Sonntag, 17. Dezember 2017

Drei gute Dinge im Advent

Erstens kommt es anders 


und zweitens als man denkt. Damit wäre unsere diesjährige Vorweihnachtszeit wohl trefflich zusammengefasst. Hier ätzt und knirscht es an allen Enden im Gebälk. Leben ist wirklich das, was passiert, während man noch Pläne macht. Ich hätte zwar auf weitere Beweise dafür dankend verzichten können, aber mich fragt ja keiner. Zumindest nicht danach. Nach vielem anderen schon. Manchmal wäre ich echt gerne das von J.F.K. beschworene "Dein Land". Aber nun. However. Wie Ihr wisst, halte ich manches unter der Blog-Decke, es ist und war noch nie meins, Kümmernisse und Sorgen mitleidheischend in die Timeline zu zwitschern. Was ich aber gerne tun möchte, ist, die paar wenigen Lichtblicke des diesjährigen Advent zu verewigen. Zum einen, weil ich Euch daran gerne teilhaben lassen möchte. Zum anderen einfach so für mich. Um mich selbst zu erinnern, dass es sie gibt und gab:

Drei (und mehr) gute Dinge im Advent  


Auf Twitter gibt es den Hashtag "drei gute Dinge des Tages", dessen Intention mich zu diesem kleinen Advent-Rückblick inspirierte. (Oder wie wir in grauer digitaler Vorzeit - als Hashtags noch einfach Schlagworte hießen - unsere Blogeinträge verschlagworteten: #DasBesteamAdventsinddietotenHosen . Ach ja, das waren noch Zeiten......)

Mittelalterlicher Lichter-Weihnachtsmarkt 


Zunächst einmal starteten wir mit einem höchst überfälligen Treffen in den Monat. Endlich mal wieder Live-Time für die Assigen. Gemeinsam waren wir auf dem mittelalterlichen Lichter-Weihnachtsmarkt in Dortmund-Fredenbaum und tankten auf. Vor allem das derzeit so sehnlich vermisste Licht, aber auch ganz handfest mit überraschenden Getränken wie Glühbier, was keiner von uns vorher je getrunken hatte, wovon wir aber außerordentlich angetan waren, mit Spaßbädern für die Seele und natürlich mit aufgespießten Leckereien, begleitet von richtig guter Live-Musik. Kurzum - viel besser kann ein Weihnachtsmarktbesuch nicht sein. Wiederholung für nächstes Jahr fest eingeplant. Weitere Einzelheiten und Bilder findet Ihr beim Engelchen. 




Und damit zur Laune der NaTour. 


Tatsächlich ausgerechnet am Nikolausabend, dem familieninternen hohen Feiertag war in diesem Jahr Ziehung für das traditionellen Weihnachtskonzert en famille. Nach zwei Jahren Abstinenz tatsächlich auch wieder mit dem one and only Original, dem Mann mit der Triangel und seiner bewährten Combo, die ein richtig, richtig gutes episches Konzert spielten. Es war im Vorfeld ausgesprochen schwierig gewesen, an Karten zu kommen, obwohl die Karten wiederum nur über den eigenen Fan-Shop verkauft wurden. Am Abend des Vorverkaufs saßen wir pünktlich wie die Maurer mit vier Mann in drei Städten eingeloggt vor PCs, Smartphones, Chromebooks mit der Devise Nehmt, was ihr kriegen könnt, Wenn wir zuviel haben, unsere Freundeskreis-eigene Warteliste ist lang genug. Hahahaha. Mit Ach und Krach ergatterten wir die Karten für Köln. Für Dortmund und Düsseldorf - keine Chance, nada. Die Hosen sind leider in der breiten Masse angekommen, an Tagen wie dieser sei Dank. Das wissen sie auch und sie gaben alles, um zu untermauern, dass sie immer noch das sind, was sie immer waren. Eine ehrliche, mit viel Herzblut und Spaß aufspielende Band, die auch ganz viele alte Lieder für die "alten" "richtigen" Fans darboten. Ich kann nicht mehr nachvollziehen, wie oft ich die Hosen schon live gesehen habe, aber das Köln-Concert 2017 war auf jeden Fall eins der besten. Hat uns allen viel, viel Spaß gemacht. Und besonders stolz waren wir auf unseren "life-hack", dank dem wir es echt schafften, die Begleitumstände eines epischen Hosen-Konzerts mitten in der Woche in der nur für einen von uns um die Ecke liegende Domstadt einigermaßen erträglich auch für uns arbeitende Bevölkerung erträglich hinzukriegen.



