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Freitag, 17. Mai 2019

T.G.i.F. - niemals geht der Urlaub so ganz

Tach auch Liebeleins. Woche eins nach Urlaub ist fast abgefrühstückt. Zeit für eine kurze Rückmeldung. Noch leiden und erfreuen wir uns gleichermaßen an den Nachwehen
des Urlaubs (Husten, Schnupfen, Heiserkeit auf beiden Seiten der Bettstatt sowie ein leichter Hauch von "Sie wissen nicht, was sie tun (sollen) ).

Der Mai-Urlaub verlief in diesem Jahr gänzlich anders als im Vorjahr. Es war "en Jammer met het weer". Sonne, Sturm, Regen, Hagel - es war für alle und von allet watt dabei. Und vor allem war es richtig, richtig kalt. Die Klamottage, die wir für kalte Tage dabei hatten, kam zu drei-bis vierfachen Ehren, die luftigen Fähnchen hingegen haben das klare Licht Nordhollands nicht einmal erblickt. Tjanun - weiß man vorher, wenn man auf und am Wasser Urlaub macht und wir beschweren uns auch nicht.

Denn schön war es trotzdem. Alles eine Frage der Ausrüstung. Die erste Woche des Urlaubs verbrachten wir im geliebten Friesland auf dem Wasser. Immerhin hatten wir in weiser Vorahnung eine echte Luxus-Ausgabe gebucht. Die Ardeche floss eine Woche nicht durch Frankreich, sondern durch die friese Meren und schaffte es fast bis zur Nordsee. Wir haben jede Minute genossen, auch die verregneten und uns trotz durchgehend einstelliger Temperaturwerte in der Kajüte des Nachts bestens erholt. Nirgendwo ist man so schnell so weit weg wie auf dem Wasser. Das Logbuch wird noch entsprechend befüllt, coming eher later as soon. Denkt also nicht, Ihr hättet es mit diesen kargen Worten schon hinter Euch.


Von Friesland zur Nordsee


Nachdem wir die Ardeche schweren Herzen freigaben, tauchten wir für einen Tag erstmal unter. Noch in der Heimat war uns ein echtes Easter-Egg vor die Füße gerollt, dem wir unbedingt nachspüren wollten, wenn wir schon mal da sind. Wir tauften es Geheimprojekt Maybe und es brachte nicht nur die Urlaubsplanung, sondern auch uns durcheinander.

Platz in der Geschichte Nach ersten erfolgreichen Geheimagenten-Schritten lenkten wir diesselben nach Callantsoog und genossen noch ein paar Tage an meiner geliebten Noordzee. Es ist ja so: Ein Jahr ohne Nordsee ist ein verlorenes. Die Magie der leuchtenden Strandtage des letzten Jahres zeigte sich leider nur selten, aber wir mögen es dort bei jedem Wetter. Und so blieb dann auch etwas Zeit für kleinere Erkundungstouren. Die ganz großen haben wir uns verkniffen, wir kennen eh die ganze Küste rauf und runter. So beschränkten wir uns auf einen gewandelten Spaziergang durch das Schwanenwasser und rund um die zwei größten Dünenseen Westeuropas (jaha! 5 km! Ich ! ) , erkundeten den Tulpen-Bollenstreek samt Mini-Keukenhof und suchten letztendlich am Atlantikwall unseren Platz in der Geschichte.

Oh wie schön ist PanamaUnd nun? Nun sind wir wieder in unserem Panama und wissen immer noch nicht, was wir tun (sollen). Aber ein Zwischenbeschluss ist ergangen. Die, die das Easter-Egg als erste gefunden haben, werden in die Pflicht genommen und müssen nun morgen mit auf Teil 2 der Geheimmission. Welche mittlerweile einen erweiterten Namen hat und derzeit als Maja Maybe firmiert. Sorry for Kryptik, wir werden es früher oder später auflösen. Ob ge - oder mißlungen. Es bleibt spannend.

Fazit der Urlaubszeit: 



 Allen ein schickes Wochenende.
Begebt Euch auf keine Geheimmission, auf die wir uns nicht auch begeben würden.

Freitag, 12. April 2019

T.G.i.F. - sinnbefreite Höhenflüge

Höhenflug Palmkirmes RecklinghausenTach auch Liebeleins. Willkommen in unserer kleinen kuscheligen Freitagsrunde. Alles gut? Oder zumindest fast? Heute morgen auf Twitter wurde schon gegrübelt, was TGiF denn bedeuten könnte. Daher nochmal zum mitschreiben: Thank God it's Friday. Bereit zu neuen Höhenflügen.

Doch vorher war es wieder eine dieser Wochen. Ihr wisst schon. Diese Wochen, in deren Verlauf man immer öfter denkt: Wenn ich mir jetzt eins verdient hätte, dann eine komplett sinnbefreite Stunde. Oder zwei. Diese Wochen, in denen man kaum bis nichts Gutes hört, in denen viel Elend und kein Glanz an einen herangetragen wird. Elend zumeist, das einen persönlich gar nichts angeht, welches einen aber trotzdem anfasst. Weil - könnte ja sein, dass es einen doch was angeht und wenn ja, was soll einem das sagen? Karma is a bitch und jetzt zieh die Konsequenzen? Für die Sache, die mich persönlich anging, habe ich kurz meinem 80er-Jahre-Demo-Ich hallo gesagt. Getrillert und gepfiffen. Und meine unnachahmlichen Pfadfinder-Qualitäten bewiesen. Schade, dass es heutzutage
Navi-Tanten gibt. Wieder ein Karriereweg verbaut! 

Jedenfalls: ich konnte den liebenden Gatten überreden. Zu einem sinnbefreiten Abend. So sinnbefreit, dass die Herren Söhne wahrscheinlich den Kopf auf die Tischplatte sinken lassen und stöhnen: "Sie sind schon wieder ohne Aufsicht. Wir merken das doch! "
Wir waren in der Tat auf der Palmkirmes. Wir zwei alleine. Ohne Alibi-Kinder und mit Lust. Bisher war es eher andersrum. War sinnbefreit. Völligst. Aber ablenkend.
Und damit dann doch sinngebend.

Riesenrad Palmkirmes Recklinghausen

War sonst noch was? Der Rotterdamer ist wieder an der Maas, sackte direkt dolle Punkte ein und bekommt dafür morgen ein fnatic-es* Wochenende auf dem Silbertablett serviert. Der Jurist bedankt sich bei den Daumendrückern für seine Holde, glückliche Erleichterung macht sich breit im Glaspalast.

Kirschblüten Bonn Heerstrasse
Auch darüber, dass sie nicht mehr an der Bonner Heerstrasse wohnen, die sich dieses Jahr zum instagrammablen Hotspot mausert. Ehrlich mal, seit Jahrzehnten blühen da die Kirschblüten und dies Jahr wird das in jedem Medium als Weltsensation gefeiert. Naja, wenn es der Klickgeilheit dienlich ist.

Gibt Schlimmeres auf der großen weiten Welt: Brexitanien an Halloween und andere enteignete Unsäglichkeiten zum Beispiel. Hat jemand den Mantel des Schweigens gesehen. Sinnvoll wär das. Bevor die sinnbefreiten Stunden gar nicht mehr nachwirken. Nachwirkungen auch in der

Statistik:

Schild der Woche: Nationale Schnapsidee (#ausgründen gekürzt)
Einladung der Woche: Ohne Mampf kein Kampf
Beschäftigungstherapie der Woche: Replies from hell. Auf die Feststellung "Die Sonne scheint noch nicht" (©Trixelinchen auf Twitter) folgten (pseudo) wissenschaftliche Abhandlungen bis hin zu "Du nimmst bestimmt auch Globuli" . Wir haben Fragen!
 Dann doch lieber den 
Traumjob der Woche: Wolle Ticket kaufen? 
Wolle Ticket kaufen

Fernmündlicher Erlebnisbericht der Woche 1: Die Nachbar-Oma hat ihr erstes 
Mobiltelefon. Der Funktionstest beginnt mit einem Anruf bei mir und sie sagt:
 "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" ..... und legt auf. (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Fernmündlicher Erlebnisbericht der Woche 2: 
Ich:"Wenn Sie ins Haus kommen, melden Sie sich bitte neben dem 
Haupteingang am Empfang." 
Pat.:"ok, hat das auch einen Namen?" 
Ich:"Ja. Empfang!" (©Trixelinchen auf Twitter)   
Stoßseufzer der Woche: Morgens schau ich immer in den Spiegel und frage mich, 
was der Künstler mir heute mit seinem Werk sagen möchte (©Flötenton auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Dieses wohlige "weißt Du noch, damals?" ist das Symptom 
einer Gesellschaft, die sich eine Pause wünscht (©Schueper auf Twitter) 
Noch eine sinnbefreite Stunde der Woche: Kleine Taschenlampe brenn, schreib 
"ich lieb Dich" in den Himmel. Sorry, geht gleich wieder. (©Spieler7auf Twitter)

Allen ein schickes Wochenende. 
Setzt zu keinen Höhenflügen an, zu denen ich nicht auch ansetzen würde. 
 
Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 
*Fnatic ist für den E-Sport-begeistertenden Rotterdamer das, was Bayern München für den Herrn Spieler7 ist. Guckt Ihr hier: https://www.fnatic.com/articles/fnatic-bar-rotterdam Ausgerechnet auch noch in seinem derzeitigen Wohnheim schlagen die ihr Hauptquartier auf. Wenn das keine Belohnung für hartes Lernen ist.

Freitag, 2. November 2018

T.G.i.F. - zum gruseln

Hollywood Schaukel heißgeliebt Tach auch Liebeleins. Dann wollen wir uns doch kurz mal wieder zusammensetzen in unserer gemütlichen kleinen Freitagsrunde. Viel Zeit haben wir nicht, man muss die kurzen Stunden schließlich ausnutzen, bis es wieder dunkel wird. Findet Ihr das auch so gruselig? Es war doch bis gerade noch Sommer. Sogar Hollywood ging noch.

