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Dienstag, 9. Dezember 2014

Kolumbiniade - D wie DASA oder

doch eher wie Desaster. Vielleicht aber auch für Defekt.
Es begab sich des heutigen Tages, dass der Ruhebewahrer und ich einen gemeinsamen Frei-Tag hatten und da der gestrige Tag mit einem gestoßseufzten Tschaka ob erledigter Weihnachtseinkäufe endete, dachten wir so bei uns: Nutzen wir doch das Ruhrtop-Kärtchen nochmal aus und schauen bei der hochgelobten DASA Ausstellung mit ihren rasanten Erlebniswelten in Dortmund vorbei. Tja, ham wa aber auch nur so gedacht. Erlebniswelten! Paah! Im Bett zu bleiben wäre sinnvoller gewesen. Da wäre die Erlebniswelt garantiert aufregender gewesen... Ähem. Tschulligung. Wo war ich? Ach ja. D wie drauf reingefallen.
Vollkommen unklar, warum alle so ein Bohei um diese Ausstellung machen. "Wie, da wart Ihr noch nicht?" "Da müsst Ihr unbedingt noch hin". Wer auch immer Euch das weismachen will: nein, müsst Ihr nicht. Könnt Ihr ganz gepflegt sein lassen. Uns hat sich das nicht im Geringsten erschlossen, was genau da jetzt so toll dran sein soll. Die Webseite verspricht Deutschlands größte Arbeitswelt-Ausstellung und eben jene spannenden Erlebniswelten. Ah jetzt ja. Vielleicht für den, der unter spannender Erlebniswelt die stillgelegte Straßenbahn von Dortmund-Brakel versteht. Und noch nie einen Stahlkocher gesehen hat.
DASA3DASA1
Vielleicht auch für den, der sonst keine Berührungspunkte mit gelangweilten Pubertier-Horden hat. Möglicherweise auch für den, der gerne Buch darüber führt, welche der Erlebniswelten wann für wie lange außer Betrieb sind. Der erste Touch-Screen, der uns interaktive Erkenntnisse vermitteln sollte, scheiterte jedenfalls schon an der Eingabe des Geburtsdatum. Statt 1964 beharrte er auf Verarbeitung des Datums 2075, um kurz darauf mitzuteilen, er sei dem Ansturm des heutigen Tages nicht gewachsen und müsse kurz pausieren. Kein Witz. Nächstes Gerät. Draufstellen und Computer rechnet aus, wie gesund man ist. Aha. Computer sagte ausnahmsweise nicht Nein, dafür muss mit mir Magisches passiert sein auf dem Weg von Recklinghausen nach Dortmund, denn die integrierte Waage zeigte Interessantes. Zwischen morgens nackelig auf der Waage und zwei Stunden und zwei fette Bütterkes später wog ich samt Winterstiefeln und Winter-Klamottage satte 8 Kilo weniger. Leider ohne Info dazu, wo man so eine zauberhafte Teufelswaage käuflich erwerben könne. Soviel zur Erlebniswelt Informations-und Kommunikations-Technologie.
In der Erlebniswelt Transport und Verkehr war auch eine Menge zu besichtigen - eine Menge Absperrbänder sowie eine beeindruckende Menge Nichts. Ach nein, stimmt auch nicht. Wir wollen nicht ungerecht sein. Am LKW-Simulator prangte ein Schild! "Ab 13:00 Uhr wieder in Betrieb". Wir blieben in der Nähe, der wundersamen Inbetriebnahme harrend - doch spätestens um 13:30 mussten wir einsehen, es war vergessen worden, draufzuschreiben, an welchem Tag dieses 13:00 Uhr denn nun stattfinden solle. Heute nicht, soviel war klar.
Na, denn weiter. Flugsimulationen sind extra zu buchen, vorher. Gut, kann man ja noch einsehen. Aber muss man sofort angeschnauzt werden, wenn man sich vorsichtig dem guten Simulator-Stück nähert? Aber halt - ein Simulator funktionierte. Der ISS-Simulator. Juchhu und tirilü. Olle spackige 3-D Brille aufgefrickelt, Hand an den als Joystick betitelten ollen Play-Si-Controller und ab dafür. Naja, ganz nett. Aber an die Simulatoren im Disneyland kam es nicht annähernd ran. Nicht mal an den Arktis Simulator im Gelsenkirchener Zoom. Aber vielleicht haben wir uns auch nicht genug Zeit und Muße für das Ding genommen. Denn die Konzentration dafür muss man auch erstmal finden, wenn hinter einem eine geführte Gruppe mit den Hufen scharrt und die Museumsführerin schnarrt, man werde schon gleich drankommen, so ewig können die da (also wir) doch nicht brauchen.
DASA4
Brauchten wir auch nicht mehr. Irgendwie reichte es und das Interesse einfach nicht mehr für die phantastischen zeitlich begrenzten Sonder-Ausstellungen, als da waren: Heavy Metal - über die Kunst des Glockenmachens. Kein Witz. Sowie:Architektierisch - die Mitmach-Ausstellung rund ums Bauen. Empfohlen ab 3 Jahren, Ähnlichkeiten mit Lego-verseuchten Kleinkindzimmern wahrscheinlich rein zufällig. Aber vielleicht ist uns auch nur eine gelungene Selbstironie
entgangen? Möglicherweise wollte man uns ja genau das zeigen: Die heutige Arbeitswelt ein einziges Desaster, ein einziges Defekt, ein einziges Ausser Betrieb. Na, wenn das so wäre, dann wäre es gelungen und die DASA Ausstellung die ehrlichste der Republik.
 

Freitag, 5. Dezember 2014

T.G.i.F. - von wohlriechenden Zwillingen, platten Flundern und mächtigen Eiszapfen

