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Freitag, 5. Januar 2024

Jahresausblick - mehr Fragen als Antworten

Im folgenden Jahresausblick habe ich ein großes Vorhaben angekündigt. Keine drei Monate später haben wir es geschafft. Mein neuer Blog auf einer eigenen Webseite ist online. Dort geht es weiter. Ich freu mich auf Euch. Ihr seid herzlich willkommen: 


Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin - wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie  



Was bringt uns das Jahr 2024? 

Überraschung - das neue Jahr bringt einen Tag mehr. In sozialen Medien trendet gerade das "Fülle 365 leere Seiten mit guten Dingen" Spiel. Löblich. Zeigt aber nur: schöne Sprüche zum neuen Jahr sind genau das: Schöne Sprüche. 2024 ist ein Schaltjahr. Es sind also 366 leere Seiten im Visionboard 2024. Bitte gerne für diesen Klugscheißer-Service.

Schaltjahre sind was? 


Eigentlich war es nicht meine Intention, den Ausblick ins neue Jahr mit erhobenem Zeigefinger zu beginnen. Um noch einen draufzusetzen: Unser Omma hätte an dieser Stelle "Schaltjahre sind Unglücksjahre"  gesagt. Gut, dass ich nicht unser Omma bin. Ich sag das nicht. Ich sage einfach: Das ist ein dummer Aberglaube. Und mit 2020 haben wir alle unser 'Schaltjahre sind Unglücksjahre Konto' mehr als genug aufgefüllt. E basta.      

Mehr Fragen zum neuen Jahr 


Neubeginn im neuen Jahr? Ich bin kein Freund davon, Zeiten und Daten mit Bedeutung aufzuladen. Neujahrsvorsätze? Überlasse ich auch gerne anderen. Ich brauche keinen künstlich aufgeblähten Druck, keine selbstgebaute Frust-Falle. Rückblicke hingegen schreibe ich immer gerne. Ich mag es, innezuhalten und zu reflektieren. Beim Schreiben des Jahresrückblicks kam mir die Erkenntnis: Mein 2023 war genau das. Ein Jahr der Erkenntnisse. Von da ist es nicht mehr weit zur Frage der Fragen: Was mach ich jetzt mit diesen Erkenntnissen? 

Weniger Antworten 


Nicht ganz so befriedigende Antwort: Mit den meisten Erkenntnissen mache ich genau nichts. Denn eins ist für 2024 bereits mehr als nur Prognose: selbst wenn Murphy in seiner Höhle bleibt - es wird wieder ein 'Irgendwas ist immer Jahr'. Immerhin - es sind freudige 'Irgendwasse' . Ein besonderes Jubiläum, viele runde Geburtstage. Alle so geschickt ge-timed, dass wir jetzt schon wissen: Mehr als zwei Wochen Boot am Stück wird schwer. Erste Erkenntnis 2024: Vielleicht helfen schöne Sprüche zum Neujahr nicht. Trinksprüche können wir aber getrost schon üben. Stößchen.   

Erkenntnisse


Es gibt aber auch Erkenntnisse, aus denen ich Konsequenzen ziehen werde. Die Wünsche, Hoffnungen, Ambitionen des letzten Jahres sind noch da. Wie geht es damit weiter? Mit meinen Ambitionen? Mit diesem Blog? Meinen Wünschen? Was genau wünsche ich mir nicht nur für das neue Jahr? Vier Punkte: Sichtbarkeit, Klarheit, Mut, Unterstützung. Was mich zum Ausblick bringt:   


Ausblick auf das Meer durch einen Steinkreis - sinnbildlich Jahresausblick
Ein leicht steiniger Ausblick 


Sichtbarkeit 


Ein großes Thema in der zweiten Lebenshälfte. Das beweisen mir die - spärlichen - Zugriffe aus Suchmaschinen auf diesen Blog. Es war diese Spärlichkeit, die zur bittersten Erkenntnis 2023 führte: Mein Blog teilt das Schicksal der Unsichtbarkeit. Ich habe ihn vor einigen Jahren höchstpersönlich aus der Sichtbarkeit genommen. Mit sehr viel Erfolg. Stichwort DSGVO. Viele von Euch kennen die Thematik, waren bei den Diskussionen dabei. Diese Schublade mache ich jetzt nicht mehr auf. Mittlerweile ist mehr Klarheit in diesem Thema, mit nervigen better safe than sorry Themes ist bloggen wieder gut machbar. Nicht machbar hingegen ist es, diesen Blog aus der Unsichtbarkeit zu holen. Die Suchmaschinen kennen mich nicht mehr. Schlimmer noch: Sie wollen mich auch nicht mehr kennenlernen. Meine Zugriffe erarbeite ich mir mühsam Klick für Klick über soziale Medien. Ich bin ehrlich: Das bedauere ich. Das will ich anders.   

Klarheit         


Ich werde nie ein Freund von SEO-optimierten Texten werden. Somit besteht die Möglichkeit, dass ich das Problem der Unsichtbarkeit nicht gelöst bekomme. Noch wichtiger aber ist mir der Wunsch nach Klarheit. Bloggen bedeutet mir viel. Der Austausch mit Euch ebenfalls. Bloggen bringt mir persönliche Klarheit. Über mich, über die Themen, die uns bewegen. Aber - ich blogge auf einer fremden Plattform. Ich bin bei blogspot nur Gast. Was passieren kann, wissen wir. Kurzer Blick in die  Schublade blogpunktde reicht. Oder auf das Thema Reichweite/  Algorithmus beim TwittiX oder Insta. Ich möchte hier Klarheit in Form von Sicherheit. Durchaus inspiriert von mir selbst: Selbstbestimmt leben macht mich in vielen Punkten meines Lebens glücklich. 

Mut 


Ich möchte in diesem Jahr aus der Deckung kommen. Einen Mutausbruch wagen und sagen: Ich bin Bloggerin. Ich möchte mit meinem Blog Menschen erreichen, ich möchte etwas bewirken. Und weiter: ich bin nicht nur Bloggerin, ich bin auch Autorin. Ich schreibe gerne, habe ich immer gerne getan. DA habe ich Schubladen, die ich aufmachen kann. Manuskripte, die es wert sind, nicht in Schubladen zu verstauben. Sondern überarbeitet und letztendlich auch publiziert zu werden. Um mich noch einmal selbst zu inspirieren: Einfach machen - könnte ja gut werden.   
    

Unterstützung 


Der Captain und ich diskutieren das gerade. Nicht das ob, sondern das wie. Eine erste Konsequenz aus den Erkenntnissen ist gezogen: Dieser Blog geht in den Ruhestand. Aber - ich werde weiter bloggen und schreiben. Aber auf meiner eigenen Webseite. Einer Seite, die klarmacht, wer ich bin. Was ich will. Wo ich hin möchte. Das ist über eigene Klarheit hinaus ein komplexes Thema. Auch wenn wir schon über die "Visionen wollen manifestiert werden" Phase hinaus sind - wir sind noch in der Diskussions- und Informationsphase. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und auf dieser Reise mitnehmen. In der Hoffnung, dass Ihr diesen Weg mit mir weiter geht. 


Donnerstag, 30. November 2023

Feierabend für immer - wie schafft man es früh in den Vorruhestand ?

Zwei Jahre schon im "nen Scheiß muss ich Modus"  - Vom Job in die Freiheit eines frühen Vorruhestands. Beneidenswert? Ja. Ich beneide mich manchmal selbst. Ich liebe alles daran und bin gleichermaßen erleichtert und stolz darauf, das geschafft zu haben. 

Ziel: Feierabend für immer 


Feierabend für immer


Ich habe es nie an die große Glocke gehangen, dass ich auf das Ziel früher Vorruhestand hinarbeite. Etliche waren sehr überrascht, als ich 2021 mein allerbestes Weihnachtsgeschenk präsentierte. Damit hatten nur wenige gerechnet. 

Klar - kein seltener Wunsch, möglichst früh in den Ruhestand zu gehen. 

Aber auch wenn "the great retirement" weltweit trendet, ist das ernsthafte Hinarbeiten auf den Vorruhestand seltener als der Wunsch danach.

Einige Fragen, die mir oft begegnen, habe ich schon thematisiert. Um die Antwort auf eine andere, oft gestellte Frage, habe ich mich bis jetzt gedrückt. Weil die Antwort bittere Wahrheiten enthält und nicht jedem gefallen wird. Die Frage ist: 

Wie schafft man es in einen frühen Vorruhestand? 


Es fragen nicht nur viele "Wie hast Du das geschafft?" Die Frage wird gerne auch kombiniert mit "Du Glückliche" "Da hast Du aber Glück gehabt" Impliziert, dass es mir in den Schoß gefallen ist.  Nein. Ganz klares Nein. Da ist kein Manna vom Himmel gefallen und ich stand nur zufällig mit ausgebreiteter Schürze da, um es aufzufangen. Dass ich es den Vorruhestand mit 57 geschafft hatte - ja, da hat eine gute Fee nachgeholfen. Ohne Fee hätte ich den Vorruhestand zeitgleich mit der 6 vorne begrüßt. Was auch noch früh ist. Die Wahrheit ist: 

Früh in den Vorruhestand ist ein Langstreckenziel  




Jedem über 50, der jetzt auf die Idee kommt, dem muss ich sagen: Das wird ohne Manna und Fee schwer. Für einen frühen Vorruhestand braucht man wenig überraschend vor allem: das berühmte Fuck-you-Money.  Das muss man wollen. Ernsthaft wollen. Es als Ziel definieren, dem man anderes unterordnet und sich sehr klar darüber sein, was es bedeutet. Je früher man das entscheidet, desto besser. Inclusive der Entscheidung, wieviel Fuck you Money man braucht. Sprich, welchen Lebensstandard man leben will, jetzt und später.  

