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Freitag, 6. Oktober 2017

T.G.i.F. - eine Woche mit zwei Montagen

Tach auch Liebeleins. Na, wie isset? Allet gut? Alle da? Keiner weggeweht? Ich hatte es gestern richtig fein und für den Sturmtag einen Tag mit dem einzigen Termin Zuhausebleiben erwischt. Fast schon wie ein 6er im Lotto. Naja, fast. Sagen wir wie ein 5er. Aber wohl auch verdient oder? Stürmische Aufregungen hatten wir ja schließlich schon genug dieses Jahr.

War aber auch so irgendwie eine komische Woche oder? So mit zwei Montagen. Da soll man keinen Jet-Lag kriegen, so schnell kann doch echt keiner umschalten von Arbeits- in Feiertagsmodus und wieder zurück. Aber war natürlich trotzdem gern genommen.

Zwischen Meer und See 


Genauso wie die Tatsache, dass es fast nichts zu berichten gibt. Mir ja immer das Allerliebste. Eigentlich hatte ich heute morgen schon entschieden, kein TGiF zu posten - mangels Masse. Aber wär ja auch blöd gewesen. Wie sonst könnte ich noch einmal Werbung machen für mein Logbuch des Herzens, welches für dieses Jahr feddich iss. Höchstbedauerlicherweise. Aber es sind ja die Erinnerungen, die bleiben. Und einen tragen. Auch durch andere stürmische Zeiten, als die auf dem Wasser durchlebten. Von daher - wer hat noch nicht, wer will nochmal?


  

War sonst noch was? 


Wie gesagt - bei uns nicht. Und in Schland auch nicht. Die Parteien scheinen unter die Twitterer gegangen zu sein. Anders ist das doch nicht zu erklären oder? Dass jetzt allüberall das Hohelied der Prokrastination gesungen wird. Mann, Mann, Mann - Kopp innen Sand stecken iss nich! Vor lauter Generve und Spekulationen höre ich nach wie vor unbeirrt Holland-Radio. Veroooooooonicaaa! Allerdings auch mit der latenten Angst, dort etwas zu hören, was ich nicht hören will. Z.B. dass wir im Ausland nun wieder in die Schublade ganz rechts gesteckt werden. Die Befürchtung ist so abwegig ja nicht.

Alles, was wir geben mussten 


Dann war ja noch Woche des noblen Preises. Zum Friedensnobelpreis kann ich gar nicht viel sagen, geht für mich irgendwie in Ordnung, dem Eindruck des kleinsten gemeinsamen Nenners kann ich mich allerdings nicht ganz verwehren. Dafür war ich gestern sehr überrascht über den Literaturnobelpreisträger. Und ausnahmsweise mal positiv überrascht. "Alles was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro hatte mir vor Jahren das Engelchen empfohlen und ich erinnere da einen regen Austausch zwischen uns. Auch heute noch vermag ich den Eindruck zu spüren, den dieses Buch bei mir hinterlassen hat. ( der Film dazu ist übrigens auch ok. Nicht ganz so gut wie das Buch, aber wann ist ein Film das schon mal ) . Ich glaub, ich nehm die Preisverleihung mal als Anlass, einen vernachlässigten guten Vorsatz umzusetzen und weitere Werke des Autors zu lesen.

Gute Vorsätze wie immer auch in

der Statistik : 

Wehmut der Woche: Wisst Ihr noch, als der US-Präsident einfach nur 
die Praktikantin gevögelt hat? Das war schön. (©Felltomate auf Twitter) 
Maßnahme der Woche: ich habe als Klingelton "Kasse 3 öffnet für Sie". 
Endlich macht Einkaufen wieder Spaß (©KTacki auf Twitter) 
Durchsage der Woche: Allen, die seit der #BTW2017 nichts mehr von 
Würselen  gehört haben: Wir leben noch. 
Die Stadt gibt es noch (©Pommesblauweiß auf Twitter) 
Motiv der Woche: "Und warum willst Du Arzt werden?" - "Um einmal zum Spaß 
den Kalender im Aufwachraum auf 2089 zu stellen" - 
Belausche nie Medizinstudenten (©JuliaSinglesias auf Twitter) 
Cookie der Woche: "Geht's Dir wieder besser?" "Geht schon. Ich bräuchte einen Martini. 
Trocken. So trocken, dass die Olive hustet. Die soll auch leiden "
Aufatmen der Woche: Endlich wieder normales Wetter hier im Pott. 
Dem heiligen Piesepampel sei Dank (©Paraneues auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Stell Dir vor, Du wohnst in Nigeria und möchtest 
Deinem Großneffen in Deutschland Deine Millionen vererben. 
Wie schwer das jetzt ist (Kürbissuppe auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Lest nichts, was ich nicht auch lesen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage 


Freitag, 30. September 2016

Pausenfüller

Reklame statt TGiF - Tja, Liebeleins. Da müsst Ihr jetzt durch. Tach auch.

Wie den Lästerschwestern und Brüdern letzte Woche angekündigt - wer kann, der kann und wer hat, der hat. Resturlaub in rauen Mengen zum Beispiel. Von daher waren die letzten TGiFs eher eine Unterbrechung der Sendepause als die Beendigung derselben.

Motto der nächsten Woche: Dänen lügen nicht. 
Erst recht nicht in und mit der Whisteria Lane.

Aber wenn Euch so'n kleines bißchen langweilig wird, ich hab Euch Lektüre hinterlassen:

Zum einen die Rezension des einziges Buches, welches auf dem Boot die Ehre bekam: Fremde Gäste von Sarah Waters.

Zum anderen isset feddich: Datt Logbuch des friese-Meren-Törns. Allet drin, allet dran. Könnt Ihr jetzt als Fortsetzungsroman lesen. In den letzten Einträgen geht es um Entenflüsterer, Aussteiger-Oppas und royale Hochzeitsküsse. Für alle und von allet etwas.

Und - ein kleines bißchen aktiv könnt Ihr noch werden. Bewegt mal wieder was.
Wenn schon nicht Euren Allerwertesten, dann wenigstens Kastanien. 



In diesem Sinne: 

Allen eine schicke Zeit. 
Bewegt nichts, was ich nicht auch bewegen würde. 

Freitag, 12. August 2016

TGiF - Ständerbruch und andere Schwierigkeiten

Tach auch Liebeleins. Boah nee, ey. nee, nee, nee. Tja-ähem , viel mehr fällt mir derzeit zum Betriebszustand nicht ein. Vielleicht noch ein gepflegtes Uff. Fix und feddich bin ich. Feddich mit de Welt, mit de Nerven, mit schönschreiben. Und sowieso und überhaupt. Die letzten Wochen vor dem viel zu lange rausgeschobenen Urlaub ziehen sich ja eh immer wie Kaugummi und je näher ein Urlaub rückt, desto feddiger fühlt man sich. Kennt man ja, weiß man.

Aber dies Jahr ist es besonders übel. Murphy und die von ihm geschickten Wolkenbrüche geben echt alles. Insgesamt viermal bin ich in der letzten Wochen klitschklatschkleddernass geworden, bis auf die paar vom dänischen Hightech-Regenjüppchen bedeckten Körperpartien. Im Herbst kaufe ich mir im Staate Dänemark erstmal eine knielange Entsprechung. Sonst wird das nix in unseren Breitengraden mit täglich zur Arbeit fietsen. Wobei - im Moment iss da eh nix mit. Denn das gute Stück heißt seit neuestem Bohlen mit Nachnamen, Ständerbruch, you know. Mit nix zu kitten, nicht einmal mit Tape. Und das bringt ja bekanntlich sogar lostige Flugzeuge in die Luft...Nur gut, wenn man weiß, wo der beste, allerbeste Hinterhof-Fahrradschrauber im Pott residiert. Der die Herausforderung auch annahm, allerdings derzeit immer noch bastelt.