Tach auch Liebeleins. Noch 17 x schlafen, dann werden die Nächte wieder kürzer. Das war die gute Nachricht des Tages. Die schlechte liegt fast schon hinter mir: War nix so richtig mit Frei-tagen diese Woche. Eine böswillige Verschwörung aus großzügigen Virenträgern undschneckschleichenden dörflichen Pizzaboten hat mich überfallen. Plattflunder-Alarm am letzten Wochenende.
Was mich endlich mal zum Arzt und zweierlei Erkenntnisse ans Tageslicht brachte: Zum einen wissen wir jetzt, woher mein galliger Humor kommt. Nämlichst vonne vielen kleinen Steine im überflüssigen Organ oder wie der Kniefall es formulierte: "Du könntest ja jetzt Wrestlerin werden und Dich gallische Kriegerin nennnen." Vielen Dank auch für's Gespräch. (Sie lasen: Pubertier-Sprüche from hell, part one, aber immerhin kreativer als die Plattwitz-Diagnose des abwartend handelnden Arztes) Zum anderen das sehr beruhigende amtliche Endergebnis: Kopp kann dranbleiben, meine anderen und sonstigen Werte sind sowas von Tippi-Toppi. Ich scheine mich einer sehr gesunden Lebensweise zu befleissigen. Allet richtig gemacht. Ergo - fleissig weiterquarzen, schwarzen Kaffee literweise und beim Bloggen der Nachbarin von gegenüber beim gepflegten Quälen auf dem Crosstrainer zusehen.
Eiszapfen
Und dann war da noch der Cookie, der die Ormuz und mich als Weicheierstöcke bezeichnete! Ich prangere das an. Warte, mein Lieber. Demnächst kannst Du Dir in der Parallelwelt die Beine in den Bauch stehen, bevor ich Dich abhol inne republikanische Dominik. Vielleicht, aber nur ganz vielleicht leih ich Dir meinen schicken Allzeit-Eiszapfen für Deine Caipis. Aber mal ehrlich - et iss schon wirklich so richtich bannich kalt geworden in diesem Draußen oder? Hoffentlich reicht datt auch, um all die adipösen Mücken schockzufrieren.
War sonst noch was? Yau - der Test der Woche, fast schon eine Kolumbiniade.  Plattflundrig wie ich nun so da lag auf meinem Diwan, hatte ich viel Zeit, mich durch die virtuelle Zwillings-Gerüch(t)eküche zu klicken. (Nein, leider immer noch nicht die Twin Pieks, da müssen wir wohl bis 10 Tage vor Weihnachten warten), nee ganz watt anderet: Schon mal wer den Ausdruck Parfumzwillinge gehört? Oder hipper: Smellalikes? Das sind Parfums, die vorzugsweise als Eigenmarken hauptsächlich von Discountern vertrieben werden und ihrem verklausulierten Original en Detail gleichen. Für sehr viel kleineres Geld selbstredend.
DAS hat mich denn doch mal neugierig gemacht. Zumal ich in Sachen Parfums unglücklich bin seit dem Tag, an dem ein vorzugsweise pelziges italienischen Modehaus seinen Klassiker vom Markt nahm. Seitdem suche ich und suche und suche. Mittlerweile sind die mehr oder weniger reizenden douglasianischen "Beraterinnen" so jung, die waren noch nicht mal geboren, als mein Lieblingsduft sich verflüchtigte. Die letzte noch aufzutreibende Flasche bekam ich dareinst von Rollinchen geschenkt, weisst Du noch? Ich schweife ab - Tschulligung. Also - eine (s)chanellige Lösung wäre die kleine Coco gewesen, aber... schon klar. Nun waberte dieser Tage die sogar wissenschaftlich untermauerte These durch dieses Internet, statt Mademoiselle täte es auch 'ne glamouröse Madame vonnem Liddel. Und zwar ununterscheidbar. Logisch, dass ich die 4 Öcken 99 investierte. Und watt soll ich sagen: Ich schließe mich der These* an. Voll umfänglich und überzeugt. So wie Ihr es hoffentlich auch seid vonne
Statistik:
Satz der Woche: Man sollte nicht versuchen etwas zu sein.
Man sollte herauskriegen, wer man ist. (©Trixelinchen)
Plattwitz-Diagnose der Woche: Sie sind eine steinreiche Frau
(© mein Arzt, leider nur auf die Gallensteine bezogen)
Replik der Woche: "Du hast Glück, dass Du die Frau bist, die mich durch ihre
Gebärmutter gepresst hat" © Pubertier-Sprüche from hell,
Part two nach Nötigung zum Müll rausbringen)
Dialog der Woche: Ich: "Für kein Geld der Welt hätte ich bei Modern Talking mitgemacht"
Kniefall: "Deine Stimme wär auch viel zu männlich dafür gewesen"
(©Pubertier-Sprüche from hell, Part three)
Shortseller der Woche: Sissi aus Lönneberga verschluckt drei Haselnüsse beim kleinen Lord und stirbt langsam. Zack, Weihnachten fertig.(©derWachsame auf Twitter) im Gegenteil zum
Cookie der Woche: Der Engel sprach "Fürchte dich nicht, Maria. Du bist schwanger und
weißt nicht von wem, aber ich mach eine Story für die Ewigkeit daraus."
Noch ein Longseller der Woche: Du wirst geboren. Hast Kinder. Hast Enkel. Hast Urenkel. Du stirbst. Mick Jagger und Keith Richards gehen noch immer auf Tour. (©Grantscheam auf Twitter)
Erwartungshaltung der Woche: Ich warte noch auf das Geld vom nigerianischen Treuhänder meines verstorbenen Großcousins. Der hat sich
bestimmt nur bei der IBAN vertippt. (©Dr.Huch auf Twitter)dazu passend
die Rezi der Woche: Le Freak - C'est chic
Prognose der Woche: Ich freu mich schon auf alle, die nächstes Jahr im August heiraten.
Das wird ne typische 08/15 Hochzeit. (©humorlos4 auf Twitter)
Allen ein schickes Wochenende mit nettem Sinter Claas !
Holt keine Gerüch(t)e aus dem Sack, die ich nicht auch rausholen würde.
Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links gerne auf Nachfrage.
* Sternchen für den Stern und wenn man googelt, findet man mächtig viel Spannendes dazu in diversen Foren diverser Frauenzeitschriften. Spannendes Thema.

Montag, 17. November 2014

Kolumbiniade im Sauerland

Sauerland. Mein Herz schlägt für das Sauerland.... lalala. Ähem. Eher nicht. Aber wofür dem Ruhrie sein Herz schlägt, das ist die schnelle Erreichbarkeit diverser Urlaubsgebiete. Auch wenn wir eher der Fraktion angehören, die das Land der 1000 Berge gerne weiträumig umfahren und lieber die andere Route Richtung Meer nehmen - ab und an kann man ja gucken, wie es wäre, dort tot über den Zaun zu hängen. Vor allem, wenn die Ruhrtop-Card das noch hergibt. Unser Ziel gestern für eine der letzten, wenn nicht der letzten Kolumbiniaden des Jahres war die Burg Altena, thronend über dem gleichnamigen Städtchen, ihres Zeichens die älteste Jugendherberge der Welt.
Altena4Altena2Altena3
Seit dem Frühjahr diesen Jahres kann man sich für einen nicht kleinen Aufpreis auch den Anstieg sparen und den vielgepriesenen, vielgeschmähten, vieldiskutierten von EU-Geldern bezahlten Erlebnisaufzug gönnen. Erlebnis, naja. Nicht mal für eine Einhorn Animation hat es gereicht, es röhren ganz normale Hirsche. Aber Hauptsache nicht laufen.
keinEinhorn
Die Burg selbst ist außerordentlich gut erhalten und zeigt in diversen Räumen das mittelalterliche Leben im Sauerland samt Auswirkungen des Ruhrgebiets. Und ich stimme Engelchen zu, besonders Spaß macht der Dachboden Bereich, in dem die Herkunft diverser Redensarten anschaulich erklärt wird.
AltenaWappenSaftsackRedensart
Außerdem stand ja noch die Frage im Raum, ob Napoleon wirklich Teufels Küche in das Sauerland gebracht hat. Hat er nicht. War ganz wer anderes, aber - tatsächlich ein Koch und kein Feldherr. Nämlich der
derheiligeEinhard
Wäre das auch geklärt.
Schön auch der abschließende Spaziergang an der erstaunlich schnell fließenden Lenne. Auch wenn das begehrteste Souvenir sich als nicht transportabel erwies. So, so schade. Ebenfalls nicht, 
keinSouvenir

