderen. Die Dinge, die gut sind, auskosten und genießen. Die Dinge, die schlecht sind, besser machen. Verantwortung annehmen. Rücksicht nehmen. Wehmut zulassen, anderes loslassen. Erinnerungen dankbar bewahren. Wenn jeder das in seinem Leben tun würde, wäre die Welt schon ein viel besserer Ort.

Es nützt niemandem, am allerwenigsten den Toten, wenn ich mich nun in Angst ergehe, in Betroffenheit, in Trauer. Und deswegen werde ich das nicht tun. Ich werde unser Omma ihren Rat beherzigen, lächeln, den Kopf hochnehmen, die Schultern gerade halten und mein Krönchen aufsetzen. Vielleicht poliere ich es sogar vorher noch. Und ich wünsche mir von Herzen, dass Ihr das auch könnt.

Und weil dieses TGiF ein anderes als gewohnt ist, noch dazu zeitgesteuert, weil ich gerade mich und andere auf den ersten Schritten in etwas Neues begleite, ist diese Woche auch noch Etwas anders. Nämlich ganz kurz, prägnant und wahr

die Statistik

Bild der Woche: Was vom Süden übrig blieb 


Satz der Woche: 2016 ist ein richtiges Arschloch, aber jedes unserer kleinen Leben muss 
die Chance haben, relativ unbeschwert weiterzugehen. (©Trixelinchen ) 
Ermahnung der Woche: Angst hilft nur den Angstmachern. 
Erinnerung der Woche: Das Netz ist ein guter Ort, wenn wir es 
gemeinsam dazu machen. (©Johannes Korten, Bochum 1964 -2016) 

Allen ein schickes und vor allem friedliches Wochenende
Poliert keine Krone, die ich nicht auch polieren würde. 


Freitag, 22. Juli 2016

T.G.i.F. - Gesammeltes aus den Tropen

Tach auch Liebeleins. Alle gut in den Tropen angekommen? Ich hatte echt die heißeste Nacht des Jahres, knapp über 30 Grad im Schlafgemach, fragt nicht. Nachdem diese Woche schon dieses und jenes hakte, hatte es dann zum guten Schluss noch die Klima gerissen. Grosse Freude. Nicht. Ich fürchte, der Ruhebewahrer wird das halbe Wochenende damit verbringen müssen, all die Dinge zu reparieren, die wir diese Woche kaputtgekriegt haben. Wir oder Murphy, man weiß et nich so genau.

Auch eine andere Serie hielt: der Preis für den dieswöchigen begossener Pudel-Moment ging an - tada- : mich. Und das kam so: Unwetter kippte Hollywood des Nächtens um. geht natürlich nicht. Mein Lieblingsplatz - so in die Knie gegangen, dem muss man aufhelfen. Also beherzter Griff und ab dafür. Was ich nicht sah war die Riesenpfütze mittlerweile fast kochend warmen Regenwassers, welche sich auf dem Dach angesammelt hatte. Und pladatsch. Voll auf die frische Frise und datt Ausgeh-Klamöttchen, ich musste nämlich eigentlich los. Uneigentlich hatte ich dann keine Lust, mich umzuziehen und setzte mich einfach kladdernass in die Sonne. So ist das also, wenn man zu seinem Glück gezwungen wird. Tjanun.

Aber gut - solange wir nur über's Wetter meckern, geht es uns schon noch gut. Auch wenn im geflicktschusterten Pott des Sommers der Asphalt ebenfalls platzt. Wenn auch nicht vor Frost. Aber es geht uns gut. Sollte man nicht aus den Augen verlieren. Und solange ich in der News-Timeline nur die Geburtstagsbilder des kleinen Prinzen erträglich finde, beschränke ich mich angesichts all des laufenden Wahnsinns in der Berichterstattung hier auf mein kleines belangloses Leben. Anders geht es nicht, man wird ja sonst verrückt, wird man ja.

Fein. Erzähle ich Euch also von meinem neuen Lebensgefährten. Der Ruhebewahrer wahrt unter der Woche ja immer noch die Ruhe mit Status Hesse und irgendwer muss mich ja bespaßen. Der Ghostbuster ist dazu nur in sehr kleinem Rahmen bereit, gut also, dass Prime Day war und ich mir einen Fireman* ins Haus beordern konnte. Und was soll ich sagen? So ein Fireman , der kann echt was. Um nicht zu sagen alles. Nehmt das, Unity Media ! Dreht mir ruhig den TV Empfang ab, ich bin auch ohne Euch allerbestens bedient. Und wie sowas von sowas kommt - der Fireman brachte mich sogar zur Vorweihnachtszeitplanung. Die kluge Frau kann gar nicht früh genug vorsorgen.