Nikolaus, komm in unser Haus 



Kalkbrenner im FZW Dortmund


Den dritten Lichtblick verfrühstückten wir dann am Ende unserer "Urlaubs-"Woche, nach der wir eigentlich Urlaub bräuchten. Oder eine Kur. So musste es dann der "kleine" der Gebrüder Kalkbrenner richten. Seit seinem Album "Ways over water" ist Fritz Kalkbrenner ein fester Bestandteil vor allem der Playlist des Gatten und mir. Eigentlich sind wir ja überhaupt keine Anhänger von Techno oder Elektro-Mucke, aber dieses Album passt einfach so gut zu uns und unseren Ways over water, dass es eben diesen besonderen Platz bei uns hat. Und so schenkte mir der Ruhebewahrer auch die Tickets für das Konzert letzten Freitag. Es war anders, für uns spannend und als Fazit: Wir bleiben im Herzen Kinder des Rockn'Roll und um es mit den Hosen zu sagen, am Freitag waren wir eher "nur zu Besuch".  Dennoch - Fritz Kalkbrenner hat hat auch im maximal zu 2/3 gefüllten FZW Dortmund alles gegeben und eine richtig gute Show abgeliefert. Die Kritikpunkte, die ich habe, gelten auch nicht ihm, der sich tatsächlich sehr sympathisch und nahbar präsentierte.  Sondern dem eigenartig zwischen Emo und Aggressivität mäandernden Publikum, die ganz sicher nicht nur extrem schlecht riechenden Shit geraucht hatten. Wir hatten es uns ja gerade noch bei den Hosen angeschaut, wie das so geht mit einem pogenden, hart feiernden Publikum und ich kenne es aus 40 Jahren Rock-Konzertbesuchen auch nicht anders, als dass bei diesen Events ein ungeschriebener Verhaltenskodex gilt, an den sich bis auf wenige Ausnahmen alle halten. Von diesem Kodex hatte am Freitagabend definitiv kaum einer Kenntnis. Welcher Gedanke mir dabei durch den Kopf ging, ist leider unblogbar und ich möchte das aus Pietätsgründen auch nicht öffentlich diskutieren. Also zurück zur Mucke: Kurz vor Konzertende machte Fritz mir mit Sky and Sand ein besonderes Vorweihnachts-Geschenk. Ich kann gar nicht genau sagen, warum, aber dieses Lied hat einen ganz besonderen Stellenwert bei mir und ist in meiner persönlichen ewigen Besten Liste ganz ganz weit vorne. Wahrscheinlich hat Fritze auf Twitter gelesen, dass ich komme und daraufhin seinen Bruder gefragt "Du, Paule, heute kommt die Britta. Darf ich vielleicht so ganz ausnahmsweise einmal so ein bißchen Sky and Sand?" und der Paule hat gesagt "Na gut, ausnahmsweise. Aber nur, weil es die Britta ist und dieses Lied sie immer voll ins Herz trifft" So muss es gewesen sein. Ganz bestimmt. War jedenfalls mein Highlight und entließ mich damit versöhnt mit dem Abend und bereit für den Endspurt-Stress dieser Tage in die Nacht.


Dann hatten wir noch das Whisteria Lane Vorweihnachts-Grillen mit unerwartet viel Tratsch und Klatsch als Grillbeilage, die Jungs hatten Weihnachtsfeiern, die zu meinem stillen Amüsemang unterschiedlicher nicht hätten sein können und nächste Woche hebe ich noch mit Trixelinchen den ein oder anderen Becher Glühwein. Auch dies eine Tradition, die bewahrt werden muss. E basta. Egal, was drumherum alles abgeht.  Und dann ist vielleicht, hoffentlich ein ruhiges Weihnachtsfest in Sicht. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn mir nichts und niemand dazwischen grätscht, melde ich mich vielleicht dies Jahr noch mit meinem Jahresrückblick, aber nur wenn.... Ihr wisst schon. 

Euch wünsche ich eine gute und nicht zu aufregende und stressige letzte Vorweihnachtswoche und vor allem ein schönes Fest im Kreise hoffentlich all Eurer Lieben. Enden möchte ich hier mit einem Zitat eines alten Hosen-Stücks, welches eben passt. Auf die, die mich in den letzten Tagen so lieb und nett begleitet und aufgebaut haben. 