Sonntag, 19. Oktober 2014

Zwei Ruhries in Bayern - Teil zwei

Am nächsten Tag war es soweit. Ein Captain goes Augusta Vindelicorum station. Der Cookie der Woche live!
Dass wir das noch erleben durften. Das war aber auch heiß ersehnt. Es ist nicht mehr nachvollziehbar, wie lange wir jetzt verblogfreundet sind , gefühlt auf jeden Fall schon immer. Genauso wie ein TGiF ohne den Cookie der Woche kein richtiges TGiF ist! Nur live hatten wir uns noch nie. Riesengroß war die Vorfreude bei allen, endlich , endlich in TeufelsKüche zu geraten und dem Captain zu beweisen, dass wir alle genauso reden wie wir sprechen.
Zunächst galt es, die Falschaussagen des Maulwurfs im Verkehrsministerium zu korrigieren und den Captain zum Hochzoll zu bewegen. Nicht zum zahlen, nein, einfach nur aussteigen. Nach diversen Depeschen war es dann soweit. Der Herr Spieler gab sich die Ehre und dem Cookie die Eskorte und da war er. Nee, watt war datt schön. War datt ein Umärmel und Geknuddel auf allen Seiten. Frau Spielerin und meinereiner am Rande des freudig kreischenden Nervenzusammenbruchs, der Herr Spieler väterlich thronend und der Ruhebewahrer seinem Namen gerecht werdend. Und wie so oft, ehrlich gesagt, wie immer bei schon so vielen Bloggertreffen vorher: Ja, man kennt sich . Gut sogar. Es ist , als ob man sich einen Tag vorher zum letzten Mal gesehen hat. Da ist sie dann doch wieder, die Magie des Bloglands. Eben wir, die die aus dem Internet kamen.
Zunächst einmal gab es - wir sind ja in Bayern - Gastgeschenke. Für jeden von jedem. ( Joar, war denn hoit scho Weihnachten? ) Und dann wurde zurückgezecht. Begleitet von wiederum einem fulminanten diesmal Spätstück im Hause Spieler. Und bevor Ihr fragt: Besagter Krug war schon lange geleert, aber was so ein ordentlicher Vine-Haushalt ist, bei dem passt auch ein Faß in den Kühlschrank. Anderer Service ließ eher zu wünschen übrig, aber hier - mea culpa. Durchschnittliche Lieferzeit eines Brillenputztuches: 4 Stunden. Die Legende meiner Mary-Poppins-Tasche wird sich also im Alpenland nicht weiter verbreiten. Aber irgendwas ist ja immer. Auch wenn Herr Spieler durchgehend bemängelte, dass wir konstitutionsmässig nicht mit einem gewissen Düsseldorfer Weizenbierkönig mithalten konnten, es war prickelnd. Es wurde erzählt, gelacht und über die guten, alten Zeiten philosophiert, in denen New York noch in Mexico lag. Oder umgekehrt? Man weiß es nicht. Was ich allerdings weiß, ist, dass über manch anderes von diesem Tag übereinstimmend der Mantel des Schweigens ausgebreitet wird. Ihr braucht ja nicht alles wissen, gelle? Hauptsache, uns bleibt das alles in unvergänglicher Erinnerung.
Zwischendurch waren wir auch mal fleissig. Schließlich waren wir nicht nur zum Vergnügen da, so ein Touri-Leben ist ein hartes Leben. Und so wurde unerschrocken die olympische Strecke Augsburgs abmarschiert, Tickets gab es in Ermangelung eines Paddeldresses nicht, dafür Flüssiges in Rach-getesteten Kegelburgen. Der Ruhebewahrer wurde zum Ruderbewahrer und schachmatt waren wir anschließend alle.
Augsburg5Augsburg7Augsburg4
Aber nicht so schachmatt, dass wir nicht in der Lage waren, anschließend nohc die restlichen spielerischen Heilwasser-Vorräte zu vernichten, denn
Cookie des Tages Nr.1: Einer von uns hatte Schulter, einer Rücken. Hat nur wenig gefehlt, und wir hätte uns eine Dame ohne Unterleib basteln können.
Aber auf jeden Fall steht fest:
Cookie des Tages Nr.2: Und tatsächlich : es war absolutely legen - wait for it - dary !
Und da Familie Spieler ja einen Ruf zu verteidigen und einen Bildungsauftrag zu erfüllen hat, wurde denn des Nächtens noch eine gravierende Bildungslücke geschlossen. Codename: Fire walk with me. Allerhöchste Zeit dafür. Schließlich sind nächstes Jahr 25 Jahre um.
In diesem Sinne: Es war uns ein inneres Blumenpflücken! Vielen, vielen Dank an Euch, den Herrn Spieler, die weltbeste Sirena, den wunderbaren Cookie , die Ihr uns dieses lange Wochenende zu einem unvergeßlichen gemacht habt ! Eine einzige Bitte bleibt uns: Nie wieder solange Zeit dazwischen ! Und sehr, sehr gerne jederzeit auch in unserem Pott. Hat auch watt Grün hier !

Samstag, 18. Oktober 2014

Zwei Ruhries in Bayern - Teil eins

Tjaha! Nun wissen es auch die Bayern, wie datt mit dem Wetterken so iss, wenn Ruhrpottengel reisen. Bittegerne. Dafür nicht. 
Natürlich hatte ich ein Wochenende zuvor bei dem dieses Jahr wohl eher dem Norden gewogenen Wettergott ein gutes Wort eingelegt und um Beistand für wenigstens ein Wochenende für die schlecht-Wetter-geplagten Südländer gebeten. Und siehe da. Tschaka. Noch während der Fahrt - der Ruhebewahrer ruderte uns gekonnt durch's sauerländische Aqua Planing - erreichten mich die ersten Dankesnachrichten entzückter Freunde. (wenngleich die ungewohnten Sonnenstrahlen einen Captain schon zu Vorbereitungen für Staatsempfänge animierten, wegens weil Napoleon im Sauerland und so. Ach , lassen wir das. Das führt zu weit. )
Zu weit ist ja der Weg vom Pott ins Alpenländle leider auch. Zumindest für ein Wochenende. Und so war es gefühlt eine Mega-Ewigkeit her, dass wir unsere lieben verspielerten Freunde aus der Ferne nicht nur virtuell umarmen konnten. Absolut allerhöchste Zeit war es jetzt. Nur wer die Sehnsucht kennt, weiß, was wir erlitten. Und nachdem die Spielers ja schon so einiges an Wegen quer durch den ganzen Ballast der Republik auf sich genommen hatten, waren nun einwandfrei wir dran. Ich geb es ja ehrlich zu, für uns tief aussem Westen Kommende ist Bayern schon irgendwie exotisches Ausland und mit so einigen Vorurteilen behaftet, ging es also los. Mit im Vorurteilsgepäck hatte ich das von der bayerischen Gast-Herzlichkeit und dieses Vorurteil wurde aus Nachdrücklichste gefestigt. Mein Name ist von Belang und ich bestätige diese Botschaft gerne. Aber sowatt von. Ein bißchen hatte ich zugegebenermaßen auch bayerische Granteligkeit im Hinterkopf, aber diese ist uns gar nirgendwo begegnet. Ehrlich, egal, wo wie waren, wo wir hinkamen, alle waren total freundlich und hilfsbereit. Das ist mir echt aufgefallen, so ist das hier bei weitem derzeit nicht. Zumindest nicht überall.
Es ging schon los mit unserer Ankunft im Hotel. Da Spielers derzeit komplett eingerüstet sind, hatten wir uns für externes Schlafen entschieden und uns eine kleine schnuckelige Pension im beschaulichen Friedberg gebucht. Friedberg ist ein kleiner Ort ganz in der Nähe von Augsburg und strategisch geschickt gelegen für spielerische Vorhaben. Ein Ort wie aus dem Bilderbuch! Sowas von heile Welt. Gibbet hier im Umkreis von mehreren hundert Kilometern nicht. Wenn man mal davon absieht, dass unerklärbare Ölbohrtürme das Landschaftsbild etwas verschandelten. Aber trotzdem - wenn man gemächlich durch diese heile bayerische Welt schlendert, nehmen einen diverse stussige Äußerungen des Herrn Seehofer nicht mehr Wunder. Sowatt wie unsere Bronx, das hält der doch für ein Märchen aus dem Horrorkabinett. Lichtjahre voneinander entfernt. Egal.
Friedberg1
Der Empfang im Hotel also. Wir logierten hier im Hotel zum Brunnen und wurden sowas von positiv überrascht. Zunächst mal von dem überaus herzlichen Empfang des Hoteliers, dann von der ganzen modernen Ausstattung und dann gab es noch ein Upgrade. Wahrscheinlich sah der Gute mir mein Rückenleiden an und verfrachtete uns einfach so in seine schicke Suite samt Wasserbett ! Sehr, sehr geil und um Klassen besser, das Ganze als das sogenannte First Class Hotel-Dingsi ein Wochenende zuvor. Und Humor hatte er auch noch:
Friedberg3
Nach kurzer Ein-Hops-Zeit auf dem Wasserbett ging es denn aber ins Casa Spieler7. Und ach, was soll ich Euch sagen? Der Herr Spieler und seine Gattin sind einfach - perfekt. Unfasslich. Bomfationös. Und was einem sonst noch so an Superlativen einfällt. Die perfekten Gastgeber. Parkplatz reserviert, Gastgeschenke vom Feinsten, aufgetischt wurde, bis eigentlich ein Arzt hätte kommen müssen. Kubanische Tafel mit allem, was man sich da nur vorstellen kann. Und lecker. Ich sach Euch. Bayerische Brotzeiten. ( Endlich mal richtige Weißwürstl! Könnt ich mich übrigens dran gewöhnen, sehr lecker ) und keine Meilen die Straßen runter hat der Herr Spieler gescheut, um mit einem Riesenkrug bewaffnet, echtes Augsburger Brau-Bier für uns zapfen zu lassen. ( und das, obwohl er nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Nein Scherz. Sieht toll aus. Sowas von erschlankt. Respekt! )
Solchermaßen gestärkt ließen wir uns gerne von kundiger Hand durch die Stadt der Fugger leiten. Der erste Weg führte die Zuckerpuppen natürlich wohin ? Richtig, in die Puppenkiste ! Ihr wisst schon. Urmel aus der Mupfel, Lukas, der lokomotivführer und und und. Hach. Zu schön. Verschlossen blieb uns leider der güldene Saal, den brauchte man für irgendwelche uns nicht näher erläuterten Interna. Pfft, machen wir eben Sport. Läppische 258 Stufen geht es den schicken Perlachturm hoch und was erwartet einen oben? Nein, kein Sauerstoffzelt, nur die Kasse. Die aber mit einer außerordentlich netten Dame besetzt. Was für ein Arbeitsplatz! Und das auch noch ehrenamtlich, wie uns die Dame verriet. Also, nee, echt nicht. So gutmenschig würde ich im Leben nicht werden, dass ich reeglmäßig 258 Stufen ehrenamtlich erklimme. Aber Chapeau. Belohnt wurden wir dann mit grandioser Aussicht. Leider nicht ganz bis zu den Alpen. Aber die hatten wir schon von unserer Friedberger Suite aus erspähen können. Danach war dann aber dringende Stärkung weizentechnischer Art angesagt, um genug Kraft für die beiden letzten Programmpunkte des Tages zu tanken. Denn da waren ja noch die Fugger, denen es Aufwartung zu machen galt und uns zu Ehren gab es einen Dult, einen traditionellen Jahrmarkt, bei dessen Besuch wir lernten, in Augsburg wird gerne und viel geputzt und gebacken. So ganz "zufällig" gerieten wir dann noch in ein Trachtengeschäft, aber leider leider..... Wobei ich davon überzeugt bin, dass so ein Dirndl ganz ungemein putzt. Mich bestimmt.
die Fugger1
Augsburg
Lesen Sie morgen die Fortsetzung, wie wir in Teufels Küche gerieten und aus einem Ruhebewahrer ein Ruderbewahrer wurde.
(Und die extented Version gibbet dann auch. Für die, die das Entire Mystery Paket gebucht haben. Diane, notieren Sie.)

Dienstag, 30. September 2014

Zwei Hamburger im Pott

ich erzählte es bereits: Ich hatte Besuch. Lieben, seltenen, aber dafür umso mehr geschätzten Besuch. Von unserer LGG, der Lieblings-Gina und ihrem Göttergatten. Die Beiden waren auf der Durchreise von Event zu Event und umso schöner war die Freude, dass wir einen ganzen Tag für uns freischaufeln konnten. Bei Kaffee und Keksen wurde zunächst die Tagesordnung diskutiert. Zu meinem Glück und Erleichterung waren die Beiden mal so gar nicht an den hier wie Pilze aus dem Boden schiessenden Hochglanz-Malls interessiert und der Programmpunkt Shoppen sofort gestrichen. Dafür bekundeten beide eifriges Interesse an unserer Industriekultur, was mir natürlich sehr entgegenkommt. Iss ja soviel Grün hier, datt muss man doch zeigen.
sovielGrünhier
Das eifrige Studium des Ruhrtop-Card-Reiseführers offenbarte dann auch bemerkenswerte Vorkenntnisse in Sachen Industriedenkmäler, am liebsten hätte man gleich mehrere Höhepunkte in diesen einen Tag gepackt. Aber ich wusste es ja bereits von Familie Drachentöters: Wenn man mit zwei passionierten Fotografen unterwegs ist, dann darf man sich die Tagesplanung nicht zu vollpacken. Schon gar nicht hier im Ruhrgebiet. Die Motive sind zu vielfältig und soviel kann ich sagen: In Sachen Fotomania stehen die Beiden den Drachentöters in nichts nach. Hier zu sehen sind aber nur die stümperhaften Ergebnisse meiner Handykamera. Sobald die Fotos der Beiden zu bewundern sind, reiche ich den Link nach.
Zunächst ging es zum Schiffshebewerk Henrichenburg. Ich berichtete und zeigte in diesem Blog schon mehrfach einiges davon, von daher klemme ich mir das jetzt. Ich will ja keinen langweilen. Die Hamburger jedenfalls waren ganz und gar nicht gelangweilt und sehr beeindruckt von diesem auch wirklich tollen Industriedenkmal. Und die Kürbisköppe mussten auch draussen bleiben.
September
Weiter ging es zur Zeche Zollern in Dortmund, womit dann sogar ich meine Kolumbiniade hatte. Denn Zeche Zollern war tatsächlich die, auf der ich noch nie war. Und somit habe ich an diesem Tag dann sogar einen Kreis geschlossen und könnte mir ein T-Shirt drucken lassen: Fördertürme und Zechen im Ruhrgebiet - ich kenne sie alle. Man kann es natürlich auch wie der Ruhebewahrer sagen: Zechen? Kennsse eine, kennsse alle. Stimmt im Falle von Zeche Zollern aber nicht. Diese Zeche firmiert im Ruhr-Guide auch als Schloss unter den Zechen und es hat tatsächlich mit seinen prachtvollen Gebäuden und Jugendstil-Elementen etwas von einem Schloss. Begeistert waren wir von den liebevoll detailgetreuen Ausstellungen und vom Kinderkeller, der auch für uns spannend war. Fast fünf Stunden waren wir dort und wir hätten noch endlos weiterschauen können. Wenn nicht Museumsschluss gewesen wäre. Trotz all der Pracht konnten unsere Kastanien mal ganz ungeniert und stilecht auf Koks sein. So gehört sich datt ja auch.
aufZecheZollernHamburgerauffemPüttKastanieaufKoksZecheZollern
Was mir an dem Tag und der Tour besonders gefiel, war das Interesse meiner Gäste. Das muss ich an dieser Stelle mal ehrlich sagen. Ich fand Eure Wißbegierde toll, ich fand es großartig, wie Ihr Euch in das Leben zur Blütezeit der Zeche einfühlen konntet und ich fand besonders großartig, dass Ihr Euch an diesen Stätten der Industriekultur auch mit unserer Gegenwart beschäftigt und die durchaus richtigen Schlüsse gezogen habt. Das tat gut. Nächstes Mal fahren wir ein und unter Tage. Und ins Drübbelken gehen wir auch wieder !
Lustigstes Wort des Tages: Wunderbar
Erkenntnis des Tages: 2 Euronen fuffzich reichen innem Pott, um gleich 3 Leuten einen Tag voller Erlebnisse zu bescheren.
Medaille des Tages: Geht an Ginas Göttergatten, der mit kompletter Fotoausrüstung auf dem Rücken unzählige Stufen erklomm. Um einen Spruch vom Engelchen zu ergänzen: Sport ist für die einen eine ausgedehnte Wandertour, für die nächsten eine Fahrradtour, für manche aber auch nur der Gang zum Briefkasten. Tja - und dann gibt es noch diejenigen, die keinen Turm der Industriekultur unbestiegen lassen. Respekt dafür, mein Lieber. Auch wenn ich wenigstens einen Turm mit erklommen habe.
Freude des Tages: hausgemacht schmeckt im Pott auch wie hausgemacht. Wahrscheinlich, weil wirklich hausgemacht. Ob Käsekuchen, Apfelkuchen. Gulasch.

Sonntag, 7. September 2014

Kolumbiniade - mit dem Fahrrad anne Emscher

Diesmal aber sogar mit dem Fahrrad. Gestern mussten wir einfach mal wieder raus. Sonne schien. Wenigstens ab und an. Temperatur war dänisch ok, ergo Fahrradgepäckträger drauf und ab dafür. Ausgangspunkt war Haus Ripshorst in Oberhausen in der Nähe des Centro. Dort wagten wir zunächst ein Tänzchen mit einem Zauberlehrling und folgten dann dem Kanal,
TänzchengefälligderschöneSchein
 
um einen Teil unserer alten Heimat zu erkunden, den wir zwar kannten, aber nicht so. Der Landschaftspark Duisburg Nord. Früher war es unser Willkommen-Gruß, wenn man über den Spaghettiknoten zurück in die Heimat kam - tausend Feuer in der Nacht und so. Heute ist es ein stillgelegtes Hüttenwerk, das Kunst-Installationen sowie einige Freizeit-Angebote ( Tauchen im Gasometer, Seilbahnfahrten durch die Hütte ) beherbergt und gerne als Kulisse für Fernsehdrehs herhalten muss. Das Gelände und die Stahlkulisse wird größtenteils der Natur zurückgegeben und überlassen. Ich lese gerade Anarchie in Ruhrstadt von Jörg Albrecht und ich halte jede Wette, dass ihm die Idee für Dschungelburg statt Duisburg genau dort gekommen ist. Aber dazu nächste Tage und an anderer Stelle mehr. Was bleibt, ist das ambivalente Gefühl, das mich immer überkommt, wenn wir auf der Route der Industriekultur unterwegs sind: Es ist spannend, es ist interessant, aber - für Menschen wie uns, die solche Standorte noch im Einsatz kennen und auch höchst befremdlich und nachdenklich machend.
WasserfallaufruhrischKunstoderkannwechEnergiewende
Dschungelburg
Konsequenz des Tages: Muskelkater-Mimimi am Day after
Beschwerde des Tages: Bevor die hier ernsthaft über einen Radschnellweg für das Ruhrgebiet nachdenken, sollte man erstmal bestehende Radwege anständig ausschildern.
Erkenntnis des Tages: Wenn man sich beim Radfahren an Autobahnkreuzen orientiert, dann weisse sicher: Du bist im Pott.

Sonntag, 15. Juni 2014

Die Kolumbiniade der anderen - Kletterwald Haltern am See

Die Planung stand schon lange, das Datum auch. Die Assigen wollten klettern. Ausgesucht war der Kletterpark am schönen Halterner Stausee, doch die bange Frage war: Was hat das Unwetter dort angerichtet? Die erstaunliche Antwort: Nichts. Nada, null, niente. Haltern am See ist anscheinend komplett verschont geblieben. Der Kletterpark war uneingeschränkt geöffnet, die Wälder rund um den See ohne Einschränkungen freigegeben. Der Sturm hat anscheinend echt "nur" eine partielle Schneise der Verwüstung geschlagen. Kleiner Blick auf den Stausee:
Kanal bei Haltern Halterner Stausee Klettermäxin
von Blickpunkt aus genau gegenüber ist irgendwo in den Wäldern der Kletterpark versteckt, der mit einer Menge kreativer und sorgfältiger Kletterüberraschungen aufwartet, die den anderen alles abverlangte. Richtig. Den anderen. Denn es war nicht meine Kolumbiniade, ich habe mich ganz gepflegt da mal ausgeklinkt und habe währenddessen eine wunderbare Fahrradtour rund um Kanal und Stauseen gemacht, während die anderen den Klettermaxe auf der Tonne machten.
Ich hatte das vor Jahren schon mal gemacht, es für spannend aber nicht wiederholungsfähig erachtet. Denn zugegebenermaßen fehlen mir dafür sowohl Kondition als auch Muskeln. In Erinnerung geblieben sind mir davon hauptsächlich heftige Rückenschmerzen und das wiegt den Spaß nicht auf. Der Gatte war schon öfter klettern, mit den Jungs halt und in verschiedenen Kletterparks. So war es ihm natürlich ein inneres Blumenpflücken, den Partner für unser Engelchen beim dramatischen Partner-Parcours zu machen. Den Abend ließen wir im Haus am See bei Steaks und Burgern und natürlich Cocktails ausklingen. Den ausführlichen Bericht der Beteiligten findet Ihr deshalb nicht hier, sondern beim Engelchen, die die mutigste Klettermäxin ever gab.

Mittwoch, 28. Mai 2014

Kolumbiniade - zwischen Gurkenfeldern und Ozeanriesen


Jedem sein Inneres. Während ich Euch schmerzfrei mit den Innenansichten eines Teenagersalleine ließ, beschäftigte sich der berühmt-berüchtigte Stammtisch der Whisteria Lane mit ganz anderen Innereien. z.B. mit den Innereien von Ozeanriesen. Denen des Herrn Meyer von der gleichnamigen Werft.
Aber von vorne. Nach unserem Triumphzug durch "Trier am Rhein" richteten wir unseren Kompaß (Navi-Tussen sind komplett überbewertet) gen Norden. Für einige von uns ein weißer Fleck auf ihrer persönlichen Kolumbiniaden-Landkarte: Das Emsland, gleichermaßen bekannt für Gurken und Schiffe. Vor Anker gingen wir in Papenburg, so zumindest der Plan. Doch wie es mit Plänen oft so ist.... erstens kommt es anders und zweitens Ihr wisst schon. Kaum vor Ort, hatten wir erstens ernsthafte Splitting-Probleme, die mit Ehegatten nichts zu tun hatten, dafür aber traditionell mit dem altbekannten Problem des richtigen und des anderen Links. (Rechts war gar nicht angesagt, das erledigte dann am Sonntag die Front der Nicht- und Dummbratzenwähler, aber das ist ein anderes, viel traurigeres Thema) Bis wir also das richtige Links ersplittet hatten, verging so seine Weile, nur um nach mühevoller Eroberung der richtigen Adresse das fassungslose Opfer einer dreisten Versiegelung zu werden. Wenn Sie mal schauen möchten, so sah der Empfang im gebuchten Hotel aus:
Statt Rezeption
Da standen wir nun, wir armen Tore und waren so klug als wie zuvore. Tjanun. Shit happens. Wir wollten gemächliches Emsland erleben und hatten anscheinend doch einen Abenteuerurlaub gebucht. Um es kurz zu machen: Die Dame, über die wir gebucht hatten, hatte eine Ersatzlösung in Form einer sehr schnieken Ferienwohnung bei der Hand, was für uns im Endeffekt ob des gemeinsamen großen Wohnraumes sogar besser war. Frühstück bekamen wir im angeschlossenen Gästehaus, sehr liebevoll und individuell. Also kein Grund zum Meckern, haben wir halt ein Anekdötchen mehr, das wir den endlosen Geschichten aus der Whisteria Lane zufügen können.
Papenburg Panorama
Papenburg selbst ist recht schmuck, wenn auch nicht wirklich mit dem Charme eines alten Städchens gesegnet. Aber nette Gaststätten hat es, nette Brücken nebst zugehörigen netten Sackgassen, eine alte Werft und eben eine neue. Die Meyer-Werft, weltweit bekannt für die dort gebauten Kreuzfahrtschiffe. Selbstredend hatten wir, bildungshungrig, wie wir nun mal sind, eine Führung durch die Werft gebucht. War ok, leider aber mehr auch nicht. Wir alle hatten uns da sehr viel mehr von versprochen. Vielleicht sind wir aber auch schon geprägt durch die riesigen Industriekolosse, um die herum wir alle so arbeiten und wohnen.
Bei der Führung wird man genau getaktet durch ein Besucherzentrum geschleust, vor uns eine Gruppe, denen wir im Nacken saßen, hinter uns eine Gruppe, die dasselbe mit unserem Nacken taten. Am Wochenende scheint es immer noch zig Führungen extra zu geben, es war wirklich richtig, richtig voll und dementsprechend hektisch. Unsere Führung dauerte auch nur 1 1/2 Stunden statt der anvisierten 2.  Keine Chance, sich auch nur ein einziges Ausstellungsstück in Ruhe anzuschauen. Dazu hatten wir richtig Pech mit unserem Führer. Der war anscheinend frisch aus der Rentner Band rekrutiert, verzettelte sich in Kleinigkeiten, die keinen interessierten und hatte auch keinen Blick dafür, dass gut die Hälfte der Gruppe chancenlos blieb, auch nur die Hälfte der Exponate zu sehen. Dazu kam ein selten kryptisches Genuschel, viel berichten kann ich also hier nicht. Dazu kommt - ganz unverhohlen wird in diesem Besucherzentrum für die diversen Kreuzfahrtlinien geworben. 270.000 Besucher schleusen die da pro Jahr durch - das ist natürlich eine Ansage, die man gegenüber. potentiellen Auftraggebern machen kann. "Lass Deine Schiffe hier bauen, wir rekrutieren Dir gleich die Passagiere dazu". Nicht so meins. Bevor ich auf so eine Kreuzfahrt gehe, muss man mir schon Geld dazu geben. Mal gut, dass der Ruhebewahrer einen Bootsführerschein hat und wir das ganz prima alleine können.
Ozeanriese
Dafür wurden wir dann am Ausgangspunkt der Meyerschen Kaffeefahrt Zeuge einer Harley-Davidson Hochzeit und ich weiß jetzt endlich, wie sich das anhört, wenn Motorräder einen Hochzeitsmarsch orgeln. Potentielle Harley-Bräute können sich zwecks Vorwarnung gerne bei mir melden, wir haben es auf Video. Eine weitere Attraktion Papenburgs ist das größe Schuhgeschäft Deutschlands, 5000 qm Schuhe ! Ehrensache, dass wir da hinhecheln mussten. Schließlich sind die Wege, die wir so gehen, beschwerlich genug, da darf es ruhig schönes Schuhwerk sein ( alte SATC Weisheit) Und in Summe: für 3 Frauen ist die Ausbeute doch noch durchaus im Rahmen oder?
3 Frauen, 5000 qm Schuhe, 1 Stunde später
Nach soviel Aufregung war es Zeit, sich blühende Landschaften zu versprechen. Landesgartenschau war in Papenburg und wenn man schon mal da ist und eine so gut gefüllte Stammtisch-Kasse hat, zahlt man auch ambitionierte 15 Öcken Eintritt für so eine Schau. Man gönnt sich ja sonst nichts. Ein stolzer Preis, den die (Nieder) Sachsen da aufrufen, ohne Frage. Zumal auch da - viel Werbung für hiesige Gärtnereien, Gartenbaubetriebe, Energieversorger. Aber sei's drum.
Blühende Landschaften
Das Wetter spielte mit , die Anlage war schön, genug Plätze zum Relaxen gab es auch - für uns war es ein würdiger Abschluss der diesjährigen Tour. Denn ansonsten war unser geistlicher Beistand ja eher so pseudo-eskimo mässig.... und schliesslich hatten die Assigen auffem Wasser ja schon einen vorgelegt, von daher für Euch noch der running Kalauer des Wochenendes:
Kaktusse! - Das heisst Kakteen! - Nee, ich meinte Dich !
In diesem Sinne wünsch ich allen einen schicken Feiertag. Verkackt ihn nicht.
Ach ja, und paar mehr Fottos gibbet auch noch. Im G+ Album Papenburg 

Samstag, 17. Mai 2014

Kolumbiniade - auf Zeche Zollverein

oder besser gesagt inne Kokerei.
Es hatte mich schon lange geärgert. Man besucht Paris, London, Barcelona – latscht durch halb Europa von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, aber das Weltkulturerbe vor der Haustür? Das kannte ich gerade mal vom Besuch eines Weihnachts-Oratoriums und und als Aufdruck auf meinem "Ruhrpott-Mädchen” Shirt. Geht eigentlich gar nicht. Die uns in diesem Jahr begleitende Ruhrtop-Card gab den Ausschlag, wir buchten eine Führung auffe Zeche Zollverein.
Rolltreppe auf Zollverein in der Kokerei Zollverein auf Zollverein zwischen den Kohleöfen
Ich berichtete bereits im TGiF. Da ich mich bereits aus Gründen in den Revierpassagen dazu ausgelassen habe, lasse ich heute einfach den Link zu diesem Artikel hier:
Weitere Bilder dazu findet Ihr im Blog.de Album Zeche Zollverein.
Viel Spaß. Wir kolumbinen jetzt nämlich weiter und weihen den neuen Fahrradgepäckträger ein. Mal sehen, was wir dabei alles entdecken. Schicken Samstag allen und den BVB-Fans Glückauf für heute Abend, den HSV Fans für morgen. Wir sind ja nicht so.

Freitag, 16. Mai 2014

T.G.i.F. - Von Gurken und anderen Flachwitzen

Tach auch Liebeleins. Herzlichst willkommen in unserer sonnigen freitäglichen Plauderecke. Wir schreiben Woche zwei nach den Assigen auffem Wasser und ich fürchte, der Drachentöter hat die holländischen Nächte zur Karma-Übertragung genutzt. Ich sage nur: Wenn früh am Morgen die Bergsirene Motorsäge dröhnt....dann sind die bevorzugten Jagdgründe der Firma Immergrün nun wohl im östlichen Ruhrgebiet angesiedelt. Selbstredend an meinem freien Tag.Der gestern noch dazu mit dem Weckruf der Woche aus der Kategorie Danke für nichts eingeläutet wurde.
Eine andere Kategorie war ebenfalls gut bestückt diese Woche: Die der Leute, für die einem noch nicht mal mehr Adjektive einfallen. Sind übrigens die, deren Meinungen grundsätzlich nicht mit Ahnung zu haben sind und die ein Gespräch gerne anfangen mit: Ich bin ja normalerweise kein Mensch, der (wahlweise) meckert, jammert, sich aufregt. Ist das Fehlen jeglichen Schamgefühls eigentlich qua Gen-Defekt angeboren? Aber gut. Schwamm drüber. Ansonsten war die Southern Bronx Woche nämlich nicht allzu aufregend. Gelegenheit, noch einen Blick auf das letzte Wochenende zu werfen.
Den Samstag nutzten wir zur Besichtigung der ehemalige Kokerei auf Zeche Zollverein.
auffem Dach vonne Zeche Zollverein
Vielleicht gibt es dazu noch einen Kolumbiniaden-Eintrag. Im Moment war mir noch nicht danach. Denn bei allem Interesse, es bleibt ein ungutes Gefühl. Es ist ja so: Auch wenn man gerne Tourist im eigenen Lande spielen möchte, das klappt ja immer nur so semi. Man ist eben befangen. Und egal, ob man durch ehemalige Stollen kriecht oder in der Kokerei rumklettert, irgendwann kommt immer die Frage nach dem Warum der Schließung dieser gigantischen Anlagen. Die Antwort ist immer gleich: lohnt sich nicht. Der Weltmarkt, das Über-Angebot, die Kosten beim hiesigen Abbau. Die Kosten! Und zwar nicht nur wegen der Löhne, sondern vor allem auch wegen der hohen deutschen Sicherheitsstandards. Man hört das, man nimmt es bedrückt mit nach Hause. Und tags drauf gibt es ein schweres Grubenunglück in der Türkei und wehe, es wagt sich einer, für höhere Sicherheitsstandards zu demonstrieren. Ich weiß schon, dies sind des Milchmädchens Betrachtungen, ich lass es dennoch einmal so stehen.
Man macht ja eh nichts dran. Genauso wenig wie am Reizthema Steuer. Während unsereins völlig willkürlichen, nicht begründbaren Vorauszahlungsbefehlen ausgeliefert ist und der Kniefall 2.0. schon bei der Einschreibung in der ehemaligen Bonndeshauptstadt mit unmißverständlichen Elogen zur Zweitwohnsitzsteuer beglückt wurde, meinen unsere Politiker, sich mit einem schmalen Lächeln da rauswinden zu können. Vergessen! Ja, nee iss klar. Nächste Haltestelle Narnia oder wie?
A propos Narnia: Ein klitzekleiner Rückblick auf den europäischen früher-war-mehr- Windmaschine-Bardenwettstreit sei mir gegönnt. Mal abgesehen vom länderübergreifenden (weiblichen) Motiv only because of Pilou Asbaek, es war doch nett oder? Den Beitrag der Niederlande und von wegen Norwegen fand ich schon prämierungswürdig. Und auch der Rest. War doch gar nicht schlecht. Die meisten Lieder hatten richtiges Potential. Mit anderem Text, anderer Musik, anderen Künstlern hätte das doch durchaus was werden können. Abschließend feierte sich dann ganz Europa für wurstige Toleranz, wir feierten in des Ruhebewahrers Geburtstag rein und mit jedem Glas Sekt amüsierte ich mich mehr. Nicht über die Wurstwitze mit sooo 'nem langen Bart, nein über die Tatsache, dass mit dem auferstandenen Phoenix doch tatsächlich ein Zuckowski-Lied den Grand-Prix gewonnen hat.
Immer gut, eine Wahl zu haben
Finde ich #ausGründen mega witzig. Erkläre ich vielleicht mal wann anders. Die Kolumne ließe sich eh schon wieder überschreiben mit Sorry für den langen Text, ich hatte keine Zeit, einen kurzen zu schreiben. Die verbleibende freie Zeit geht leider drauf für die Unternehmung Its always good to have a choice and therefore kämpfen wir uns tapfer durch diese kunterbunte Gemengelage aus Wahlzetteln. Was genau mir diese sagen soll? Vielleicht, Europa ist grau und Lokales bunt? Man weiß et nich, man weiß et nich. Man weiß noch nicht mal, ob man es wissen will.
Kommen wir zu den Aussichten: Nein, nicht das Wetter. Auch wenn es bomfationös werden soll. Es geht um nächsten Freitag. Zur Abwechslung wird es schon wieder kein TGiF von Belang geben. Der berühmt berüchtigte Stamtisch der Whisteria Lane ist auf Reisen und überlässt die Hütten der Jugend. Aber: es könnte nichtsdestotrotz legen-wartet kurz-där werden hier in diesem erlauchten Blog. Denn der Kniefall 1.0 hat angekündigt, eventuell unter Umständen die Vertretung zu übernehmen und Euch mit einer ganz neuen Form der freitäglichen Kolumnisierung dem Achtung!: Teen.G.i.F. zu beglücken. Denn - so seine einer gewissen Logik nicht entbehrende Schlußfolgerung - er bestreitet ja ohnehin einen Großteil der hier kundgetanen Dönekes sowie der Statistik. Da könne man ja genauso gut auch eben selbst in die Tasten hauen. Wir sind gespannt.
Die Statistik:
Satz der Woche: Ein Regenbogen entsteht aber auch nicht ohne Regen!
(©alte indianische Weisheit)
Weckruf der Woche: Wollte Dir nur sagen, Du kannst ruhig weiterschlafen.
(der hüstelnde Kniefall 1.0.)
Assoziationskette der Woche: Was ist grün und rennt durch den Wald? - Ein Rudel Gurken.- Was ist daran falsch? - Genau, Gurken sind keine Rudeltiere
Erkennnis der Woche: Ich passe in keine Schublade. Ich brauch' die ganze
Kommode (©Tom Neuwirth aka Frau Wurst)
Konsequenz der Woche: Wer sich immer eine Hintertür offen hält, muss damit rechnen, dass irgendwann keiner mehr durch den Haupteingang hineinkommt. (©Regieklappe auf Twitter)
Winner of blödeste Wurst-Witze ever: Wurst case szenario. (gefunden bei extra3)
Bedrohung der Woche: Irgendwo denkt immer irgendwer irgendwie
irgendwann an dich.(©Mrs big Doris Brockmann)
dazu passend die Frage der Woche: Hört mir eigentlich irgendwer zu
oder rede ich hier nur für die NSA?
Bedauern der Woche: Wir waren zwar Perfekt, aber im falschen Moment.
Cookie der Woche: Die besten Dinge im Leben kann man nicht für Geld kaufen.
Die zweitbesten schon, aber die sind sauteuer.
Flachwitz der Woche: Warum steht da ein Pils im Wald? - Weil die Tannen zapfen ...
Allen ein schickes Wochenende.
Erzählt keinen Flachwitz, den ich nicht auch erzählen würde.
Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Links auf Anfrage

Freitag, 25. April 2014

T.G.i.F. - Sendepause vor Weltuntergang

Tach auch Liebeleins. Willkommen in unserer frei-täglichen Rückschau-Runde. Genießt es, nächste Woche ist hier nämlich Sendepause. Aber dazu später mehr. Und? Allet fein? Ostern gut rumgekriegt? Whisteria Lane meldet exorbitante Völlerei. Will sagen, wir haben den Programmierfehler des Osterfestes gefunden: Die Fastenzeit ist nicht in Time. NACH dem Osterfest wäre doch bedeutend logischer. Dafür wissen wir jetzt: Für Ü-Eier ist man nie zu alt.
Was noch? Der Kniefall ist völlig unversehrt aus dem Ski-Urlaub heimgekehrt, war wohl alles prima. Bis auf die nervige Tatsache, dass Muttern nach seiner Heimkehr die Mutter Beimer gegeben und wohl drölfeinneunzig mal gesagt hat: So schön, dass Du wieder da bist. Aber so sind wir, wir alten Glücken, macht was dran. Den Rest der Woche verbrachte das Kind dann mit ergiebigem Ausschlafen und anschließenden Fahrstunden bei so ziemlich jeder Wetterlage, die denkbar ist im April. Der Student studiert wieder, der Ruhebewahrer hat resigniert und mir zuliebe endlich einen Fahrradgepäckträger geordert und meiner absolvierte alarmierende Marktbesuche. Das Gefühl der Woche war Erleichterung. Erleichterung am Abend, wenn man ohne weitere Blessuren unversehrt wieder auf der Couch angelandet war. Zu diversen TV-Highlights.
Als wir da einmal die Tribute von Panem gehabt hätten, ein seltener Fall von Der Film ist DEUTLICH besser als das Buch sowie die Rückschau auf ein Jahr Regentschaft Prins Pilsje. Eins steht ja man fest: Ich hätte auch bedeutend lieber einen solcherart für sein Land engagierten König im Ballast der Republik als diesen rumeiernden Gaukler und seine Rubikon-überschreitenden Vorgänger.
A propos Rubikon. Sehet die Zeichen. Mag sein, dass mich die Endzeit-Begeisterung einer derzeit meist auffe 40-nur-wennse-Zeit-hass- rumstehenden Freundin mitgerissen hat, aber nach dem Tod von GABO dachte ich wie so oft schon in meinem Leben über die hundert Jahre Einsamkeit nach und mir fiel plötzlich auf, dass Gabriel Garcia Marquez an einem Gründonnerstag gestorben ist. Genau wie seine Haupt-Protagonistin, die Matriarchin Ursula Buendia. Davon ausgehend, kam ich nicht umhin, festzustellen, ja, es könnte soweit sein. Stehen auch uns die Hundert Jahre Einsamkeit bevor? Am Ende des Romans jedenfalls ist es so, dass das ganze Land in Lethargie versinkt, während ein zielstrebiger Diktator aufrüstet. Na? Im vorletzten Jahr der Handlung weigerten sich die Jahreszeiten, Jahreszeiten zu sein und das Land versank in einem bedrückenden Grau, bevor dann im Jahr darauf die Sonne viel zu früh im Jahr trügerische Hoffnung weckend aufflackerte, während die Natur Monster-Insekten gebar. Na? Dass anschließend ein sintflutartiger Regen alles mit sich riss und der letzte der Sippe von diesen Insekten verschleppt und gefressen wurde, erzähl ich Euch besser nicht. Ich will Euch ja keine Angst machen.
Und deshalb heisst unsere Devise für das anstehende lange Mai-Wochenende auch: Seele baumeln lassen, Zeit genießen aus vollem Herzen. Man lasse uns durch. Diese Tage sind unser. Es ist (fast) soweit: DIE Kolumbiniade des Jahres steht an. Die Assigen gehen aufs Wasser und Ihr müsst Euch hier leider ohne uns vergnügen. Zur Aufmunterung nach meinem Orakel-Von-Whisteria-Gastspiel für Euch noch
die Statistik:
Satz der Woche: Daheim ist dort, wo man in den Spiegel schaut und denkt
"ENDLICH NORMALE LEUTE". (©Chandyzzle auf Twitter)
Test der Woche: Bügeln geht nicht schneller, wenn man währenddessen
die Hangout Funktionen von Google ausprobiert.
Ansage der Woche: Man kann sich soviel Zeit nehmen, wie man braucht.
Man kann nur nicht erwarten, dass die Zeit währenddessen stillsteht.
Dialog der Woche: "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?"
"Definiere Land". (© gehört auf eins-Live)
Cookie der Woche: Meine Tweets sind keine Witze, sondern Beschreibungen der
irrwitzigen Nebenhandlungsstränge meines Lebens
Frage der Woche: Wann genau war eigentlich nochmal der Tag, an dem die Gerechtigkeit starb?
Bedauern der Woche: Und auch auf dem höchsten Thron der Welt
sitzen wir nur auf unserem Arsch.
Erkenntnis der Woche: Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit des Tages.
Farbe der Woche: Gelb. ( gesehen in den Ruhrpott-Alben und als Staub auf allen Möbeln)
Ruhrpott-Alpen
Allen ein schickes Wochenende.
Malt keine Weltuntergangs-Szenarien, die ich nicht auch malen würde.
Wer Tippfehler findet, darf sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage.

Dienstag, 15. April 2014

Kolumbiniade - auf den Spuren der Vergangenheit

Retro-Tag in der alten Heimat Duisburg
Zugegeben, auch ein Retro-Tag ist nicht wirklich eine Kolumbiniade. Aber es war spannender als gedacht, mal wieder auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln und zu sehen, ob und was sich geändert hat.
Vorgeschichte: Wir haben ja in diesem Jahr die Ruhrtop-Card zwecks Animation zu diversen Kolumbiniaden und mit dieser Card war auch ein freier Eintritt in den Duisburger Zoo verbunden. Wir erzählten das im Januar unseren Duisburger Freunden und diese waren sofort Feuer und Flamme. Den Zoo hatten sie für dieses Jahr auch anvisiert und wenn man schon mal dabei ist, dann könne man ja anschließend mal nach der Lieblings-Pommesbude schauen und nach der Eisdiele sowieso. Hörte sich schwer nach gutem Plan an. Und war es auch.
Im Duisbuger Zoo war ich zuletzt irgendwann in den frühen 90er und hatte ihn nicht in allerbester Erinnerung. Die zwischenzeitlich sehr negative Berichterstattung tat sein Übriges, dass wir den Zoo nicht mehr auf dem Plan hatten. Aber - es war wesentlich besser als gedacht. Natürlich ist der Duisburger Zoo kein ZOOM Gelsenkirchen und auch kein Paradies wie der holländische Burgers Zoo, aber es hat sich eine Menge getan und gewandelt. Und zwar durchaus zum Positiven. Manche Gehege sind schon noch so wie früher, aber sie werden nun für andere, kleinere Tiere genutzt. Andere Gehege sind neu gemacht und überall ist auch gut zu sehen, dass man unermüdlich mit behutsamer Sanierung beschäftigt ist. Die Zoobrücke ist wirklich richtig schön bepflanzt, da hat jemand sein Garten-Design-Diplom mit Bravour abgelegt. Im Delfinarium wurde bei der Vorführung viel erklärt und gelegentliche Verweigerungen und Patzer der Tiere wurden lustig erklärt, damit hatte es sich. Fand ich okay.
Lemureninsel Zoo Duisburg
Anschliessend ging es dann an die Fütterung der Raubtiere. Also uns. Erste Ernüchterung: Die Lieblings-Pommesbude gibt es noch. Allerdings scheint es ihr nicht nur gut, sondern allzu gut zu gehen. Sie war nämlich geschlossen. Samstags Ruhetag! Mal ehrlich. Gibbet ne Pommesbude, die Samstags Ruhetag hat. Wir waren entsetzt. Also Plan B. Der alte Lieblingsitaliener, La Gioconda am Dellplatz. Da wohnten meine Freundin und ich in den Achtzigern und wir können heute noch die Speisekarte auswendig. Und was soll ich sagen? Der Italiener war doch in der Tat unverändert. Dasselbe Interieur, grünbraun, diesselben Gardinen, diesselbe Speisekarte, diesselben Kellner mit denselben platten Witzchen und - anscheinend auch derselbe Koch. Es war nämlich super lecker. Und knallevoll, dieser altmodische aus der Zeit gefallene Italiener. Ungeachtet diverser Schicki-Micki-Konkurrenz drumherum hat das Duisburger Publikum dieser Institution wohl in der Tat die Treue gehalten. (Witzig - in der Raucherpause beobachteten wir, wie eine Horde Mittfünfziger nach uns das Restauranz enterte und ebenfalls entzückt äußerte: Iss ja allet noch so wie von früha. Wir waren wohl nicht die Einzigen auf Retro-Tour) Uns hat es auf jeden Fall geschmeckt. Pasta auf den Punkt, Soße ganz klar selbst gekocht und nicht Convenience, Pizza großzügig belegt, schön knusprig, so soll es sein.
Dellplatz Duisburg, die alte Heimat
Danach Eis. Ebenfalls eine Institution in Duisburg, Eiscafe Behrens. Mit dem Charme der Nachkriegsjahre, mittlerweile mitten in der Bronx gelegen, unbeirrt beste Qualität liefernd und hoch frequentiert. Ich war zwar die Einzige, die der Umgebung keinen Blick schenkte, Bronx hab ich schließlich täglich, aber da muss der Rest eben durch. Einmalig lecker ist das Eis auf jeden Fall und ich muss dort immer an den Studenten denken. In unmittelbarer Nähe ist nämlich das Krankenhaus, in dem das gute Kind das Licht der Welt erblickte und alle Besucher brachten damals getreulich lecker Eis von Behrens mit. Hat er also quasi mit der Muttermilch schon aufgesogen.
Erkenntnis des Tages I: Ich bin nach wie vor gerne in Duisburg und finde immer noch, dass es eine unterschätzte Stadt ist. Einen Teil meines Herzens wird für immer in dieser Stadt sein.
Erkenntnis des Tages II: Nu iss aber genuch gewesen mit Zoo in diesem Jahr. Wir sind ja schon kurz davor, zu Zoo-Testern zu avancieren.
Nebeneffekt des Tages: Mit der Ruhrtop-Card sind wir nun in der Gewinnzone.
Wir haben nur wenig Bilder gemacht, wer sie sehen möchte, bitte hier entlang