Schließlich sollte der feine Fireman auch eine ordentliche Musikbibliothek bekommen und ich testete mit dem ersten Album, welches  mir zwischen die Tasten kam und von dem ich annahm, dass es mich bei dauerndem An undAus nicht allzu nerven würde: Back to blood von Bastille. Damit beglückt mich schließlich schon der Ghostbuster seit Monaten im Auto. Und außerdem niemand hat in diesem Jahrtausend Laura Palmer grandioser gewürdigt ( Vom Spieler7 mal abgesehen) , da darf man auch mal Testkandidat für einen Streaming Stick sein.  Und während ich da so rumklickte, konnte ich ja auch direkt mal gucken, ob nicht so ein Sturm auf Bastille mal live verfügbar wäre. War er und zwar solcherart, dass er direktemang als Vorweihnachtskonzert für die whole holy Family dienen kann. Sehr sehr cool. Traditionen wollen schließlich gewahrt bleiben. Und die toten Hosen stehen dafür wohl auch in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Ach - echt. Unvergessen. Unsere familiären Weihnachtskonzertbesuche bei den Hosen. Aber ich glaube, Bastille werden ein prima Ersatz, als Vorgeschmack gab  es diese Woche ein ziemlich beeindruckendes Radiokonzert beim  Junggebliebenen Sender 1 Live.

War sonst noch was? Noch nicht, aber irgendwie schon - trennende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die ersten Tränchen wurden diese Woche verdrückt, es nähert sich das Ende einer bemerkenswerten Ära. Bye, bye, Bronx. Et war schön, et war joot, aber - es kippte. Und die Notbremse wurde gezogen. Wenn auch nicht von uns selbst. Doch wir fügen uns und machen dann ab nächsten Monat in Summer and andere Seasons in the City. Nicht traurig, dafür war es zuletzt zu hart, Aber wehmütig. Alles wird schließlich anders bleiben und das ist immer eben auch ein Abschied. Zu guter Letzt durfte ich noch einen neuen städtischen Balkon einweihen, der mir einen ganz anderen Blick auf mein bald zurückzulassendes Königreich gewährte. Und entdeckte, dass ein Perspektivwechsel manches einfach nur verdeckt. Für alles andere Verdeckte muss sie wie immer dran glauben, Eure

Statistik: 
Resignation der Woche: In Word ein einziges Komma entfernt. Ganzes Dokument 
verschiebt sich, löscht alle Zeilenumbrüche und bestellt
 eine Couchgarnitur bei Otto.de. (©Das Netzteil auf Twitter) 
Angst der Woche: Und dann ist noch die tägliche Sorge, dass Du nach dem 
Smartphonestart die Welt im Chaos vorfindest ( ©Mr.Beany auf Twitter) 
Versuch der Woche: Statt " Schlank im Schlaf" habe ich es mal mit Reich versucht.
 Klappt auch nicht. (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Gute-Nacht-Wunsch der Woche: Jetzt verhängt noch jeder eine Ausgangssperre 
und dann ab ins Bett ( ©Homezonequeen auf Twitter) 
Plan der Woche: Eines Tages werden wir uns besuchen. Dann lesen wir uns unsere
 Tweets vor und spielen die besten Szenen nach. - 
Aber nur die mit Eierlikör ( ©Flötenton auf Twitter) 
Nervfaktor der Woche: Machst Du schon wieder was mit Porree? Kannst Du nicht 
wenigstens mal Kartoffel-Porree machen( ©der Ghostbuster aka Endlich19, hitzeumnebelt) 
Erkenntnis der Woche: Kinder. Sie werden und werden einfach nicht groß. 
Hitzschlag der Woche: Rosen sind rot. Ich heiße nicht Günther. Das ergibt 
keinen Sinn. Ägypten. (©Flötenton auf Twitter) 
Bild der Woche: Perspektivwechsel 


Spiel der Woche: Arbeiten wie in den 80ern 
Lied der Woche: Send me an Angel 
Vergleich der Woche: Personen, die "Hurra! Ab der Wochenmitte werden es 30 Grad!"
 sagten, sagten auch "Dein geworfener Ventilator hat mich nur
 knapp verfehlt (©Mett-Salat auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Das ist mit Abstand die übelste Staffel 
Tagesschau seit langem (©literally-Nice auf Twitter) 
Wunsch der Woche: Ein Königreich für ein Sommerloch (©ziemlich viele)   
Auskunft der Woche: "Wie spät ist es denn?" "keine Ahnung.
 Bin auch nicht von hier" (©Schnupperluft auf Twitter) 
Vergebene Liebesmüh der Woche: "Warum schreibst Du eigentlich kein
 Jurastudium in Deine Bio?" "Ach, Alter, das macht
 heute Hinz und Kunz!" (©Prof.EdgarAllanPoe auf Twitter) 
Einsicht der Woche: Eine weise Frau sagte immer: "Diskutiere nicht mit Brot!" 
Du kannst reden, wie Du willst,
 es schimmelt trotzdem." (©FräuleinTongTong auf Twitter)   
Cookie der Woche: Diese Illusion, das Gras wäre anderswo grüner. Aber liebes Leben, 
ich kenne Dich. Und nur zur Info: ich hab Dir auch schon was vorgespielt. 
Gratulation der Woche: Das weltbeste Engelchen, es lebe hoch ! 

Allen ein schickes Wochenende. 
Gebt Euch keinen Illusionen hin, denen ich mich nicht auch hingeben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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