Wenigstens verdarb es uns nicht den Fietse-Spaß am Pommesäquator letztes Wochenende. Wobei die niederen Lande gemischte Gefühle bei uns zurückließen. Mein bevorzugtes Shopping Areal leert sich zusehends, das mit der Trixe durchlittene Elend war - so scheint's - erst der Anfang. Und auch sonst ist mehr te koop als te huur, sogar eine Windmühle in bester Lage wäre valide. Bleibt die Frage: Zieht Holland nach oder vor? Meistens sind sie ja vor uns, das gäbe schon Anlass zur Besorgnis. Ansonsten alles wie immer. Lecker Holland Sushi, de nieuwe flutschen auch im August noch wunderbar fluffig die Kehle runter und fahrradfahren geht nach wie vor allerbestens, wenn nicht gerade die sagenumwobenen Drempels den Weg verlangsamen. Insgesamt fast 70 km haben wir an dem Wochenende runtergerissen. Dafür waren wir auch bis zum Pannerdensch Kanal, wo sich der Rhein verzweigt, um kurz darauf zur Ijssel zu werden. Somit wissen wir immerhin schon, wo wir hin müssen, wenn wir unser Boot dann mal in der Marina Emmerich liegen haben. Um genau zu sein, wenn wir mal ein eigenes Boot haben...Und wir wissen, wo ziemlich viel Brücke für ziemlich wenig Wasser ist:


War sonst noch was? Viel, viel Arbeit, wenig Ehr an allen Fronten. Wir sind so halbwegs in der schönen neuen Alles bleibt anders Arbeitswelt angekommen, Klausurenphase dauert immer noch an. Immerhin praktisch für einen Studenten, wenn man eine derivativ begabte Erklärbärin ein Stockwerk tiefer hat, die in diversen Telkos gut aufgepasst, griffige Erklärungen für komplizierte Sachverhalte bekommen hat und diese auch weitergeben kann.  Aber die Laune ist trotzdem unterirdisch, nicht die dollste Zeit für Ghostbuster. Tjanun, müssen und mussten alle durch. Ich hingegen musste mich gestern mal wieder kurz gepflegt aufregen. Öfis sind nun mal nicht so meine bevorzugte Fortbewegungsart und über mit zweierlei Maß Gemessenes rege ich mich per se auf. Hier im Blog gehen auch die Serientipps der Woche in eine Pause. Sobald die Zeit es wieder zulässt, werde ich Euch was über Winona Ryder und die von ihr durchlebten stranger things berichten und vom good wife. Das schaue ich so derzeit. Vorläufiges Fazit: Beide Serien kann man gucken. Muss man aber nicht zwingend.

Sö. Und bevor ich hochoffiziell nun die Sommerpause einläute - ding ding ding - ein ganz kurzer Vorausguck auf etwas, was ziemlich direkt nach dieser Pause passieren wird. Am 15. September kommt "Tschick"* ins Kino, die Verfilmung des grandiosen, unfassbar klugen wie schönen wie traurigen Jugendbuchs von Wolfgang Herrndorf. Das Einzige, was meine Skepsis etwas abmildert, ist die Tatsache, dass Fatih Akin die Regie hatte. Denn wenn es einer kann, dann er. Dennoch: meine komplett dogmatische und nicht diskussionsfähige, in Stein gemeißelte Meinung dazu: Dieses Kinoticket muss man sich verdienen. Klartext: wer es noch nicht gelesen hat, absoluter Lesebefehl. Und zwar vor dem Kinobesuch. Soviel Ehre sollte man Wolfgang Herrndorf erweisen.

Ehre erweisen dürft Ihr wie immer auch der Statistik

Vorschau der Woche: Leinen los, Limanda !
Pensionierung der Woche: Stein to say goodbye. Der Steinflüsterer wird in die
 O-Ton-Charts-Rente geschickt. Ich bin untröstlich, die sind doch stoned!
 Für was soll ich denn jetzt Woche für Woche voten?  
Warnung der Woche: Eine aktuelle Studie belegt, dass Frauen mit etwas mehr auf 
der Hüfte länger leben als Männer, die es ihnen sagen. (©wfnw auf Twitter) 
Erlebnisbericht der Woche: "Hallo Pizzataxi?"
"Würschn getz brompfhus göhn"
"Bitte?"
"Yooh kinötzt büdde?"
"Kann ich bestellen?"
"Haasnd spütnik nümmer?"
<-isst Brot
Moment der Woche: Eine Schweigeminute für die, die sich monatelang 'ne Strandfigur
angehungert haben. Und das für diesen Sommer. ( ischabekannt auf Twitter)
Vergleich der Woche: Das Ruhrgebiet ist das New York Europas, es weiß
es nur noch nicht. (Claus Peymann) 
Erschrecken der Woche. Wie bitte, 120 Millionen Euro für einen Fußballer? Davon könnte 
sich eine vierköpfige Familie drei Kinobesuche mit kleinem 
Getränk leisten (©RayinderTube auf Twitter) 
Versäumnis der Woche: Wattendatt? Weltfaulpelztag? Ich bin entsetzt. Hättet Ihr 
mir das nicht eher sagen können? hab den ganzen Tag alles 
falsch gemacht. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Die Antwort auf ein "Hello" verrät Dir das Alter 
Deiner Mitmenschen! :
-it's me (u25)
-is it me your looking for? (ü35) 
-again (ü45) (©Mistbazille auf Twitter)   
Reminiszenz der Woche: Django zahlt heut nicht, Django hat 'ne 
Monatskarte (©Paraneues auf Twitter aus der Rubrik Sprüche für die Ewigkeit) 
Bild der Woche:  let op drempels

Allen einen schicken Rest-Sommer.
Leidet unter keinem Ständerbruch, unter dem ich nicht auch leiden würde.
Wir lesen uns wieder Mitte September.

*Ich habe Tschick übrigens nie rezensiert und werde das auch nicht tun, weil ich mir nicht glaube, diesem Buch auch nur annähernd gerecht werden zu können. Aber auf Bitten und mit viel Respekt und Herzblut und keinem Germanistenscheiß habe ich den letzten unvollendeten posthum veröffentlichen Roman von Herrndorf "Bilder Deiner großen Liebe" vorgestellt. Ein paar meiner von tiefer Verehrung getragenen Gedanken zu Tschick finden sich dort.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie be- und die Klappe halten. 
Weitere Links auf Nachfrage

Montag, 20. Juni 2016

Antwort einer Leserin - warum ich bei Amazon kaufe

Im Netz liken gerade ganz viele den Brief eines Münchner Buchhändlers, der sein an Verzweiflung grenzendes Bedauern darüber ausdrückt, dass alle Welt in Amazonien kauft und nicht beim Buchhändler vor Ort. Nun, lieber Münchner Buchhändler, ich kenne Sie nicht, ich kann Sie auch leider nicht testen, weil zu weit weg, kann gut sein, dass Sie der Buchhändler wären, den ich mir wünschen würde. Aber ich kann Ihnen den Grund nennen, warum ich meine Bücher fast ausschließlich über Amazon kaufe. Der Grund ist ganz einfach: Ich habe resigniert. Ich finde ihn nicht, den Buchhändler, bei dem ich gerne kaufen würde und der mir nicht die Freude am Lesen vergällt. Ganz einfach.