"Wir seid immer da, auch ohne Grund - weil wir Freunde sind. 
Wir schwören uns immer wieder, dass das Beste vor uns liegt. 
Die Jahre ließen Spuren - man kann sie deutlich sehen. 
Wir würden uns das so nie sagen, weil wir Freunde sind. 
Wenn wir verlieren, bauen wir uns auf - alles, weil wir Freunde sind. 
Der Rest der Welt, wir scheißen drauf - alles, weil wir Freunde sind. " 

Danke dafür  


Freitag, 1. Dezember 2017

T.G.i.F. - zwischen Adventkalender und Raucherecke

Adventkalender-Inbetriebnahme 


Tach auch Liebeleins. Na, alle die Inbetriebnahme der Adventkalender erfolgreich abgeschlossen? Watt für'n Stress. Noch eine Sache mehr, an die man jeden Morgen denken muss. Gut, dass ich wie immer nur welche gepackt und selber keinen habe. Bis auf den aus der roten Wüste. Und das Relikt von Waldorfs. Woll'n wa ma nich unterschlagen. Immerhin. Nämlich. Und sonst so? Hier war länger still, hatte ich ja angekündigt. Wird auch so bleiben. ist nur eine kurze Unterbrechung. Wegens weil wenig Zeit, nicht sehr viel Lust und überhaupt und sowieso. Manches lässt sich halt schwer bloggen. Rücksichtnahme und so. Geht auch nicht alles alle an.

Viren und andere Ärgernisse 


Der Rechtskandidat hat eine erste Abrechnung bekommen und tritt jetzt aus der Kirche aus. Willkommen in unserer Welt. Na, Hauptsache, die Fahne hängt ordentlich am Haus. Falls mal ein Dschungelcamp-Team vorbeikommt. Der Praktikant hat uns ein  merkwürdiges Virus ins Haus geschleppt. Ich definierte es zunächst als Faulfieber, musste aber Abbitte leisten, als es mich selbst erwischte. Nicht schön, gar nicht schön. Mittlerweile geht es wieder so halbwegs, ich stelle aber heute fest, dass mich der sofortige volle Einsatz auf allen hier immer so anfallenden Lebensfeldern noch mehr Kraft gekostet hat als in anderen Wochen. Müde ist gar kein Ausdruck. Eigentlich bräuchte man nach einer überstandenen Virusgeschichte echt noch mindestens eine Woche, um richtig wieder in die Spur zu kommen. Fester Vorsatz: Dieses Wochenende Kraft tanken, um Kommendes würdigen zu können. Vorweihnachtszeit und andere Aufregungen, Ihr wisst schon.


Mantel, Schweigen, besser ist


Von daher: Nach wie vor Mantel des Schweigens um den tobenden Wahnsinn in diesem politischen und sonstigen Draußen. Nach wie vor Holland-Radio. Wenn was wirklich Wichtiges passiert oder wenigstens entschieden wird, werde ich es auch dort hören. Ich bin mir sicher. Zumal mir der Genuss von Holland-TV die Erkenntnis beschert hat: Mein Holländisch ist deutlich besser als mein Englisch. Die Holländer synchronisieren ja nichts, sie untertiteln. Und ich brauche tatsächlich bei Beiträgen in englischer Sprache die holländischen Untertitel, damit ich im Bilde bin. Ob und wie ich das gut finde, weiß ich noch nicht so genau. Dafür weiß ich genau, dass ich ganz vieles im Moment ganz und gar nicht gut finde. Angefangen bei Empathie als Glücksache über Egoismus und Rücksichtslosigkeit als Trendsportart bis hin zu offen gezeigter Geringschätzung. Man kann gar  nicht soviel essen, wie man kotzen könnte. Aber - Mantel. Schweigen. Besser ist. 

Von Lichtblicken und Logistik 


War sonst noch was? AusVirusGründen nicht wirklich viel. Weihnachtsfeiern hab ich verpasst, ich weine leise. Ganz leise. Ansonsten: Nach Herne fahren wir gerne. Für thermische und vor allem für italienische Momente im Kreise wahrhaft Ehrlicher und Aufrechter. Da ist man gerne sogar schon mal eine Stunde vor Ziehung da. A propos Ziehung: Geierwally coming soon. Aber nur für die, die es verdient haben. E basta. Sorry for Kryptik. Wem Schuhe passen, der ziehe sie sich an. Ansonsten nur Aussichten. Rosige selbstredend. Stimmt zwar nicht, aber man kann sich ja mal auf Lichtblicke konzentrieren. Als da wären Lichtblick Nummer eins: Licht tanken mit Drachentöters. Mittelaltes zwar, noch dazu in der verbotenen Stadt, aber irgendwas ist ja immer. Hauptsache Wiedersehen. Wird höchste Zeit. Lichtblick Nummer zwei: Der familieninterne höchste Feiertag wird in diesem Jahr quasi im, am, mit Wannse(e)h begangen. Wir basteln noch an der Logistik. Das alljährliche Weihnachtsgrillen ist auch schon in Planung und damit ist dann aber gut in diesem Jahr. Bedauerlicherweise muss Luft für schlecht Planbares bleiben. Immerhin bin ich technisch für alle Fälle aufgerüstet. Ja genau. Ich hab es überlebt. Neues smartes Phone plus ein neues "Ich will ein Kindle von Dir" -  Schwarzem Freitag sei Dank. Und natürlich dem ehrenamtlichen Geräte-Einrichtungs-Beauftragten aka Endlich20. Der natürlich auch seinen Anteil hat an der