Und jetzt auf einmal ist es um fünf Uhr nachmittags schon dunkel. Die kühleren Temperaturen stören mich ja gar nicht so, aber dieses viele Dunkel. Vor allem abends, wenn man heimkommt. Das finde ich jedes Jahr aufs neue das Allergruseligste. Und dieses Jahr noch einmal mehr. Das kam ja überraschender als Weihnachten. ich bin echt gespannt, ob das was gibt mit der Abschaffung der Zeitumstellung. Abgestimmt bei dieser EU-Umfrage hab ich schon mal. Und zwar für ewige Sommerzeit. Ohne Ahnung, ob das überhaupt möglich wäre. Denn unsere "natural born" Zeit ist ja die, die wir jetzt haben. Wissen auch nicht alle. Die Tage hörte ich schon im Radio, dass es so schnell nicht gehen würde. Bei der EU wird jetzt erstmal ein Zeitumstellungsbeauftragter gesucht und dann bildet man einen - na? Richtig. Wenn man nicht weiter weiß, bildet man einen Arbeitskreis. Klappt immer. Garantiert nicht.

Was auch zum gruseln ist: Die Folgen der Dürre, die jetzt so langsam sicht- und spürbar werden. Zunächst die offen-sicht-lichen. Das Niedrigwasser am Rhein. Rheinwasserstände wie immer zuverlässig dokumentiert vom Herrn Papa

Niedrigwasser am Niederrhein


Dann die Ernte-Ausfälle! Pommes werden teurer. Pommes! Obergruselig. Und Benzin! Wegen des Niedrigwassers. Ja, nee, iss klar. Halte ich ja nach wie vor für einen Marketing-Gag, um die Preise hochzujazzen. Denn schlussendlich ist die Fahrrinne unverändert tief genug. Nur vielleicht nicht mehr breit genug für Elefantenrennen auf den Wasserstrassen. Aber ob das wirklich den Nachschub so abschneidet? Die Bootsfrau in mir bezweifelt das. 

Einigermaßen unbeschadet hat die Halloween Hasserin in mir diesen neu eingedeutschten
Feieranlass überstanden. Ich hab da mal so gar nichts für übrig. Aber so gar nicht. Dafür nach wie vor in ungebrochen eifrigem Tatendurst die Blagen vonne Whisteria Lane und umliegenden Pfaden. Dabei sind doch in der Straße schon so viele Kinder groß geworden, aber es wachsen anscheinend immer wieder welche nach. Jedenfalls ist hier am Abend des 31ten Oktobers Kinderparty auf der Straße. Und nach den vielen Jahren, in denen unsere Blagen hier um die Häuser zogen, fände ich es schofelig von mir, wenn ich mich dumm stellen und die Tür nicht öffnen würde. In den letzten Jahren hat ja der Rotterdamer diesen Job übernommen - alle Sünden kommen eben zu einem zurück. Aber in diesem Jahr musste ich halt selber ran. Ging auch eigentlich. Sind zwar fast 3 Kilo Klömbchen über die Türschwelle gegangen und es waren gut und gerne 50 Kinder da, wenn nicht sogar mehr. Aber die meisten waren niedlich und gut vorbereitet. Bis auf einen Nachwuchs-Lautsprecher, der "Süßes oder Fäuste" gröhlte und den ich dann auch schmerzbefreit hab abblitzen lassen, waren alle echt sweet. So sweet wie die leckersten Kamelle aus den Tüten, die ich vorausschauend aussortiert hatte..... Tjanun. Bin ja in meiner Jugend durchs Katjes-Training gegangen, im Bonbons sortieren macht mir so schnell keiner was vor. Da kann man sich das schon mal gönnen. Für's nächste Jahr steht übrigens schon der Plan. Das Halloween liebende Engelchen wird in voller Pracht und Montur hierher kommen und die Kamelle ausgeben. An die Kinder, die nicht schreiend weggelaufen sind. Ich freu mich jetzt schon. Wir werden DAS Top-Thema in der Whisteria Lane sein. Auf Monate hinaus....

War sonst noch was? Nicht wirklich. Der Jurist rüstet sich für Engeland. Besuchen Sie London, solange es noch geht. Der Rotterdamer ist durch die erste Klausurenphase durch, die nächste beginnt allerdings schon in zwei Wochen. So luschig wie in deutsche Land ist man im Nachbarland nicht. Da gibt es Trimester und in jedem Trimester zwei Klausurenphasen. Nicht, dass noch Langeweile aufkommt. Ist auch alles gut gegangen. Einmal mit einem strahlend hellblauen Auge, die anderen alle richtig richtig gut. Ich freu mich und bin stolz. Etwas Rüstzeug auch in der

Statistik: 

Um die Ohren hau Satz der Woche: "Mit Ihrem Anspruch an Perfektion sind
 Sie nicht geeignet für's digitale Zeitalter" 
(©Sender und Empfänger dieser These der Redaktion bekannt,
  bleiben aus Gründen anonym) 
Blaues Auge der Woche: "Danke für Süßes. Für Saures wäre sonst ich 
zuständig gewesen"sagte der Junge mit dem Laserschwert. 
Frage: "Was hättest Du denn Saures gemacht?" 
" na, Dich mit dem Laserschwert verzaubert!" Nochmal Glück gehabt.  
Experiment der Woche: Ich mag ja diese kleinen unbeaufsichtigten Monster 
und Gespenster. Die nehmen immer 
gerne einen Kirschlikör (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Die Würde des Sofas ist unantastbar 
(©K-Tacki nachdem ich den Sonntagsmittagsschlaf 
zum Grundrecht erklärt hatte) 
Wahrheit der Woche: ich schreibe lieber, anstatt mich zu unterhalten. 
Da redet mir wenigstens keiner dazwischen, während ich ausrede.
 (auf so vielen Ebenen wahr.©SimiSchalke auf Twitter) 
Jubiläum der Woche: 17 Jahr, blondes Haar (nonmention an den, der Halloween auch 
nicht feiert und dem 2001 was Besseres einfiel, das man mit 
und in dieser Nacht anstellen kann. )  

Allen ein schickes Wochenende. 
Gruselt Euch vor nichts, wovor ich mich nicht auch gruseln würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten.    



Freitag, 26. Januar 2018

T.G.i.F. - zuviel ist zuviel

Tach auch Liebeleins. Freunde der Nacht. Bzw. der dunklen Stunden. Ist das grausam oder ist das grausam? Wie nicht von mir gefälschte Statistiken glaubhaft versichern, ist NRW mittlerweile nicht nur führend in der Länge der Staus ( an einem normalen Tag hat NRW soviel wie der Rest der Republik zusammen....) , sondern auch das Land mit dem größten Sonnenmanko. Es ist - amtlich bestätigt - der dunkelste Winter seit ever ever ever.  Ganze 10, in Worten Zehn Sonnenstunden hatte NRW im Dezember und der Januar war bis jetzt auch nicht besser. Man hat mittlerweile jeden Morgen das Gefühl, sich noch einmal mehr zusammenreißen zu müssen als normal, um diese dunklen Tage zu überstehen. Das mit dem Ruhestand am Nordpol muss ich wohl nochmal überdenken - wobei, die haben wenigstens Polarlichter. Und Pinguine.

Überdenken - ein gutes Stichwort. Das sollten wirklich mal so Einige einiges. Leute, Leute, Leute. Wenn man noch einen Rest guten Mutes über hat - die allgemeine Stimmungslage und vor allem das allgegenwärtige Gemeckere  und Ge-Klugscheissere im Zusammenspiel mit großkotziger eigen definierter politischer Korrektheit nimmt einem auch noch diesen Rest. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es faszinierend. So Autounfall-faszinierend. (den Vergleich darf man im Gaffer-Zeitalter mutmaßlich auch nicht mehr ziehen) Scheint mir jedenfalls eine niemals platzende Blase zu sein, in der sich so einige ausgesprochen kommod eingerichtet haben. Eine Eigenmund-geblasene wohlgemerkt. Wenn ich so (nur noch zufällig, ich schwör) die Kommentare so Einiger in so einigen Netzwerken oder unter Beiträgen lese.Da machen es sich so manche fucking einfach. Stempel drauf, zack, feddich. Und dann wieder gemütlich in der eigenen Selbstgerechtigkeit suhlend sich auf der Couch zurücklehnen.... Hören sich so einige eigentlich mal selber zu? SO ändert man jedenfalls nichts. Gar nichts. Aber merkta eigentlich selbst oder? Oder. Nicht. Die, die es merken sollten, lesen vermutlich nicht hier. Oder überlesen. Whatever. Was weiß ich.