*


Ich gäbe was drum, hätte ich einen. Einen Buchhändler, der mit Freude selber Bücher liest und empfiehlt und mich sachkundig und freundlich berät. Ich wäre eine prima Kundin, dankbar, treu und lohnend. Alleine - ich habe einfach nur schlechte Erfahrungen gemacht. und ich habe es ausdauernd und immer wieder versucht. In diesem Blog habe ich immer mal davon berichtet, aber untermauernd greife ich Highlights gerne nochmal auf.

Als mir begegneten:

- die Dame, die mir hochnäsig beschied, zu so einem belletristischen Werk wie Dörte Hansens "Altes Land" würde sie sich nicht äußern, das wäre unter dem von ihr für diesen Laden gewünschten Niveau. (die letzte unabhängige Buchhändlerin einer Stadt mit 100.000 Einwohnern, die sich gerade -ökonomischen Zwängen geschuldet - kleiner setzen musste. )
- die Dame, die noch nie was von David Guterson gehört hatte und mich dreimal fragte, ob ich mir sicher sei, denn sie hätte keine Lust, ganz umsonst im Computer nachzuschauen (Angestellte in einer Filialbuchhandlung)
- die Dame, die mir erzählen wollte, dass ich statt John Niven ganz bestimmt David Niven meinen würde und sich weigerte, im Lager nachzuschauen ( andere Dame, gleiche Buchhandelskette, welche an diesem Tag damit warb, dass jede Filiale "John Nivens Gott bewahre" zur TB-Premiere vorrätig haben würde)
- die Dame, die viel viel lieber Kaffeeekränzchen mit ihren Freundinnen in der gemütlichen Leseecke ihrer eigenen kleinen Buchhandlung hält, als sich zu bequemen, die wenigen Kunden, die sich zu ihr an den Stadtrand verrirren, mit mehr als der Frage "bar oder mit Karte?" zu beehren.
- der Herr, der jeder Mutter, die es wagte, seinen Laden auch nur zu betreten, direkt entgegenschleuderte: Kinder dürfen hier nur gucken, auf gar keinen Fall was anfassen. (der vorletzte selbstständige Buchhändler in o.g. Stadt, mittlerweile nicht mehr existent) .  

Dies nur ein Ausschnitt. Wie viel netter kann ich es mir da zuhause am PC machen? Tässchen Kaffee dabei und mich gemütlich durch diverse Neuerscheinungen scrollen, kleine Leseprobe hier, kleine Leseprobe dort.  Für mich war das Aufkommen des Online-Buchhandels wirklich eine große Erleichterung. Früher musste ich gekaufte Bücher manchmal wochenlang liegen lassen, bis ich die Titel nicht mehr mit dem miesen Gefühl beim Einkaufen verbunden habe. Tut mir leid, wirklich leid. Aber das bin ich mir einfach selber wert. Lesen ist für mich eine große Freude und eines der Dinge, die das Leben wirklich schöner machen. Und das will ich mir nicht mehr verderben lassen, indem ich mich im Laden anraunzen oder geringschätzig behandeln lasse. Ich bin einfach zu alt und mein Geld zu hart erarbeitet, als dass ich bereit bin, es arroganten, inkompetenten oder einfach nur unwilligen Buchhändlern zu geben. So einfach, so zugegebenermaßen traurig.

*kleiner, sehr kleiner Ausschnitt aus unserem Bücherzimmer.... 


Montag, 9. Mai 2016

Von Meta-Ebenen und Unterleuten

Bis vor kurzem wäre es mir undenkbar erschienen, ein Werk von Juli Zeh zu belobhudeln. Erschien mir ihr Werk bisher immer auf mit hervorgehobener Intellektualität verbundene Anerkennungssuche ausgerichtet und hinterließ den Eindruck nur mühsam unterdrückter Larmoyanz. Dann las ich im Buchjournal eins.2016 des deutschen Buchhandels ein Interview mit ihr, in dem sie ein inniges Bekenntnis zum Genre des Gesellschaftsromans abgab und sagte "Mit Unterleuten habe ich alles gegeben, was ich konnte, um einen Gesellschaftsroman für unsere Zeit zu schaffen."

Auch wenn man in Juli Zehs öffentlichen Äußerungen bis dato meinte, einen mokant herablassenden Ton herauszuhören, so eine vollmundige Ankündigung - demütig und selbstbewusst zugleich - machte neugierig. Das interessierte dann doch brennend, wie das denn wohl so aussieht, wenn eine derart hochgelobte, hochdekorierte Autorin wie Juli Zeh ihr ganzes Können in die Waagschale wirft. Zumal auch mein Lieblingsgenre das des so oft zu Unrecht belächelten Gesellschaftsromans ist. Ich wagte mich also an gleich 634 Seiten Juli Zeh und um das Fazit vorwegzunehmen: Juli Zeh hat das Genre zwar nicht neu erfunden, aber sie hat es neu belebt. "Unterleuten" ist ein großartiger Gesellschaftsroman, einen besseren hat es in Deutschland lange nicht gegeben.

Ich habe mich dem Werk mit Respekt genähert und mich bemüht, für diese Rezension ebenfalls alles zu geben. Als "Goodie" gibt es obendrauf noch die Geschichte hinter der Geschichte - investigativ recherchiert, wo ich schon einmal dabei war - , also die auf den ersten Bluick nicht erkennbaren Meta-Ebenen, die um "Unterleuten" herum gebaut wurden.

Viel Spaß mit der Rezension von Unterleuten in der Literaturzeitschrift. 
 !

Montag, 29. Februar 2016

Reklame und

Betriebsferien

So. Liebeleins, et iss wie et iss. Ihr müsst jetzt mal ein paar Tage, ein paar mehr Tage sogar, ohne diesen qualitativ hochwertigen Blog auskommen. Schaffta, ne? Und passt solange wacker auf, dass der Wahnsinn nicht noch mehr zunimmt. Ich habe ziemlich viele Termine von Belang in nächster Zeit und - Ihr braucht Euch keine Sorgen zu machen. Es sind zum allergrößten Teil angenehme Dinge, die auf mich warten und von denen ich Euch dann auch später in gewohnt epischer Breite berichten werde. Versprochen.

Da Ihr ja nun Zeit habt, wenn meine nicht gerade kurz gefassten Texte Euch nicht ins Wochenende geleiten, habe ich - ganz die umsichtige, sich stets um seine Liebeleins sorgende Mutti - Euch ein bißchen was da gelassen. Lektüreempfehlungen nämlich. Und damit zur

Reklame

Zum einen eine düstere, selten kompromißlose Geschichte aus dem unerbittlichen Alaska.
Wolfsnächte von William Giraldi. Rezension in der Literaturzeitschrift.de
Zum anderen den gewünschten Directors Cut meiner Rezension zum neuesten Werk von Frank Goosen "Förster, mein Förster". Rezension ebenfalls in der Literaturzeitschrift.de

Zwei vollkommen unterschiedliche Werke, dürfte für jeden Geschmack was dabei sein.

Allen eine schicke Zeit. Bleibt artig.
Und tut nichts, was ich nicht auch tun würde.

Wer mag, auf Twitter lesen wir uns natürlich. Wie soll ich sonst auch morgens halbwegs gnädig wach werden?  
     

Sonntag, 19. April 2015

Dem Hiob seine Botschaften

Wir begrüßen dieser Tage den Wurm des Hiob. Scheint überall drin zu sein. Nein - kein Sorge. Nichts Hochdramatisches passiert. Wobei - auch Drama liegt ja im Auge des Betrachters.
Zum einen hätten wir die derzeitige heiße Phase Abi 2015 für den Endlich18. Die LK-Klausuren sind im Wortsinne bereits Geschichte, am Dienstag folgt noch Mathe - das in den letzten Jahren in der bildungstechnischen Diaspora NRW gerne von Pannen begleitete Fach. Bis jetzt ist es eher suboptimal gelaufen. In Geschichte gab es Aufgabenstellungen, die derart ausgefeilt kryptisch formuliert waren, dass der Endlich18 bereits mich unter Verdacht der Mitwirkung hatte. Die Krönung war wie schon beim Studenten Deutsch. Ich bin mir sicher, Franz Kafka und Thomas Mann rotieren in ihren Gräbern. DAS haben sie sicher nicht gewollt und gut geheißen hätten sie es erst recht nicht. Never ever.
Während beim Studenten dareinst die Buddenbrooks Tauben im Gras fütterten, sollte der Endlich18 den kafkaesken Prozeß mit dem Buch Hiob!
(seht Ihr, da isser, der Hiob) in Vergleich setzen. Ja, nee iss klar. Er entschied sich für einen Sachtext über Sprachursprung. Dumm nur, dass beim experimentellen G8 System gezwungenermaßen auf Lücke unterrichtet wird und genau dieses Thema gab es in seinem Lk - na? genau nicht. Hoffen wir, dass der Endlich18 bei seinem Ausflug an die Ruhruni genug dazu mitbekommen hat. Wohlgemerkt - es geht hier im Hause nicht um to be or not to be - es geht "lediglich" um's Endergebnis. Sprich, wie nahe kommen wir den verfickten NC's? Am day after entschied sich DJ Endlich18 für Green Day und ihren Boulevard of broken dreams. Gefühlszustandsinterpretation leicht gemacht.
Aber wir bleiben weiter optimistisch. Aller Aberglaube wird auch am Dienstag bedient. Angefangen vom morgendlichen ausnahmsweise Mama-Taxi ( Ö-Fis im Ruhrpott sind an solchen Tagen der Konzentration nicht wirklich zuträglich, dafür so sweet der Anblick, wie all die Endlich18s an den Abitagen zur Schule kutschiert werden und keiner der sonst so aufs fahren Erpichten selbst am Steuer sitzt) über den zum Bersten gefüllten Verpflegungs-Rucksack (man will ja schließlich für alle Gelüste gerüstet sein und sich zumindest darüber keine Gedanken mehr machen müssen) bis hin zum großangelegten kollektiven Daumendrücken. Dafür natürlich seid von Herzen bedankt.
Lesen Sie demnächst weiteres zum Hiob seine Botschaften, dann aber zu einem Thema something completely different

Sonntag, 6. Juli 2014

Reklame

Ich habe seit langem mal wieder ein Buch für die Literaturzeitschrift rezensiert.
"Strahlend singend aus den Trümmern der Zeit" - Donna Tartt - der Distelfink.
Ein Buch über den Trost der Kunst und die zerstörerische Kraft von Freundschaften.
Zur Rezension bitte hier entlang. 
Donna Tartt, der Distelfink

Freitag, 28. März 2014

T.G.i.F. - legendär auf der rosa Wolke schwebend

Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder rosa sind. Oder was greift derzeit hierzulande Raum?
Leute, Leute, was ich diese Woche alles gehört, gesehen, gelesen habe. Drehen eigentlich alle am Rad? Und wenn ja, könnte irgendjemand das Glücksrad reaktivieren? Es scheint dringender denn je gebraucht zu werden. Die einen nehmen sich viel zu wichtig und halten sich in ihrer scheissigen klein-klein Existenz für den Nabel der Welt, die anderen negieren Probleme, wo wirklich welche sind und rühren solange im Farbkasten, bis die Wolken wieder rosa sind. Himmelherrgottnochmal, wir sind hier doch nicht in Taka-Tuka-Land, widdewiddewittbumbum. Gott schütze die Blauäugigen, aber Gott hat wahrscheinlich gerade anderes zu tun.
Tjanun, betrachten wir es resigniert. Wie sollten sie alle auch nicht? Das Weltgeschehen impliziert es ja geradezu. Da wird auch gemalt, gekleckst und übertüncht, was die rhetorischen Pinsel so hergeben. Die Botschaften dieser Tage hör ich wohl, allein - mir fehlt der Glaube. Ganz ehrlich, das ist doch alles gequirlte Kacke, die da auf uns niederprasselt oder wie seht Ihr das? Das fängt an mit dem malaysianischen Flieger - da können mir doch alle erzählen, was sie wollen. Da wird doch irgendwas vertuscht. Zwischendurch war ich in der Tat geneigt, der Theorie Glauben zu schenken, das Ganze sei ein genial inszenierter Werbe-Coup für eine unerwartete siebte Staffel Lost. Ich sah sie schon vor mir - die Gangway runterschwebend und die Wiederauferstehung Dharmavilles verkündend. Na gut, dann nicht. Aber trotzdem. Da ist doch was faul.
Das geht weiter mit der allgemein anerkannten Lesart Krim-ineller Ereignisse. Mir ist schon klar, dass man genauso gerne an den bösen Mann als Glöckner des drohenden Untergangs glaubt wie an die Toffifee, aber trotzdem - so einseitig ist das Ganze nicht. Man repetiere gedanklich die Ereignisse seit 1989 und... ach nee, schon gut, ich lass et. Ich finde einfach kein Nervenkostüm, welches mir heute groß genug ist, um das zu erklären. Und eigentlich braucht man dafür sowieso auch ausgebildete Sonderschullehrer. Mindestens.
Bleiben wir einfach lieber bei den News aus dem Palais. Die sind nicht nur wahrhaftiger, sondern auch erfreulicher. Wir sind raus. Aus dem Kessel von Stalingrad. Die Facharbeit ist Geschichte. Im Wort- und übertragenen Sinne. Horrido und Tschaka. Die erste Hausarbeit des Bald-nicht-mehr-Erstsemesters ist ebenfalls durch, wir lernten: auch über AGBs lässt sich trefflich streiten. Das heisst: er lernte das. Ich wusste das schon. Wer, wenn nicht ich... Und - bald kann ich wohl die Hoheit über mein Auto wieder abgeben. Der Kniefall 1.0. hat die theoretische Führerscheinprüfung bestanden. Noch ein Horrido und auch gerne noch ein Tschaka. Der Ruhebewahrer profitierte gestern erstaunlicherweise von einer Bombenentschärfung. Einmal wenigstens war die Sperrung sozusagen auf seiner Seite und die Strassen trotz Streik erstaunlich frei in seine Richtung.
Wir in der Bronx waren auch Streik-"geschädigt". Man glaubt es nicht, wen die Leute alles zum öffentlichen Dienst zählen. Uns eben auch. Und so war himmlische Ruhe. Wird sich allerdings rächen. Ist uns schon klar. Aber gestern zumindest konnte ich mir tiefenentspannt im Ebertbad Oberhausen von Kochpötten, Maulwürfen und eben Raketenmännern erzählen lassen. Mr. Ruhrpott-Poet himself, Frank Goosen, sprang mit uns ins Becken. Gekonnt wie immer und sich auch nicht zu schade, ruhrige Paninis zu entwerten. Der Abend allenfalls getrübt von einem olfaktorischen Großangriff einer Sitz-Nachbarin. Ist Seife wirklich so teuer geworden? Zum Glück förderte meine legen -wartet kurz - däre Mary Poppins-Tasche noch Aqua die Gioia für einen gelungenen Gegenangriff hervor.
Die Verlockungen Hollywoods
A propos legendär. Für die Mutter-Suchenden ist auch in Deutschland diese Woche die letzte Staffel angebrochen. Und wo andere suchen, hab ich altes Muttertier schon was gefunden. Nämlich das ultimative Pubertier-Druckmittel. Wenigstens bis Ende des Jahres. "Wenn Du nicht das und dies oder jenes tust, spoiler ich Dir das Ende von How I met you mother." Ha!! Bitte sehr, dieser Tipp war kostenlos und gern geschehen. Ein Ha!! auch auf die Prognose der nächsten Tage. Wie es scheint, dürfen wir am um eine Stunde verlängerten Wochenende die rosa Wolken außer acht lassen, es wird nämlich keine geben. Wolkenlos und blau können wir uns in eine bessere Welt träumen. Hollywood steht schon bereit. Denn ohne schaukeln wird dieses Wochenende zumindest bei mir sein volles Potential nicht entfalten können. Vorher schaukel ich Euch noch sachte durch dieser Woche 
Statistik:
Satz der Woche: Manche Menschen sind so blauäugig, dass es ganz
schön eng auf der rosa Wolke wird. (insp. by Engelchen)
Wort der Woche: Plympisch
Zahl der Woche: Null
Ansage der Woche: Mich interessiert nicht, was andere über mich denken,
mich interessiert nur, was ich über mich denke. (© aus Suits)
Erkenntnis der Woche: "Warte kurz" ist eine vom Pubertier kreierte,
aber leider nicht wirklich messbare Zeiteinheit.
Stoßseufzer der Woche: Ich wünschte, die Mauer stünde noch. Da konnte man zwar auch
erschossen werden, aber es stand wenigstens dran. ( ©Berliner Freund von Frank Goosen)
Cookie der Woche: Spätestens als das YPS mit den Urzeitkrebsen rauskam,
wusste die ganze Welt, dass die Evolution eine Lüge ist
Resignation der Woche: Plan A hat versagt. Plan B habe ich verlegt.
Herzerwärmendster Dialog der Woche: "Legendär? Ohne warten?" -
"Wozu soll ich noch warten, wo ich Dich doch schon gefunden habe"?
(©Barney und Robin in HIMYM. )
Bild der Woche: Stilleben mit eingekesselter fertiger Facharbeit
Stilleben mit beendeter Facharbeit
Allen ein schickes Wochenende.
Schwebt auf keiner Wolke, auf der ich nicht auch schweben würde.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage

Dienstag, 27. August 2013

Der, die , das Mustermann - Begleitlektüre zur BTW 2013


Da ist es ja. Genau das Buch, auf das ich gewartet habe. Keine Ironie! Nur Pointen. Die allerdings im Buch, um das es hier geht. Erika Mustermann von Robert Löhr.  Ein kleiner, feiner Begleitroman zur Bundestagswahl mit Hilfe einer gepflegten Innenansicht aus dem politischen Leben der Piratenpartei. Und weil wir hier nicht bei der Heute-Show sind, ist es nicht die FDP , die zusätzlich ihr Fett wegkriegt, sondern Bündnis 90/die Grünen.

Zunächst lernen wir Friederike kennen. Sie ist eine waschechte Grüne, in der Bundeshauptstadt der Geldvernichtung politisch aktiv, soweit es ihr Leben als alleinerziehende, berufstätige Mutter zulässt. In letzter Zeit ärgert sie sich jedoch zunehmend über die Piratenpartei, die ihren Grünen in der öffentlichen Wahrnehmung das Image der erneuernden Revolutionäre streitig machen. Für sie sind die Piraten nur raubkopierende blasse nerdige Einzelgänger, die sich einen Teufel um die Umwelt scheren, solange nur ihr gelobtes Land, das Internet, frei bleibt. Sie beschließt einen Feldzug gegen die Piraten, geht zu diesem Zweck als Erika Mustermann undercover und schleust sich in die Partei ein. Als erstes Opfer hat sie Volker Plauschenat auserkoren, einen eigentlich harmlosen Abgeordneten. Bloß dumm, dass nicht alles schlecht ist, was orange scheint und als dann auch noch Gefühle ins Spiel kommen, wünscht sie sich, nie an Bord der Piraten gegangen zu sein. 
    
Der Autor Robert Löhr lebt in seiner Geburtsstadt Berlin. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er auch als Journalist und Drehbuchautor. Für Erika Mustermann ist er tief eingetaucht in das Paralleluniversum der Piratenpartei. Er besuchte Sitzungen, Parteitage und Stammtische und ließ die Ergebnisse seiner Recherchen fiktional in Erka Mustermann einfliessen.  Erika Mustermann beschäftigt sich vordergründig mit den Piraten und den Grünen, den beiden Parteien, von denen immer noch genug erwarten, dass sie das politische System updaten. Das Buch ist aber auch eine überaus gelungene Zustandsbeschreibung des unübersichtlichen Themenkomplexes politisches Leben im orientierungslosen Berlin anhand geschliffener Porträts von Parlamentariern und ihrer Basis.  

Erika Mustermann ist rasant geschrieben, der Autor zögert an keiner Stelle und es wurde - soweit ich es beurteilen kann - ordentlich recherchiert. Löhr beschert dem Leser jede Menge überraschende Wendungen, die manchmal nur aus einem kleinen Wink bestehen, seine Protagonisten sind zwar knapp, aber gut charakterisiert, man kann sie gut vor sich sehen. Eingestreute Tweets und Mails sorgen für den nötigen Schlüssellocheffekt und zeigen so als kleine Nebenwirkung noch das Dickicht und die Fallstricke unserer digitalen Umwelt und die immer noch unterschätzte Macht sozialer Netzwerke. Sogar Freunde von virtuellen und reellen Rollenspielen werden in einigen Sequenzen voll auf ihre Kosten kommen. An diesen Stellen bin ich mir allerdings nicht ganz sicher, wie leicht das Buch für Leser zu lesen sein wird, die nicht so firm in digitalen Thematik sind. Ich für meinen Teil war zumindest froh, mich in der Twitterwelt recht gut auszukennen. 

Das Buch ist immer wieder für einen lauten Lacher gut, ebenso für ein zustimmendes Nicken oder ein irritiertes Kopfschütteln. Bei aller Ironie, allem Witz bleibt Löhr jedoch durchgehend fair. Es gibt keine Witze auf Kosten real existierender Personen, auch seinen Protagonisten nähert er sich durchaus mit Sympathie. Sein Tempo hält Löhr bis zum Ende durch. Gerade auch für das Finale hat er sich große Mühe gegeben, es macht auch gar nichts, dass er da seiner Phantasie freien Lauf ließ. Das Romanende von Friederike ist noch eher erwartbar und  zwangsläufig. Aber nun gut - Friederike ist als alleinerziehende Mutter konzipiert, da sind der Möglichkeiten nun mal nicht allzu viele. So gesehen bleibt Löhr da konsequent. Während also Friedrikes Entwicklung zum Schluss nicht ganz so überrascht, hat der Autor beim Romanende von Plauschenat alle Register gezogen und sich nicht lumpen lassen.

Plauschenats Romanende ist großartig, phantastisch im Wortsinne und trotzdem im Bereich des Möglichen. Ich habe dieses Ende - welches völlig unerwartet kommt, hat man als Leser doch schon so gut wie abgeschlossen mit der Geschichte - sehr befriedigt zur Kenntnis genommen, mich  großartig amüsiert. Nachgerade filmreif, großes Kino entstand da vor meinem geistigen Auge. A propos großes Kino, ich bin ehrlich davon überzeugt, dass dieser Roman eine feine Vorlage für eine dieser neudeutschen Screwball-Komödien abgeben würde. Herr Florian David Fitz, Herr Justus von Dohnanyi, lesen Sie bitte freundlicherweise dieses Buch, überreden den Herrn Löhr, ein schickes Drehbuch zu stricken, übernehmen selbst die männlichen Hauptrollen und teilen sich die Regie? Gute Idee? Ja? Ja. Bitte. Danke. 

Erika Mustermann 
Robert Löhr 
Piper Verlag 2013 
ISBN 978-3-492-05452-2
270 Seiten 
Cover-Download von piper.de 
         


Sonntag, 25. August 2013

Sommerlektüre - kleiner Rundumschlag mit erwartbarem Fazit

Sommerzeit - Lesezeit. Heisst in meinem Fall noch mehr Lesezeit als sonst. Die Zeit der Hitze konnte man  nirgendwo besser verbringen als auf Hollywood, sich sanft zum Buche wiegend. Und im Urlaub gehört es von vornherein zu den schönsten Momenten, sich - das Brausen der Nordsee im Ohr - beim Nichtstun von guter Lektüre begleiten zu lassen.

Sehr unterschiedlich - und leider nicht durchweg gut - war sie, meine diesjährige Sommerlektüre. Drei ausführliche Rezensionen wird es geben, die erste ist bereits Überlebensgroß in der Literaturzeitschrift publiziert. Ansonsten war viel Enttäuschendes dabei und ich werde auch keinem weiteren Buch eine ausführliche Besprechung angedeihen lassen. Diese Mühe - und ich gebe mir dabei immer viel Mühe - sind sie mir persönlich einfach nicht wert.

Zwei  sogenannte Erfolgstitel, Überraschungserfolge auch noch, hatte ich mir mitgenommen. Hatte ich geschenkt bekommen und mir auch für den Urlaub aufbewahrt. So ein bißchen belletristische Entspannung kann ja zwischendurch nicht schaden. Von wegen. Erholung geht anders, als wenn man beim Lesen dauernd die imaginäre Peitsche schwingen muss. Da hätte ich besser das anspruchsvolle Bonita Avenue ein zweites Mal lesen können.

Zum einen las ich das umjubelte, euphorisch allerorten besprochene Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes. Ich kann gar nicht alle aufzählen, die mir das Buch hymnisch ans Herz gelegt hatten. Rotz und Wasser hätten sie alle geheult, also nee, sowas von zu Herzen gehend und so traurig und ach, aber doch auch so schön. Ähä. Ich hab auch Rotz und Wasser geheult. Darüber, dass so ein Buch es tatsächlich schafft, an die Spitze zu gelangen und dann noch alle zu ergreifen. Also Subjekt, Prädikat, Objekt und gelegentlich ein Adjektiv aneinanderzureihen, das kann ich auch. Und dann also bitte - wie kann man sich von so einer Thematik einfach so anrühren lassen? Hä? Wäre da nicht wenigstens ein bißchen, ein klitzekleines bißchen Reflexion angeraten? Also bitte, Leute! Dieses ganze halbe Jahr,  das ist doch nichts anderes als ziemlich beste Freunde reloaded. Diesmal direkt zur Liebesgeschichte umgestrickt und damit der Rotz so richtig fließt, mit ohne Happy End obendrauf. Oder - war es vielleicht doch ein Happy End? Immerhin - sie hat geerbt und kann es sich jetzt leisten, Parfums direkt in Paris zu kaufen. Egal, das Ende ist bedenklich. Um nicht zu sagen, der ganze Umgang mit dem Thema begleitete Sterbehilfe/ Dignitas. So geht das auf jeden Fall nicht, das ist respektlos. Und nur so by the way: Das man einem Tetraplegtiker Paracetamol nicht einfach so als nettes Breichen füttert, das weiß sogar ich.

Zweite Enttäuschung: der in Blogs als Perle, als Insidertipp etc. hochgejazzte Email Roman Warte auf mich.von Philip Andersen und Miriam Bach (Pseudonyme)  Ich hab auch gewartet. Darauf, dass dieses Buch die Kindergartenebene verlässt und der Funke überspringt oder mich überhaupt etwas an diesem Buch anspricht. Das Beste, was ich darüber sagen kann, ist, dass die Autoren sich wenigstens noch ein vernünftiges Lied als dauerzitierten Soundtrack ausgesucht haben. Mit Still von Jupiter Jones kann man als gelesenen Ohrwurm leben. Ansonsten interessiert es mich einen Feuchten, wer denn jetzt dahinter steckt und ob was Wahres dran ist. Das will ich gar nicht wissen, wer sich auch in echt in solcher Kindergartensprache antörnt.

Dann hatte ich noch diverseste E-books von Self-Publishern geladen und habe fast ausnahmslos alle nach 20 % in hohem Bogen wieder vom Kindle geschmissen. Dazu heute nur soviel: An und für sich lese ich aus Prinzip alle Bücher zu Ende, die ich angefangen habe. Aber Prinzipientreue hat auch ein Ende. Ich lese keine Bücher, in denen mir die Grammatikscheu nur so entgegenspringt oder die Rechtschreibung aussieht, als wäre eine Buchstabensuppe explodiert. Das ist einfach eine Mißachtung des Lesers und damit Punkt. Da braucht sich auch keiner wundern, warum Rezensenten so wenig self gepublishte Bücher rezensieren. Das einzige Kindle-Buch, welches Gnade vor meinen Augen gefunden hat, war Himbeersommer von Anja Saskia Beyer.  Da stand Unterhaltung drauf, da war Unterhaltung drin. Es war witzig, es war aus dem Leben gegriffen, es war ordentlich lektoriert. Geht doch. Mehr will man manchmal gar nicht als Leser.

Ganz ehrlich: Spätestens nach den beiden "Erfolgstiteln" war ich in Endzeitstimmung. Da traf es sich ausgezeichnet, dass unser Engelchen mir drei Bücher ausgeliehen hatte, von denen zwei veritable  Endzeitszenarien zeichneten:
Erstaunliche Entdeckung: Domian kann nicht nur reden, er kann auch schreiben. Und zwar richtig gut. Jürgen Domian: Der Tag, an dem die Sonne verschwand. / Endzeitroman
Thriller um gleich zwei unerwiderte Lieben Martine Kamphuis : Schön, dass Du tot bist und
mein persönliches Highlight unter diesen drei Büchern:
ein sehr nahe gehender Endzeitroman  Susan Beth Pfeffer: Die Welt, wie wir sie kannten.  Dazu gibt es auch noch Teil zwei und drei, ich kann es kaum erwarten.

Zur erheiternden Begleitung auf der Rückfahrt diente dann der Depptop von Lucy Kellaway - ein Buch, welches mir der verehrte Herr Spieler verehrt hatte. Kleine Satire aus dem Büroalltag. Sehr schräg, sehr krass, sehr witzig. Konnte man gut drüber lachen, wenn einem auch ab und an das Lachen im Halse steckenblieb. Denn die Autorin gab sich zwar alle Mühe, zu überzeichnen, aber vieles von dem ist wohl gelebte Wirklichkeit in großen Unternehmen. Einige Sprüche daraus haben durchaus Kultstatus, so der Standard-Abschiedsgruß, den eine leitende Mitarbeiterin unter ihre Emails zu setzen pflegt und mit dem ich heute ende.

Fazit: Ich weiß es ja eigentlich, aber ich falle immer wieder darauf rein. Bestsellerlisten sind für mich kein guter Orientierungspunkt. Empfehlungen von ehrlichen Buchbloggern und Freunden bringen da wesentlich mehr. Nicht ohne Grund versuche ich auch, in meinen Rezensionen Bücher zu besprechen, die nicht so schnell in aller Munde sind. Ich für meinen Teil freue mich jederzeit über weitere Buchtipps und empfehle mich mit einem :

Ich lächel Sie an.    





Mittwoch, 21. August 2013

Überlebensgroß - Mark Watson

Mark Watson? Überlebensgroß? Da war doch was? Richtig -. ich war das. Ich hatte Mark Watson 2011 für seinen ersten auf Deutsch erschienenen Roman Elf Leben hochgejubelt, für überlebensgroß erklärt  und dieses Buch letztendlich sogar zu meinem Buch des Jahres 2011 gekürt. 

Mark Watson ist ein Romanautor, der in England auch als Kolumnist, Radio- und Fernsehmoderator sowie als Stand-Up Comedian Kultstatus genießt. Wörtlich schrieb ich 2011, dass ich inständig auf weitere ins Deutsche übersetzte Bücher von ihm hoffe. Ein bißchen habe ich warten müssen, was möglicherweise mit der Suche nach einem neuen Verlag zusammenhing. Aber nun bin ich zufriedengestellt, Überlebensgroß ist da und  im Juli erschien zudem als Taschenbuch eines der ersten Bücher Watsons auf Deutsch, Rückwärtsleben. .

Man ahnt es, meine Erwartungshaltung also war überlebensgroß und das ist nie fair. Fazit vorab: Überlebensgroß hat mich nicht ganz so gepackt wie Elf Leben. Es mag daran liegen, dass der Schreibstil Watsons mir schon vertrauter war und mich nicht mehr so überraschen konnte. Möglicherweise aber auch daran, dass Watson in Überlebensgroß ein ganzes Füllhorn von Themen über den Leser ausschüttet, in Summe vielleicht ein bißchen arg viel für knapp 400 Seiten. Es geht um Familie, um Liebe, um Freundschaften, um das Alter, um Alzheimer, um unerfüllte Sehnsüchte, in Summe darum, dass nicht sein kann, was nicht sein darf, im Überbau gibt es noch ein fein gezeichnetes Zeitbild des Lebens kleiner Leute in den 60ern dazu. Dennoch ist es ein Buch, welches lange nachwirkt und eine uneingeschränkte Empfehlung bekommt.

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Überlebensgroß ist die Geschichte von Dominic Kitchen und seiner Familie. Eigentlich ist es eine einfache Geschichte, alles andere als überlebensgroß, an und für sich ist es eher eine Geschichte all der kleinen Dinge, die das Leben lebenswert oder schwer machen. Dominics Familie ist auf der einen Seite geprägt von liebenswerten Schrullen, auf der anderen von Ignoranz. Wie in allen Familien gibt es Familiengeheimnisse, Streitigkeiten und Schwierigkeiten. In der Familie Kitchen ist man aber meist damit zufrieden, allem einen schönen Schein zu geben und diese unter den Teppich zu kehren. Bloß nicht dran rühren ist das Credo. Dominic ist in dieser Familie der Jüngste, derjenige, auf dem die wenigsten Hoffnungen ruhen und von dem am wenigstens erwartet wird. Seinem Bruder Max begegnet er mit wenig Sympathie, alleine seine schöne, wilde Schwester Victoria, die immer für eine Überraschung gut ist, betet er an und stellt sie auf ein überlebensgroßes Podest.

Dominic entdeckt früh seine Leidenschaft für die Fotografie. Sein Brot verdient er als Hochzeitsfotograf und hält so die glücklichsten Momente im Leben anderer Menschen fest, während Glück für ihn selbst unerreichbar scheint. Die Kunst der Fotografie ist für ihn auch die Möglichkeit, der Unsichtbare zu bleiben, der Mann hinter der Kamera, den man meistens nicht zur Kenntnis nimmt. Günstig für ihn, denn Dominic baut nach außen zwar eine Scheinwelt auf, die gesellschaftlichen Normen entspricht, doch er wird getrieben von einer unerlaubten, unerhörten Sehnsucht, von der keiner je erfahren darf. Und genau an dieser Stelle bricht hier mit Absicht die Inhaltsangabe ab, denn es wäre wirklich schade, dem Leser das dunkle Geheimnis zu verraten und ihn so des - ohne Übertreibung - wirklich schockierenden und unerwarteten Momentes zu berauben.  Nur soviel: Mark Watson bricht da ganz en passant eins der letzten Tabus, ein Tabu, über das auch jenseits sämtlicher existierender Feuchtgebiete nicht gesprochen wird.

Im Original heisst das Buch the Knot - der Knoten und auch wenn mir hier ausnahmsweise einmal der deutsche Titel besser als das Original gefällt, passt natürlich der Verweis auf den  Knoten ganz gut. Dominic ist erfüllt von einer Sehnsucht, die niemand billigen würde oder verstehen könnte. Einer Sehnsucht, die ihm den Hals zuschnürt und einen Knoten in seinem ganzen Lebensentwurf knüpft, den er niemals wird auflösen können, der nicht einfach mit einem Klick auf den Auslöser zu entwirren ist. Auch nicht in der Aufarbeitung.

Mark Watson ist für seine Experimentierfreude auf allen Gebieten bekannt, auch für Unerschrockenheit und klare Worte. Des gilt umso mehr für Überlebensgroß. Er schreibt in einer schönen, klaren, flüssig zu lesenden Sprache, hat dabei aber einen ganz eigenen Stil. Nur auf den ersten Blick wirken seine Sätze leicht, wie hingeworfen. Auf den zweiten Blick ist er ein Meister der Lakonie, verbunden mit viel Empathie für seine Charaktere und deren Geschichten. Er ist komplett unerschrocken, packt Themen an, denen die meisten Schriftsteller sich nicht einmal nähern würden. Gelegentlich hat er einen leichten Hang zum Pathos, doch da er nie kitschig wird, schadet das aber nicht. Im Gegenteil - dadurch werden seine Geschichten nachempfindbar und das vorher so leicht und lakonisch Hingeworfene trifft den Leser mit voller Wucht.
Es sind die Gegensätze, derer sich Mark Watson gerne bedient. So geht der Schluß des Romans einerseits tief zu Herzen, andererseits befreit er Dominic und mit ihm den Leser mit dem Wagnis eines alle Konventionen verletztenden unerhörten Befreiungsschlags.

Mark Watson ist ein Ausnahme-Sschriftsteller. Auch wenn ich elf Leben immer noch den berühmten Tacken besser fand, ist auch Überlebensgroß weit lesenswerter als so ziemlich alles, was derzeit als Bestseller hochgejazzt wird, mir tausendmal lieber als das zigste Remake von Forrest Gump, Love Story oder ziemlich beste Freunde. Sorry, aber das war mir jetzt ein Anliegen. Dazu demnächst mehr.

Ein freundlich gemeinter Rat zum Schluss: Wenn Sie ein Mann sind, schenken Sie dieses Buch NICHT ihrer Schwester. Jedenfalls nicht, ohne es vorher gelesen zu haben. Glauben Sie mir.

Mark Watson 
Überlebensgroß 
397 Seiten im Hardcover 
auch als E-Book, Hörbuch oder Audio-Download 
Heyne Verlag, München 
ISBN 978-3-453-43712-8

*Elf Leben gibt es mittlerweile im Heyne Verlag, die dort verlegte Taschenbuchausgabe trägt den Titel Ich könnte am Samstag

Montag, 22. Juli 2013

Ich lasse jetzt rezensieren

ja, macht man heute so. Ich liess lesen und schreiben. Die Abiturientia. Die hat ja sonst nichts zu tun.... Palais proudly presents: the ghostwriter Mein Ghostwriter Nein - keine Sorge. Aber es gibt mal wieder eine Doppel-Rezi. Leider episch. Netterweise episch. Je nach Blickwinkel. Also, Jan und ich haben BONITA AVENUE gelesen. Eins der am meisten diskutierten Bücher dieses Jahres. Und eine Rezension zu einem Generationen-Drama aus der Sicht zweier Generationen geschrieben. BONITA AVENUE - Peter Buwalda, die Rezension. Viel Spaß !

Donnerstag, 21. März 2013

Anmerkung zur Rezension über Soap

Bekanntermaßen gehöre ich zum Kreis derer, die sich jeden Sonntag an der Lindenstrasse Serie, deren Name nicht genannt werden darf, delektieren. Seit einiger Zeit gibt es in meiner Twitter-Timeline eine losen, netten Kontakt mit einem Drehbuchautor dieser Serie, der dort kommunikativ unterwegs ist und sich gerne mit ListraFans über Gott und die Welt und die Serie unterhält, Michael Meisheit. Dieser Autor hat auch einen Blog und über diesen verfolgte ich seit geraumer Zeit den Weg seines Debütromans von der bloßen Idee bis hin zum fertigen Produkt/ Projekt. Soap - so der Titel verspricht Spannendes from the Inside of a soap Opera, meine geweckten Erwartungen waren zugegeben hoch. Mittlerweile habe ich das Buch gelesen, sacken lassen und leider nicht für jubelnd gut befunden. 

Selten habe ich mich mit einer Rezi so schwer getan, erst wollte ich ganz sein lassen. Nun weiß ich aber, dass es durchaus einige unter Euch gibt, die dieses Buch auch schon runtergeladen oder sogar schon gelesen haben und die durchaus gespannt auf meine Einschätzung waren. So uneitel bin ich nun auch wieder nicht, dass ich dem nicht nachgeben wollte. Den Autor habe ich vorgewarnt, angeblich steigern nicht so gute Kritiken ja auch die Verkaufszahlen. 

Die Rezension zu Soap findet sich in der Literaturzeitschrift.

Mittwoch, 6. März 2013

Reklame

für meine heutige Rezension in der Literaturzeitschrift. Ein Buch (nicht nur) für alle, die Wien und seine Brüder lieben. Zehntelbrüder - Ruth Cerha. Viel Spaß !

Dienstag, 15. Januar 2013

Eine unheilige Autobiographie

Als Musik meine Sprache wurde - die offizielle Autobiographie des Grafen.
Frisch rezensiert in der Literaturzeitschrift.de .

Fazit: Wenig Neues, wenig Erhellendes, vieles, was ich mir zusammenreimte. .

Sonntag, 2. Dezember 2012

Die Tore der Welt - kritisch betrachtet

Am 9. April 2008 regte ich mich auf. Über "die Tore der Welt" von Ken Follett. Eine Unverschämtheit - so fand ich - war das Follettsche Epos, vollmundig angekündigt als Fortsetzung der Säulen der Erde, noch dazu mit Sex, viel Sex, viel viel Sex. Mittlerweile hat sich der Kurs nicht nur der Telekom-Aktie dramatisch geändert, Schweinefleisch kostet so ungefähr noch dasselbe, die Tore sind als Taschenbuch erschienen und ganz neu auch als Filmbuchausgabe.(s.verwendeter Cover-Download) Die Säulen der Erde wurden mit großem Erfolg verfilmt und morgen geht auch die Verfilmung der Tore als Vierteiler an den Start. Zur Einstimmung auf dieses Ereignis hat sich die Rezensentin zu einer erneuten Veröffentlichung der Buchbesprechung entschlossen. Viel Spaß dabei. 

Ken Follett: Die Tore der Welt. Ein Verriss.

Samstag, 27. Oktober 2012

Fünf in Eins

Ja.sorry. Erss war Urlaub und dann war direkt en bißken ville. Von allet und nicht von überall watt Gutes.Aber meistens dann eben doch.
Wie auch immer - der Zeitnot gehorchend , heute mal wieder die linke Tour.

ich habe geschrieben und bebildert:

Finito la Musica : über den Ausverkauf des Dolce Vita

Tempi passati : über unseren wehmütigen Abschied vom Tessin

natürlich den Wochenrückblick: T.G.i.F. - perfekt schockgefrostet 

aufgewärmt dafür eine Filmkritik: Unter Bauern - die Fernsehpremiere auf Arte 

und dann kam noch das Leben überraschend zu Besuch: Buch-Rezension in der Literaturzeitschrift. 

Das muss für heute mal so gehen. Rasant geht es nämlich heute weiter. Harry holt bereits den Wagen und fährt mit uns den Derrick Reloaded spazieren im Essener Theater Courage, vormals Theater Freudenhaus.


Sonntag, 7. Oktober 2012

In Bed with Donald Draper

Das Beste von allem Was Mad Men und Werbe-Ikone Don Draper im Bett so alles macht - ja, das wollten wir doch lange schon mal wissen. Am allerbesten daran teilhaben. Zumindest ein kleines bißchen hatte ich jetzt das Vergnügen und weiß Bescheid. Die Antwort heißt: Das Beste von allem. Hätte man wissen können. 
Im Klartext: Ich hatte genau dasselbe wie er. Nur neu aufgelegt: Donald Drapers Bettlektüre.
Heute genauso von Belang wie damals. Meine Buchbesprechung findet Ihr in der Literaturzeitschrift. 

Freitag, 31. August 2012

Öffentliches während der Sendepause

Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.Versprochen ist versprochen und wird auch während der Sendepause nicht gebrochen.

Die Übersicht über Öffentliches während der Sommerpause:

Vermischtes in den Revierpassagen:

Kulturschock in New York. Der neue Film von Julie Delpy.  
Der Rückblick auf dem Ruhrpott sein Juli - dem Weltuntergang knapp entgangen.
Auf dem Berg der Wahrheit - ein Spaziergang auf den Spuren von Hermann Hesse. Ein Bericht, den ich schon lange schreiben wollte und auf den ich wirklich stolz bin.
Der Rückblick auf dem Ruhrpott sein August - gut beschirmt im Last Minute Sommer

Rezensionen:
Zehn Minuten von Manuela Reichart - unbefriedigende Rückschau
Höchstgebot von Thomas Hoeps und Jac.Toes - deutsch/niederländisches Gemeinschaftswerk
ImWinter Dein Herz  von Benjamin Lebert - mein Favorit
Neben der Spur von Ella Theiss - Recherchen in der BiosuppenKüche
Mein letzter Mord von Marc Boog - Der Schriftsteller versteht den Mörder, nur ich leider den Schriftsteller nicht.
Agnes von Peter Stamm - ein berührendes Geschenk
Nachricht von Dir - von Guillaume Musso - beginnt als Screwball und endet als Krimi
Katzentisch von Michael Ondaatje - einer muss ja mal dagegenhalten und dieses Buch nicht sonderlich gut finden.
Love is the cure von Elton John - über das Leben, den Verlust und wie Aids besiegt werden kann.