Statistik: 


Beruhigung der Woche: "MARKLE, Philip, Dear. Markle. Harry's not 
marrying Angela Merkel" (eine CartoonQueen zum cartoonig ohnmächtig 
gewordenen Gemahl. kursiert im Netz) 
Korrektur der Woche: der familieneigene Adventkalender. Jedes Jahr (fast) neu. 
Das letzte Relikt aus meiner anthroposophischen Versuchsanordnung: 

    
Beobachtung der Woche: Heute nur Bundestrainer im Bus (am after Derby Monday) 
Rabatt der Woche: Vor allem die SPD steht auf den black Friday. Mit minus 20 %
 kennt man sich da gut aus.  (©dieheuteShow auf Twitter) 
Supertalent der Woche: Ich kann richtig überzeugend "Das ist ja echt doof" sagen,
 während ich innerlich dem Karma High Five gebe. (©dingsbums auf Twitter)
 damit verbunden meine
Hoffnung der Woche: Karma is a bitch. 
Ratlosigkeit der Woche: ich möchte eigentlich lösen, aber ich 
weiß nicht was. (©Ethniesoph auf Twitter) 
Rabatt der Woche II: nur heute. 35 % auf alle Arztserien. (©gesehen in Amazonien und
 ich weiß leider auch nicht, warum ich das so witzig finde ) 
Stoßseufzer der Woche: "Andere Parteien haben auch schöne Söhne" 
Aus: Innere Monologe einer Kanzlerin (©JuliaSinglesias auf Twitter) 
Befehl der Woche: Alexa, regiere Deutschland! ( ©SchwesterEwald auf Twitter) 
Fortschritt der Woche: Vor einem Jahr bekam meine Tochter Kondome in 
der Uni geschenkt. Heute bekam sie Spülmittel. 
Das nenne ich mal realistisch auf's Leben vorbereiten. (©SimiSchalke auf Twitter) 
Spannung der Woche: Ich warte eigentlich nur darauf, dass Peter Maffay 
unter #MeToo twittert: "ich war 16 und sie 31" (©Dingenskirchen auf Twitter) 
Hit der Woche: Wir im Pott haben unsere eigenen Kommaregeln 
1.Komma her. 2.Komma klar. 3. Komma runter
 (©die gegen Grünkohl und andere Fisimatenten allergische Trixelinchen) 
Verzweiflung der Woche: Mutter, Du hattest genau 4 Apps. Dafür aber tausend 
Sonderwünsche, von denen nie jemand gehört hat, für die Einstellungen 
(©der SmartphoneEinrichtungs-Beauftragte-Tjanun. )
Deko der Woche: Rauchst Du schon oder dekorierst Du noch?
 (©Foto dem Spieler7 seine Raucherecke, thx for Klau-Erlaubnis) 



Allen ein schickes Wochenende - und von Herzen einen feinen Advent gewünscht 
Dekoriert keine Ecke, die ich nicht auch dekorieren würde.   

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 
  

Freitag, 10. November 2017

T.G.i.F. - 280 Zeichen laufender Wahnsinn

Tach auch Liebeleins, Freunde der gepflegt grauen Tage. Wie isset Euch so? Bei irgendjemandem hell geworden diese Woche? Wenigstens für ein kleines Stündchen? Nein? Na, hier auch nicht. Das Einzige, was diese Woche heller geworden ist, sind meine Haare. Auch schon was. Wenn es trübe ist, da in diesem draußen, muss man für die Glanzpunkte selbst sorgen.

Und sonst so? Chronischer Wahnsinn allerorten. Jamaikanisches Balkon-Gewinke ("What? Der XYZ* raucht? Also vom ABC* wusste ich datt ja, aber der auch?" Schön, wenn man noch solche Aufreger hat),  trumpeliger Jahrestrauertag, Aufschreie hier, Aufschreie dort. Und leider sind Präsident spielen und Präsident sein zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Zumindest in der Bewertung. Fazit: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe ( by the way:  ich finde die Frau auch nicht dolle, aber ich bin fast geneigt, zu sagen: Go, Mariah, Go! Keep on)

Und ganz aktuell ein für mich echt stressiger Aufreger: Nach nur 7 Jahren spackt mein Smartdings. Leider ganz gewaltig. So gewaltig, dass die heutige DHL-Lieferung mir präsentiert wird von einem neuen Gerät. Datt soll watt geben. Neue Technik. Ich. Zwei Welten prallen gnadenlos aufeinander. Hoffentlich krieg ich den vermännergrippten Praktikanten so weit hochgedopt, dass er mir das Ding wenigstens einrichtet. Eins steht fest: Diese dämliche Gesichtserkennung aktiviere ich nicht. Besser iss datt. Sonst dauert das ja morgens Stunden, bis das Ding mich erkennt......