In meiner Lebensplanung war irgendwann klar: Ich begrabe den ein oder anderen Traum, den ich als junges Mädchen hatte. Ich will eine Familie. Unbedingt. Mehr als Karriere und Berufung. Ich entschied mich, in meinem Brot-und-Butter-Job zu bleiben. In diesem eine Position erreichen, in der ich auch Teilzeit ein gutes Gehalt bekomme. Samt diverser Absicherungen. Ziel Nummer eins war es, den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Ziel Nummer zwei: finanzielle Unabhängigkeit vor gesetzlichem Renteneintrittsalter erreichen.  

Zähne zusammenbeißen, durchziehen. Arbeitszeit aufstocken, wo geht. Ja, es hilft, wenn man gut bezahlte Jobs hat. Sowohl ich als auch der mittlerweile ebenfalls ruheständige Gatte haben aber auch was dafür getan, diese Jobs zu haben, zu kriegen, zu behalten. Ich weiß, dass es dennoch ungerecht verteilt ist. Dennoch - sage ich das alles nicht vom hohen Roß. Ich habe Menschen aus etlichen Gehaltsklassen bei dieser Planung begleitet. Die Formel ist simpel:  bleib mindestens! 10 Prozent  unter dem, was Du Dir maximal leisten könntest, sichere das Notwendige ab und dann bau auf.   

Lebenshaltung im Budget 


Durchziehen gilt nicht nur für den Job. Das A und O ist vernünftiges Budgetieren. Und sich daran halten. Oberste Richtlinie: Niemals das Budget aus- oder gar überreizen. Den Lebensstandard ganz bewusst nicht so hochschrauben, wie es möglich ist. Wir sind rund 20 Prozent unter dem geblieben, was gegangen wäre. Das haben wir konsequent gelebt. Auch jetzt noch. (Was auch durchaus in der Krise hilft) 

Wenn man seine Lebenshaltungs-Posten in Ruhe durchgeht: Es gibt soviel, an dem man sparen kann, ohne wirklich Verzicht zu üben. Details sprengen hier den Rahmen. Dazu gerne separat mehr, wenn Ihr möchtet. Der olle Spruch vom Kleinvieh, welches auch Mist macht, stimmt. Das beweist nicht nur unser Dr. Fussel. Es kommt massig zusammen, wenn man seine Ausgaben überdenkt und runterschraubt. Hier ein Euro, da zwei, dann drei - es läppert sich, wenn man diese Summe monatlich spart. 

Ohne Disziplin geht gar nichts 


Stetig unter dem möglichen Lebensstandard zu bleiben erfordert Disziplin. Ja, auch mein innerer Schweinehund und ich - wir hatten so unsere Kämpfe. Wichtig ist mir an dieser Stelle folgendes zu betonen:  Das hört sich nach erhobenem Zeigefinger an. Ist mir bewusst. Ich beantworte hier aber nur die Frage, wie wir soweit gekommen sind. Das hört sich vielleicht auch nach spaßbefreit an. War es nicht. Alles eine Frage der Prioritäten. Ich kenne auch das oft vorgebrachte Argument: "Ich will aber jetzt leben. Wer weiß, ob ich überhaupt so alt werde" Zigmal gehört. All denen sage ich immer: Ja, ok. Dein Ding, Deine Entscheidung. Hauptsache, Dir ist eines so klar wie mir: Man kann seinen Kuchen nicht behalten UND essen.        

Lasst Euch gut beraten 


Wenn das Budget steht, muß man sich mit privater Altersvorsorge* beschäftigen. Man kann bei allen Rententrägern Prognose-Verläufe anfordern und sich beraten lassen. Man muss sich völlig klar darüber zu sein, dass man bei der staatlichen Absicherung Abstriche macht, wenn man früh aufhört zu arbeiten. Es zählt auch bei mir nur in begrenztem  Rahmen, dass ich 40 Jahre eingezahlt habe. Auch wenn es mir nach diesen langen Jahren Arbeit leichter fiel, mir den frühen Ausstieg zu erlauben - ich musste ihn mir selbst erlauben. Und erarbeiten. Die Abstriche in der Rentenversicherung muss man kompensieren können. Das muss man auf das Fuck-You-Money draufrechnen.  Langstrecke, exponentielles Wachstum und so. 

Noch ein Wort zur Rente 


Macht eine Rentenberatung! Es gibt genug - auch staatliche - Stellen, die das machen. Auch wenn Ihr erst zur Regelzeit aufhört. Alleine schon, um die Vollständigkeit der Daten abzugleichen. Unter Umständen kommt man auch auf andere erstaunliche Ergebnisse. Bei mir und vielen anderen ist es so, dass die wichtigen (Beitrags)Jahre vor meinem 50 Lebensjahr waren. Hätte ich z.b. bis 63 weiter gearbeitet oder jetzt freiwillig eingezahlt, müsste ich mindestens 84 Jahre alt werden, nur um auf eine Plus-Minus Null Rechnung zu kommen. 84! Und damit ich auch was davon habe, bei guter Gesundheit. Die ich mir umfassend selbst mit 63 nicht mehr zugetraut hätte, wenn ich überlege, wie viel Kraft mich der Alltag gekostet hat. Also Einbußen dort. An anderer Stelle aber unbezahlbarer Zugewinn. Zumal man die Einbußen mit guter Planung (s.o.) auch kompensieren kann. Noch dazu vererbbar kompensieren kann. Finde ich persönlich auch ein Argument.  

Alles Makulatur jetzt weil Inflation? 


Und nein - die grassierende Inflation macht mir keinen Strich durch die Rechnung. Inflation war immer großzügig eingerechnet. In den letzten Jahren hielt sie sich in Grenzen, dafür schlägt sie gerade durch. Aber in meiner Mischkalkulation passt es. 

Mein Fazit ist simpel: 

 
Früh in den Vorruhestand - erfahre in diesem Artikel wichtige Informationen


PoV: Altersvorsorge: Unser geschätzter Freund Spieler7 verwies in seinem Kommentar 👇 auf das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) . Ich danke für diesen Hinweis. Tatsächlich wichtig, das separat noch einmal zu erwähnen. Geht das an! Auch wenn es ein zugegeben kompliziertes Thema ist. 


Wichtige Tipps, um früh in den Vorruhestand zu kommen: 

Auch in meinem neuen Blog geht es darum, wie man Träume verwirklicht. Ihr findet dort viele wichtige Artikel, die Euch Eurem Ziel und Euren Träumen näher bringen. 
Ein guter Round-Up-Artikel zum Start ist der Artikel "mutig älter werden" 

Unter dem Stichwort Traumerfüllung findet Ihr etliche Artikel, die Euch dabei begleiten. Zum Thema Budget in der Lebenshaltung kamen und kommen immer wieder Fragen. Auch dazu gibt es im neuen Blog unter diesem Stichwort entsprechende Artikel. Schmökert Euch gerne durch.  
 

   

Dienstag, 24. Oktober 2023

Nicht mehr Herrin der Lage - 10 Dinge, die Du tun kannst

Herr(in) der Lage? Hand aufs Herz - sind wir nicht immer. Wer kennt es nicht? Das Hamsterrad. Gerne in Verbindung mit Kopfkino. Das muss noch. Und jenes. Und erst das! Das hätte man ja fast vergessen. Wie soll man das nur alles schaffen? Für alles und jedes ist man verantwortlich. In allem und jedem will man glänzen. Das schaff ich nie. DOCH! 

10 Dinge, die Du tun kannst, wenn Dir alles über den Kopf wächst:  

1. Nichts. Ganz im Ernst! Sofort aufhören, mit dem, was Du gerade tust. 

2. Augen schließen. Durchatmen!  Zähle von fünf an runter und erlaube Dir bewusst eine Pause.   (Schon eine Viertelstunde Abstand von allem wirkt Wunder und der Berg sieht nicht mehr unüberwindbar aus) 

3. Schreibe eine to-Do-Liste! (Ja, to-do-Listen haben nicht den besten Ruf. Aber sie haben einen unbestrittenen Vorteil. Man denkt nicht dauernd: Ich muss noch an dieses und an jenes denken. Du hast es niedergeschrieben, Du musst es Dir nicht mehr merken. Wenn Dir nicht mehr einfällt, woran Du noch alles denken wolltest, kannst Du es einfach nachlesen. Und das Gefühl, wenn Du etwas von der Liste durchstreichst, ist Gold wert)

4. Damit die to-do Liste Dich nicht zusätzlich stresst: Schreib sie nochmal. Diesmal gegliedert nach "Muss unbedingt" - "Muss bald" - "hat noch Zeit"

5. Eat the frog in the morning. Nimm die unangenehmen Dinge als erstes in Angriff. Dann hast Du es hinter Dir. Und den Kopf frei. 