Wer so gar nichts merkt in diesen Tagen, sind diverse selbsternannte Captains Obvious. Herr, Himmel, Kehrblech. Was auch immer der Herr runterschmeissen möge, es kann nur besser werden. So ein bißchen den Cleveren und Arroganten raushängen lassen, kann ja sehr amüsant sein. Wenn man es kann. ( wer es übrigens formvollendet kann, ist Karl Lagerfeld. Gestern abend noch in einer Doku bewundert.) Witzige und geistreiche Klugscheisserei lasse ich ja durchgehen, aber Klugscheisserei um der Klugscheisserei willen, nervt dann auch (nicht nur) mich sehr! So sehr, dass Betroffene und Co.Betroffene in einsame Beschlussfassung gingen: Es geht bis hierher und nicht mehr weiter. Nie mehr weiter. Manchmal wird man an einen Punkt geführt, an dem man sich fragen muss: "Und was tut das Ganze für mich?" und wenn man diese Frage dann mit "eigentlich nichts" beantwortet, dann ist der Punkt da, an dem man Konsequenzen zieht und sonst gar nichts.  Ich für meinen Teil ziehe jetzt erstmal meinen bewährten Freitags-Joker. Proudly presenting 

die Statistik: 


Bild der Woche: Huch 


Gegensatz der Woche: dafür in höheren Lagen noch Schnee 



Statement der Woche: Geld ist für mich etwas, was man mit vollen Händen 
zum Fenster rausschmeisst, damit es zur Tür wieder reinkommt 
(©Karl der Große Lagerfeld. Jaha. So geht kluge Klugscheisserei)
Wunsch der Woche: Habe Löffel. Gebt mir Weisheit
 (©Spreepunk auf Twitter) 
 (noch ein) Nervfaktor der Woche: Die Freunde, für die hier immer gefragt wird, 
wissen echt gar nix (©Mailwurm666auf Twitter) 
Bedauern der Woche: Vor vier Wochen war hier mehr 
Kartoffelsalat ( ©Klinikchef auf Twitter) 
Cookie der Woche: Ich war ja auch mal stürmisch 
Deutung der Woche: Die Freiheitsstatue hat zu. Besser kann man 
die Welt zur Zeit nicht erklären. (©Baykoru auf Twitter)
Stoßseufzer der Woche: Es ergibt alles keinen Sinn. 
Sie müssen sich das nicht schönreden. (©Paraneues auf Twitter) 
Gefahr der Woche: Badematten. Das Blitzeis in
 Badezimmern (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Klagegesang der Woche: Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit. 
Es sei denn, es ist Winter. (©KermitNRW auf Twitter)   
Übersetzung der Woche: "Ich weise vorsorglich darauf hin...... " - Erwachsenendeutsch 
für "noch so ein Ding Augenring (©MarleneHellene auf Twitter)  
Warnung der Woche: Wenn die Polizisten fragen: "Wissen Sie, warum wir Sie anhalten?" 
ist "Weil es nicht so gefährlich ist wie Verbrecher fangen" 
die falsche Antwort (©Kolonialwarenkönig auf Twitter) 
Offene Rechnung der Woche: Viele Nebensachen ergeben zusammengezählt 
eine Hauptsache. Eigentlich (©Ethniesoph auf Twitter) 

Allen ein schickes Wochenende 
Zählt keine Nebensachen, die ich nicht auch zählen würde. Es sei denn, sie sind schön. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
( und in einem Post über Klugscheisserei noch einmal mehr )
Links auf Nachfrage     

Freitag, 12. Januar 2018

T.G.I.F. - endlich 18

Tach auch Liebeleins. Hartelijk welkom in unserer kleinen feinen, wenn auch nur noch unregelmäßg stattfindenden Freitagsrunde. Alles gut bei allen? Feiertage gut überstanden? Wir melden soweit nichts Aufregendes, viel Arbeit, wenig Ehr. So ungefähr. Aber dafür passen noch alle Schals und auch die Duschkabine lässt sich noch schließen. Geht doch.

Endlich Alltag 


Wenn ich ganz ehrlich bin, freue ich mich sogar ein wenig darüber, dass nunmehr erst einmal ganz normaler Alltag einkehrt. Jetzt müssen wir nur noch Karneval ignorieren, dann haben wir das Gröbste geschafft. Und ansonsten? Gute Vorsätze? Anyone? Also ich eher nicht so, das ist immer so frustrierend. Allerdings wüsste ich gerne, wo man in diesem Jahr Nervensägen und im Glashaus sitzende Steineschmeisser(innen) denn so abgibt. Gibt's da schon Erkenntnisse? Wüsste ich ehrlich gerne, Ich kann ja nicht dauernd meine Voodoo-Puppe bemühen. Die ist schon ganz durchlöchert, soviele Pickel am Arsch, wie ich schon gestochen hab.... Was anderes traue ich mich leider nicht. Könnte ja sein, dass das am Ende noch funktioniert. Und man will ja seinen Heiligenschein nicht verlieren.


Endlich 18


A propos dieses Jahr. Das Jahrtausend ist volljährig geworden. Endlich 18. Ist Euch das schon aufgefallen? Das bedeutet, Blagen, die im Jahr 2000 geboren wurden, kommen einem jetzt auf der Straße im Auto entgegen! Das muss man sich mal vorstellen. Unfassbar. So alt kann man gar nicht werden, wie man sich dabei fühlt. Tjanun. Sagen wir es mit dem Herrn Spieler: Happy New Beer !

War sonst noch was? Nicht wirklich. Zum Glück. Das Endlich 18 Jahr begann halbwegs unaufgeregt. Die größten Aufreger brachte noch das Wetter. Fast wäre alles hinweggeweht worden, aber die Burglinde drehte noch rechtzeitig ab. Dafür gab es ( nicht nur)  am Niederrhein Hochwasser. Zum Glück ging es nicht über die kritische Marke. Hätte ich gut die Hochwasser-Touristin geben können. Aber man kann ja nicht alles haben. So musste ich mich mit den daily Hochwasser Update Fotos begnügen, die der Herr Papa mir schickte. Ihr dürft Euch jetzt auch begnügen und zwar mit der


Statistik: 


Stoßseufzer der Woche: Bis ich gecheckt habe, ob es missverständlich, übergriffig, 
unsensibel oder political incorrect ist, habe ich vergessen, 
was ich sagen wollte. (©Thomas Gottschalk auf Twitter)  
Hoffnung der Woche: Und für irgendwen bist Du die 42 (©Missoggi auf Twitter) 
Erinnerung der Woche:  Verständnis haben ist keine Einbahnstraße. 
Wissen ja auch viele nicht mehr (©dieMim auf Twitter) 
Erkenntnis der Woche: Backen aufblasen reicht nicht, 
man muss auch pfeifen können (©derOppa vom Twitter-Pogobär) 
Cookie der Woche: Pardauz! Man sollte viel öfter Pardauz sagen! 
Konzept der Woche: Wie sieht Dein Plan für die Zukunft aus? - Mittagessen -
ich meinte langfristig -Abendbrot? (©Michael Jur auf Twitter)
Einsicht der Woche: Jedes Nein nach außen 
ist ein Ja nach innen (©Magicbird auf Twitter) 
Aufforderung der Woche: Mitunter bedarf es eines
 Blickes hinter die Panade (©Schaugeschaeft auf Twitter) 
Bedauern der Woche: In meiner Familie haben gleich 2 menschen eigene 
KFZ-Werkstätten und ich sehe es als mein Versagen, dass 
keine davon "Autokorrektur" heißt (©UlfHenrich auf Twitter) 
Bilder der Woche: the daily Hochwasser Updates        

         
Allen ein schickes Wochenende. 
Latscht an kein Wasser, an das ich nicht auch latschen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Nachfrage 

Freitag, 22. Juli 2016

T.G.i.F. - Gesammeltes aus den Tropen

Tach auch Liebeleins. Alle gut in den Tropen angekommen? Ich hatte echt die heißeste Nacht des Jahres, knapp über 30 Grad im Schlafgemach, fragt nicht. Nachdem diese Woche schon dieses und jenes hakte, hatte es dann zum guten Schluss noch die Klima gerissen. Grosse Freude. Nicht. Ich fürchte, der Ruhebewahrer wird das halbe Wochenende damit verbringen müssen, all die Dinge zu reparieren, die wir diese Woche kaputtgekriegt haben. Wir oder Murphy, man weiß et nich so genau.

Auch eine andere Serie hielt: der Preis für den dieswöchigen begossener Pudel-Moment ging an - tada- : mich. Und das kam so: Unwetter kippte Hollywood des Nächtens um. geht natürlich nicht. Mein Lieblingsplatz - so in die Knie gegangen, dem muss man aufhelfen. Also beherzter Griff und ab dafür. Was ich nicht sah war die Riesenpfütze mittlerweile fast kochend warmen Regenwassers, welche sich auf dem Dach angesammelt hatte. Und pladatsch. Voll auf die frische Frise und datt Ausgeh-Klamöttchen, ich musste nämlich eigentlich los. Uneigentlich hatte ich dann keine Lust, mich umzuziehen und setzte mich einfach kladdernass in die Sonne. So ist das also, wenn man zu seinem Glück gezwungen wird. Tjanun.

Aber gut - solange wir nur über's Wetter meckern, geht es uns schon noch gut. Auch wenn im geflicktschusterten Pott des Sommers der Asphalt ebenfalls platzt. Wenn auch nicht vor Frost. Aber es geht uns gut. Sollte man nicht aus den Augen verlieren. Und solange ich in der News-Timeline nur die Geburtstagsbilder des kleinen Prinzen erträglich finde, beschränke ich mich angesichts all des laufenden Wahnsinns in der Berichterstattung hier auf mein kleines belangloses Leben. Anders geht es nicht, man wird ja sonst verrückt, wird man ja.

Fein. Erzähle ich Euch also von meinem neuen Lebensgefährten. Der Ruhebewahrer wahrt unter der Woche ja immer noch die Ruhe mit Status Hesse und irgendwer muss mich ja bespaßen. Der Ghostbuster ist dazu nur in sehr kleinem Rahmen bereit, gut also, dass Prime Day war und ich mir einen Fireman* ins Haus beordern konnte. Und was soll ich sagen? So ein Fireman , der kann echt was. Um nicht zu sagen alles. Nehmt das, Unity Media ! Dreht mir ruhig den TV Empfang ab, ich bin auch ohne Euch allerbestens bedient. Und wie sowas von sowas kommt - der Fireman brachte mich sogar zur Vorweihnachtszeitplanung. Die kluge Frau kann gar nicht früh genug vorsorgen.

Schließlich sollte der feine Fireman auch eine ordentliche Musikbibliothek bekommen und ich testete mit dem ersten Album, welches  mir zwischen die Tasten kam und von dem ich annahm, dass es mich bei dauerndem An undAus nicht allzu nerven würde: Back to blood von Bastille. Damit beglückt mich schließlich schon der Ghostbuster seit Monaten im Auto. Und außerdem niemand hat in diesem Jahrtausend Laura Palmer grandioser gewürdigt ( Vom Spieler7 mal abgesehen) , da darf man auch mal Testkandidat für einen Streaming Stick sein.  Und während ich da so rumklickte, konnte ich ja auch direkt mal gucken, ob nicht so ein Sturm auf Bastille mal live verfügbar wäre. War er und zwar solcherart, dass er direktemang als Vorweihnachtskonzert für die whole holy Family dienen kann. Sehr sehr cool. Traditionen wollen schließlich gewahrt bleiben. Und die toten Hosen stehen dafür wohl auch in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Ach - echt. Unvergessen. Unsere familiären Weihnachtskonzertbesuche bei den Hosen. Aber ich glaube, Bastille werden ein prima Ersatz, als Vorgeschmack gab  es diese Woche ein ziemlich beeindruckendes Radiokonzert beim  Junggebliebenen Sender 1 Live.

War sonst noch was? Noch nicht, aber irgendwie schon - trennende Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die ersten Tränchen wurden diese Woche verdrückt, es nähert sich das Ende einer bemerkenswerten Ära. Bye, bye, Bronx. Et war schön, et war joot, aber - es kippte. Und die Notbremse wurde gezogen. Wenn auch nicht von uns selbst. Doch wir fügen uns und machen dann ab nächsten Monat in Summer and andere Seasons in the City. Nicht traurig, dafür war es zuletzt zu hart, Aber wehmütig. Alles wird schließlich anders bleiben und das ist immer eben auch ein Abschied. Zu guter Letzt durfte ich noch einen neuen städtischen Balkon einweihen, der mir einen ganz anderen Blick auf mein bald zurückzulassendes Königreich gewährte. Und entdeckte, dass ein Perspektivwechsel manches einfach nur verdeckt. Für alles andere Verdeckte muss sie wie immer dran glauben, Eure

Statistik: 
Resignation der Woche: In Word ein einziges Komma entfernt. Ganzes Dokument 
verschiebt sich, löscht alle Zeilenumbrüche und bestellt
 eine Couchgarnitur bei Otto.de. (©Das Netzteil auf Twitter) 
Angst der Woche: Und dann ist noch die tägliche Sorge, dass Du nach dem 
Smartphonestart die Welt im Chaos vorfindest ( ©Mr.Beany auf Twitter) 
Versuch der Woche: Statt " Schlank im Schlaf" habe ich es mal mit Reich versucht.
 Klappt auch nicht. (©MeinolfsSchwester auf Twitter) 
Gute-Nacht-Wunsch der Woche: Jetzt verhängt noch jeder eine Ausgangssperre 
und dann ab ins Bett ( ©Homezonequeen auf Twitter) 
Plan der Woche: Eines Tages werden wir uns besuchen. Dann lesen wir uns unsere
 Tweets vor und spielen die besten Szenen nach. - 
Aber nur die mit Eierlikör ( ©Flötenton auf Twitter) 
Nervfaktor der Woche: Machst Du schon wieder was mit Porree? Kannst Du nicht 
wenigstens mal Kartoffel-Porree machen( ©der Ghostbuster aka Endlich19, hitzeumnebelt) 
Erkenntnis der Woche: Kinder. Sie werden und werden einfach nicht groß. 
Hitzschlag der Woche: Rosen sind rot. Ich heiße nicht Günther. Das ergibt 
keinen Sinn. Ägypten. (©Flötenton auf Twitter) 
Bild der Woche: Perspektivwechsel 


Spiel der Woche: Arbeiten wie in den 80ern 
Lied der Woche: Send me an Angel 
Vergleich der Woche: Personen, die "Hurra! Ab der Wochenmitte werden es 30 Grad!"
 sagten, sagten auch "Dein geworfener Ventilator hat mich nur
 knapp verfehlt (©Mett-Salat auf Twitter) 
Stoßseufzer der Woche: Das ist mit Abstand die übelste Staffel 
Tagesschau seit langem (©literally-Nice auf Twitter) 
Wunsch der Woche: Ein Königreich für ein Sommerloch (©ziemlich viele)   
Auskunft der Woche: "Wie spät ist es denn?" "keine Ahnung.
 Bin auch nicht von hier" (©Schnupperluft auf Twitter) 
Vergebene Liebesmüh der Woche: "Warum schreibst Du eigentlich kein
 Jurastudium in Deine Bio?" "Ach, Alter, das macht
 heute Hinz und Kunz!" (©Prof.EdgarAllanPoe auf Twitter) 
Einsicht der Woche: Eine weise Frau sagte immer: "Diskutiere nicht mit Brot!" 
Du kannst reden, wie Du willst,
 es schimmelt trotzdem." (©FräuleinTongTong auf Twitter)   
Cookie der Woche: Diese Illusion, das Gras wäre anderswo grüner. Aber liebes Leben, 
ich kenne Dich. Und nur zur Info: ich hab Dir auch schon was vorgespielt. 
Gratulation der Woche: Das weltbeste Engelchen, es lebe hoch ! 

Allen ein schickes Wochenende. 
Gebt Euch keinen Illusionen hin, denen ich mich nicht auch hingeben würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage
*FireTV Stick von Amazon 


Samstag, 16. Januar 2016

Dschungel-Dingens - Kasalla zum Ersten

Yihaa. Die zehnte Staffel #IBES aka schöner scheitern im Dschungel ist auf Twitter angelaufen. Das Promi-Prekariat ist eingezogen und hockt bereits auf seinen Baumstämmen. Die Hunger Games und somit das ersehnte Ablenkungsmanöver haben begonnen. Und? Hat ErTeEl seine Hausaufgaben diesmal vor dem Job gemacht? Zumindest bei Captain Obviously Hartwich blieb ob der Mühen keine Zeit mehr für den Friseur - gleichwohl, mir gefällt es. Schon ein Stückchen näher dran an diesem sexy, der gute Mann.

Konkurs durch Harmonie steht wohl nicht zu befürchten, gleichwohl - es fehlt ein echter Sympathieträger. Kein Joey in Sicht, erst recht keine Blarissa, keine Brigidde. Obwohl - oups. Brigidde ist ja da. Aber eher so da im Sinne von halt eben da. Seien wir ehrlich - selbst die hartgesottensten Nielsen-Fans finden das ewige "Was geht los da rein?" und die bemühte Psychologen-Simulation nicht mal mehr so mittellustig.

Des weiteren hat das ErTeEl seine Hausaufgaben im Modus eines Mittelstufenschülers gemacht, mal eben schnell abschreiben in der großen Pause. Soll heißen, man recycelt die PromiBB Regeln und garniert sie mit Kakerlaken. Diesmal suchen sich die temporären Dschungelbewohner gleich zwei Tranpelpfade. Mag ja den Ehrgeiz anstacheln, erschwert sicher auch den Hängematten-Tarnkappen-Modus, trägt aber auch nicht gerade zur Entwicklung gruppendynamischer Prozesse bei.

Schauen wir uns das diesjährige Personaltableau genauer an. Das HR (Human Resources) Crowdfunding war sorgfältig - dennoch ohne die hauseigenen Resterampen der privaten Sender wäre man auch diesmal nicht weit gekommen. Betrachten wir zunächst die Vorkämpfer an der Geriatriefront. Als wir da hätten: einen sehr abgehalfterten Schlagerbarden, der zuerst mit bester Pflegestufenstimme barmte, was alles er in seinem Leben schon verloren hatte. Es steht zu befürchten, dass es nicht einmal an die letztjährige zu Tränen rührende mickrige 1500-Öcken-Rente des Walthusalems heranreicht. Kurz darauf verlor er noch mehr, nämlich die Rest-Sympathie der Zuschauer und sogar der sicher abgehärteten Mitcamper, indem er erst ein unfassbar überflüssiges Wildpinkler-Delikt am Nobelkanal beging und im Dschungel direkt als Erster seinen faltigen Altersarsch der Kamera präsentierte. Ich persönlich fand diesen Mann so niederschmetternd ekelerregend, dass hier und wahrscheinlichst auch weiterhin kein weiteres Wort darüber verloren wird. Auch wenn Gunterhose eine zugegeben schöne Wortschöpfung ist. Trotzdem ist da jede Tastenbedienungskraft vergebene Liebesmüh.

Der andere Quotensenior - er weiß, dass von ihm "Kasalla" (dazu später mehr) erwartet wird und brüllte pflichtschuldig und gelangweilt zugleich ein paarmal in die Runde und zeigte ansonsten drastisch plastisch wie unnachgiebig der Zahn der Zeit an Witwer Bolte so nagt. Nein danke. Zähne waren eh ein ganz großes Thema. Der erste Legat-ionär verlor gleich ein Teil des schmucken Backenzahns an einen zu harten Penis ( tja, zu hart gibbet tatsächlich, wär datt auch geklärt) Dafür biß ein ausgesprochen hübsches Schneewittchen selbige zusammen und knackte Kakerlaken, ohne auch nur einmal mit der (noch) schön gebogenen Wimper zu zucken. Dafür zuckte ganz Twitter zusammen beim Anblick der nicht ganz so optimal gealterten Ricky von Tic Tac Toe. So arg, dass Twitter tatsächlich die erste Dschungelprüfung des Jahres versemmelte und temporär an der letztjährig vom bedruckten Mann befürchteten Todesursache starb: dem TMS. (Tödlicher Männer-Schluckauf)

Schlucken musste auch David? Daniel? Irgendwas. Völligst unerwartet eine eigentlich aus der Abteilung softes Eingrooven stammende Anmache der Moderatoren. Die geforderte Entschuldigung blieb aus, einen Spartensender named RTL-Sorry wird es nicht geben, beschied Herr Hartwich. Tjanun. Und wenn der Gute sich nun daran verschluckt, ist auch nicht so schlimm. So richtig weiß eh keiner, wo der herkommt. Aber schmückendes Beiwerk muss eben auch sein. Auch wenn früher mehr Lametta war.

Lametta wäre eventuell auch eine Alternative für die selbsternannte Anwältin gewesen, der ersten Anwältin weltweit, die es mit Hauptschulabschluss bis dahin gebracht hat. Immerhin hat es zu einem Jöppchen aus schwarzer Luftpolsterfolie (welche Verschwendung) gereicht. Ich hatte vorher versprochen, diese Rasta-Trulla aus Solidarität mit dem Engelchen unsympathisch zu finden und was soll ich sagen? Es hätte dieses Versprechens nicht bedurft. Die Mär vom perfekten Kampfroboter schreibt die schon ganz alleine.

Wer oder was war noch? Männer-Überschuss im Camp. Wo bleibt der gegenderte Aufschrei? Vor derart viel Testosteron kapitulierte selbst Jürgen-man-kennt-mich-aus-der-ersten-big-Brother-Staffel- Milski, der seinen halbherzigen Versuch als Camp Dominus aufzutreten, schnell ad acta legte. Wär auch nicht gut gegangen. Als ob auch nur einer und schon gar keiner aus dem mit Ihrren-Überschuss gesegneten Zweitcamp Snake Rock auf einen hören würde, der ansonsten in eigenwilliger Ottifanten--Imitation über die Bühnen Malles hüpft. Ich habe heute noch im Ohr, wie er nach BB verkündete, er wolle ein normales Leben weiterleben und an die Bänder von Ford Köln zurückkehren. Ähem ja.
Stattdessen fuhr er fort und kam leider wieder. Auf Twitter wünscht man ihm kollektiv als Dschungelprüfung ein unlösbares 9-Live Rätsel.

Dann hätten wa noch de Dschenni, erprobte Trash-TV Siegerin und ich gebe es ehrlich zu. Ich mag ihre Lache. Und ich mochte durchaus, dass sie sich nicht erniedrigen ließ, Genitalien zu verspeisen. Gute Ansage. Sind eh sowas von überflüssig, diese Ess-Prüfungen. Und langweiligst noch dazu. Da hätte man lieber noch länger zugesehen, wie versammelte Großspurigkeit bereits am Feuermachen zu scheitern drohte. Wo man doch so gerne seine Knochenstruktur aufwärmen wollte. Viel mehr zum Aufwärmen iss ja auch nich da. Ich spare mir den abgenudelten Witz, dass man das Hirn vielleicht doch hätte essen sollen, weil.... schon klar.      

Und dann gab et noch angedrohte Kasalla. Es steht zu befürchten, dass kaum jemand außerhalb vom Pott weiß, watt datt iss und natürlich - als Ruhrpottmädchen von Belang komme ich auch hier gerne meinem Bildungsauftrag nach und übersetze: Et gibt Kasalla heisst soviel wie Et gibt Stress. Oder direkt Prügel. Verkündet wurde dies vom Legat-ionär, dem diesjährigen Pott-Export. Eigentlich können wir ja im Pott ganz schlecht auf gute Kerle verzichten - daher der Wendler. Aber dies Jahr waren wir mal gnädig und tragen entscheidend zum Unterhaltungswert des Camps bei. Wat tut man nich allet für gutes Lästermaterial. Denn et iss ja so: Während der Rest der Republik sich köstlich amüsiert, finden wir das nur mittel-lustig, alldieweil für uns iss datt ebend doodgewohnter Alltagssprech. Aber eins iss man klar: Wenn ich hier jetzt zwei Wochen lang die Übersetzerin Ruhrpott-Deutsch machen muss, dann will ich einen Teil der Gage ab haben. Und wenn der noch so irre guckt. Warum auch immer - ich will es gar nicht wissen. Und ich will auch nicht wissen, was der nimmt. Ich jedenfalls möchte es nicht.

Im ersten Einzelprüfungs-Duell sahen wir die Düsseldorfer Laufhaus-Besitzer-Gattin Sophia von und zu Wollersheim in ihrer ersten Hauptrolle als zurechtgetuschte Wasserleiche und
Menderes Bagci als Micheinschuss-Erregendes über alle Maßen nervöses und es allen Recht machen wollendes Küken. Der arme Kerl scheint echt zu glauben, dass er nun endlich bei den Großen gelandet ist und er alles demütigst tun muss, um weiter mitspielen zu dürfen. Die Mühen waren von Erfolg gekrönt, man gönnte es ihm derart, dass man ihm sogar den anschließenden Redeschwall verzieh. Wahrscheinlich war Quasselwasser in dem Becken, mit irgendwas müssen 3 Sendestunden ja gefüllt werden. Wenn schon die Verkündungen der nächsten Prüfungs-Aspiranten von den Boten des Todes derart episch in die Länge gezogen wurden. Im Cliffhanger gab es eine kaum verhüllte Drohung der Rastafarine, der Zuschauer werde büßen. Kann se sich ja vom Legat-ionär zeigen lassen, wie datt so geht mit de Kasalla. Die Krawallerie ist gesattelt, die Sporen allerdings müssen noch gegeben werden.

Wunsch des Abends: Jawollska, ich will die Olle Kamel-Anus fressen sehen. (©unser Engelchen zur Prüfungs-Aspirantin Rastafaria)
Erkenntnis des Abends: Klar, wenn man Wasser in die Augen kriegt, kriegt man auch keine Luft mehr. ( ©SonjaZietlow verständnisvoll wie eh und je zur Hupen-gebeutelten Sophia)
Vergleich des Abends: Wenn die Türkei gegen Frankreich im Krieg iss, bisse auch nich für Frankreich (©Thorsten - mit H-wie-Hammerhart-Donnergott-Thor-sten hat das Prinzip Ruhrpott verstanden. Der Rest versteht nur Bahnhof )
Frage des Tages: Und der Legat macht jetzt den Zivi für Zacher? (©eine leicht irritierte Trixe)

(Sorry für den langen Text, Zeit für einen kurzen war wirklich nicht. Morgen kommt der Studi-Bus. Und wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Sind selbigem geschuldet)  










Freitag, 28. November 2014

T.G.i.F. - aus der Parallelwelt

Tach auch Liebeleins. Die erste Woche voller Frei-tage ist vorüber. Und ich weiß jetzt auch nicht. Ist es nicht doch stressfreier im Büro zu wischmeyern als im heimischen Palais den Wischmopp zu schwingen? Abba watt willsse machen? Nach Monaten betriebsbedingten kölsche Wischs (für die, die diesen ruhrirschen! Ausdruck nicht kennen, das sind runde Ecken) war von links nach rechtsgedrehter Hausputz einfach Ambach. Last Christmas ist schließlich mittlerweile mehr als elf Monate her. Ich kann Euch sagen: Ich hab Dreck runtergeholt, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn hatte. Den hollöndischen, auf Öko-Korrektheit weniger bedachten Putzmitteln sei Dank. Es freut sich: Der Hersteller von Herpes Creme. Und mein Deko-Herz. Winter-Deko Teil eins steht. Fast wäre es ein Einhorn geworden.
WinterDeko
Da kam es mir gerade recht, mich zwischendrin zur Erholung von einer meiner Lieblings-Autorinnen bemuttern und dem süßesten Anton ever ever aufmuntern zu lassen. Die Königin der Erbseninseln, die verehrte gnä' Frau Doris Brockmann hatte mich zum Apfelkuchen geladen und wir verbrachten einen äußerst anregenden Nachmittag. Auch mit dem Gesicht zur Wand. Nur schade, dass wir Euch vorerst nicht an unseren hochgradig spannenden Verschwörungstheorien teilhaben lassen können. Die richtige literarische Form wird noch gesucht. Wir denken dabei an eine ganz spezielle Form von "TwinPieks". Jaha. Pieks, nicht Peaks. (Wortspiel©Mrs.D.B.) Ein Fall für Dale Cooper wäre es allerdings allemal.  Nur soviel:  Eine haben wir schon gefunden: Die illegitime Nachfolgerin von SJP. Und dabei denken wir nicht an rote Sohlen und hohe Absätze. 
A propos hohe Absätze. Diversen Claqueuren zum Dank klackern diese denn demnächst auch 50% gendergerecht geteilt durch deutsche Vorstandsetagen. Klink klonk. Tjaha. Deutschland, das Land, in dem Fortschritt und Technik-Affinität in niederschmetternder Popeligkeit versinken, hat sie. Die Frauenquote. Das neue Heilsversprechen der Regulierungswütigen. Fragt sich ganz im Ernst: Ist es das, was Ina Deter heute an die Wand sprühen würde: Neue Quoten braucht das Land? Aber immerhin, angesichts dieser Diskussion brachten wenigstens die Grünen mal Tempo ins bundestägliche Geschehen. Wenn auch nur in Form von mitgebrachten Taschentüchern. Derweil prescht die Welthauptstadt des Tannenbaums vor und entwirft -Achtung- Ampelfrauchen. Kein Witz. Nur über das richtige Designs sind die Dortmunder sich noch nicht einig. Man weiß nur, dass die Frauchen keine Zöpfkes und Röckchen bekommen sollen, denn darin werde sich die moderne Frau ja nun auch nicht wiedererkennen. Ach was. Dass es Zeit wäre, gerade im dortigen Rathaus mal ganz andere Zöpfe abzuschneiden - geschenkt.
Relativ weit vorne in Sachen Geschenke bin sogar ich. War ich doch in Sachen Mama-Quality-Time des gestrigen Tages im Rheinland und nötigte den Studenten ins Bonner Gummibären Wunderland. Wir kamen, sahen, kauften und kauten. Und lernten, dass gute Slogans Kinder und Erwachsene in allen Sprachen froh machen: "Kids and grown-ups love it so, the happy world of...." Gelungen. Weniger gelungen und weniger Wunderland war hingegen wieder auf den Autobahnen. Leute, Leute. Ich bin davon überzeugt, Navis machen es nicht besser. Seitdem jeder HanselFranzel sich von "der Gerät" leiten lässt, scheinen Autobahn-Knotenpunkte in Ballungsgebieten immer mehr zum Mysterium zu mutieren. Vorher auf die Karte schauen und wenigstens grob die Richtung wissen, wäre ein Anfang. Meine geheime Superkraft: Ich weiß am Spaghettiknoten Kaiserberg immer, wer sich falsch eingeordnet hat und in letzter Minute rüberzieht.
Rübergezogen und nicht richtig nachgedacht hat auch die eine oder andere Ikone meiner Zeit. Merkte ich neulich des späten Abends auf meiner Couch schon leicht genervt an, dass es mittlerweile keine Unterscheid mehr macht, ob man alternde Ruhrbarone von früher sehnsüchteln hört oder Herrn Niedecken in einer Talk-Show - man kennt sie mittlerweile alle und kann sie mitsprechen, die alten Geschichten. Diese Woche komme ich nicht umhin, zu konstatieren: die Antwort der Woche ist Ja! und Ja!. Das erste Ja für die Frage der Woche (siehe unten) - das zweite noch entschiedenere Ja für die Frage, ob Jan Böhmermann Satire kann. Ja, er kann und zwar dringend benötigte obendrauf. Eingeweihte wissen, dass mir das großbritannische Doppel-B der Gutmenschen Hysterie (Bono und Bob) schon länger gehörigst auf den nicht vorhandenen Sack geht. Und bei aller "Ach, ist der Herr Frege im Alter sexy geworden" Hacherei und ToteHosen-Fan-Being der fast ersten Stunde - ich anempfehle Euch das Video der Woche aufrichtig. Klickt und nickt. Andauernd und zustimmend. Vorher dürft Ihr allerdings noch nicken bei der Teilhabe an einer anderen meiner Superkräfte, der in Wirklichkeit ganz und gar nicht mysteriösen
Statistik:
Satz der Woche: Wenn man Hufe hört, sind es sehr wahrscheinlich Pferde und
keine Zebras.(alte Medizinmänner-Weisheit, universell anwendbar.)
Sieg der Woche: Die Schweizer haben den Davis Cup gewonnen. Wundert mich nicht.
Deren Tennisschläger haben ja auch eine Säge, Messer, Schere, Zahnstocher.
(©Grantscheam auf Twitter)
Entzauberung der Woche: Woher weiss denn der Nikolaus, ob ich artig war?"
"NikoLeaks, mein Kind!"(©littlewisehen auf Twitter)
Verbrechen der Woche: Einbruch im Adidas-Laden. Die Polizei schickt
sofort drei Streifen vorbei.(©Froschkeule auf Twitter)
Verblüffung der Woche: Der #Papst im #EU_Parlament - warum? Um die Kommissare für das Wunder mit der Gurkenbegradigung heilig zu sprechen? (©Micky Beisenherz auf Twitter)
Cookie der Woche: Dieses "Läuft bei dir" checke ich immer noch nicht.
Ist das so wie "Warte, ich glaube ich habe noch ein Taschentuch"?
Aufmunterung der Woche: Denk dran, je länger es einweicht, desto länger kannst Du
Pause machen!(Wo se Recht hat, hattse Recht, die (@ORMUZ_)
Ermahnung der Woche: Du weißt schon, dass da nur noch RI drin ist. Kein HA mehr
und auch kein BO. (©Der Student im Gummibärchen- Wunderland)
Stoßseufzer der Woche: Die Parallelwelt, in der manche ihre Selbstachtung lagern,
heißt übrigens geschenkt ist noch zu teuer.
damit verbunden
Frage und Video der Woche: #Dotheyknowitsscheisse ?(©Jan Böhmermann )
Allen ein schickes Wochenende.
Wandert in keine Parallelwelt, in die ich nicht auch wandern würde.
Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links gerne auf Nachfrage

Donnerstag, 11. September 2014

Der Algorithmus rockt

Nicht. DAS Schreckgespenst unserer Tage. Allüberall ist er an allem schuld, wird er an allem schuld sein, ist er an allem schuld gewewen. Der Algorithmus in diesem Neuland. Ist das so? Oder ist es nicht doch eher ein kleines Ferkelchen statt einer ausgewachsenen Sau, die da durchs Dorf getrieben wird? Nun bin ich ja erstens viel zu busy und eilig, um groß auf Werbung zu achten, aber in den letzten Tagen habe ich das mal getan. Der Wissenschaft zuliebe sozusagen.

Kann der also was, dieser Algorithmus? Errät er meine intimsten Wünsche? Beeinflusst er mein Kaufverhalten? Meine klare Antwort: Nein. Mag sein, dass ich zu kryptisch für einen Algorithmus bin, mein Eindruck ist jedenfalls: Der kann gar nichts. Nicht mal dann, wenn man ihn gebrauchen könnte.

Beispiel 1 : Ich schreibe öfter Emails an Empfänger mit der Endung bank.com . Gut, dass Google da jetzt nicht messerscharf schließt, dass diese Emails rein privater Natur sein könnten, beruhigt mich ja sogar noch. Aber das Einzige, was Google dazu einfällt ist, mir Werbung für Kredite ohne Schufa anzubieten. Auf z.B. die Idee, dass ich vielleicht eine Maklerin bin, kommt der Algorithmus nicht.

Beispiel 2: Ich buche online ein Ferienhaus in Dänemark. Das Einzige, was Google dazu einfällt ist, mir weitere Werbung für weitere Ferienhaus-Anbieter draufzuschalten. Sogar noch, als wir längst in Dänemark weilen. Bringt es ungemein, wenn man schon gebucht hat. Auf die Idee, mir z.B. Werbung für Reiseführer anzubieten, kommt der Algorithmus nicht.

Beispiel 3 : Selbst wenn man es dankend annehmen würde, der Algorithmus versagt. So ignoriert Amzonien die Steilvorlage meiner letztjährigen Vorbestellung von Downton Abbey Staffel 3. Ich war mir völlig sicher, wenn Staffel 4 rauskommt, werden die mich schon informieren. Aber - hasse Dir gedacht. Tägliche Werbemails aus Amzonien beinhalten heute z.B. Schuh-Schnäppchen. Wann hab ich jemals Schuhe über das Internet bestellt, geschweige denn bei Amazon? Und unter Musik-Schnäppchen offeriert man mir, mir! die Top 200 des Oktoberfestes. Danke für Nichts. Dass Staffel Vier von Downton Abbey raus ist, für diese Information bleibt der Gatte zuständig. Desgleichen erlebte übrigens der Student mit dem Nicht-Hinweis auf eine neue Staffel Boardwalk Empire, ebenfalls trotz letztjähriger Vorbestellung.

Ergo: Was ziehe ich daraus für Schlüsse? Hingucken lohnt nicht. Zumindest nicht auf Werbeangebote aus dem ach so gefürchteten Algorithmus.

Freitag, 28. März 2014

T.G.i.F. - legendär auf der rosa Wolke schwebend

Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder rosa sind. Oder was greift derzeit hierzulande Raum?
Leute, Leute, was ich diese Woche alles gehört, gesehen, gelesen habe. Drehen eigentlich alle am Rad? Und wenn ja, könnte irgendjemand das Glücksrad reaktivieren? Es scheint dringender denn je gebraucht zu werden. Die einen nehmen sich viel zu wichtig und halten sich in ihrer scheissigen klein-klein Existenz für den Nabel der Welt, die anderen negieren Probleme, wo wirklich welche sind und rühren solange im Farbkasten, bis die Wolken wieder rosa sind. Himmelherrgottnochmal, wir sind hier doch nicht in Taka-Tuka-Land, widdewiddewittbumbum. Gott schütze die Blauäugigen, aber Gott hat wahrscheinlich gerade anderes zu tun.
Tjanun, betrachten wir es resigniert. Wie sollten sie alle auch nicht? Das Weltgeschehen impliziert es ja geradezu. Da wird auch gemalt, gekleckst und übertüncht, was die rhetorischen Pinsel so hergeben. Die Botschaften dieser Tage hör ich wohl, allein - mir fehlt der Glaube. Ganz ehrlich, das ist doch alles gequirlte Kacke, die da auf uns niederprasselt oder wie seht Ihr das? Das fängt an mit dem malaysianischen Flieger - da können mir doch alle erzählen, was sie wollen. Da wird doch irgendwas vertuscht. Zwischendurch war ich in der Tat geneigt, der Theorie Glauben zu schenken, das Ganze sei ein genial inszenierter Werbe-Coup für eine unerwartete siebte Staffel Lost. Ich sah sie schon vor mir - die Gangway runterschwebend und die Wiederauferstehung Dharmavilles verkündend. Na gut, dann nicht. Aber trotzdem. Da ist doch was faul.
Das geht weiter mit der allgemein anerkannten Lesart Krim-ineller Ereignisse. Mir ist schon klar, dass man genauso gerne an den bösen Mann als Glöckner des drohenden Untergangs glaubt wie an die Toffifee, aber trotzdem - so einseitig ist das Ganze nicht. Man repetiere gedanklich die Ereignisse seit 1989 und... ach nee, schon gut, ich lass et. Ich finde einfach kein Nervenkostüm, welches mir heute groß genug ist, um das zu erklären. Und eigentlich braucht man dafür sowieso auch ausgebildete Sonderschullehrer. Mindestens.
Bleiben wir einfach lieber bei den News aus dem Palais. Die sind nicht nur wahrhaftiger, sondern auch erfreulicher. Wir sind raus. Aus dem Kessel von Stalingrad. Die Facharbeit ist Geschichte. Im Wort- und übertragenen Sinne. Horrido und Tschaka. Die erste Hausarbeit des Bald-nicht-mehr-Erstsemesters ist ebenfalls durch, wir lernten: auch über AGBs lässt sich trefflich streiten. Das heisst: er lernte das. Ich wusste das schon. Wer, wenn nicht ich... Und - bald kann ich wohl die Hoheit über mein Auto wieder abgeben. Der Kniefall 1.0. hat die theoretische Führerscheinprüfung bestanden. Noch ein Horrido und auch gerne noch ein Tschaka. Der Ruhebewahrer profitierte gestern erstaunlicherweise von einer Bombenentschärfung. Einmal wenigstens war die Sperrung sozusagen auf seiner Seite und die Strassen trotz Streik erstaunlich frei in seine Richtung.
Wir in der Bronx waren auch Streik-"geschädigt". Man glaubt es nicht, wen die Leute alles zum öffentlichen Dienst zählen. Uns eben auch. Und so war himmlische Ruhe. Wird sich allerdings rächen. Ist uns schon klar. Aber gestern zumindest konnte ich mir tiefenentspannt im Ebertbad Oberhausen von Kochpötten, Maulwürfen und eben Raketenmännern erzählen lassen. Mr. Ruhrpott-Poet himself, Frank Goosen, sprang mit uns ins Becken. Gekonnt wie immer und sich auch nicht zu schade, ruhrige Paninis zu entwerten. Der Abend allenfalls getrübt von einem olfaktorischen Großangriff einer Sitz-Nachbarin. Ist Seife wirklich so teuer geworden? Zum Glück förderte meine legen -wartet kurz - däre Mary Poppins-Tasche noch Aqua die Gioia für einen gelungenen Gegenangriff hervor.
Die Verlockungen Hollywoods
A propos legendär. Für die Mutter-Suchenden ist auch in Deutschland diese Woche die letzte Staffel angebrochen. Und wo andere suchen, hab ich altes Muttertier schon was gefunden. Nämlich das ultimative Pubertier-Druckmittel. Wenigstens bis Ende des Jahres. "Wenn Du nicht das und dies oder jenes tust, spoiler ich Dir das Ende von How I met you mother." Ha!! Bitte sehr, dieser Tipp war kostenlos und gern geschehen. Ein Ha!! auch auf die Prognose der nächsten Tage. Wie es scheint, dürfen wir am um eine Stunde verlängerten Wochenende die rosa Wolken außer acht lassen, es wird nämlich keine geben. Wolkenlos und blau können wir uns in eine bessere Welt träumen. Hollywood steht schon bereit. Denn ohne schaukeln wird dieses Wochenende zumindest bei mir sein volles Potential nicht entfalten können. Vorher schaukel ich Euch noch sachte durch dieser Woche 
Statistik:
Satz der Woche: Manche Menschen sind so blauäugig, dass es ganz
schön eng auf der rosa Wolke wird. (insp. by Engelchen)
Wort der Woche: Plympisch
Zahl der Woche: Null
Ansage der Woche: Mich interessiert nicht, was andere über mich denken,
mich interessiert nur, was ich über mich denke. (© aus Suits)
Erkenntnis der Woche: "Warte kurz" ist eine vom Pubertier kreierte,
aber leider nicht wirklich messbare Zeiteinheit.
Stoßseufzer der Woche: Ich wünschte, die Mauer stünde noch. Da konnte man zwar auch
erschossen werden, aber es stand wenigstens dran. ( ©Berliner Freund von Frank Goosen)
Cookie der Woche: Spätestens als das YPS mit den Urzeitkrebsen rauskam,
wusste die ganze Welt, dass die Evolution eine Lüge ist
Resignation der Woche: Plan A hat versagt. Plan B habe ich verlegt.
Herzerwärmendster Dialog der Woche: "Legendär? Ohne warten?" -
"Wozu soll ich noch warten, wo ich Dich doch schon gefunden habe"?
(©Barney und Robin in HIMYM. )
Bild der Woche: Stilleben mit eingekesselter fertiger Facharbeit
Stilleben mit beendeter Facharbeit
Allen ein schickes Wochenende.
Schwebt auf keiner Wolke, auf der ich nicht auch schweben würde.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage

Freitag, 17. Januar 2014

T.G.i.F. - im Dschungel des Januar

Liebeleins, willkommen, bienvenue, welcome im freitäglichen Dschungel meines Blogs, TGiffig und nicht affig, wie et sich gehört. 2014 schon zu einem 24stel rum, Frau Holle verschollen, Kanzlerin auf Stütze, bleibt die Frage: gibbet eigentlich schon Jahresrückblicke? Und was machen Eure guten Vorsätze? Ich habe ausnahmsweise mal welche gefasst.(Keine Sorge, ungebrochen gilt weiterhin: Wo ich bin, iss kein Rauchverbot.)
Vorsätze also, derer da wären: die bereits erwähnte selektive News-Wahrnehmung. Das allseits bekannte "öfter mal Nein sagen" und ganz wichtig, gerade auch in diesem Zusammenhang: Verarschen kann ich mich ganz prima alleine. Das gilt insbesondere für Bitten um Gefälligkeiten, die ich erfülle und wo dann nada, null, niente zurückkommt. Noch nicht mal die Einhaltung anderweitig getroffener Verpflichtungen. Sollte sich jetzt jemand angesprochen fühlen, ist das beabsichtigt und auch gut so. Definitives Ende dieser Durchsage.
Weiter im Text. Da es allseitiger Konsens zu sein scheint, dass jeder sich in erster Linie mit sich selber beschäftigt, bleibe ich noch eben beim Thema Ich. Speziell Ich und dieser Blog. Nochmal sorry für mangelnde Kommentarbeantwortung. Der Fehler lag nicht nur bei mir, sondern auch im eigentlich des blauen Knetmännchens. Des weiteren: Das ge-und beliebte T.G.i.F. Ich bin eitel genug, um durchaus gerne vernommen zu haben, dass es dem ein oder anderen gefehlt hat. Mir fehlte es auch. Das ist Fakt. Es wird also bleiben, im Großen und Ganzen. Ich sehe ein, eine Chefzynikerin braucht das Blogland. Zudem ist das TGif seit langem für mich ein fester Bestandteil meiner Woche, vor allem auch einer, der mich zu einem Moment der Reflektion zwingt.
Aber - es uferte in den letzten Monaten aus, nicht zuletzt aufgrund nicht nur meiner hohen Ansprüche und wurde zu einem enormen Zeitfresser. Angefangen mit der Unzuverlässigkeit der Technik, die mich zum doppelten Posten zwang, meinem Anspruch an's Layout, diversen Begehrlichkeiten diversester Leser bezgl. Statistik, und nicht zuletzt das zeitraubende aufwändige Verlinken, welches zu bestürzend wenig Backlinks führte. All dies werde ich ab heute zurückfahren, sonst ist das hier nicht mehr zu leisten. Und letztendlich bestimmt auch ein Grund, warum ich der/die einzig(e) mir bekannte Blogger(in) bin, der, die über Jahre eine wöchentliche Kolumne durchgehalten hat. Links gibbet ab heute nur noch auf Nachfrage. Wem das nicht passt, der soll sich melden. Werde ich dann eben nicht mehr berücksichtigten e basta. Und wenn die Blogtechnik hier rumspackt, wird an dem Tag eben nur noch angeteasert und zum anderen Blog verlinkt.
Des weiteren wird es des öfteren so sein, dass das TGiF tutto kompletto ausfallen muss wegen iss nich. Alles bleibt anders und nichts wie es war. Heisst im Klartext, Freitag wird nicht mehr zwangsläufig in jeder Woche mein Frei-Tag sein, Flexibilität im Punkt Arbeitstage lässt sich nicht vermeiden. Dies das Ergebnis eines Kompromisses, den wir mit mehreren haben schließen müssen, um wenigstens etwas so bleiben zu lassen, wie es ist.
Grundsätzlich aber bin ich willens, das Zurückblicken auch in Zukunft nicht immer nur den anderen überlassen. Gerade 2014 wird ja das Jahr runder Feierlichkeiten noch und nöcher. Die Engländer feiern 100 Jahre erster Weltkrieg und sind heute noch froh, dass der nicht im Elfmeterschiessen entschieden wurde. RTL feiert 30 Jahre ohne Bewährung und dann gibbet noch ein halbes Jahrhundert den geburtenstärksten Jahrgang ever, der gleichzeitig selbstverfreilicht auch der beste von allen ist - naja, Ausnahmen bstätigen die Regel.
Schon gut, begrabt mich am Redefluß. Genug rumgemeckert, watt gibbet sonss noch? Der Ruhebewahrer offenbarte Fürchterliches und verkündete frohgemut, dass er tainted love und soft cell gut fand. Ich fürchte fast, ich muss mir doch noch diese Winterdepression nehmen. Wenn ich mich nicht gerade fremdschäme. Fast hamwa Dschungel oder auch die Australian Open für die Landbevölkerung. Spannung steigt, warum sollen auch immer nur wir Schiss vor Armutszuwanderung haben. Sollen die down under auch mal sehen, wie datt iss. Ehrlich gesagt, wollte ich wirklich dieses Jahr auch gelegentlich in die Grimme-Preis-würdige 11-Feinde-sollt-Ihr-sein-Show gucken, schließlich bin ich auf Twitter bestens unterhalten von den Autoren dort. Aber da kann der Drachentöter noch so in den Startlöchern stehen, ich stimme ein Stück weit auch meiner Lieblings-Angie zu: Der Wendler ist echt ein Grund, nicht zu gucken. Mal ehrlich, dafür sind wir in den 80ern doch jetzt auch nicht auf die Straße gegangen. Könnte gut sein, dass meine Nerven alleine diesen Anblick nicht aushalten.
Für heute zumindest hab ich es mir auf's Schild genommen. Der Gatte hat Whiskytasting und ich dann eben Dschungel-Tasting. Danach entscheide ich, wie es mit mir und dem Kakerlakack weitergeht. Vorher wäre allerdings noch ein Abenteuer homemade zu bestehen. Der Kniefall 1.0. hat geruht, sich in der Fahrschule meines Vertrauens anzumelden und schwupps - hat er mich überredet. Unternehmen Verkehrsübungsplatz. Ich freu mich. Rasend sozusagen. Verabschiede mich also vorsorglich vom Rest meiner Nerven. Vorher aber noch die Statistik:
Satz der Woche: Solange die dicke Frau noch singt,
ist die Oper nicht zu Ende. (©die Band Kettcar)
Zeitgeist der Woche: Menschen, die in Formularen in das Kästchen Alter
immer reflexartig schreiben: Was geht?
Dogma der Woche: Mache einen Fehler und finde einen Schuldigen dafür.
Frage der Woche: Hat eigentlich schon mal jemand die Energie gefragt,
ob sie überhaupt gespart werden will? (©Cookie)
Dialog der Woche: Gehen Sie zu Figaros Hochzeit?
Äh nein, wir schicken Blumen. (©CholliBrehm auf Twitter)
Konsequenz der Woche: Wenn schwarz nicht bunt genug ist, nimm weiß.
(©KippDotter auf Twitter)
Cookie der Woche: Zwei Dinge habe ich gelernt. 1. Reinkarnation gibt es
wirklich. 2. Nie wieder Russisches Roulette!
Erkenntnis der Woche: Drachen steigen am höchsten gegen den Wind.
(©Churchill, getwittert von @JennaDoe)
Plan der Woche: sich einfach mal treiben lassen. Z.B. in den Wahnsinn
Mahnung der Woche: Wenn man die Fresse nicht halten kann, einfach mal Ahnung haben
Bild der letzten Wochen: Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.
Glückskekse kann schließlich jeder.
die ultimativen Pechkekse
Allen ein schickes Wochenende.
Betretet keinen Dschungel, den ich nicht auch betreten würde.
Outtake: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Links auf Nachfrage

Dienstag, 31. Dezember 2013

Was vom Jahr so übrig blieb - der Jahresrückblick 2013

Die traditionelle Frage wie jedes Jahr um diese Zeit: Was wird es sein, wenn wir später dieses Jahr erinnern? Die Kloppo, die Gro-Ko, gönne Kantler, die Dinge beenden oder Neuland betreten? Natürlich, all dies wird bleiben, es machte dieses vielerorts zum Übergangsjahr ausgerufene 2013 aus, aber wie immer blicke ich hier lieber einfach auf unseren eigenen kleinen Teller und überlasse den Rand denen, die sich dazu als berufener ausrufen.

Dieser Blog wird begleitet von der kafkaesken Lehre: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Es waren viele Wege, die wir im sich zu Ende neigenden Jahr gegangen sind. Altvertraute, altbewährte, neue, unerforschte, ins Ungewisse führende, spannende und Aufbruch versprechende Wege.

Manche dieser Wege führten bedauerlicherweise in die Tiefen diverser orthopädischer Untersuchungs-und Operationsräume, aber wie schon unser Omma immer sachte: Nix so schlimm, datt et nich irgendwo gut für iss. Und so können wir zumindest als fundierte Auskunft für radiologische und orthopädische Koryphäen im und um das Ruhrgebiet dienen und aktuell geben auch acht von acht im Palais vorhandene Knie Ruhe. Man reiche mir schnellstens ein Holz. Klopf.

Abgesehen davon, dass für die jungen Herren "früher" nun die Zeit ist, in der sie ihre Knie in links und rechts und nicht in gut und schlecht unterteilten, boten der kreative Geist des Hauses und das Ex-Französisch-Genie keinen Grund zur Klage. Der eine verringerte sich selbst beträchtlich, zu einem sehenswerten Vorteil, startete fulminant in die gymnasiale Oberstufe und genoß wohlverdient sämtliche Freuden eines sweet-sixteen-Lifestyles. Der andere beendete einen Lebensabschnitt mit dem ganz offiziellen Zeugnis der Reife. Der Zahl des Jahres sei Dank, genoß er die Vorteile der frühen Wahl und entschied, dass sein künftiger Weg ihn vonne Ruhr annen Rhein führen würde. Unfaustisch, aber unitarisch liberal begleitet, widmet er sich nun im einstigen Bundeshauptdorf dem Studium der Juristerei. Begleitet von einem wehmütigen, aber sehr aufrichtigen Glückauf.

Wehmütig begannen auch der Ruhebewahrer und ich das Jahr. Mit einem Abschied. Was davon bleibt, sind viele Geschichte, die wir über Ascona erzählen können und der blixenschen Frage: Wird Ascona auch je eine Geschichte über uns erzählen? Auch bei uns spielte Vater Rhein eine größere Rolle als sonst, dem glücklich ausgegangenen Umbruch im Vorjahr sei Dank. Eine weitere Abschiedstour brachte einen unerwarteten Einkaufsbummel, die Entdeckung, dass ein Ruhebewahrer die Berufung zum Platzwart verfehlt hat und eine erste Begegnung mit dem Meer. Zonder Zand keen Nederland. Ein neuer Ort der Sehnsucht fand Eingang in die Familienchronik, es bestätigte sich eine von mir schon lange aufgestellte These: Ja, wir - vor allem ich - sind ruhrisch by nature, aber da kann ich das Licht des Südens noch so sehr vermissen, Nordisch ist ein Gefühl, das mir einfach nur gut tut und mich zur Ruhe bringt.

Ebenfalls zur Ruhe brachte mich der neu erworbene Antrieb, der mir Antrieb und schließlich eine Idee gab. In der Mitte des Jahres kreierte ich eine neue Wortschöpfung, sie fand bald Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch der Blogosphäre: die Kolumbinade. Dies war gewiss eine meiner besseren Einfälle des Jahres und ganz besonders freut daran der Umstand, dass eine gute Freundin diese Idee so begeistert aufgriff, mit ausgestaltete und maßgeblich an Höhepunkten des Jahres beteiligt war. Was so ganz nebenbei eine bereits bestehende Freundschaft erheblich festigte und ausdehnte. Ruhrisch waren die meisten Kolumbiniaden und ruhrisch waren auch viele (wild)schöne Stunden mit Freunden und Familie. Die Assigen auffem Parkplatz wurden eine neue Tradition, etwas edler ging es dann jeweils am Rhein zu. Angefangen vom lauschigen Sommerabend mit der lieben Watson im Schatten des Doms über die Einsicht der eigenen Musealität bis hin zuletzt zur 8 x 10 Jahresfeier.

Blogtechnisch war das Jahr eher naja geht so. Blog.de versteckte sich lange Zeit hinter dem oupsigen blauen Knetmännchen. Für manche eine zu lange Zeit. Schade. Dass es nicht an den Bloggern lag, bewiesen wir zum Jahresende mit einer erfreulichen Tadamm-tada-Aktion. Ebenfalls eher naja geht so war das Jahr in kultureller Sicht. Die Ruhrfestspiele enttäuschten durch Beliebigkeit, es gab kein einziges großes Konzert, dem wir die Ehre bereit waren zu geben, keinen Film, der uns vom Hocker riß, wie schon so oft musste es die Literatur und die seriale TV-Unterhaltung richten.Tjanun, man wird eben nicht jünger und schon gar nicht reicher. Aber sei's drum:  seien wir einfach dankbar für das war und was kommen wird und vielleicht auch für all die Paselacken, die unsere Wege kreuzten. Von denen konnte man immerhin lernen, wie man nie werden will.

Die Statistik des Jahres: 

Zahl des Jahres: 1,1 
Satz des Jahres: Ich hab noch 'ne Überraschung für Euch. 
Aber das sieht schlimmer aus, als es ist. 
Trost des Jahres: Gleich ist vorbei, dann könnt Ihr wieder aufrecht stehen. 
Stoßseufzer des Jahres: Boah, ich bin schon dusselig von den Feiglingen.
 Ich brauch erstmal 'nen Schnaps. 
Motto des Jahres (unverändert und wahrscheinlich ewig gültig) : Die Hoffnung stirbt zuletzt. 
Kolumbiniade des Jahres: Die Höllen-Höhlentour. 
Lied des Jahres: Stern über Bethlehem auf die Melodie vom Traum von Amsterdam
Ohrwürmer des Jahres: Hero von Family of the Year und Jubel von Klingande  
Entdeckung des Jahres:  die großartige Politserie Borgen - was Macht mit Menschen macht. 
Unwort des Jahres: Kniefall 
Abschied des Jahres: Tempi passati 
Erwartungshaltung des Jahres: Je mehr nichts, desto besser. 
Bestätigung des Jahres: Dänen lügen nicht. 
Erinnerung des Jahres: Menneskes ved Havet - Menschen begegnen dem Meer. 
Bücher des Jahres: Zehntelbrüder von Ruth Cerha, Ein Jahr voller Wunder von 
Karen Thompson Walker , die Wahrheit über den Fall Harry Quebert von Joel Dicker
 und das grosse Los von Meike Winnemuth  
Theorie des Jahres: Wenn et nich schlackert, brauchse nich wuchten (©der Drachentöter) 
Erkenntnis des Jahres: Es liegt gar nicht an Tagen wie diesen, 
es sind die Nächte. (©Einhard) 
Guter Vorsatz des Jahres: Immer einen MRT-Termin in petto haben 
Ruhrpottregel des Jahres: A 40 nur, wennsse Zeit hass 
Getränk des Jahres: Der Assigen auffem Parkplatz Cocktail la Colada 
Beschwörung des Jahres: Ein Sturm kommt auf. 
Bilder des Jahres: 

Ich wünsche allen einen charmanten Silvesterabend und ab Mitternacht gilt dann: 
2014 - now boarding