Den größten Wahnsinn präsentierte diese Woche allerdings der von mir und etlichen anderen aus meinem Kreis so geliebte Kurznachrichtendienst Twitter. #280Zeichen hat jetzt jeder, inclusive Ganzkörper-Doppelkinn zur Verfügung, um "kurze" Nachrichten hinaus in die Welt zu zwitschern. Um mit Stephen King plattwitzig, aber treffend zu seufzen: Ein Tweet sollte sweet sein. Ende.
Ohne Sinn und Verstand einfach ein Alleinstellungsmerkmal durch den Kamin jagen - kann man machen. Ist dann aber auch ziemlich dämlich. Wenn jemand in einer Timeline direkt lange Posts wollen würde, wäre er dann nicht direkt zum Original gegangen? Sehr unwahrscheinlich, dass der sich jetzt über eine schlechte Kopie freut. 

Ich jedenfalls hatte und habe meine Gründe, warum ich nie das Gesichtsbuch beehrt habe. Zum einen hab ich genug Selbstbeweihräucherungs und sich-in-die-Tasche-lügen-Aktionen im real life um mich. Zum anderen möchte ich sorgfältig wählen können, von wem ich längere Posts lesen möchte. Dafür wurden bereits in der Netz-Steinzeit Blogs erfunden. Ein Link in der TL tut es da für mich durchaus. Ich fand an Twitter die Kürze toll. Sowohl zum Lesen als auch zum selber schreiben. Ich habe dadurch eine Menge gelernt. Wo ich doch sonst eher zur Fraktion "ich hatte keine Zeit, einen kurzen Text zu schreiben" gehöre. Die nun aufploppenden langen Texte in einer eh schon krüsselig angezeigten Timeline - ich finde es aufdringlich. Too much information an einem Platz, wo ich es nicht haben will. Stört mich extremst. Wirklich schade. Kann das neue smarte Phon direkt mal zeigen, was es basteltechnisch so drauf hat.   

War sonst noch was? Der Rechtskandidat ist geheadhunted worden. "Gönnung!" würde er wohl selbst dazu sagen. Glückwunsch sagen wir..Und Glückauf. Hatta sich auch verdient. Eine "Gönnung" der anderen Art hab ich mir selber gegeben. Ich war mal wieder in der gar nicht so neuen Mitte. Centro OB. Gruselig, grauselig. Ganz ohne Halloween. Aber ich hatte einen Grund. Die das hohe Lied des "Hygge" besingenden Schwestern Grene   rücken in deutsche Land vor. Tjanun. wie soll ich sagen? Die alemanische Interpretation davon brauch ich jetzt nicht so zwingend. Auch da - gefällt mir das im Original-Land besser. Immerhin - für ein sich selbst auf die Schulter klopfen hat die Exkursion gereicht. Ich kann es noch. Stau umfahren im Pott. Und Ihr konntet auch was. Nämlich beitragen zur

Statistik 

Erkenntnis der Woche: Früher nahm man den Hut vom Kopf. Heute zieht man 
die Kopfhörer aus dem Ohr. (©HaPeKa01 auf Twitter) 
Ermahnung der Woche: Niemand mag Menschen, die morgens direkt
 das große Licht anmachen (©MarieMaracuja auf Twitter) 
Beste Ausrede der Woche: Ein Herr vom NABU erklärte: Keine Fenster putzen, 
je dreckiger die sind, desto weniger Singvögel fliegen davor. 
Freut Ihr Euch auch so= (©RidgettaBackova auf Twitter9 
Pädagogik der Woche: "Wenn ein Fremder Euch in sein Auto locken will und
 sagt, er hat Süßigkeiten, dann hat er dort in Wirklichkeit Gemüse!" -
 Die Kinder nicken angewidert. (©Bleifux auf Twitter) 
Dialog der Woche: Ich: Du kannst so gut mit Tieren, mach doch beruflich was 
mit Tieren" - Das Kind:" Mach ich doch. Ich bin Koch, Papa" (©Paraneues auf Twitter ) 
Insel der Woche:  Heißes Herne - DER melting pot im Pott.
 Bikinis raus, Mädels (©Trixe19) 