6. Setz Dich nicht selbst unter Druck, sondern setz Dir realistische Ziele z.B:  

7.  Setz Dir ein Zeitlimit. Beispiel: Wenn aufräumen auf der to-do-Liste steht, stell Dir einen Timer.  Auf sagen wir 15 Minuten. In den nächsten 15 Minuten räumst Du auf. Nichts anderes tust Du in diesen 15 Minuten. Du wirst Dich wundern, wieviel man schafft in 15 Minuten. Danach hörst Du auf. Morgen finden sich auch noch 15 Minuten.  

8. Kennst Du die 2 Minuten Regel?  Alles, was man innerhalb von 2 Minuten erledigen kann, wird sofort erledigt und nicht aufgeschoben. Beispiel: Du kommst heim und hängst Deinen Mantel direkt dorthin, wo er hingehört. Und nicht irgendwohin, wo er zum Punkt aufräumen auf der to-do-Liste wird.  

9. Verzeih Dir selbst. Perfektion ist nur eine Illusion. Nicht schlimm, wenn Du statt des selbstgebackenen Kuchens gekaufte Kekse auf den Tisch stellst. Hauptsache, Du stellst die Kekse mit einem Lächeln hin.  

10. Mach Dir klar, dass eine to-do-Liste zwar hilfreich ist. Aber eben nur das. Letztendlich geht es im Leben nicht um die to-dos, sondern um die ta-daaas! So nämlich (und ja, ich tu 2 Euro ins Phrasenschwein. Aber es stimmt trotzdem) 

Ich hatte gefragt - Ihr habt geantwortet 

Ich hatte Euch gefragt, was Euch zur Zeit beschäftigt, was Euch im Kopf rumgeht. Ganz vorne mit dabei war in Variationen genau das: Das Gefühl der Überforderung. Ich kenne das nur zu gut. Gut kenne ich aber auch das Gefühl, wie toll es sich anfühlt, Herrin der Lage zu sein. Die 10 Dinge haben mir dabei geholfen und ich bin sicher, Euch auch!

Mir ist es enorm wichtig, Herrin der Lage zu sein. Das Gefühl der Überforderung kommt manchmal auch daher, dass man nicht in jeder Lage alles unter Kontrolle haben kann. Es gibt aber auch Lagen, die man ändern kann, um sie besser zu kontrollieren. So ging es mir mit diesem Blog. Ich habe mich entschieden, nicht länger auf einer Plattform zu bloggen, die nicht mir gehört. Ihr findet meinen Blog nun auf meiner eigenen Webseite. Ihr seid dort von Herzen willkommen ! Schaut gerne rein: 

Webseite von Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin 


Montag, 11. September 2023

Hallo Sommer! Hallo alte Weiber

Tach auch Liebeleins. Und damit sind nicht nur die alten Weiber gemeint. 
Versteht sich. Geht es Euch gut? 

Auf die alten Weiber ist Verlass 

Wie bereits im Logbuch erwähnt: Die alten Weiber sagen nicht nur Hallo, sondern auch bittegerne. Toll, dass es in diesem Jahr wenigstens mit dem Altweibersommer klappt. Auf die alten Weiber ist eben Verlass. Wir werden diese Tage noch ergiebig genießen.  

Dieser Blog ist auf seine alten Tage umgezogen 

Ihr findet mich auf meiner eigenen Webseite. Klickt einfach hier:    

Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin  

      

Wir lesen uns. Ich freue mich auf Euch 

Be happy! It really annoys negative people (©Ricky Gervais)     



Sonntag, 18. Juni 2023

Rezension - Miss Pinky und der tote Pastor

So. Liebeleins. Seit sehr langer Zeit gibt es wieder eine Buchvorstellung von mir. Ich habe Euch gefragt, Ihr habt es Euch gewünscht. Von daher wird es sie wieder in loser Reihenfolge ab und an geben. Die 

Buchvorstellung - Leseempfehlung 


Den Anfang macht eine perfekte Urlaubslektüre. Das Buch ist von der Autorin Caitlin Young, die ich auf Instagram kennengelernt habe. Ich freue mich sehr, dass sie mir ihr Buch zur Rezension* anvertraut hat. Los geht's: 

Miss Pinky und der tote Pastor  


Im verschlafenen Nest Hollowfield in England kennt jeder jeden. Höhepunkte des Gesellschaftslebens sind Teekränzchen und der sonntägliche Kirchgang. Gut, dass es Erin Lovejoy, genannt Miss Pinky, gibt. Die gebürtige Amerikanerin mischt das idyllische Leben mit ihren extravaganten Ideen auf. Doch dann geschieht etwas Schockierendes. Der nicht nur wegen seiner Attraktivität beliebte Pastor Gray Guss liegt eines Abends tot vor dem Altar. Damit nicht genug - in seiner Jackentasche steckt ein Liebesbrief. Von der eigentlich glücklich verheirateten Miss Pinky! Hat sie etwa ein dunkles Geheimnis? Oder gar etwas mit dem Tod des Pastors zu tun? Miss Pinky ist nicht nur laut und extravagant, sie ist auch taff. Die durchs Dorf wabernden Gerüchte will sie nicht auf sich sitzen lassen. Kurz entschlossen nimmt sie die Ermittlungen in die eigene Hand und fördert so manches Geheimnis zutage. Wird sie auch den Tod des Pastors aufklären? 

Idyllisches Hollowfield  


Caitlin Young hat mit "Miss Pinky und der tote Pastor" einen Wohlfühlkrimi geschrieben, 
©CaitlinYoung Miss Pinky und der tote Pastor
der sich perfekt als Urlaubslektüre eignet. Spannend genug, um auf der Liege am Strand nicht einzuschlafen. Cozy genug, um nicht den wohlverdienten Nachtschlaf zu rauben. Flüssig geschrieben nimmt sie uns mit in eine vermeintlich idyllische Kleinstadtwelt. Schnell fühlt man sich wohl in Hollowfield und würde selber gerne mittratschen beim Teekränzchen.      

Oder trügt die Idylle? 

Bei diesen Kränzchen lernt man die Bewohner Hollowfields besser kennen. Caitlin Young zeichnet ihre einprägsamen Charaktere mit viel Liebe, aber auch mit einem leichten Augenzwinkern. Die Aufklärung des Falls treibt sie humorvoll, aber nicht klamaukig voran. Die Wendungen sind überraschend, aber schlüssig. Bei allen Wohlfühlmomenten schafft sie es, genug Spannung aufzubauen, um die Lösung unbedingt erfahren zu wollen. Geschickt webt sie unterschwellig ein wenig nachdenkliche Gesellschaftskritik ein. Dabei kommt sie ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus, was heutzutage schon eine erwähnenswerte Kunst ist. Sie hat Verständnis für ihre Charaktere, zeigt aber auch, wie schnell Mißtrauen in einen in sich abgeschlossenen Mikrokosmos einzieht. Gerade, wenn eine(r) nicht in eingeübte Gesellschaftsmuster passt. 

Nur eine Frage bleibt offen 

Fazit: Ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und empfehle es gerne als unkomplizierte, aber nicht seichte Urlaubslektüre. Ich war gerne in Hollowfield und habe Miss Pinky begleitet. Das Buch findet ein befriedigendes Ende, bei dem nur eine einzige Frage offen bleibt: War es das schon für Miss Pinky oder wird sie in einem weiteren Fall ihren Spürsinn beweisen? Ich wäre gerne bei einem weiteren Fall als Leserin dabei.       

Caitlin Young 
Miss Pinky und der tote Pastor 
DP Verlag
ISBN 978-3-9877823-8-1

erhältlich als Taschenbuch und in den gängigen E-Book Formaten

*Vielen Dank an Caitlin Young für das Rezensionsexemplar und das zur Verfügung gestellte Cover-Foto. Ich habe dieses Buch an Bord gelesen und auf dem Boot gilt immer: Better safe than sorry. Auch für die Lektüre. Deshalb kennzeichne ich der gängigen Praxis folgend diese Rezension als: Werbung, unbezahlt. 

Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label Die geheime Kraft der Bücher 

Freitag, 31. März 2023

T.G.i.F. - Wege, Schuhe und Gründe

Tach auch Liebeleins. Herzlich willkommen in unserer kuscheligen Freitagsecke. Alle gut durch den Regen in den kalendarischen Frühling getanzt? Immerhin - der Regen wird wärmer. Man muss auch für Kleinigkeiten dankbar sein. 

Die Gründe, die wir suchen 


Es war ruhig in diesem Monat. Auch in diesem Blog. Das lag nicht nur daran, dass wir uns Anfang des Monats ein kleines Tussendoortje an der geliebten Nordsee gegönnt haben. Leider hat der Vitamin Sea Stoß weder mich noch diesen Blog noch andere Projekte nach vorne gebracht. Ich könnte jetzt Gründe suchen. Ich könnte aber auch meinem inneren Monk Recht geben: 

Wer will, sucht Wege. Wer nicht will, sucht Gründe.  


Die Wege, die wir gehen 

Den richtigen Weg zu finden, ist eine Sache. Den Weg zu gehen, die andere. Man braucht Schuhe, die bequem genug sind, einen durch diese Wege zu tragen. In der Regel sind das nicht die Schuhe, die einem hingehalten werden. Die passen meistens nicht. Diese nicht neue Erkenntnis ein Trippelschritt auf dem richtigen Weg.

Die Schuhe, die wir uns anziehen (lassen)   

Der Winter ist offiziell vorbei, gefühlt stecke ich noch mitten drin. Ich bin bei weitem nicht da, wo ich sein wollte. Mein Herzensprojekt habe ich kaum angeschaut in den letzten Monaten, vertane Zeit. Ich habe stattdessen viel gebloggt. Doch ja, tatsächlich. Etliche Blogeinträge zum Thema Ü50 habe ich geschrieben, einige Beiträge für's Logbuch. Komplett mit Layout, mit zugehörigen Illustrationen, mit vorbereiteten Teasern für social media. Mit allem Zipp und Zapp. Ich habe sie nur nicht veröffentlicht. Ich hab mir Schuhe angezogen, die mir nicht passen. Sie erwiesen sich als echter Hemmschuh. 

Ich weiß, ich habe mit einigen Blogeinträgen aus dem letzten Jahr etliche erreicht, ich habe viel positives und auch dankbares Feedback bekommen.  Die 12 fabelhaften Gründe sind der meistgeklickte Blogeintrag seit Ewigkeiten. Eine sehr nette Frau schrieb mir: "Das hat mir so gut getan. Das habe ich jetzt gebraucht. Ich habe diesen Blogbeitrag geradezu verschlungen"  Bitte gerne. Das freut mich. Über genau diesen Kommentar habe ich länger nachgedacht. I feel her. Wir sind von viel Negativität und Gleichgültigkeit umgeben. In nicht passenden Schuhen stolpern wir über Steine, die zum Teil wir selbst uns in den Weg legen. Die Wahrheit ist: Wir alle brauchen das von Zeit zu Zeit. Bestätigung. Zuspruch. Ermutigung. Das Gefühl, dass es ok ist, sich mit seinen Herzensprojekten zu beschäftigen.  



Die Muster, in  denen wir stecken 


Mir ist völlig klar, dass ich weder mit meinen Blogbeiträgen noch mit meinem Herzensprojekt den goldenen Kochpott gewinnen werde. Das ist auch gar nicht meine Ambition. Ich war an dem Punkt, an dem ich sagte: Ich mach das jetzt für mich, in erster Linie gönne ich mir das selbst. Dann kam der Punkt, an dem ich mich dummerweise verpflichtet fühlte, anderen (möglicherweise auch eingebildeten) Erwartungshaltungen zu entsprechen. Die Muster, in denen wir stecken. Manchmal auch feststecken. Ich suche derzeit das Seil, an dem ich mich da wieder raushangele. Von mir aus auch barfuß. Ich bin vorsichtig optimistisch. Mit Seilen kenn ich mich schließlich aus.        

Die Konsequenzen, mit denen wir leben 


Feddich mit Gejammer. First world problems - das weiß ich sehr wohl. (Dieses Wissen macht es aber auch nicht besser, sondern führt nur geradewegs zurück auf ungute Wege) Einen Gedankenweg möchte ich noch gerne teilen: Handlungen haben Konsequenzen. Nicht-Handlungen auch. Soweit so bekannt. Daraus folgt aber auch: Ja, ich bin dafür, auch auf den Bauch zu hören, wenn Entscheidungen anstehen. Aber - man sollte auch über die Konsequenzen nachdenken, die Handlungen und/oder Nichthandlungen mit sich bringen. Und sich fragen, was das Bauchgefühl dann dazu sagt. Kann ich auch mit diesen Konsequenzen leben? 

Wie auch immer, womit auch immer: 
Allen ein schickes Wochenende. 
Zieht keine Schuhe an, die ich nicht auch anziehen würde. 




Mittwoch, 18. Januar 2023

12 gute Gründe - darum sind wir Ü50er fabelhaft

So nämlich. So und nicht anders. Wir können es uns und anderen nicht oft genug sagen. 
 

Wir sind über 50 und fabelhaft 


Werbung, Marketing, Medien - noch immer wird das Potential der Ü50 jährigen ignoriert. Ich bin sicher, damit wird eine große Chance vergeben. Ich bin aber auch sicher: Das ist uns egal. Nicht unser Zirkus, nicht unsere Affen. Spart die Mühe, Werbeeinflüsse zu filtern. Ich merke deutlich: Wir werden lauter, wir werden sichtbarer, wir werden hörbarer. Reaktionen auf meine bisherigen Posts beweisen mir das, zunehmende Vernetzungen fabelhafter Ü50er vor allem auf Instagram bestärken mich. Besonders auf die Frage nach den Gründen, warum wir fabelhaft sind, kamen viele Kommentare. Wir sind mit Abstand die größte Bevölkerungsgruppe in Deutschland und wir sagen ganz klar: Unsichtbarkeit ist keine Option. 

Wer, wenn nicht wir, kann den Blick auf uns ändern  

Ü50 und fabelhaft - 12 gute Gründe warum


12 gute Gründe - darum sind wir Ü50er fabelhaft 


- Wir sind viel gelassener als früher 

- Wir haben Lebenserfahrung. Und davon viel. Wir haben schon einiges überstanden und wissen, Sorgen machen hat uns nie weitergebracht. Wir wissen, wie wir uns in schwierigen Situationen selber helfen können  

- Wir sind dankbar, bis hierher gekommen zu sein. Dieses Wissen lässt uns das 
Leben ganz anders genießen 

- Wir sind nicht mehr leicht zu beeindrucken und beeinflussen      

- Wir lassen uns nicht mehr verbiegen 

- Wir sind empathisch und können gut zuhören 

- Wir sind geschätzte Ratgeber 

-  Wir sind alt genug, um nichts mehr zu müssen 

- Wir sind jung genug, um noch alles zu können und das Leben zu
 führen, das wir möchten  

- Wir haben unseren eigenen Stil gefunden und damit unsere eigene Attraktivität 

- Wir wissen, was wir mögen und uns gut tut. Nicht zuletzt 
auch in unserem Liebesleben  

Ich habe es schon mal gesagt und werde nicht müde, es zu wiederholen: Niemand anders als wir selbst hat exakt die Fähigkeiten und das Wissen, dass wir haben. Das, was wir jetzt sind, was wir können, haben wir im und vom Leben gelernt. Es ergibt sich aus unseren Lebensumständen, unseren Erfahrungen. Es gibt genau eine Person auf der Welt, die genau das hat. Und daraus ergibt sich der wichtigste Grund, warum wir alle - Ü oder  U 50 - fabelhaft sind: 

- Wir sind einzigartig 

Einzigartig seid auch Ihr, die Ihr kommentiert und zu den Gründen, warum wir fabelhaft sind, beigetragen haben. Besonders gefreut haben mich auch Kommentare jüngerer Leserinnen. Übereinstimmend schrieben sie, dass unsere gut gelaunte Sichtbarkeit ihnen Mut macht in einer Welt, wo vor dem Älter werden oft Angst gemacht werde. Zitat: Ihr klingt nach einem tollen Club. Aber hallo. Ich bedanke mich für die vielen hilfreichen Kommentar bei: Simone von Ahoi Brause, Nordlichtjutta, Diana von Boot, Camping, Lifestyle, die_Julia, Bine und Jogi, Anette und Sherlock, Annamareen, Toniesmum, die Welt der Annemarie, zbri89 sowie SilentWrite und Spieler7 

Gerade weil wir so einzigartig sind, habe ich beschlossen, mit diesem Blog umzuziehen. Auf meine eigene selbstgehostete Webseite. Schaut Euch gerne um, Ihr seid von Herzen willkommen.  

 







Freitag, 6. Januar 2023

T.G.i.F. - neues Jahr, neues Glück

Tach auch Liebeleins. Auch in 2023 willkommen in unserer kuscheligen kleinen Freitagsrunde. Alle gut ins neue Jahr gekommen? Bei uns war es wie immer. Ruhig und gemütlich. Wobei ruhig relativ ist. In der Whisteria Lane wurde geböllert, als gäbe es kein Morgen. Ganz ehrlich: Ich habe durchaus Verständnis für den Wunsch nach Feuerwerk und Böllerei zum Jahreswechsel. Ich verstehe, wenn man die Geister des alten Jahres mit Getöse verschrecken und die guten Geister des neuen Jahres mit Glitzer und Gefunkel gnädig stimmen will. Dass wir uns Silvester hinter geschlossenen Fenstern und heruntergelassenen Rollos verschanzt haben, um Mr. Portugal gut durch die Nacht zu bringen -  unser Privatproblem. Soweit d'accord. 

Das Jahr schafft mich jetzt schon 


Wofür mir jedes, aber auch wirklich jedes Verständnis fehlt: Dass wir seit über einer Woche zu den möglichsten und unmöglichsten Zeiten mit Böllern von einer Wucht, die selbst uns zusammen zucken lassen, malträtiert werden. Ja, werden. Immer noch. Fussel is not amused. Wir auch nicht. Ganz und gar nicht. Aber sonst hatten wir schöne Tage. Der Ex-Rotterdamer, jetzt Frankfurter war mehr als eine Woche hier - da fing das neue Jahr schon doppelt schlecht an für unsere Fellnase. Ein schwerer Abschied für Fussel. Keiner spielt so schön Ball mit ihm wie sein großer Brudi-Freund. 


Der wichtigste Nachtrag 


War sonst noch was? Ja. Ein Nachtrag fehlt noch. Der Captain hat es sogar höchstpersönlich selbst auf Twitter verkündet. (Wer weiß, vielleicht wird des Spielers Wunsch nach täglichen Tweets ja erfüllt? ;) hust, räusper )  Jedenfalls - wie berichtet: Das beste Weihnachtsgeschenk 2022 ging an den Captain. Willkommen im 'nen Scheiß ich Modus. Aus viel Zeit für mich wird nun auch viel Zeit für uns. Ich freu mich. Sehr sogar. Zumindest in dieser Hinsicht stimmt der Titel dieses TGIF schon mal: 

neues Jahr, neues Glück  


Ansonsten halte ich nicht viel von einem bedeutungsvoll aufgeladenen Jahresanfang oder guten Vorsätzen zum Neujahr. De facto ist es eine Zeit wie jede andere auch. Wenn man etwas tun möchte - dann doch einfach direkt. Siehe Motto des Jahresanfangs. 

Einfach machen 


Somit ende ich hier heute schon mit dem Ausblick. Auf das, was für die nächsten Wochen blogtechnisch in den Startlöchern steht. Der Blogpost: XX Gründe, warum wir Ü50 fabelhaft sind, ist fast fertig. Dank eifriger Beteiligung von Eurer Seite. Sehr sehr cool. Ich hab mich gefreut. Und Ihr könnt Euch darauf auch freuen. In der Mache auch noch der oft gewünschte Beitrag zu "früher Vorruhestand - wie man dahin kommt"  Auch für's Logbuch hab ich noch wie angedacht das ein oder andere in der Pipeline.   

Motto zum Jahresanfang: Einfach machen. Könnte ja gut werden.  
Passend zum all time favourite Hashtag: Das Leben ist zu kurz für irgendwann  

Euch wünsche ich ein schickes erstes Wochenende in 2023  
Startet mit allem, wozu Ihr Lust habt. 




Freitag, 30. Dezember 2022

Was vom Jahr übrig blieb - 2022

Tach auch Liebeleins. Da sind wir wieder. Am Ende eines Jahres. Jetzt!  ist die Zeit für die gute alte traditionelle Frage:  

Was wird es sein, was wir von diesem Jahr erinnern? 


Anders als in den letzten Jahren bleibt von diesem Jahr auch einiges hier im Blog. Darauf habe ich mit Euch gemeinsam schon zurück - und vorausgeschaut. Etliches aus 2022 ist hier und im Logbuch unserer aquamarijnblauen Träume verewigt. Dementsprechend fällt der Jahresrückblick etwas kürzer aus.  (Auch wenn man mir sonst nicht zwingend Angst vor Redundanz nachsagen kann ;)

Long story short: Mein Jahr war großartig. Punkt. 

Ich weiß, dass mancher zusammenzuckt, wenn in diesen Zeiten jemand frank und frei sagt, es gehe ihm gut. Mir graust auch bei so ziemlich allem, was den öffentlichen Diskurs bestimmt. Keine Frage. Tatsächlich aber bin ich gelassen genug, mich nur auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann. Ebenfalls Punkt. 

der 'nen Scheiß muss ich Modus 

Ihr habt mich in diesem Jahr begleitet. In den ersten Monaten meines " 'nen Scheiß muss ich" Modus, meiner grenzenlosen Erleichterung, aus der Fremdbestimmung raus zu sein. Bei meiner Neu-Ausrichtung des Blogs hin zu den Chancen, die sich für uns in diesen Jahren voller Wechsel ergeben. Ihr habt zu einigen Beiträgen aktiv beigetragen. Ihr wart mit an Bord. Sowohl auf unseren Touren als auch in meinen Allein an Bord Zeiten. Es ist nur wenig in der Rückschau zu ergänzen.

Das Jahr begann mit einem Immer-noch-Lockdown - weiß ja auch schon fast keiner mehr. Im Laufe des Jahres kehrte in dieser Hinsicht so langsam Normalität ein. Besser gesagt, das, was manche für Normalität halten. Es gab einige größere Feiern, ich war sogar das erste Mal nach Big C wieder auf einem Konzert. Schön soweit, auch wenn ich zugeben muss, dass meine Begeisterung für Menschenmassen auf engem Raum nicht gerade zugenommen hat.         

Flying home for christmas 


Den Jungs geht es gut. Auch sie konnten in diesem Jahr einiges nachholen, was wer oder was auch immer ihnen genommen hatte. Pünktlich zum Feste war flying home for Christmas. Derzeit sind ausnahmsweise sowohl wir als auch die Kinder im Lande. Kommt gar nicht so oft vor. Natürlich würde ich sie gerne öfter sehen, aber ich freue mich trotzdem. Über die Flügel, die wir ihnen gegeben haben, die sie durch ihr Leben tragen. Zugegeben - ich müsste es nicht dauerhaft haben, dass diese Flügel gleich beide nicht nur in andere Länder, sondern direkt nach Overseas tragen. Aber auch das muss man aushalten können, wenn man möchte, dass die Kinder das Leben leben, welches sie sich wünschen. 

Glück zu zweit
A propos das Leben leben, das man sich wünscht. Der wichtigste Nachtrag wäre eigentlich das beste Weihnachtsgeschenk des Jahres. Es ging an den Captain. Wir haben nicht nur an der Bootsschraube hart gedreht, sondern auch noch an anderen Stellschrauben, aber - das soll er selbst erzählen. Ich sach ma so: Denn - 'nen Scheiß muss man. 

Euch sage ich Danke. Danke dafür, dass Ihr mich und den Blog nicht nur begleitet, sondern auch dazu beitragt.  Es hat mir Spaß gemacht. ich hoffe, Euch auch. Das kann gerne so weiter gehen.  



Die Statistik des Jahres: 


wird diesmal präsentiert vom Grizzly Bären. Aus guilty pleasureGründen

Guilty pleasure fat bear

Satz des Jahres: 'nen Scheiß muss ich 
Einsicht des Jahres: et iss, wie et iss  
Dazu passend der Ohrwurm des Jahres: "As it was" von Harry Styles 
Trotzdem war mein Lied des Jahres: "Keep it up" von Rex Orange County 
Mantra des Jahres: Nicht mein Zirkus, nicht meine Affen - weil: 
Hashtag des Jahres: Das Leben ist zu kurz für irgendwann 
Entdeckung des Jahres: Wie toll und anders als zuhause 
die weißen Nächte im Mittsommer auch schon in Friesland sind. 
Guter Vorsatz für das nächste Jahr: In den weißen Nächten
 draußen auf dem Wasser zu sein. 
Partys des Jahres: die Planwagenfahrt mit dem alten Team 
( ja, doch. Trotz schöner Hafenfeste) 
Guilty pleasure des Jahres: die Live Webcam des Katmai Nationalparks Alaska
Derzeit winterbedingt nicht online, aber ich sag Euch: ein großer Spaß. 
Damit verbunden der Wettbewerb des Jahres: Fat bear contest  
(und nein - ich habe keine Langeweile, ich habe nur Zeit für solche guilty pleasures) 
Schrägster Einkaufsbummel des Jahres: Mit meinem Bruder in de Achterhoek von Gelderland  
Rätsel des Jahres: Feudelgate 
Dringend gesucht des Jahres: Ein Maßband für die goldene Mitte 
Wertschöpfung des Jahres, auch inflationsbereinigt: Selbstbestimmt leben zu können, 
Buch des Jahres: Bella Germania von Daniel Speck 
Serie des Jahres: Deadwind 
Konzert des Jahres: The Script in Köln (außer Konkurrenz) 
Bestes Kennenlernen des Jahres: Mr. Portugal aka Flausen im Kopf und Fussel überall 

Hund Weihnachtsmann


Allen ein schickes Wochenende und eine tolle Silvesterfeier. 
Knallt nicht soviel, das treibt fusseligen Freunden die Flausen aus und 
das will doch auch keiner.
Wir wünschen Euch für das neue Jahr alles das, was Ihr Euch wünscht. 
Von meiner Familie zu Euren Familien
Guten Rutsch ! 

Familienfoto 2022




Mittwoch, 7. Dezember 2022

Jahresrückblog 2022

Im Dezember 2022 schrieb ich diesen Beitrag, mit dem ich auf mein Blogjahr zurückschaute. Die Frage der Sichtbarkeit begleitete mich bis ins Jahr 2024. Alles, was ich 2022 schrieb, galt auch noch ein Jahr später. Nicht mehr ganz so krass, aber - ja. So sagte ich auch Ja. Zu einer Veränderung, mit der ich schon länger liebäugelte.

 Ihr findet mich und diesen Blog nun auf meiner eigenen Webseite: 

Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin

Ihr seid dort herzlich willkommen. Ich freu mich auf Euch. 


   


Im folgenden der Jahresrückblog für 2022: 


Das Jahr brachte für mich einen großen Wechsel. Auch ganz ohne Balkon beschloß und verkündete ich: Jahre voller Wechsel dürfen, können, sollen auch Jahre voller Chancen sein. So gab ich auch diesem Blog noch eine Chance und stellte ihn bewusst sichtbarer. Auf zu neuen Wegen, die ich mit Euch gemeinsam erkunden möchte. 
Mein persönlicher Fokus: Je oller, desto doller. Netter ausgedrückt: 

Wir sind Ü 50 und fabelhaft       

Nur wissen das nicht alle. Und noch viel zu wenige bringen es zum Ausdruck. Ich schrieb verschiedene Posts, ich bekam unterschiedliche Reaktionen. Eins hatten viele Reaktionen gemeinsam: Sie blieben unsichtbar. Was mich zu der Frage bringt:

Ü50 und unsichtbar. Wollen wir das?


Dieser Frage widmete ich bereits einen eigenen Blogeintrag. 
Er ist einer der meistgeklickten des Jahres. Auch einer der am häufigsten kommentierten. Interessanter- und bezeichnenderweise unsichtbar kommentiert. Viele meldeten sich zustimmend und mit eigenen Geschichten bei mir. Über Whatsapp, über direct Messages bei Twitter und Instagram. Unter den Tweets, unter den Posts - nur wenig. Im Blog so gut wie gar nicht. 

Viele empfinden es so, dass sie unsichtbarer werden. So wie das Herz in den Wolken. Man muss schon genau hinschauen. Viele hadern mit diesem Gefühl.  Nur nicht offen, nur nicht sichtbar. Es scheint eine Art sich selber erfüllender Kreis zu sein. Der sich wie ein roter Faden durch das Blogjahr zog. Ich freue mich über Euer Vertrauen, über die Geschichten, die Ihr mir erzählt, über Eure Meinungen dazu. Aber ich bin gerne redundant und möchte Euch nochmal Folgendes ans Herz legen:  

Unsichtbar ab 50


Die Sammlung "Eure Tipps gegen Winterblues" war ein kleiner Erfolg. Es kam und kommt immer noch einiges zusammen. Auch das etwas, was uns fabelhaft macht. Wir wissen gut, wie wir uns selber helfen können. Das war der zweite rote Faden im Blogjahr: Ihr alle, die Ihr Euch bei mir gemeldet habt, die hier lest: Jede(r) hat etwas beizutragen, jede(r) hat Erfahrungen, die wertvoll sind und helfen. Ihr alle habt vieles, was wert ist, sichtbarer zu werden. Schreibt mir, was uns noch fabelhaft macht! Ich sammele das und plane, das neue Jahr damit fabelhaft einzuläuten.        

Um es noch einmal klar zu sagen: Ich lege Wert auf Eure Beiträge. Mich interessiert das. Und natürlich könnt Ihr den geschützten Bereich der Messenger wählen, um Euch auszutauschen. Dennoch: Wäre es nicht schön, gemeinsam sichtbarer zu sein, zu werden?* Den ersten Schritt aus der Komfortzone damit zu machen, sichtbar unser Loblied zu singen, ist doch eine gute Gelegenheit. 














Freitag, 25. November 2022

Fussel - Freitag

Hund aus Tierschutz Portugal

Tach auch Liebeleins. Ich soll Euch sagen: "TGiF fällt aus wegen iss nich" Stattdessen gibbet

FF, den Fussel-Freitag 


Nein. Hab ich nicht. Ich find alles ganz ganz toll und ich glaub, meine Menschen auch. Wir passen prima zusammen. Sogar meine Morgenmuffeligkeit stört hier keinen. Ganz im Gegenteil. Meine Menschen sind froh, wenn sie in Ruhe ihre erste Tasse Kaffee trinken können. Schlafen tu ich überhaupt sehr gerne. Ich hab da noch ein bißchen Nachholbedarf.  

Hund Handtuch trockenrubbeln
Richtig genießerisch wühle ich mich in mein kuscheliges Kissen. Ungemütlich wird das nur, wenn meine Menschen auf einmal das Fenster aufreißen. Angeblich, weil ich gepupst hätte. Ich? Würd ich nie nich tun. Das mit dem Wetter ist eh so eine Sache. Da muss ich mich noch dran gewöhnen. Irgendwas ist halt immer. Aber meine Menschen kümmern sich gut. Wenn ich nass geworden bin, darf ich mich an einem ganz großen Handtuch trocken rubbeln. Das kann ich richtig gut. Da, wo ich nicht hin komm, rubbeln dann meine Leute. Danach krieg ich noch ein zweites Handtuch zum warmkuscheln. Das nehm ich mit auf mein Kissen und baue mir damit ein kleines Nest. Da bin ich sehr geschickt. Nur warum auf den Handtüchern immer so große Boote sind - meint Ihr, das soll mir was sagen? 

Hund baut sich gerne eine Höhle
Neulich hat meine Lady eine super kuschelige Matte mitgebracht vom Einkaufen und gesagt, die wäre für's Badezimmer. Da hab ich zaghaft protestiert. Die passt doch auch von den Farben her bestens zu mir oder? Und was soll ich sagen? Eigentlich ist sie unnachgiebig mit dem, was ich darf und was nicht. Aber ich hab gewonnen. Die Matte ist unten geblieben im Wohnzimmer. Liegt versteckt unter  dem Sessel vom Captain. Versteckt. Haha. Ich hab die sofort entdeckt und mit Matten kann ich umgehen. Sowas von. Wenn die Menschen abends Fernsehen gucken, kuschel ich mich immer in die kleine Höhle zwischen Kapitäns-Sessel und Hocker. Ein Dach über dem Kopf finde ich nämlich prima zum schlafen. Und weil die Lady nicht will, dass ich auf den kalten Fliesen liege, sagt sie nichts, wenn ich mir die Matte rausziehe und mich darauf lege.



Hunde lieben Matten

Dafür räume ich auch abends immer mit auf, wenn es ins Bett geht. Dann hole ich meinen Ball und lege den ordentlich auf mein Kissen. Da lachen meine Menschen sich immer kaputt und finden das niedlich. Aber Ordnung ist wichtig. Die räumen ihr Zeug ja auch weg. 

Meinen Ball liebe ich sowieso total. Noch nie hatte ich ein eigenes Spielzeug. Da passe ich gut drauf auf. Auch vor diesem Ding, was da dauernd rumsaugt, bringe ich den in Sicherheit. Wenn meine Menschen den werfen, hole ich den sofort. Und bringe ihn auf mein Kissen. So muss ich das wohl mal gelernt haben. Irgendwie glaube ich, die haben erwartet, ich bring den Ball zu ihnen. Aber so geht mein Job halt nicht. Haben sie verstanden und loben mich auch dafür. 




Fussel im Wald
Der Captain macht große Spaziergänge mit mir, das macht viel Spaß. Vor allem im Wald und auf der großen Wiese. Da komm ich an die lange Leine und kann richtig rennen. Erstaunlicherweise sind immer ein paar Leckerchen in den Blättern versteckt. Da kann ich mich wieder stärken. Ein paar Hunde kenne ich jetzt, wo ich mich einigermaßen zivil verhalte. Mit dem alten Hundeopa bin ich auch schon mal ein paar Schritte gelaufen. Ich zeige dann stolz, dass ich meinen eigenen Menschen habe, der mich beschützt. Aber manchmal mach ich noch Theater. Altes Benehmen legt man halt nicht so schnell ab. 



Dafür bin ich in Menschen-Gesellschaft der allersüßeste, charmanteste Hund, den man sich vorstellen kann. Pizza-Essen bei den Nachbarn - kein Problem. Ich mach dann die Runde, lass mich von jedem kraulen und dann bin ich einfach dabei. Das mag ich. Meine Menschen wohl auch. Und die Eltern vom Captain hab ich kennengelernt. Da bin ich jetzt der Enkelhund. Die beiden haben sich sehr an mir erfreut, das hat allen gut getan. Nur als dann noch mehr kamen, Tante, Onkel und Cousin, da war ich erst skeptisch. Die sind alle so groß..... aber nachher ging es dann. Da bin ich eigen. Bestechen lass ich mich nicht. Auch nicht mit Leckerchen. Die nehm ich nur von Menschen, die ich kenne. Auch beim Tierarzt habe ich keine Ausnahme gemacht. 

Bei soviel Action darf natürlich Pflege nicht zu kurz kommen. Ich werde für mein Leben gern gebürstet. Im Tierheim waren das ja die einzigen Streicheleinheiten, die ich bekommen hab. Aber auch heute finde ich das noch schön. Die Lady macht das jeden Tag, so kann sich nichts verfilzen. Ich dreh mich auch immer freiwillig so, dass sie überall drankommt. Wenn mal Fussel überstehen, darf sie das auch schneiden. Mit der ollen stumpfen Babyschere kann ja nichts passieren. Denn ich heiß zwar Fussel, aber ich will nicht so aussehen. Aber getrimmt werden will ich auch nicht. Ich brauch mein Fell gegen diese Kälte hier. Deswegen halt ich auch still, wenn die Schere klappert. Sogar geduscht worden bin ich schon. Ein Bad wäre mir zwar lieber gewesen, aber wenn Dreck ab muss, dann muss er ab. Seh ich ein. 

Ihr seht, mir geht es prima. So gut wie noch nie in meinem ganzen Hundeleben. Ich werde jeden Tag entspannter und fröhlicher. Meine Menschen freuen sich darüber sehr. Können sie auch. Haben sie gut gemacht. 

Allen ein schickes Wochenende 
Wedelt durch keine Blätter, durch die ich nicht auch wedeln würde ! 





Und - ! Mittlerweile gab es sogar schon den ersten fusseligen Urlaub. Unser Mr. Portugal hat die Nordsee kennengelernt. Den Beitrag dazu findet Ihr im Logbuch !  



Freitag, 4. November 2022

T.G.i.F. - auf den Hund gekommen

Tach auch Liebeleins. Da sind wir nun. Mal wieder. In der Winterzeit angekommen. Nee, watt iss datt usselig, wenn et schon um 17:00 Uhr fast dunkel ist. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich auch jetzt über den  'nen Scheiß muss ich" Modus bin. Nicht mehr morgens im Dunkeln raus, abends im Dunkeln heim. Grauslig. So komme ich wenigstens auf eine annehmbare Dosis Tageslicht. Umso mehr als wir  

auf den Hund gekommen 

sind. Unser neues Crew-Mitglied hat sich Euch ja bereits vorgestellt. Seit letzten Samstag ist der Fussel bei uns und es freut uns genauso wie ihn. Die ersten Tage war er sehr vorsichtig. Sehr bemüht, uns zu gefallen. Wir lassen ihn ganz in Ruhe ankommen und zusehends wird aus vorsichtig und zutraulich nun unbekümmert und schmusig. Den ersten Hunde-Buddy hat er in good old Whisteria Lane auch schon gefunden. 



Den Namen Fussel hat er mitgebracht, dieser Name wurde ihm von der Tierschutzorganisation gegeben. Da er darauf gut hört, haben wir es beibehalten. Ich konnte es nicht übers Herz bringen, ihm auch noch seinen Namen zu nehmen. Er reagiert aber bereits auf Kosenamen, besonders gut klappt Eierbär oder Pupsmaus. Der Rotterdamer nennt ihn Flusen, das gefällt ihm auch. 

Seine temporäre Pflegemama ging aufgrund seines Verhaltens davon aus, dass Fussel das Leben im Haus kennt und mag. Das glaube ich zu 100 % auch. Er genießt den Komfort eines Zuhause und Gartens sichtlich. Und er ist komplett stubenrein. Da war ich auf Schwierigkeiten eingestellt, wäre nicht nötig gewesen. Er ist absolut darauf bedacht, sein eigenes Nest nicht zu beschmutzen. Das Beinchen wird nicht mal im Garten gehoben. Wir müssen selbst für das letzte Gassi am Abend vor dem Schlafengehen mindestens einmal um die Ecke gehen.        

Wir hätten immer schon gerne einen eigenen Hund gehabt. Im Laufe der Jahre hatten wir einige Besuchshunde, die auch schon mal länger bei uns waren. Aber das ging immer nur, wenn Ferien waren und sich an meinen Arbeitstagen auch die Jungs kümmern konnten. Ich halte überhaupt gar nichts davon, wenn ein Hund den ganzen Tag alleine ist. Die Jungs finden es natürlich schade, dass erst jetzt ein Hund im Haus ist, wo sie nur noch zu Besuch sind. Dennoch hat es nichts mit "Das letzte Kind hat Fell" zu tun. Das war nicht unsere Intention. 

Die zweite Chance - ein Hund mit Geschichte 

Nun haben wir die Zeit, einem Hund gerecht werden zu können. Wir haben uns das gut überlegt, welchem Hund wir ein Zuhause geben möchten. Unser Gefühl war immer, wenn wir einem Hund ein Zuhause geben können, dann einem, der ein Zuhause sucht. Ruhig auch ein etwas älterer Hund. Wenn zweite Chance, dann richtig. Wir hatten eh nie viel über für schicke Hunde vom Züchter, der rassige Mischling war schon immer eher unseres. Unser Hund muss ja auch keine besondere Aufgabe erfüllen, wie z.B. ein Jagdhund. 

Wir haben in diesem Internet (vielleicht setzt es sich doch durch) recherchiert, mit Freunden gesprochen und Ratgeber gelesen. Uns war immer klar, wenn wir einen Hund mit Geschichte nehmen - das wird kein Selbstläufer. Diese ganze Romantik mit "Straßenhunde sind immer so dankbar" ist eben genau das: Romantik. Das hat uns weniger abgeschreckt. Wir trauen uns zu, einem Hund die Sicherheit zu vermitteln, die er braucht, um wieder ein fröhlicher Hund zu werden. Wir kennen auch nicht alles aus Fussels Geschichte, das ist nun mal so. Das weiß keiner. Aber Mitleid hilft diesen Hunden eben auch nicht, das muss einem klar sein.   

Schwieriger fanden wir es, eine Organisation zu finden, über die wir einen Hund adoptieren wollen. wir hätten uns nicht vorstellen können, uns einen Hund aus einer Liste auszusuchen und ihn dann an der Laderampe eines soeben aus Osteuropa eingetroffenen LKWs am Bochumer Güterbahnhof abzuholen. Unser Fussel war einige Wochen bei einer versierten Pflegestelle, die ihn sehr gut eingeschätzt haben. Auch dort verfuhr man nach der Maxime, sich nicht allzu viele Gedanken über seine Geschichte zu machen. Man schaute, wie er sich verhielt und einfügte, verstärkte gute Reaktionen und führte bei nicht so guten.      

Ebenfalls ins Reich der Romantik gehört folgende Vorstellung: Man sieht auf Twitter, Insta oder einer Webseite einen "Ich suche ein Zuhause" Aufruf und meldet sich dann mit "Ich habe ein Zuhause und würde gerne dem Hund einen Platz darin geben" Vergesst es. Der Ablauf einer Vermittlung von Tierschutzhunden ist eine Wissenschaft für sich. 

Vermittlung Tierschutzhund - wie läuft das ab? 

Es gibt Laderampen-Organisationen, es gibt aber auch sehr viele Tierheime und Tierschutzorganisationen, bei denen ich mich nicht hätte bewerben wollen oder können. Bei einigen verweigerte ich mich, weil ich selbstverständlich NICHT meine Personalausweis-Daten plus einem episch beantworteten Fragebogen zu meinen räumlichen und finanziellen Verhältnissen durchs Netz schicke. Als Grundvoraussetzung dafür, überhaupt ein Kontaktformular ausfüllen zu können. Sorry but no sorry.  Da bin ich sehr altmodisch. 

Bei etlichen anderen hätten wir uns gar nicht bewerben können. Einfach weil wir keine eierlegende Wollmilchsäue sind. Weil wir schon Ü50 sind, weil wir keinen versierten Ersthund haben, weil 400 qm Garten das mindeste sind, was ein Hund erwarten darf.  Das war uns vorher in diesem Ausmaß nicht klar. Auf der einen Seite schlagen alle Alarm, wie voll die Tierheime sind. Auf der anderen Seite werden absolut unrealistische Anforderungen gestellt. 

Es kann mir doch keiner erzählen, dass ein Hund besser im Zwinger verbleibt, als zu uns zu kommen.  Auch wenn unser Garten nicht der größte ist. Versteht mich nicht falsch: Ich bin sehr dafür, dass geschaut wird, in welche Hände ein Hund kommt. Auch uns hat eine sehr nette Dame besucht und sich angeschaut, wo und mit wem Mr. Portugal demnächst rum-fusselt. Auch wir haben uns bei Adoption komplett legitimiert und unser Einverständnis für die Übermittlung der Daten an Tasso gegeben. Aber ich finde nicht, dass ich einen Naturteich anlegen sollte, weil der Hund doch so gerne schwimmt (Kein Witz, das hab ich mir nicht ausgedacht, das hab ich einmal so gelesen unter Anforderungen) 

Wie auch immer - eine echte Welt für sich. Unser Fussel wurde zum Glück gut betreut, wir ebenso. Inclusive Kennenlernphase. Wenn jemand von Euch interessiert ist, würde ich per PN weiter empfehlen und Euch bei der Recherche helfen. Einschränkende Info vorab: Diese Organisation ist NRW-weit tätig. Da man den Hund vorher besucht und kennenlernt, wäre das jetzt für z.B. die Münchner unter meinen Lesern eher suboptimal.              

War sonst noch was? Nicht wirklich. Noch ist die Sehnsucht nach Boot und Friesland kein Notfall.  Diesmal konnte ja vor allem ich die Saison komplett auskosten. Was den Winter angeht, sind wir vorsichtig optimistisch, gut vorbereitet zu sein. Wir sprachen bereits darüber. Eine der häufigeren Infos zu getroffenen Maßnahmen: Wichtig ist auch, dass man sich jederzeit von innen wärmen kann. Da sind wir vorbereitet. 

Ansonsten alles ruhig soweit in der Whisteria Lane und Umgebung. Es gab einige kleinere Treffen, alles unaufgeregt  und fein. Was die Herren Söhne angeht, teile ich derzeit das Schicksal von King Charles III - sie sind  Overseas. Kommen aber wieder. Solange beglücken sie uns mit schicken Fotos für special und common interest:     

    

Sonnenaufgang in Chicago Hebebrücke
Meanwhile in Chicago 💓* 

Damit allen ein schickes Wochenende !
Und wenn wir auch nur in nervig old Germany sind: Macht es wie Mr. Portugal
 und genießt die schönen Stunden, wie sie kommen. 

Grumpy Dog genießt die Sonne


Für weitere Aufheiterungen während dunkler Wintertage empfehle ich ganz eigennützig 
die erhellende Lektüre des Logbuchs. Noch sind nicht alle Einträge zu dieser großartigen Saison drin, aber es schreitet voran. 
   
*Foto aufgenommen von unserem Ältesten   

Montag, 22. August 2022

Über diesen Blog

Tach auch Liebeleins. Schön, dass Ihr mich gefunden habt. Ich freue mich über jeden Leser. Blogtechnisch bin ich umgezogen auf meine ganz eigene Spielwiese. Ihr findet meine Webseite, meinen Blog jetzt hier: 

Brittalanghoff.de 

Ihr seid mir dort herzlich willkommen. Ich freu mich auf Euch.  Instagram und Twitter. gibt es natürlich auch noch. Genau wie Auch dem Logbuch unserer Aquamarijn dürft Ihr gerne folgen. Über Kommentare freue ich mich hier wie dort immer. 


Freitag, 5. August 2022

Unsichtbar ab 50

Für mehr Sichtbarkeit im allgemeinen und im besonderen ist dieser Blog umgezogen. Die alten Beiträge bleiben hier im Blog, weiter geht es auf meiner eigenen Webseite: 

Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin  



Viele stimmten mir mit einem Seufzer zu in dem Gefühl:  Wir ab 50 sind unsichtbar! 


Ich schrieb: "wir kommen kaum bis gar nicht mehr vor in der Wahrnehmung der Gesellschaft........Aber: Wer, wenn nicht wir, kann den Blick ändern, den die Gesellschaft auf uns hat?"

Die Jahre voller Wechsel können auch eine Chance sein. Auch das sehen viele so. Viele freuen sich auf das, was noch kommt. Vor allem Austausch ist etwas, was hilft in den Wechseljahren bzw. in neuen Lebensabschnitten. Die Reaktionen bestärken mich darin, mit diesem Thema weiter zu machen. Uns sichtbar und letztendlich auch Mut zu machen. Womit wir bei einem anderen Aspekt von "unsichtbar ab 50" wären: Dieser Blog. 

Dieser Blog ist unser Leidensgenosse. Auch er kämpft damit, unsichtbar zu sein. Sobald ich oder andere einen Link zu diesem Blog poste, ist die Reaktion durchweg gut. Aber: Zwischen den Posts ist Ruhe im Karton. Kaum jemand klickt hier rein. Das ist selbstverschuldetes Elend. Ich habe damals mit leichter Panik auf die Einführung der neuen Datenschutz-Regeln reagiert. Das, was rumging, war für private Blogger entmutigend und beängstigend. Meine treuen Leser erinnern sich bestimmt. Viele Blogs haben sich damals lieber ins Nirvana verabschiedet. Ich habe so reagiert, dass ich meinen Blog auf weitestgehend unsichtbar gestellt habe. Gelesen wurde ich nur noch von denen, die ich explizit dazu über andere soziale Medien einlud. Suchmaschinen-Traffic seitdem gewollt gleich null. 

Nun bin ich in einem neuen Lebensabschnitt und möchte diesen Blog mit und für Euch gerne wieder öffentlicher haben.  Das erweist sich allerdings als schwierig. Sich nachträglich zu indexieren ist ein holpriges Unterfangen und läuft sehr mühsam an. Mir fehlt da auch Fachwissen. Zumal meine Recherchen auch ergeben, dass Erfolg nicht garantiert ist. Und wenn überhaupt: Zeit braucht. 


Der Zeit will Zeit gegeben werden - predige ich in verschiedenen Bereich schon lange. Werde ich mich nun auch selbst dran halten. Zeit habe ich ja jetzt. Der Blog ist umgestellt, rein technisch könnte er gefunden werden. Praktisch allerdings.... siehe oben.  Deshalb werde ich die weiteren Beiträge zum Thema noch zurück halten und einige Zeit zu warten, während der ich versuche, bisherige Beiträge weiter zu bewerben. Danach gibt es zwei Optionen: Entweder dieser Blog ist deutlich sichtbarer geworden und es geht hier weiter. Oder ich werde einen separaten Blog Ü50 anlegen. Wozu ich zwar nicht so ganz viel Lust habe, aber es wird die wahrscheinlichere Option sein.  





  

Freitag, 21. Februar 2020

T.G.i.F. - D ist das neue B

Tach auch Liebeleins. Alle gut durch die Woche gestürmt? Es war und ist übrigens immer noch oder schon wieder heftiges Gebläse da in diesem draußen . Juckt nur keinen mehr. Hab ich et nich gesacht? Zuviel Hysterie stumpft ab.

Wer so ganz und gar nicht abgestumpft durch die Woche hüpfte, war zum Erstaunen aller - ich. Ja echt. Allergrößtes Erstaunen. Wer braucht schon Vitamin B, um vorwärts zu kommen? Wenn es doch das D tut. Ich deutete es letzte Woche bereits an.



Long story short: Eher zufällig schmeichelte meine Hausärtzin mir mit
"Sie gefallen mir nicht. Geben Se ma Blut" .
Ergebnis: "Allein dafür, dass Sie aufgestanden sind - Respekt!"

Mein Vitamin D Spiegel war nicht mehr nachweisbar. Nada, null, niente. Jetzt gibbet Vitamin-D-Höchstdosis unter ärztlicher Überwachung und was soll ich Euch sagen: Ja, ich hab mich scheiße gefühlt die letzten Wochen. Aber erst jetzt, wo ich mich wieder halbwegs normal fühle, merke ich, wie sensationell scheiße. Dauermüde, jede Treppe war eine zuviel, alles tat weh. Bis auf das Ohrläppchen. Selbst das zwackte manchmal. Es wurde direkt nach der ersten Gabe schlagartig besser, wesentlich besser. Unfassbar viel besser.

Guter Rat vonne Muddi: Lasst Euren Vitamin-D-Spiegel bestimmen! Ich habe natürlich Dr. Google befragt. Natürlich. Und habe gelernt, dass sehr viele Mitteleuropäer im Winter unter Vitamin-D-Mangel leiden. (Ruhrpott war explizit genannt. Und der Norden. Sprich ca. 80% dieser kuscheligen Freitags-Runde) Die Sonne steht hier nur von Ende März bis Ende September so, dass unser Körper in der Lage ist, eigenständig Vitamin D zu bilden. In dieser Zeit muss man also den Vitamin D so auffüllen, dass es für die ganze Winterzeit reicht. 

Ich wunderte mich zwar, dass ausgerechnet ich einen so gravierenden Vitamin D Mangel habe. Ich bin viel draußen, ich erledige alle Wege mit dem Fahrrad, ich leben einen großen Teil des Sommers auf dem Wasser. Aber - wie ich lernte: Alles hat zwei Seiten. So auch der Sonnenschutz. Trägt mal viel Sonnenschutzmittel auf, ist die Vitamin D Bildung nicht möglich. Ah jetzt ja. Da kam es bei mir her. Gerade auf dem Wasser geht es nicht ohne Sonnenschutzmittel. Dazu kommt: Ich neige zu Pigmentstörungen, daher bin ich nie ohne Sonnenschutz. Meine Tagescreme hat LSF 30, darunter mache ich es nicht. Ist zwar richtig, gerade bei einem so hellhäutigen Menschen wie mir, aber nicht nur die Sonne, auch der Sonnenschutz hat eine Schattenseite. Hab ich nicht gewusst.  Ein so extremer Mangel wie bei mir ist zwar selten, aber auch eine Unterversorgung ist nicht so prall. Also macht ruhig. Ihr werdet es mir danken. Wenn Ihr Bedenken habt, dann fragt doch gerne den Arzt Eures Apothekers. Die Erkenntnis setzt sich immer mehr durch und wird immer mehr behandelt. 

Danken könnt Ihr derweil meinem aufgefüllten Vitamin-D-Spiegel für neu erwachte Umtriebigkeit. Nun, wo ich mich nur noch so alt fühle, wie ich wirklich bin und nicht wie kurz vor geriatrische Notversorgung, erwachte direkt meine Neigung zu kruden Gedankenspielen. Die auch direkt voller Elan königlich in die Tasten gekloppt sein wollten. Also: Falls Ihr noch nicht gelesen habt, warum der Ruhebewahrer und ich die besseren Royals sind: Hier entlang Harry und Meghan reden nicht über Schlüpper.......   

War sonst noch was? Der Rheinländer entpuppt sich ausgerechnet am Tag der alten Weiber als Kas-jan-Dra, der Rotterdamer repräsentiert Erasmus mit einem tollen Vista und wäre fast noch kurzfristig im echten, aber fernen Commonwealth gelandet. Da hätten sich die Suss-Ex-Royalen aber warm anziehen können. Wurde dann aber doch nichts mit New York, Rio, Rosenheim - next Highlight erst die Heimat der weltweiten Kaffeebude, die seinen Namen nicht schreiben kann. Dann Hollywood. A propos Hollywood. Kennt Ihr diese Cloud-Foto-Erinnerungen, die man manchmal aufs Handy kriegt? Diese "So war es vor einem Jahr" Erinnerungen. Das war meine gestern:

So genau wollte ich das gar nicht wissen. Ich weine leise. 

Ansonsten gab es nur viel Lärm um Nichts. Daily Shakespeare sozusagen. Insta-Influenzer bin ich auch immer noch nicht. Ich arbeite dran. Bald. Vielleicht. Ach, ich weiß doch auch nicht. Solange ich darüber aufgemuntert sinniere, erstmal Eure

Statistik:

Phrase der Woche: "Warum liegt hier Stroh?" (ja, schon wieder. Ich kann doch auch 
nichts dafür. Kam sogar zweimal. Also die Phrase. Nicht der Elektriker) 
Trost der Woche: Omma sagte immer: "Solange Dir was weh tut 
oder Geräusche macht, weißt Du, dass Du noch lebst" 
Flachwitz der Woche: Sitzt der Bauer beschwingt auffem Trecker, war der Schnaps 
wohl wieder lecker. (sry. Ergibt aber leider Sinn ) 
Plan der Woche: Ruhrpott Royal  

Allen ein schickes Wochenende. 
Glaubt keinem Narren, dem ich nicht auch glauben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage