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Freitag, 17. Mai 2019

T.G.i.F. - niemals geht der Urlaub so ganz

Tach auch Liebeleins. Woche eins nach Urlaub ist fast abgefrühstückt. Zeit für eine kurze Rückmeldung. Noch leiden und erfreuen wir uns gleichermaßen an den Nachwehen
des Urlaubs (Husten, Schnupfen, Heiserkeit auf beiden Seiten der Bettstatt sowie ein leichter Hauch von "Sie wissen nicht, was sie tun (sollen) ).

Der Mai-Urlaub verlief in diesem Jahr gänzlich anders als im Vorjahr. Es war "en Jammer met het weer". Sonne, Sturm, Regen, Hagel - es war für alle und von allet watt dabei. Und vor allem war es richtig, richtig kalt. Die Klamottage, die wir für kalte Tage dabei hatten, kam zu drei-bis vierfachen Ehren, die luftigen Fähnchen hingegen haben das klare Licht Nordhollands nicht einmal erblickt. Tjanun - weiß man vorher, wenn man auf und am Wasser Urlaub macht und wir beschweren uns auch nicht.

Denn schön war es trotzdem. Alles eine Frage der Ausrüstung. Die erste Woche des Urlaubs verbrachten wir im geliebten Friesland auf dem Wasser. Immerhin hatten wir in weiser Vorahnung eine echte Luxus-Ausgabe gebucht. Die Ardeche floss eine Woche nicht durch Frankreich, sondern durch die friese Meren und schaffte es fast bis zur Nordsee. Wir haben jede Minute genossen, auch die verregneten und uns trotz durchgehend einstelliger Temperaturwerte in der Kajüte des Nachts bestens erholt. Nirgendwo ist man so schnell so weit weg wie auf dem Wasser. Das Logbuch wird noch entsprechend befüllt, coming eher later as soon. Denkt also nicht, Ihr hättet es mit diesen kargen Worten schon hinter Euch.


Von Friesland zur Nordsee


Nachdem wir die Ardeche schweren Herzen freigaben, tauchten wir für einen Tag erstmal unter. Noch in der Heimat war uns ein echtes Easter-Egg vor die Füße gerollt, dem wir unbedingt nachspüren wollten, wenn wir schon mal da sind. Wir tauften es Geheimprojekt Maybe und es brachte nicht nur die Urlaubsplanung, sondern auch uns durcheinander.

Platz in der Geschichte Nach ersten erfolgreichen Geheimagenten-Schritten lenkten wir diesselben nach Callantsoog und genossen noch ein paar Tage an meiner geliebten Noordzee. Es ist ja so: Ein Jahr ohne Nordsee ist ein verlorenes. Die Magie der leuchtenden Strandtage des letzten Jahres zeigte sich leider nur selten, aber wir mögen es dort bei jedem Wetter. Und so blieb dann auch etwas Zeit für kleinere Erkundungstouren. Die ganz großen haben wir uns verkniffen, wir kennen eh die ganze Küste rauf und runter. So beschränkten wir uns auf einen gewandelten Spaziergang durch das Schwanenwasser und rund um die zwei größten Dünenseen Westeuropas (jaha! 5 km! Ich ! ) , erkundeten den Tulpen-Bollenstreek samt Mini-Keukenhof und suchten letztendlich am Atlantikwall unseren Platz in der Geschichte.

Oh wie schön ist PanamaUnd nun? Nun sind wir wieder in unserem Panama und wissen immer noch nicht, was wir tun (sollen). Aber ein Zwischenbeschluss ist ergangen. Die, die das Easter-Egg als erste gefunden haben, werden in die Pflicht genommen und müssen nun morgen mit auf Teil 2 der Geheimmission. Welche mittlerweile einen erweiterten Namen hat und derzeit als Maja Maybe firmiert. Sorry for Kryptik, wir werden es früher oder später auflösen. Ob ge - oder mißlungen. Es bleibt spannend.

Fazit der Urlaubszeit: 



 Allen ein schickes Wochenende.
Begebt Euch auf keine Geheimmission, auf die wir uns nicht auch begeben würden.

Freitag, 23. Juni 2017

T.G.i.F - im Hopti-Modus

Tach auch Liebeleins. Uff. Kurze Durchatmungs-Pause. Das Real-Life-Wetter hat zwar allen aufgeregt-hysterischen Prognosen getrotzt und gerade mal ganze drei müde Regentropfen über der ausgedörrten Whisteria Lane fallen lassen, aber ein klein wenig kühler isset ja geworden. Ich spare mir auch das weitere Gejammer über die Hitze, obwohl - ich ja eigentlich jetzt die amtliche Erlaubnis habe. Der Herr Spieler hat es klar erkannt - siehe Merksatz der Woche.  

Ansonsten war es eine eher unspektakuläre Woche. Immerhin. Wenigstens etwas nach den diversen Überhitzungen. Der Endlich20 weilt im Norden und feiert Hurricane. Gut verschlammt eingeweiht - wie sich das gehört für ein ordentliches Festival gehört. So ein klitzekleines bißken neidisch bin ich ja, Festivals waren für mich ja früher auch das Allergrößte. Aber dem Blach gönne ich die Love-and-Peace-and-Rockn'Roll Erfahrung von Herzen. Wenigstens das ist übergeblieben von unserer Spät-Hippie-Kultur. Irgendeine geschützte Insel der Seligen muss ja überleben. Auch wenn mir die von dort übersendeten Bilder fast wie ein Anachronismus vorkommen. Aber ein guter.

Andere Anachronismen lösen ja mittlerweile eher mittlere Panik-Gefühle aus. Stellte ich gerade mal wieder fest, als das Festnetz-Telefon klingelte früh am Morgen. Ohne vorherige Verabredung. Beschert mir sofort einen mittleren Haarspitzenkatarrh. Es gibt noch genau vier Leute, die das machen. Die Nachbarin, wenn ihr Zucker fehlt und die die älteren Semester, für die früh am Morgen schon spät am Tag ist. Oder unsägliche Werbung oder eben Katastrophenmeldungen. Gleiches gilt übrigens für Briefe. Schon mal aufgefallen? Ich meine, wann hat man das letzte Mal einen schönen, wirklich schönen Brief bekommen? Seht Ihr. Ebend. Da gefallen mir die neueren Medien schon besser. Die kann man sich wenigstens dann ansehen, wenn man dafür bereit ist. Wenn auch unbestritten mit der Nebenwirkung, dass so mancher einem echt jeden nassen und trockenen Furz in seinem Leben mitteilt. Aber im Ignorieren war ich schon immer diplomierte Expertin.

War sonst noch was? Bobbele soll pleite sein, wobei ich ja mal gelernt habe, dass Zahlungsunfähigkeit nicht per se mit Bankrott gleichzusetzen ist. Aber solche Feinheiten interessieren im allgemeinen Getöse ja eher nicht. Und das sehr unwürdige Spektakel um den Altkanzler. Aber ganz ehrlich: Dieses ganze sehr sehr kleine Karo, das Beteiligte da gerade stricken - es passt ins Bild, welches wir damals schon hatten und welches gerade dadurch niemals das eines großen Staatsmann sein wird. Kann man diesem Leben wenigstens mangelnde Kontinuität nicht nachsagen. Und mehr sag ich dazu nicht. Soll man ja nicht.

Da stelle ich Euch lieber noch den neuen Bewohner im Palais vor:

Gestatten: Hopti 
Der letztwöchig erwähnte Hoptimist. Einige hatten gefragt, wer oder was das sein soll. Hopti ist ein Maskottchen und Glücksbringer aus dem Staate, in dem nichts faul ist. Er hat immer gute Laune, ist immer tiefenentspannt und begrüßt jeden, der ihn anstupst, mit einem fröhlichen Hüpfer. Eben Hopti, der hoffnugnsvoll hoppende Optimist. Wenn der nicht zu mir passt, dann weiß ich auch nicht. Ähem.

Nun gut. Schauen wir voraus. Auf uns wartet doch tatsächlich am Wochenende eine Extraschicht. Glaubt man es? Ganz freiwillig werden wir sie schieben, gemeinsam mit Trixelinchen und dem Mann, der nie schreibt. Und wir freuen uns drauf wie Bolle. Seit Jahren erkläre ich meinen Willen, diese Extraschicht mitzumachen und immer iss watt. Goldhochzeiten, Abibälle etc. pp. Dies Jahr wurde der Termin frühzeitig geblockt und alles andere kategorisch und ohne Rücksicht auf Verluste abgebügelt. Wir werden berichten.

Die Statistik: 

Beruhigung der Woche:  die "tu-Du" Liste verliert ihren Schrecken, wenn man der
englischen Sprache nicht mächtig ist (©Claudilemma auf Twitter)  
Merksatz der Woche: Über die Hitze dürfen nur die jammern, die sich vorher nicht 
über die Kälte beschwert haben. z.B. Frau von B_lang. 
(Jawollski, klug erkannt, ©Herr Spieler7 )  
Bescheuertester Hashtag der Woche: #fedidwgugl (©die Social Media "Experten"
 der CDU. Covefefe war gestern. )
Cookie der Woche: Das Sequel zum Sequel der Soft Reboot Prequel Trilogy. Bei
 manchen Filmreihen kennt man sich ja kaum noch aus.  
Nervfaktor der Woche: Man sieht sie nicht, aber man riecht sie schon.
 (einfach allüberall. Seife scheint aus zu sein. ) 
Spaß der Woche: Es ist nie zu spät, um im Hühnerstall 
Motorrad zu fahren. (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende.
Schiebt keine Extraschicht, die ich nicht auch schieben würde.

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage

Sonntag, 11. Juni 2017

Ich brauche keine Therapie -




Diesen schön illustrierten Spruch gab mir die liebe Trixelinchen am Abreisetag noch mit auf den Weg. Und watt soll ich sagen? Stimmt genau. Ganz genau.

Wie schon in den letzten Jahren erwies sich Dänemark als ganz und gar großartiges Ziel für uns. Wir genossen zwei wunderbare Wochen mit Wetter von allet im Haus mit allet.  Dasselbe wie im letzten Jahr, ich berichtete darüber ja ausführlich in Blavand ist das neue Westerland .
Der Start war etwas holprig diesmal, wir sind eigentlich anderen und besseren Service von Ferienhaus-Vermittler unseres Vertrauens gewohnt. Da dies aber kein Mecker-Eintrag werden soll und man ja auch erstmal dem Adressat der Meckereien Gelegenheit zur Stellungnahme geben soll und hysterisches Schlechtmachen sowieso meine Sache nicht ist, erzähle ich darüber zunächst einmal nichts. Zunächst.
  
Die ersten Tage waren der Ruhebewahrer und ich ganz alleine, genossen die Nordsee, übergaben ihr unsere Sorgen und kamen so allmählich zur Ruhe, bevor dann die Jungs und der Jimny hinterher kamen. Ebenfalls bereit für Erholung, aber auch für Abenteuer. Z.B. mit dem Jimny, der an einem dafür freigegebenen Strandabschnitt endlich mal zeigen konnte, dass er wirklich ein ganz echter, richtiger Geländewagen ist und wirklich was kann. Selbst ich hab mich getraut. Und ich hab mich getraut, es mir heute mal etwas einfacher zu machen. Ausführliche Einträge zu Dänemark finden sich in diesem Blog ja durchaus bereits. Label: Dänen lügen nicht.

 Deswegen habe ich die schönsten Fotos im GooglePlus Album "Ich brauche keine Therapie" zusammengefasst und sie zum Teil untertitelt ( teilweise bißchen schwer zu lesen, aber ich hab es anders nicht hingekriegt ) Schaut Euch einfach dort ein bißchen um und genießt die schöne Stimmung. Das muss für dieses Mal reichen, seht es mir nach. Dafür habt Ihr es aber auch schon jetzt und nicht erst in ein paar Wochen.

Denn wie immer - die Arbeit ruft, die Wäscheberge rufen und noch so einiges anderes ruft, was erledigt werden muss und ein bißchen Kopfzerbrechen bereitet. Die Erholung muss ich mir dringend diesmal ein bißchen bewahren.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Blavand ist das neue Westerland

Und zack feddich - ist die Woche Dänemark auch schon wieder um. Und ich kann Euch sagen - wie immer: Es war nichts, aber auch gar nichts faul im Staate Dänemark. Abgesehen von uns natürlich. 



 Wir hatten eine herrliche, sonnendurchflutete, meeresfrische Woche in Blavand. Dort waren wir ja im letzten Jahr schon mit dem damals Endlich18 und wir fanden es auch in diesem Jahr wieder ganz, ganz großartig. Die Mischung aus Fjord, Dünen, Wattenmeer und Nordsee - in Blavandshuk hinter dem Leuchtturm ist die Grenze, dort endet das Wattenmeer und geht komplett in die Nordsee über, gut zu sehen und ein ganz tolles Naturschauspiel inclusive schwer zu fotografierender Seehundbänke - ist einfach etwas ganz Besonderes. Auch der Ort ist nett und bietet für dänische Verhältnisse wirklich viel an touristischer Infrastruktur. Den Ort als lebendig zu bezeichnen wäre in diesem Jahr noch echt untertrieben gewesen. Es war im Ort selber immer richtig knackig voll, voller als im Mai 2015, wo wir auch immerhin über die Feiertage da waren. Meine Vermutung ist ja, dass viele mittlerweile Dänemark mit seiner hyggeligen Ferienhausphilosophie dem Irrsinn deutscher Nordseeinsel-Preispolitik vorziehen. Und da die Strände breit sind und die Grundstücke der Ferienhäuser großzügigst bemessen, bleibt auch immer noch genug Platz für Ruhe und Erholung. Auch wenn der Fjord zwischenzeitlich fort war. Viel voller braucht es allerdings für meinen Geschmack nicht zu werden. Aber verstehen kann man es: Seehunde sind schließlich auch viel niedlicher als irgendwelche Promis oder solche, die es gerne wären und Hotdogs sind auch leckerer als Austern.          




Wir waren in diesem Jahr in großer Runde, ein Hund und sein aus 4 Ehepaaren bestehendes Rudel, der berühmt-berüchtigte Stammtisch der Whisteria Lane, intern Muggels genannt 


Wir haben seit Jahren eine gemeinsame Kasse, in die jeder monatlich 10 Öcken einzahlt und aus der eigentlich jedes Jahr eine gemeinsame Wochenend-Tour bezahlt werden soll. Ihr erinnert Euch vielleicht an die Schlössertour von Köln, die Verlegung von Trier an den Rhein und den Besuch bei Meyers ihre Werft in Papenburg. In den letzten Jahren war aber nicht viel mit Wochenendtour - weil Leben eben das ist, was passiert, während man Pläne schmiedet und dieses Leben war nicht zu allen von uns so richtig nett in den letzten Jahren. Und so blieben wir eben zu Hause und sparten redlich. Bis wir soviel zusammen hatten, dass wir eine ganze Woche zusammen verreisen und uns in Blavand ein Haus mit allem Zipp und Zapp leisten konnten. Großes Grundstück, über 200 qm Wohnfläche, Innenpool, Whirlpool und Sauna. Also jede Menge Gelegenheit für Wellness nach dem Strandspaziergang, für gemeinsame Grillabende, Spiel und Spaß und ach überhaupt. Toll war es. Und so schön, vor dem Winter noch einmal richtig Sonne, Nordseeluft und Spaß zu tanken.         








Auch für unsere Spielkinder war gesorgt, mit dem Auto bis an den Strand


und mit diesem Auto durch den Strand 




und mit dem Drachen durch die Luft 




.Die meisten Bilder stehen leider unter dem Motto: "What happend in Blavand, stays in Blavand" , aber ein paar ausgewählte Fotos gibbet im öffentlichen Teil des Albums Blavand 2016 .. Auch zu finden bei Google plus https://plus.google.com/+BrittaLanghoff/posts/4c3ZviNd8PH für die, die irgendwie die Alben nicht geöffnet kriegen.


Freitag, 9. September 2016

T.G.i.F. - Woche eins nach Traumzeit

Tach auch Liebeleins. Nun ja. Da wären wir also wieder. In unserer gemütlichen, kleinen Freitagsrunde. Ich hatte noch frei diese Woche - und was soll ich sagen? War datt ein Wetterken? Die alten Weiber wieder. Same procedure as die letzten Jahre. Altweibersommer ist der beste Sommer. Achtet mal drauf.

Dennoch - ich hätte das wunderbare Wetterken natürlich lieber auf der schaukelnden Limanda genossen als auf Hollywood. Aber die freie Zeit erlaubte mir immerhin, gedanklich noch etwas länger in meiner Traumwelt zu verweilen und die natürlich auch schon mit Euch zu teilen. Erste Einträge sind schon im Friese-Meren-Logbuch zu finden, ich hoffe, Euch gefällt es. Und - nur keine Müdigkeit vortäuschen, da kommt schon noch so einiges.

Ich weiß, so ein Bootsurlaub ist nicht jedermanns Sache, auch unterwegs lernten wir den oder die ein oder andere kennen, die mitgeschleift wurden und damit nicht so ganz glücklich waren. Selbst wenn man für die Einsamkeit ist, es ist ja nicht alles Entspannung auf einem Boot. Es ist manchmal auch aufregend und ich gebe zu, auch ich war nach wie vor bei so manchem Manöver nervös. Aber eins steht fest: Ich bin nirgends so glücklich und entspannt wie auf dem Wasser und es ist einfach nur schön, so weit weg sein zu können. Von eben allem. Ich war sehr, sehr durch vor dem Urlaub, so einiges hatte doch Tribut gezollt. Man wird eben nicht jünger.

Was uns auch gut getan hat, war die völlige Abstinenz von multimedialer Berieselung. Nur 2 x ganz kurz, ganz schlechtes Internet, welches wir auch erst nach Einbruch der Dunkelheit nutzten, weil vorher das Hafenkino/ Schleusenkino/ Merenkino/ Kanalkino usw. Programm einfach zu interessant war. Und dann auch nur für ein paar kurze WA-Nachrichten, Hauptzweck neidisch machen der Daheim-Gebliebenen. Kein Fernsehen, kein Radio, keine Zeitung, nur die mündlichen News, die auf den Stegen Thema waren. Ich habe sogar meinen eigenen Negativ-Rekord gebrochen und gerade mal ein einziges Buch gelesen. Und davon blieben noch 50 Seiten für zuhause. Gefehlt hat uns gar nichts. Die wichtigsten News von daheim gab es per altmodischer SMS - wenn denn Mobilfunknetz da war und sogar einem Telefonat!. Guter Vorsatz für mich: Nachrichten noch besser selektieren und nur insoweit konsumieren, als sie für mich von Belang sein könnten. Noch klappt es. Sogar beliebte Trash-TV-Formate müssen derzeit ohne mich auskommen, ich bin dafür gerade nicht bereit.

Die News von daheim: Einiges scheint sich grundlegend geändert zu haben, hier kommt derzeit die Post am frühen Morgen um zehn. Sehr irritierend. Wie lange waren wir weg? Im Ernst: Viel ist zum Glück nicht passiert. Der angehende Jurist hat sein behördliches Praktikum beendet, mit Erfolg, wie man hört. Die schwarze Null scheint immer noch standhaft. Der Ghostbuster hat immer noch keine Zeit zum Ghostbustern, dafür kann er derzeit kein Wässerchen trüben. Sprich, er hat einen Ferienjob und macht Kalt-Akquise, neudeutsch Promotion genannt für innovative politisch korrekte Kaltgetränke. Und wie unser Engelchen richtig prophezeite, waren auch die exorbitanten Drama-Queen-Auftritte fast umsonst. Von sechs Klausuren sind immerhin vier bestanden, eine nicht und ein Ergebnis steht noch aus. Für das Drama, welches hier abging zu all meinem Stress vor dem Urlaub sehr sehr gut. Bleibt zu befürchten, dass er auch weiterhin nur so weit springen wird wie unbedingt muss.

War sonst noch was? Die Frage könnt Ihr mir mal gerne beantworten. Muss ich noch irgendwas aus den letzten 2 Wochen so ganz, ganz unbedingt wissen? Dass Walter Scheel tot ist, habe ich mitbekommen. Möge er seinen gelben Wagen gut durch die Wolken lenken. Und ich habe am Rande ein Gequäke mitbekommen von wegen Hamsterkäufe und Notvorrat und blabläblubb. Irritiert mich hart. Oder haben die alle die Weltuntergangsbüchertipps von uns Engelchen gelesen? Und vor allem - das, was man bevorraten soll! Was soll mir das bringen? Dosen, Trockenvorräte? Was soll ich damit? Wenn ich doch mutmaßlich bei einer wie auch immer gearteten Katastrophe als erstes keinen Strom mehr habe? Wohl dem, der eine gasbetriebene Sommerküche hat..... Vielleicht sollten wir auch noch einen Brunnen bohren. Klärt mich auf. Was genau hab ich da nicht verstanden?

Was ich allerdings verstanden habe - um damit den Bogen zurück zum Anfang zu schlagen - sind die Wahlergebnisse vom Wochenende. Alles klar. Wir bleiben mit unseren Bootsurlauben in Holland. In Meck-Pomm werden wir ganz sicher keinen Anker werfen. Und das nicht nur wegen der vielen Schleusen. Durchgeschleust für Euch auch

die Statistik


Ansage der letzten Wochen: "Fern vom Holz" ( mein neues Lieblingskommando, gelernt 
vom unvergleichlichen Skippertrainer Eemke, dazu morgen mehr. 
Satz der Woche: Wenn ich zwischen Logik und Prinzip wählen soll, 
nehme ich  immer das Prinzip. 
(wahrscheinlich aus Prinzip. ©Maggie Smith in Downton Abbey, Staffel 6 ) 
Lied der letzten Wochen: Mr. Blue Sky   
schönste Aktion der Woche: Der Guilty Pleasure Vrijdag von Radio Veronica 
Karriere der Woche: Der Entenflüsterer 


Plan der Woche: Überlege, mir eine Tischkante auszusägen. 
To go quasi. Für Kopf/.... (©MichaelMusto auf Twitter) 
Geschäftsidee der Woche: Wenn ich alle meine Fettnäpfchen als Ölquellen verkaufe, 
werde ich stinkreich. ( ©Trixelinchen, vielleicht etwas für dHdL ? ) 
Cookie der Woche: Ich nehme "Das kleinere Übel für 200, bitte". 
Resignation der Woche: Menschen funktionieren ja gerne nach dem Prinzip, dass 
sie Surfer werden wollen, aber in Görlitz leben. (©Bambokrause auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Man sollte nie etwas auf morgen verschieben, dass man genauso 
gut für den Rest seines Lebens ignorieren kann. (©Grantscheam auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Verschiebt nichts, was ich nicht auch verschieben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage. 

Montag, 5. September 2016

Zurück im Heimathafen

Da sind wir wieder. Langsam, gaaaanz, ganz langsam auftauchend aus unserer Parallelwelt.
Braungebrannt, leicht verwildert, voller glücklicher Erinnerungen und mit dem Gefühl gesegnet,
ganz ganz weit weg, ganz ganz weit draußen gewesen zu sein. Ein Flug auf die Malediven hätte uns nicht weiter wegbringen können als unser gecharterter Tjeukemeerkruiser Limanda auf die friese Meren.


Hinter uns liegen 14 Tage Funkloch, 14 Tage unfassbar gutes Wetter, 14 Tage auf dem Wasser, auf den friese Meren eben. Ganze dreimal haben wir einen Hafen angesteuert, nur zweimal in einem übernachtet. Den Rest der Zeit waren wir draußen, auf dem Wasser. Jeden Tag woanders, aber immer weit weit weg von aller Zivilisation. Abgesehen von der, die wir dabei hatten. Jeden Tag haben wir uns eine andere Insel gesucht oder einen einsamen Anleger an einem Kanal, den die wunderbare Marrekrite dem Wasserwanderer zur Verfügung stellt. Jeden Tag Stille ohne Zivilisationlärm, Dunkel ohne Zivilisationslicht, mit nur der Milchstrasse und dem Sternenhimmel über uns. Selten waren wir ganz alleine, ein zwei andere Boote waren auch immer da, aber so ergab sich auch die Gelegenheit zu netten Gesprächen unter Gleichgesinnten, unbezahlbare Tipps inclusive. 14 Tage kein Fernsehen, keine Nachrichten, kein Radio, nur zweimal ganz kurzes und schwaches Internet, welches wir auch erst nach Sonnenuntergang nutzten, um kurze Grüße an die Lieben daheim zu schicken - 14 Tage nur Wasser, Meere, Boot und wir. Und vermisst haben wir nichts, gar nichts. Wie schon im letzten Jahr: Es ist unser Traum, unser Plan für später. Wir waren glücklich. Und im Moment etwas unorientiert im festen geschlossenen Raum. Aber immerhin - der feste Boden schwankt nicht mehr und wir werden uns schon wieder reinfinden in das normale Leben.  Und ja - ich habe wieder ein Logbuch geführt. Ganz altmodisch von Hand im Collegeblock. Peu a peu werde ich es übertragen in den Logbuch-friese-Meren-Blog, aber - langsam, ganz langsam. So schön die Erinnerungen sind, so sorgfältig wollen sie aufbereitet werden. Für Euch, für den Anfang ein paar Eindrücke








Sonntag, 29. Mai 2016

Stadtmusikanten - unser Familienwochenende in Bremen

Hinter Huchting ist bekanntlich ein Graben, hinter dem direkt Getränke Hoffmann kommen sollte - schenkt man Herrn Regener Glauben. Aus unserer Richtung kommend ist hinter Huchting allerdings kein Graben, sondern die Weser - und die ist sogar breit und tief und an ihr liegt Bremen. Dorthin veschlug es uns für unser Familienwochenende, welches die Herren Studenten und ich mit vereinten Kräften dem Ruhebewahrer zum Geburtstag schenkten.

Gut, ich gebe zu : Vereinte Kräfte hieß in dem Fall, dass Muttern und der Jurist abnickten, was das Fi-Bu-Wunderkind Endlich19 organisatorisch so drauf hatte. Die Vorgabe war neben: "nicht so weit weg" Ü-Ei mässig: Es sollte was Spannendes dabei sein, was Süßes und was zum Spielen. Und alles zum Staunen. Kurzum, von allet watt dabei, was Ruhebewahrern im besten Alter so Spaß macht.

Und damit auch das traditionelle alljährliche Leiden auf der A1 nicht zu kurz kommt, starteten wir am bundesweit uneinheitlichen Feiertag mit Stau, Stau, nochmals Stau und diversen Umfahrungen. Sagte ich schon, dass der Jurist Münster und Umgebung so ganz und gar nichts abgewinnen kann? Nein? Macht nichts, der gute Junge ließ es uns dafür oft genug wissen. Dem Stau sei Dank brauchten wir in Bremen auch gar nicht allzu lange mehr auf den Check-Inn warten. Wir logierten im Innside by Melia an der Waterfront etwas außerhalb der City, direkt an der Weser und verkehrstechnisch günstig für unsere Unternehmungen gelegen. Und außerdem gab es in der Waterfront-Mall auch den bevorzugten Fast-Food-Caterer, Nervenstärkung durch Chicken Bucket Challenge. Das Hotel ist eine Mischung aus Captain Jack Sparrow meets Anakin Skywalker, aber durchaus empfehlenswert.Die Hotelbar jedenfalls war gut bestückt und das ist ja schon mal die halbe Miete.

Fronleichnam ist in Bremen kein Feiertag und so machten wir uns auf inne City, die Stadtmusikanten betatschen, den Roland begucken, die Altstadt durchqueren, an der Weser promenieren und was man eben in der Hansestadt als Touri so macht. Das Wetter war hanseatisch nieselig, aber dank des Nicht-Feiertags konnte ja noch alles erworben werden, was in den vereinigten Alice-im-Wunderland-Taschen so fehlte. Zur abendlichen Einkehr wählten wir die direkt an der Weser gelegene "Bar Celona", die trotz des vom Juristen bemängelten Flachwitz-Namens guten Service und leckere Tapas bot. Und die Entdeckung des Abends: den Gingerito. Na, Hauptsache, es knallt.


Am Freitag begann dann die Abarbeitung des liebevoll zusammengestellten Ü-Ei-Programms. Erster TOP: was Spannendes zum Staunen. Ab ins Universum, Wünsche inclusive. Mit diesem Wissenschaftsmuseum hatten wir eh noch eine Rechnung offen, eigentlich wollten wir damals auf dem Rückweg von Soltau dorthin. Welche Achterbahn genau unseren Plan durchkreuzte, entzieht sich leider meiner partiellen Erinnerung. Das Universum Bremen ist ein interaktives Museum mit den Themen Mensch, Technik, Natur und wir hatten alle in der Tat sehr viel Spaß mit und an den Exponaten. Wir testeten das Erdbebensofa in allen Stärken, die Jungs spielten Kicker gegen Roboter und und und. Den mannigfachen Lobreden über dieses Museum können wir uns nur voll umfänglich anschließen. Inclusive der sehr freundlichen Mitarbeiter dort. Zum Schluß besuchten wir noch die Sonderausstellung über das Altern und durchliefen verschiedenen Stationen, um zu testen, wie es so um unser tatsächliches Alter bestellt ist.... Da jedoch der Grundsatz: What happens in Bremen, stays Ihr wisst schon.


Abends dann der Programmpunkt: Was Süßes und auch zum Staunen. Dafür besuchten wir die Bremer Depandance des uns allen aus Essen bekannten GOP Varieté, welches nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile im Ruhrpott eine echte Institution ist. In Bremen befindet sich das GOP in der Überseestadt, auch direkt an der Weser zwischen diversen Neubauten, die dem neudeutschen Trend urbanes Leben am Wasser folgen. Und auch die Bremer Variante enttäuschte nicht und bot gewohnt feine Qualität.  Gute Moderation mit Stand-Up-Comedy, tolle Artisten mit atemberaubenden Leistungen und außerordentlich süße Mitwirkende. Der Endlich19 liebäugelt nunmehr mit noch mehr Nördlichkeiten als Malmö - Finnland hat nicht nur schöne Männer! Nimm dies, Samu! Man muss es den GOPs lassen, sie haben diese Genre in Deutschland nicht nur aus der Schmuddelecke rausgeholt, sondern es wirklich neu belebt und auf ein sehr hohes Niveau gehoben. Wer mal Gelegenheit hat, eine Show zu sehen: Nur zu.



Am Samstag dann der letzte Programmpunkt: Was zum Spielen! Die Männer spielten Laser-Tag und das durchaus erfolgreich - dank des Endlich19, der als Spieler17  mit einem Punkt Vorsprung den Highscore knackte - da haben sich die vielen Stunden an der Playstation und in anderen virtuellen Reichen endlich mal bezahlt gemacht. Man(n) ist jedenfalls bereit, den Drachentöter rauszufordern. Wir bleiben dran. 

Noch mehr Bilder vom Familien-Wochenende gibbet im G+Album Bremen.  
     
   

Freitag, 17. Juli 2015

T.G.i.F. - Netiquette ist das Zauberwort

Tach auch Liebeleins. Da sind wa wieder. In the klebrige heat of the Ruhrvalley. Sagte ich schon, dass ich... ja, sagte ich schon oder? Des öfteren. Ok, anderes Thema.

Thema der Woche: Netiquette. War Mangelware diese Woche, ist anscheinend selbst im Sonderangebot ausverkauft. Was man nicht tun sollte dieser Tage. Auf die hashtags der Woche klicken bei Twitter. Sinnentleertes Rum-Lamentieren am Rande der Hysterie... gute Kinderstube scheint eine Vokabel aus dem vorigen Jahrhundert zu sein. Die Leichen sind noch nicht kalt, da wird nachgekartet, was die so gerecht empörten Tippfinger hergeben. Sowohl im übertragenen als auch wortwörtlichen Sinne. Ist es da ein Wunder, dass es an engagiertem Nachwuchs in Politik und Kultur fehlt? Wohl nicht.

Ganz großes Tennis derzeit auch in der alten virtuellen Heimat. Die Abschiedsvorstellungen zum BlogXit haben begonnen. Vor allem im Hilfeblog von blog.de, der ja schon seit längerem ein Garant für unterirdische Unterhaltungen war. Lamento de luxe. Ja, ich finde es auch schade. Ja, ich bin auch ein wenig wehmütig und traurig. Dennoch - shit happens. Vor allem in der Privatwirtschaft. Das ist selbst in Zeiten von Pupulis und vorangegangenen Desastern wohl lange noch nicht jedem klar gewesen. Bißchen Nachhilfe vonne Erzkapitalistin-Muddi?

Bitte sehr. Zum Mitschreiben:

Dieses Internet ist kein gemeinnütziger Verein.
Blog.de war ein Produkt. Ein Produkt, welches die Firma Populis angeboten hat.
Man konnte es eine Zeitlang kaufen. Nicht mehr nicht weniger.
Dieses Produkt hat keinen Gewinn erwirtschaftet. Nicht mehr  nicht weniger.
Dieses Produkt wird vom Markt genommen. Ende der Geschichte.

Natürlich. Unbestritten, blog.de war eine großartige Idee. Eine Blog-Plattform mit diesen Angeboten zur Vernetzung und zum Freundeseinträge schreiben und und. Warum die Betreiber kein Interesse daran hatten, das Ganze profitabel zu gestalten, darüber könnte man spekulieren. Man könnte einen Blick in den Hilfeblog werfen und sehen, woran es auch krankte, um zum Zauberwort Netiquette zurückzukehren. Diese Ansammlung von Schlaubi-Schlümpfen, die von nichts 'ne Ahnung und zu allem eine Meinung haben, gepaart mit eklatantem Mangel an Kenntnis der simpelsten Umgangsformen. Oder ich erinnere mit Grausen daran, wie ein recht unbedarfter neuer CEO sich unter die bloggende Masse wagte und schon beim allerersten Satz einen Shitstorm der extra dreckigen Sorte abbekam. Dass ein Betreiber da das Interesse verliert, mit viel Müh und Not aus einer allenfalls schwarzen Null eine schwarze Zahl zu machen, das war schon damals absehbar. Aber wie gesagt, man könnte trefflich spekulieren. Man könnte es allerdings auch lassen. Was ich jetzt auch tue. Nicht mehr meine Baustelle.

Was die künftigen Baustellen angeht: Meldet Euch gerne, wenn Ihr wisst, ob und wo Ihr in Zukunft bloggt. Lesezeichen setzen, Blogs abonnieren und kommentieren kann man soweit doch bei jedem Anbieter. Ich für meinen Teil werde ganz gewiss keine eigene Wordpress-Baustelle aufmachen. Mir ist das echt zu kompliziert dort. Die Revierpassagen sind auf Wortpress beheimatet, ich hab den Praxistest also schon seit Jahren. Einfach nicht meins. Dieser Blog hier läuft schon seit Jahren und auch unabhängig von der alten Heimat gar nicht schlecht. Ich finde es recht kommod und die Möglichkeiten der Vernetzung sind zumindest besser als bei Wordpress. Natürlich ist mir klar, dass auch blogger.com nur ein Produktangebot der Firma Google ohne jede Garantie für die Ewigkeit ist. Aber so ist das nun mal, wenn man den Schritt einer selbstgehosteten Seite scheut. Ich für meinen Teil freue mich, wenn Ihr mir treu bliebt und auch hier lest. Jederzeit und immer. Treu bleiben wir selbstredend auch der liebgewordenen Tradition:

Die Statistik:

Satz der Woche: Karma ist ein Konzept, das geschaffen wurde, um die
 Unglücklichen im Zaume zu halten. 
Bild der Woche: Über-Brückung-s-Geld für unsere Holland Bootstour #VorfreudeistdieschönsteFreude

Mahnung der Woche : Wir erfahren viel. Aber wir wissen wenig. (das mögen sich bitte alle zum Captain Obviously berufenen ins Stammbuch schreiben, bittedanke) 
Resumée der Woche: Die trauernden Hinterbliebenen können nun endlich 
einen Schlussstrich ziehen. ( ©Michaalb zum Ende von blog.de) 
Kopfschütteln der Woche: Schon erstaunlich, wie viel Zeit Menschen haben, anderen Menschen zu erzählen, wie wenig Zeit sie haben. ( ©aqua666 auf Twitter)  
Konsequenz der Woche: Steilvorlagen kann man nicht ungenutzt rumliegen lassen.
 So lautet das Gesetz. 
Nervfaktor der Woche: Wenn Sie sich nicht die Mühe machen, mich zu lesen, 
warum soll ich mir die Mühe machen, Ihnen zu erklären, was ich meine. 
(©Kulturbolschewi "dieMim" auf Twitter) 
Rat der Woche: Halte Deine Gefühle unter Kontrolle, bevor sie 
Kontrolle über Dich erlangen. (©Maggie Smith in Downton Abbey ) 
Erkenntnis der Woche: In der Verwendung des Wortes "geil" waren wir Großen Alen wesentlich zielorientierter als heutige Generation. (©Spieler7)
Stoßseufzer der Woche: Eine Tages werde ich es besser wissen.  -
 Heute ist nicht dieser Tag. (©KlabustaMinista auf Twitter)  
Wissenschaft der Woche: Keith Richards bringt ein neues Soloalbum heraus. Er ist der Beweis, dass diese ägyptischen Einbalsamierungsmethoden wirklich funktionieren.
 (© Grantscheam auf Twitter)
Erklärung der Woche:  meist polnischer Landadel aus dem bildungsfernen Milieu mit Vornamen, die jeder Zirkusdynastie Angst machen würden. (©"Gedankenleserin" Trixelinchen auf meine Beschwerde über Eltern, die ihren einzigen kreativen Moment im Leben bei der Namensgebung ihres unschuldigen Nachwuchses ausleben)    
Cookie der Woche: Gerade mal 11 Uhr und schon 31 Grad. Endlich schmilzt zusammen, was zusammengehört. 

Allen schickes Wochenende.
Schmilzt nirgendwo, wo ich nicht auch hinschmelzen würde. 

P.S. Wenn mich heute jemand sucht, ich bin bei Engelchen.
 Live Lamento im und am Pool.

Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.
Links auf Nachfrage 

Donnerstag, 4. Juni 2015

Kein Lärm und Nichts

Liebeleins. Da sind wir wieder. Back home. Schluss mit Sky and Sand. Dänemark 2015 - schon wieder Geschichte. Aber eine schöne Geschichte. Eine Geschichte um gar keinen Lärm und Nichts. Viel Nichts. Denn genau so war es bestellt. Je mehr nichts desto besser.
Begleitet vom alten Schweden ehrenhalber bka Endlich18 schmissen wir uns mit all den anderen Pfingstochsen auf die feiertägliche A 1 (ja schon klar, schön geht anders, aber irgendwas iss ja imma und was tut man nicht alles für ein paar Ausser-Saisonale-Tage am Meer) Kutscher bestimmten die Musik und so trugen uns Sven Regener und seine Element of Crime (Wahl des Ruhebewahrers), Bastille und ein uns bis dato unbekannter, aber sehr gefallender Fabian Römer (Wahl des Endlich18) in den Staate Dänemark. Während der jeweilige Rest via Twitter oder Chat miteinander lästerte. Opelgang 2015 eben. Mach watt dran. Muss man ja auch ausnutzen, bevor man erwartungsgemäß ins Funkloch de luxe stürzt. Kurz vor Paradise galt es noch - schon im dänischen Graswurzelbereich - einen weitestgehend unerklärlichen Stau zu ertragen, doch dann - statt der Tür zu Narnia öffnete sich - das Meer. hach. ach. Hach.
WarumliegthierStroh
(und ja klar: wir Twitter-Geschädigten stellten sofort die naheliegende Frage: Und warum liegt hier Stroh ? )
Alsdann Inbetriebnahme des Wunderhauses und der erste Blick aufs Gras. Schließlich will man ja wissen, wieviel es so wächst in der nächsten Zeit. Sonst gibbet ja schließlich bekanntermaßen nichts zu sehen. Noch nicht mal Farbe, der man beim Trocknen zusehen konnte, gab es. So gut jetzt. Schluß mit Dänen-Urlaub-Witzen, die gehören so langsam auch schon ins Phrasenschwein. .
Gras, ick seh Dir wachsen
Unser Quartier aufgeschlagen hatten wir diesmal im Hinterland von Blavand, dem westlichsten Örtchen Dänemarks, nicht allzu weit von der Grenze entfernt, schließlich hatten wir nur 10 Tage. Blavand ist ein recht umtriebiges Örtchen mit vielen Geschäften, erstaunlich viel Betrieb und bietet soweit alles, was das Herz begehrt, wenn man sich aus dem Hinterland herausbewegt. Vor allem auch viel frischen Fisch und Meeresgedöns, was wir bis kurz vorm Eiweiß-Schock auskosteten.
Und Sie sind?
Des weiteren bietet die Gegend sprichwörtlich "Natürlich" viel. Wälder, Fjord, Marsch-, Sumpf- und Heidegebiete, Dünen mit und ohne Stroh und sensationell schöne Strände dort, wo das Wattenmeer in die Nordsee übergeht. Ein Eldorado für Muschel, Bernstein und Krebsesammler, für Drachensteiger und gelegentliches Bumm-Bumm, da die dänische Armee gerne mal ein kleines Manöver dort abhält. Wie bereits in den Vorjahren erlebt. Tjanun. Ist ja auch ein großes Land und hat soviele Grenzen zu verteidigen. Nicht. Aber bitte - auf Erörterung weltpolitischer Vorsichtsmaßnahmen verzichte ich aus Gründen der Erinnerungskultur an dieser Stelle lieber.
Blavand Strand
Dafür gibbet für Kunstinteressierte eine kleine Entschädigung. Pragmatisch, wie das Dänen-Volk nun mal so ist, werden die alten Bunker lieber nicht kostenintensiv abgebrochen, nein - da ließ man wohl lieber Herrn Immendorf einfliegen und einen Friedensaffen sprayen. Zur Vorsicht schreibt man "Kein Graffiti - Kunst!!! " daneben und feddich ist das Wunderwerk. Ob Herr Immendorf im Nichts auch Koks, Nutten und sonstige Zerstreuung, die er aus Düsseldorfer Hotels gewohnt war, geboten bekam, ist nicht überliefert. Ebenso wenig, wer die Friedenspferde verbrochen hat.
Friedensaffe
Friedenspferde
Wir hatten jedenfalls eine sagenhaft erholsame Zeit. Die Tatsache, dass wir erstmals außerhalb der Schulferien fahren konnten, ließ preistechnisch die Buchung eines Feriendomizils mit allem Zipp und Zapp zu und so beschränkte sich unser Wellness nicht nur auf Strandspaziergänge. Sehr sehr fein. Dazu Zeit für Lektüre, für gute Musik, für uns selbst, für jeden einzelnen und für die kleine Gemeinschaft, die sich für ein paar Tage erfreulicherweise noch um die Holde des Endlich18 erweiterte.
Wir ließen zurück: Ein Haus im Wald. Stille, die man hören kann und die Frage, wieviel Schlaf so geht. Die geliebte Nordsee, lang auslaufende Wellen und das Nordlicht.
Carpe diem ist eben dänisch. Für Softeis für Frühstück. Und so vieles mehr.
Dansommer eben. Traurig, dass es vorbei ist. Froh, es gehabt zu haben.
Ein paar mehr Fotos noch im Album Dänemark2015 

Sonntag, 7. Dezember 2014

Rituale - oder die Herrin der Lage

Rituale sind wichtig. Wissen wir. Aus diesem und jenem Grund. Und aus dem da auch noch. Manchmal passen einem althergebrachte, allgemeingültige Rituale aber einfach nicht, bzw. sie passen nicht gut in die Lebensumstände, die man gerade eben so hat. Manchmal muss man dann  eben einfach hingehen und eigene Rituale entwickeln. (Und wenn man Glück hat, erobert man sich mit diesen Ritualen dann auch den Titel der Herrin der Lage. )

So ging es uns vor vielen Jahren mit Weihnachten. Weihnachten war auf einmal unglaublich anstrengend geworden.  Es war alles - stressig, nervenaufreibend, kräftezehrend, belastend, aber nicht das vereinende Familienfest, dass wir uns doch alle eigentlich alle wünschen. Der Grund dafür war ganz einfach: Wir waren eine jener modernen Patchwork-Familien geworden, mit der Kernzelle Muttern, ruhebewahrender Stiefpapa und die beiden Jungs. Im Orbit um uns kreisten der Herr Papa samt Gattin Numero due und dreimal Großeltern. Alle um ein gutes Auskommen miteinander bemüht, was an sich schon kräftezehrend war, aber die Mühe durchaus wert. Nur eben Weihnachten - der weihnachtliche Gedanke blieb auf der Strecke. Von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtstag machten wir uns und vor allem die Kinder auf die Reise. Das waren eine ganze Menge Leute, die da gerecht behandelt werden wollten. Und irgendwie haben wir es auch immer hingekriegt. Aber von Besinnlichkeit, von Nähe blieb da nicht viel, vor allem nicht für uns vier.

Irgendwann besann ich mich meiner holländischen Wurzeln und erinnerte mich an die schönen Nikolaus-Bescherungen, die meine Großeltern immer veranstalteten. In Holland ist der Sinter Claas einer der höchsten Feiertage - auch wenn die Kontroverse um den zwarte Piet eigenartige Wellen um den Bug des Nikolaus-Schiffes schlägt - und der Abend vor Nikolaus ist der Pakjesavond, der Abend, an dem sich die Holländer bescheren und ihre Päckchen austauschen. Und so begannen wir, auch diesen Abend zu feiern. Nur für uns vier. Mit nach draußen gehängten Riesensocken ( die dann eilig die eingeweihte Nachbarin einsammelte und mit den bei ihr deponierten Päckchen füllte) mit Bescherung um den Adventkranz herum und mit ganz viel, ganz lecker Essen. Bei uns gab es dann schon einen Großteil der Geschenke, von uns bekamen die Jungs zu Weihnachten nur noch eine Kleinigkeit, so dass auch die Weihnachts-Geschenke-Flut ( ein unbestreitbarer Vorteil der Patchwork-Kinder) entzerrt wurde und unseren Geschenken eine größere Aufmerksamkeits-und Nutzspanne zuteil wurde. Vor allem aber war es immer ein Abend für uns vier. Und dieses Ritual hat sich tief eingeprägt bei uns vieren. Mittlerweile hat es sich etwas abgewandelt, vor allem, was die Geschenke-Verteilung angeht. Aber Nikolaus-Bescherung und ganz viel, ganz lecker Essen gibt es immer noch und wird auch so eingefordert. Ohne Nikolaus-Feier fehlt hier was. Und so eroberten wir uns  ein kleines Stück besinnlicher Familienhoheit zurück und ich hatte dadurch das Gefühl, auch wieder mehr Herrin der Lage zu sein.

In diesem Jahr bekam ich schon zum zweiten Mal eine wildschöne Aufmerksamkeit vom Sinter-Claas und sie war so passend, wie sie passender gar nicht sein konnte



Besonders witzig war es, dass unser verpennter Postbote es so gerade eben noch schaffte, dieses Paket 5 Minuten vor unserer Bescherung abzuliefern. Und besonders schön fand ich die Doppeldeutigkeit des Schildes. Das Herrin der Lage bezieht sich auf vieles. Aber es brachte mich eben auch auf den Gedanken, dass ich mir einst mit dem bei uns eingeführten Nikolaus-Abend ein Stück weit "Herrin der Lage" zurückerobert hatte.        

In diesem Sinne: habt einen besinnlichen 2.Advent-Abend und bleibt allzeit Herr oder Herrin der Lage.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Von Fasanenbrause und anderen Nettigkeiten

Wenn Ruhrpottengel reisen. Vor allem in den Norden. Haben sie was? Richtig. En Wetterken vom Feinsten.
Strahlend helles Licht und Sönneken. Dieses Jahr haben wir alles richtig gemacht. So auch am vergangenen Wochenende. Borkum war angesagt. Mit der ganzen Schwieger-Family. 14 Mann vonnem Pott anne Nordsee. Von kundigen Reisefachleuten aus der Familie wohlfeil organisiert, klappte tatsächlich alles wie am Schnürchen. Für den Ruhebewahrer war es das erste Mal auf einer deutschen Nordseeinsel, diese Bildungslücke wäre somit auch geschlossen. Borkum kannten wir beide noch nicht (wobei es Bilder von mir als vierjährige gibt, wo ich mit meinen Großeltern dort war, aber Erinnerung ist gleich null). Die Insel ist eine typische Nordseeinsel mit typischer Dünenlandschaft, der kleine Inselort recht umtriebig, die Kurpromenade super ausgebaut. Die Restaurants sind gastfreundlich und nicht überteuert, der inseleigene Sanddornschnaps - auch Fasanenbrause genannt - eine Sünde wert. Und so gesund! Weil soviel Vitamin C. Von den diversen Verschnupften in unserer kleinen Reisegruppe ergiebig getestet! Von uns anderen auch. Aus Solidarität natürlich. Eine kleine feine Fahrradtour haben wir gemacht, mit ergiebiger Strandpause. Bei der ich von einem freundlichen Boxer durch ebenso ergiebiges Abschlabbern gerettet wurde. Ich lag da wohl zu ruhig und weckte Beschützerinstinkte. Sehr zum Erschrecken seiner Herrchen, die ziemlich erleichtert waren, dass ich das so lustig fand.
Fazit: Schöne Insel, schönes Wochenende, feines Tussendoortje. Aber wir werden doch "unseren" Seelands treubleiben, dem dänischen und dem holländischen.

Montag, 25. August 2014

Die zwei Seiten des Öresund - Kopenhagen und Malmö

Dänemark 2014, Teil zwei
Unter anderem hatten wir Sjelland auch deshalb ausgesucht, weil es uns die Mäglichkeit gab, von dort aus Tagestouren zu machen. Der Kniefall hatte sich Kopenhagen und Malmö gewünscht, beide Wünsche wurden natürlich selbstlos erfült. In Kopenhagen gab es ein Kreuzfahrertreffen, ein Schulfreund des Kniefalls war mit seinen Eltern auf Kreuzfahrt und so wählten wir für diesen Ausflug den Tag, an dem der Kumpel dort anlandete. Die beiden Jungs sind dann auf eigene Faust losgezogen und kamen mächtig begeistert wieder: "Schöne Stadt.. und so lebhaft... und vor allem... die Mädels. Das wussten wir ja schon, dass Däninnen die schönsten Mädchen ever ever ever sind. Und so natürlich. So ungeschminkt... " (das stellten dareinst ja schon die Handballer bei den Lübeck-Touren fest, diese Naturvölker eben) Und dann war auch noch skandinavian fashion week und so war es der einzige Wermutstropfen der Jungs: Die Meßlatte ist jetzt so hoch gelegt, zuhause finden sie bestimmt kein Mädel mehr, das ihren nunmehr immens gestiegenen Vorstellungen entspricht....
Der Ruhebewahrer und ich hatten hingegen mehrere Wermutstropfen in Kopenhagen zu schlucken. Nicht nur, dass die Jugend mit einer Einladung zur Pilgrim-Modenschau wiederkam und ich im schicken Kaufhaus Illum nur ein - kein Witz - Hühneraugenpflaster geschenkt bekam... Nein, das Enttäuschend war, dass Kopenhagen dieser Tage eine einzige Baustelle ist. Unsere Freunde aus der Ferienhaus-Anlage hatten uns schon vorgewarnt. Es wird gebuddelt für die neue Metro und man sieht definitiv wenig von der Stadt. Alle großen Plätze sind mit meterhohen Bauzäunen umgeben, das nimmt der Stadt momentan die Weite und das Licht. Wir waren vor 8 Jahren ja schon mal da für ein langes Wochenende und haben die Stadt damals geliebt. Dementsprechend enttäuscht waren wir nun. Aber - da der Kniefall ja alleine mit seinem Freund unterwegs war, entfiel für uns die traditionelle Sightseeing-Tour und wir machten etwas ganz anderes. Die Borgen-Tour. DIE Fernsehserie, die mich so gefesselt hat. Was lag da näher, als nach Christiansborg (der Regierungssitz! Im Volksmund eben Borgen genannt) zu gehen und sich die Drehorte mal im Original anzusehen. Christiansborg hatten wir vor 8 Jahren links liegen gelassen, konnte ja keiner ahnen damals.....Wir wandelten also auf den Spuren von Birgitte Nyborg und Casper Juul und hatten unseren Spaß dabei. Vor allem, weil die vielen Japaner dort etwas ganz anderes fotografierten als wir und diese gehörig irritiert waren, dass wir von einer einfachen Holztür so ein Aufhebens machten und sich augenscheinlich fragten, ob sie diese Tür jetzt auch fotografieren müssten. Lustig fanden das auch so einige Staatsbedienstete, die dort ihre Raucherpause verbrachten und denen natürlich völlig klar war, was wir dort veranstalteten.
Team Britta und Koalitionsgespräche im Wandelgang: 
Team Britta Borgen
In der zweiten Woche ging es dann für einen Tag nach Malmö, womit mir gleich zwei Wünsche auf einmal erfüllt wurden. Zum einen wollte ich schon ganz, ganz lange mal über die spektakuläre Öresundbrücke fahren - nur wenig kann mich ja so begeistern wie eine Brücke über eine Meerenge - , zum anderen kam ich so endlich einmal in das Land, aus dem mein Name kommt. Die Brücke war wie erwartet, sensationell. Ich erzähle auch einfach nicht, wie hoch die Maut war. Nur soviel: Man muss schon sehr, sehr brücken-affin sein, um das mal eben für einen Tag zu berappen.... Malmö selbst hat dann auch viel Spaß gemacht. Die Stadt hat eine schöne Altstadt mit vielen netten Geschäften und Restaurants (TGiFridays zum Beispiel), wirkt sehr jung, sehr öko und hip. Und falls die Männer unter Euch sich schon gefragt haben, was an Frisuren-Mode nach dem Undercut kommt - es wird die Hochsteck-Frisur für Männer sein. Falls dieser augenscheinliche Malmöer-Trend sich durchsetzt. Ein feines Souvenir hab ich mir auch mitgebracht. Wollte ich so lange schon mal wieder haben. Echte Klotschen.
IMG_7034_1KlotschenMalmö
Richtig schön war dann noch ein Abendspaziergang an der Öresund-Promenade in Malmös neuem Hafenviertel. Da haben sich kreative Architekten ausgetobt und ein tolles Viertel mit viel Atmosphäre geschaffen, welches anscheinend auch von den Malmöern zur Feierabend-Entspannung prima angenommen wird. Ich hatte diese Bilder noch vom vorletzten Grand Prix in Erinnerung und in natura war es noch sehr, sehr viel schöner.
BlickaufÖresundundBrücke
Noch mehr Fotos gibt es in G+ Alben, für Kopenhagen klick hier und für Malmö klick hier. Die Alben sind jetzt auch vollständig, von daher können auch die gerne nochmal klicken, die vorher schon Handyfotos lünkern durften. Viel Spaß !

Sonntag, 24. August 2014

Zwischen den Meeren - Dänemark 2014

Ach, Dänemark. Du hast es besser. Deine Meere sind mehr, Dein Licht heller, Dein Himmel höher, Dein Wind durchsetzungsfähiger, Deine Menschen entspannter und nicht zu vergessen, Deine Fernsehserien besser. 
Wir waren dieses Jahr in einer ganz anderen Ecke, in Rorvig auf der Halbinsel Sjelland im Osten des Landes. Sjelland bedeutet Seeland und das trifft es ganz gut. Es ist wirklich ein Land zwischen den Meeren. Rorvig selbst liegt zwischen Kattegat und Isefjord, der wiederum die Verbindung zur Ostsee ist. Die Landzungen dort sind teilweise sehr, sehr schmal, der Sylter Ellenbogen ist eine Witz-Veranstaltung dagegen. Das Land ist geprägt von Kiefernwäldern, die Baumstämme bilden kleine Erhöhungen, wo man jeden Moment einen Troll zu sehen vermeint.
alter SchwedeIMG_7003_1RorvigPark
Es gibt Heideflächen, Moore und jede Menge Strand. Rorvig ist ein kleiner Hafen, wo Kinder den Krabbenfischern von der Beringsee Konkurrenz machen und auch sonst viel Trubel und Leben herrscht. Das Land dort ist ein echtes Bullerbü-Land mit vielen bunten Holzhäusern, selbst die Kirchen sind bunt und aus Holz. Viele Stege, viel Wasser, viele Boote, viel Platz zum Plantschen im seichten und daher oft sehr warmen Wasser. Manchmal wird das Bullerbü-Land auch zum Disneyland, denn unfassbarerweise leben in den Wäldern viele Rehe, die sich überhaupt nicht an den paar Spaziergängern stören und einfach so die Wege kreuzen. Was mich zu der Frage gebracht hat, ob Rehe überhaupt richtig sehen können. Einmal sind zwei davon keine 10 Meter vor mir über den Weg gedonnert und ich hab mich echt gefragt, ob die mich überhaupt gesehen haben und ob ich auf dem Rest des Weges noch Gefahr laufe, von denen über den Haufen gerannt zu werden. Also? Können Rehe richtig sehen? Frage für meinen nächsten DK-Urlaub ...
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Unser Haus stand diesmal nicht einsam in der Gegend rum, sondern wir waren in einer kleinen Bullerbü-Anlage mit Pool und Tennisplatz, wo der Ruhebewahrer und der Kniefall sich redliche Mühe gaben, in die Fußstapfen Björn Borgs zu treten. In der Anlage haben wir auch ein sehr nettes, gastfreundliches, dänisches Ehepaar aus Kopenhagen kennengelernt, die dort ihr Wochenend/ Sommerhäuschen hatten. (Sehr viele Dänen aus den grüßeren Städten leben so. Unter der Woche in einer Wohnung in der Stadt, am Wochenende irgendwo am Wasser in einem Holzhaus in Wassernähe. Beneidenswert, das könnte mir auch gefallen) Dieses Ehepaar jedenfalls hat über andere Bekannte Fahrräder für uns organisiert und mit uns eine wunderbare Tour durch die Vogel- und Naturschutzgebiete der Umgebung unternommen und uns Flecken gezeigt, die wir sonst nie gesehen hätten. Großartig war das. Überhaupt waren die meisten Mit-Urlauber in der Gegend Dänen, die dort ihre WE-Haus-Kultur pflegten. Deutsche gab es relativ wenig, was uns das Gefühl gab, wirklich irgendwo mitten in DK angekommen zu sein. Mit allen Vor-und Nachteilen. Wobei der einzige Nachteil im traditionell miesen Dänen-Radio bestand, welches in diesem Jahr alles dran setzte, mich mit den TOP 100 der Lieder, die ich noch nie in meinem Leben leiden konnte, zu beschallen. Aber wenn das alles ist, was man zu bemeckern hat, dann dann geht's ja.
Ansonsten waren wir viel am Strand, das Wetter war nämlich richtig, richtig gut. Es war eben in diesem Jahr ein nordischer Sommer. Natürlich hat es auch mal geregnet, aber im großen und ganzen war der Sternschnuppenregen der Perseiden der bemerkenswerteste Regen des Urlaubs. Perfekt. Ich komme ja einmal mehr nicht umhin zu konstatieren, dass nordischer Urlaub viel besser ist als sein Ruf. So oft ich in meinem Leben im Norden war, selten hatten wir richtig schlechtes Wetter und meine Erinnerungen an den Norden sind immer von viel wunderbarem Licht und Luft geprägt. Natürlich wird es nie richtig heiß, aber für mich sind 22-25 Grad mit ein bißchen Wind die absolute Wohlfühltemperatur. Ich sach ja - nicht nur ruhrisch, sondern in einem Teil meines Herzens bin ich auch nordisch by nature.
KattegatHätten wir mal die Fähre genommen
Bei den Bildern gilt: Klick macht big. Und noch mehr Fotos aus Rorvig, Sjelland und Umgebung gibt es im G+ Album Zwischen den Meeren.  Auch für die, die schon während des Urlaubs HandyFotos lünkern durften. Jetzt ist das Album nämlich komplett. Bericht über die schönen Seiten des Öresund, Kopenhagen und Malmö gibbet dann morgen. Nicht, dass Ihr noch gestresst seid von der Flut meiner Berichte.....