Bedauern der Woche: Vor 28 Jahren fiel die Mauer. Da hatten die Berliner mal 
einen Bau fertig und dann das (©HeuteShow auf Twitter)  
Geschichtslektion der Woche: 1789: Französische Revolution. 
1944: Hitler-Attentat geplant. 
2017: Trumps Twitter-Account deaktiviert (©Grantscheam auf Twitter) 
Mitleid der Woche: Ihr habt Probleme mit 280 Zeichen? Habt Ihr mal an 
die armen Seelen gedacht, die aus unseren Tweets 
Whatsapp-Bilder machen müssen= (©werzumTeufel auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Sendet keine Zeichen, die ich nicht auch senden würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler entdeckt, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage
*Name der Redaktion bekannt, Aus Mit-Raucher-Mitleid geändert      

In eigener Sache: Knappe Zeit wird noch knapper. Keine TGiFs in den nächsten Wochen. Von Nachfragen an unsere Kolumnen-Lieferungsabteilung bitten wir abzusehen. 
Kommt mehr Zeit, kommt wieder TGiF.   

     

Freitag, 3. November 2017

T.G.i.F. - zwischen all den Wochenenden

Tach auch Liebeleins. Na endlich. Wochenende. Das wurde aber auch Zeit. Iss ja immerhin schon 2 Tage her, seit das letzte Wochenende zu Ende ging. Jaha, ganz schön dekadent, wa. Da können die, die nicht zum TeamkeinBrückentag gehörten, nicht mitreden. Die hatten schließlich einfach nur ein langes Wochenende. Mehr sowas für Anfänger.....

Es ging aber am keinBrückentag. War nicht so schlimm, wie befürchtet und nicht so krass wie schon mal gewesen. Könnte daran gelegen haben, dass viele gar nicht wussten, dass der Montag freitäglich daher kam. Ungelogen - die Frage der Woche kam nicht nur einmal. Auch nicht nur zwei- oder dreimal. Irgendwann hab ich aufgehört zu zählen. Komm ich immer noch nicht drüber weg. Ehrlich mal. Was lesen oder gucken die Leute eigentlich? Normale Nachrichten anscheinend nicht. Am schönsten waren dann auch die, die mich von oben herab belehrten: "Sie vertun sich. Feiertag ist erst Mittwoch" Na klar. Ich vertue mich.  Alles nur geträumt wahrscheinlich. Zu gerne hätte ich ja Mäuschen gespielt vor den Supermärkten am Dienstag. War bestimmt großes Tennis.

Nun, ich vertat mich nicht. Dienstag begann tatsächlich Wochenende 2.0. der Woche und wir machten uns endlich mal auf an den Rhein. Diesmal nicht zu Vater und Rhein, sondern zum gut geprüften und große Pläne schmiedenden Rechtskandidaten, ein standesgemäßes Fläschchen Schampus im Gepäck. Dazu gab es Kuchen, einen Rheinspaziergang vis a vis der Weltklimakonferenz - immerhin, Greenpeace war schon da für das Bild der Woche - und abends gruselig gigantische Burger.



Somit hatten wir nicht nur einen feinen Tag, sondern auch den gepflegten Nebeneffekt, um die Halloween-Klingelmännchen der Whisteria Lane herum zu kommen. Die musste der Endlich20 ganz alleine verfrühstücken. Drückeberger galt et nicht. Schließlich ist er ja früher selbst eifrigst von Haus zu Haus gezogen. Da kann man sich jetzt nicht dumm stellen. Kommt eben alles zu einem zurück im Leben.

War sonst noch was? Der Gatte hat eine wie für mich gemacht Fernsehsendung entdeckt. Im holländischen Fernsehen, das wir seit neuestem in unserem Kabelnetz haben und auch interessiert nutzen. "Blaues Blut" heißt diese Sendung und handelt von Königs bei der Arbeit. So eine Art Rechenschaftsbericht darüber, was die dort nicht gewählten aber ungleich populärer seienden Volksvertreter so für ihr Volk in ihrer gut bezahlten Zeit tun. Auch abgesehen von meinem Interesse an royalem Chic fand ich das eine überaus gute Idee. Sollte man hierzulande auch mal einführen für unsere Grüß-Auguste. Schaden kann das nicht.

A propos Zeit: Man kommt ganz durcheinander oder geht Euch das nicht so? Kaum reformiert, schon alle heilig, Winterzeit, Sommerzeit, dth-Murmeltiertag und wann immer man an den Feiertagen das Radio anmachte, wurde man von den immer gleichen Moderatoren begrüßt. Hashtag einslive48 . Hat mich schon irritiert. Und bevor wir jetzt alle derb durcheinander kommen,

die Statistik: 

Frage der Woche: Wie, morgen ist Feiertag? 
Bild der Woche: Planet Earth first  (Greenpeace zur Weltklimakonferenz)


Stoßseufzer der Woche: Wenn nach Öffnen des Fensters der Luftreiniger anspringt.... 
Aber Hauptsache, man verbietet das Rauchen! ( ©Spieler7 auf  Twitter) 
Resignation der Woche: Bei dem Schneckentempo, mit dem viele Autofahrer auf 
grüne Ampeln zufahren, frag ich mich wirklich, 
ob die Angst haben, dass die explodieren. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Logik der Woche: Die Autokorrektur meines Smartphone wird immer verrückter. 
Ich verlange eine Erkältung. (©RingoTrutschke auf Twitter) 
Erlebnisbericht der Woche: Die Oma an der Kasse im Discounter pupst, 
guckt, grinst und sagt: "Lieber in der weiter Welt als im engen Bauch"
 - Applaus (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Konsequenz der Woche: Leben heißt, einige Dinge von der To-Do-Liste auf 
die Was-solls-Liste zu setzen (©BlondAngel28 auf Twitter) 
Rätsel der Woche: "Ich fahre seit 30 Jahren Auto!" "Grundgütiger! 
Wo sind sie denn da losgefahren?" (©derYpsilon auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Man sagt, dass der Mensch im Alter wieder zum Kind wird.
 In der S-Bahn und an Supermarktkassen auch 
gerne zum Arschlochkind (©Flötenton auf Twitter) 
Resultat der Woche: "Bitte fassen Sie die Ergebnisse des Meetings kurz zusammen!"
- "Hauptsache, es ist vorbei" (©Regieklappe auf Twitter)  
Empfehlung der Woche: Nach uns die Pinguine von Hannes Stein. Mein 
Überraschungsbuch des Jahres. Bis jetzt. Rezi in der Literaturzeitschrift    

Allen ein erneut schickes Wochenende.
Feiert keinen Feiertag, den ich nicht auch feiern würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
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Freitag, 27. Oktober 2017

T.G.i.F. - geschickt überbrückt

Tach auch Liebeleins. Die Sonne scheint durch pottendreckige Fenster, zwei Wochenenden stehen vor der Tür, eine zusätzliche Stunde Schlaf wartet schon mit Schleifchen verpackt auf uns - was will manmehr?

Team kein Brückentag 


Einen Brückentag zum Beispiel. Brückentag käme jetzt echt gut. Aber nein - wie schon beim letzten Feiertag werden der Ruhebewahrer und ich wieder zum #TeamkeinBrückentag gehören. Tjanun. Einer muss ja das Bruttosozialprodukt am Laufen halten. Und ok - seien wir fair. Dafür hatten wir die Brückentage im Mai. Finde ich immer noch einen guten Deal. Keine Ahnung, warum alle so scharf auf die herbstzeitlosen Brückentage waren. Aber gut - mal sehen, ob ich den Deal immer noch so dolle finde, wenn ich am Montag vermutlich auf dem Zahnfleisch nach Hause krieche.

Herbstzeitlose

Ansonsten plätschert et hier größtenteils ereignislos vor sich hin. Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Ich feiere das. Je mehr nichts, desto besser. Der ganz normale Alltags-Wahnsinn ist schon stressig genug. Und nein - ich fang nicht schon wieder das Lamento über Verkehr, Stau und Rücksichtslosigkeit an. Obwohl.... Ach nee, doch nicht. Anderes Thema. Der Junior praktiziert und hospitiert so vor sich hin, informiert sich und uns darüber, wie Wertschätzung von human resources zu gehen hat, wundert sich allerdings auch über das ein und das andere Mysterium des Alltags 2.0.
Der geprüfte Rechtskandidat ( ja, echt, so heißt das. Ich finde ja, das hört sich eher wie ein Schimpfwort an) feiert immer noch so vor sich hin, soweit man hört. Wir schauen am einmaligen Feiertag mal nach dem Rechten, ob Reformationen vonnöten sind.

Die Blase platzt bald 


Highlight der Woche waren da schon fast die auf Freiersfüßen wandelnden Bauern bzw. die zugehörige bewährte Lästerrunde auf Twitter. Mit 10 Stück Federvieh ist man jetzt übrigens dabei. Kategorie Landwirt im Nebenerwerb. Hallo !!!!! Engelchen!!!! Das ist ein Zeichen!!!! Mach hinne. Die Lästerrunde plant eine Reverse-Ausgabe und wir zählen auf Dich auf Vorreiterin. Und noch was haben wir gelernt dabei diese Woche: Wer noch viele Körbe hat, sollte sie zeitnah auf den Markt bringen. Sehr inflationär, die Flechtware in der diesjährigen Staffel. Die Blase platzt bald, ich sach et nur.

In all den Jahren 


War sonst noch was? Nicht wirklich. Wir überbrücken gerade die Wartezeit auf diverse Fortsetzungsstaffeln mit endlich Fargo. Eigenartige Serie. Sehr eigenartig und verwirrend. Und nicht nur, weil dort Forrest Gump gegen den armen Elmar Fuud ( BugsBunny) ermittelt. Ich weiß noch nicht, ob ich die Serie wirklich empfehlen kann. Aber was anderes habe ich empfohlen. Regenzeit war Rezi-Zeit. In all den Jahren. Klick hier inne Literaturzeitschrift. 

Wenn keine Ahnung einfach mal die Fresse halten oder don't feed the trolls 


Wo man vielleicht nicht so klicken sollte, wären by the way bemerkt, diverse hysterische mediale Ergüsse aus der Kategorie "Much ado about nothing" als da z.B. wäre dieser überdrehende Hunnenkoch. Warum gibt man dem eine derartige Bühne. Genauso wie die Überhöhung der 13 komma Irgendwas Prozent der selbsternannten Alternative. Und noch eine alte Weisheit hätte ich in den letzten Woche gerne Körbe( sind ja gerade im Dutzend billiger)weise ausgeschüttet: Wenn keine Ahnung, einfach mal die Fresse halten. Dies aber #ausGründen, die hier nicht hingehören. Und feddich. Widmen wir uns der, die entgegen meiner Berichte diesmal episch ist:

Die Statistik 


Erstaunlichster Moment der Woche: "Ich bin müde. Ihr wisst ja, nach müde 
kommt doof. Und nach doof  kommt alubaballa" 
sprach die Kollegin und begann mit Ententanz (wahre Geschichte, ich schwör) 
Erkenntnis der Woche: Ich bin ja in dem Alter, in dem Voltaren die
 sinnvollste Bodylotion ist. (©Bullkater auf Twitter) 
Erinnerung der Woche: Es gibt viele gute Marketinggeschichten. Eine der geilsten war 
in meinem Augen, Fußgängern Skistöcke zu verkaufen.
 Fehlte nur noch der Helm (©Paraneues auf Twitter ) 
Rätsel der Woche: Menschen, die mit Nordic-Walking-Stöcken in die Kaufhalle kommen... 
Für den Blumenkohl ganz hinten oder was? (©Klinikchef auf Twitter) 
Beschwerde der Woche: Es gibt 37 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
 Und es gibt Laubbläser (©MonikaMarja auf Twitter) 
Juchhu der Woche: Dem Nachbarn wurde Laubbläser, Häcksler und Rasenmäher 
aus dem Geräteschuppen geklaut. Das Viertel plant eine 
Heiligsprechung des Diebes (©Flatscan auf Twitter) 
Entschluß der Woche: Ich wiege mich nicht mehr. So lange mein Auto nicht darauf 
hinweist, dass nur eine Person auf dem Fahrersitz 
Platz nehmen darf, geht es (©Plunderteilchen auf Twitter) 
Erfahrungsbericht der Woche: Lange Autofahrt mit Kindern: "Ihr dürft erst fragen, 
wann wir da sind, wenn es dunkel ist" 
Nach 5 Minuten(!): "Wann wird es dunkel? (Ishky auf Twitter) 
Suche der Woche: "Gibt's eigentlich 'ne App, die...." -  "Ja" (©Aonzds auf Twitter) 
Copyright der Woche: " das habe ich mal bei der Sendung mit der Maus gesehen" 
ist die sicherste Quellenangabe, die es gibt" (©Bullkater auf Twitter)    
Korrektur der Woche: Das Leben ist kein Ponyhof? Quatsch, das Leben ist 
wie ein Ponyhof. Andauernd muss Scheiße beseitigt werden. (©Flötenton auf Twitter) 
Prognose der Woche: Laut Wetterbericht regnet es am Wochenende durchgehend. 
Da kann man wirklich sagen: Läuft bei uns. (©Trixelinchen auf Twitter) 
Verständnis der Woche: Liebe USA, Ihr wusstet, worauf Ihr Euch einlasst. 
Aber wir vermuten, es tut trotzdem weh. (©die HeuteShow auf Twitter) 
 
Allen ein schickes Wochenende. 
Überbrückt nichts, was ich nicht auch überbrücken würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage