Freitag, 28. Februar 2025

Wie bleiben wir in Verbindung ?

Ihr seid auf der Suche nach einem ehrlichen, authentischen Blog für Best Ager? Ihr sucht eine Gemeinschaft von Menschen 50 plus, die das Leben feiern und das Beste aus ihrer neu gewonnenen Freiheit machen? Ihr möchtet mit Menschen 50 plus in Verbindung bleiben? Dann seid Ihr bei mir richtig. 

Wo findet Ihr meinen Blog für Best Ager, die mutig das Beste aus jedem Lebensabschnitt machen? 

*Werbung in eigener Sache* 


Ich bin blogtechnisch weitergezogen! Ihr findet den Blog nun auf meiner eigenen Webseite: 


Ihr seid dort in meinem virtuellen Salon herzlich willkommen. Klickt Euch rein und durch. Ich freue mich auf Euch. 






Im folgenden mein Beitrag zur Blogparade von Maria Al- Mana vom Unruhewerk , der im wesentlichen zu diesem Entschluss beigetragen hat.  

Wie bleiben wir in Verbindung, um gemeinsam mutig älter zu werden? 

Wie können wir uns gegenseitig unterstützen? Wie erreichen wir uns auch außerhalb sozialer und Blogger Netzwerke? 

Im Jahresausblick habe ich erzählt, dass ich im Lauf des Jahres einen blogtechnischen Neustart plane  "Wie bleiben wir in Verbindung" ist dabei die Frage, die besonders mich in der derzeitigen Recherchephase umtreibt. Ich schätze den Austausch mit Euch sehr. Ich möchte Euch erreichen, ich möchte Euch inspirieren und von Euch inspiriert werden. Aber - wie finden wir uns? 

Zielgruppe bestes Lebensalter   

Der Unruhewerk - Blog richtet sich genau wie meiner vornehmlich an die Zielgruppe im besten Lebensalter. Genau wie ich fragt Maria, warum die Kommunikation nicht nur innerhalb der Blogosphäre, sondern auch mit den Lesern so holprig geworden ist. Warum sind Reaktionen so verhalten, warum ist Unterstützung so rar? Maria schreibt in ihrem Artikel "Wie lang können wir die „Freude an der Sache“ aufrecht halten, wenn wenig bis gar nichts passiert? .............wie traurig ich es finde, dass auf meine Versuche, unsere Blogs sichtbarer zu machen, so selten reagiert wurde. Kaum kam jemand auf die Idee, einen meiner Beiträge auf Instagram, Facebook oder sonst wo zu verlinken, sie im eigenen Blog zu erwähnen, darauf aufmerksam zu machen"  


Wie bleiben wir im Alter im Internet am besten in Verbindung ?


Ist Unsicherheit der Grund? 

Damit ist Maria nicht alleine. Genau das fällt mir auch auf. Das war früher definitiv anders. Woran liegt es? Ist es Mißgunst, ist es Lethargie oder ist es Unsicherheit? Ich persönlich glaube an letzteres. Womit ich wieder bei den Jahren des großen Blogsterbens bin und den Unsicherheiten, die sich aus der DSGVO ergeben. Was darf man? Wen darf man verlinken? Was muss man als Werbung kennzeichnen? Früher wurde gerne und viel verlinkt. Viele verstehen das Prinzip des "Verlink ich Dich, verlinkst Du mich" grundsätzlich, aber viele trauen sich nicht mehr. Auch ich bin vorsichtig und werde z.b. diesen  Post wieder  als "Werbung" kennzeichnen. Weil better safe than sorry. Auch wenn ich für nichts bezahlt werde und weder für ein Produkt noch eine Dienstleistung werbe. Ich erwähne lediglich andere Blogger, deren Artikel ich interessant finde. Ich verstehe, dass einem dies den Spaß am Bloggen und Netzwerken vermiesen kann.    

Was mir weiter auffällt und ebenfalls der Unsicherheit geschuldet sein kann: Auf jeden Kommentar hier direkt im Blog oder unter einem Insta-Post, kommen mindestens zwei Direktnachrichten in den Postfächern der sozialen Netzwerke. Obwohl das für mich die Kommunikation deutlich erschwert, respektiere ich das und antworte auch dort. Frage mich aber trotzdem, warum? Eure Anregungen, Eure Meinungen, Eure Gedanken dazu sind gut und sie sind es wert, geteilt zu werden. Ist es Unsicherheit?Oder ist es schlicht Scheu vor der Technik? 

Es gibt nicht den einen Grund 


Was also tun? Ich möchte zunächst auf den Blog von Sabine Gimm verweisen, die in einem ausführlichen Artikel viele Aspekte beleuchtet hat. Ich selber möchte einige konkrete Fragen Marias aus meiner Sicht beantworten: 

  • Möchtet Ihr überhaupt, dass wir uns gegenseitig sichtbarer machen?:  JA! Von mir ein klares Ja. Ich möchte das gerne. Unbedingt.

  • Welchen Wert haben Unabhängigkeit/ Selbstbestimmung im Netz für Euch?:  Genau das wünsche ich mir, genau das plane ich. Ich mag den Austausch in sozialen Netzwerken, bin aber oft entmutigt. Wenn die Reichweite unerklärlich wieder sinkt, wenn der Algorithmus undurchschaubar ist. Ich will mich auf Inhalte konzentrieren, nicht auf Strategien. 

  • Ist das Älterwerden bei dieser Frage überhaupt ein Kriterium? Gibt es ein Bedürfnis nach Gemeinschaft, nach Austausch über die Themen, die uns umtreiben?: Ja, das Bedürfnis gibt es. Es gibt so viele Themen, zu denen Gesprächsbedarf besteht. Der Wunsch nach Erfahrungsaustausch, Gedankenanstößen ist da. Ganz klar wird auch, dass viele sich Ermutigung im Älter werden wünschen. Das merke ich deutlich, seitdem ich diesen Blog hier thematisch mehr auf die zweite Lebenshälfte ausgerichtet habe.  

  • Grenzen wir uns aus oder ab, wenn wir uns zum Älter-Sein bekennen? :  Kommt drauf an, wie wir das kommunizieren. Da sind wir selber bei, ob wir uns ausgrenzen. Wenn wir Themen haben, die sich spezifisch aus unserem entspannten Älter werden ergeben, ist es gut, wenn wir dem einen Platz zum Austausch geben. Wenn wir Themen haben, die sich aus anderem ergeben, ist es für mich keine Frage der Altersgruppen. Das funktioniert auch im Mix ganz gut. Das sehe ich auf Insta. Wir tauschen uns dort über alle Altersgruppen hinweg eifrig über Reisen, Boots-und Campingleben aus. Interessiert keinen, wer wie alt ist bei diesem Austausch. Trotzdem gibt es auf Insta auch den Austausch über Themen, die uns Ü50er betreffen. Da sind auch gerne Nicht-Bootsleute dabei. Und immer öfter auch jüngere Leute, die das durchaus interessiert.  

  • Sollten wir nicht gerade angesichts des grassierenden Boomerbashings deutlicher agieren, auch mal was richtig stellen?:  Das beantworte ich mit einem klaren Nein. Ich finde, das Boomerbashing taugt nur zu einem: Ignoriert zu werden. Das war doch zu allen Zeiten so. Wir waren auch nicht anders, als wir jung waren. Jetzt, wo ich nicht mehr jung bin, begucke ich mir das mit aller Nachsicht. Ich verstecke mich nicht, ich denke aber auch nicht im Traum daran, mich in eine Schublade stecken zu lassen und für meine Generation zu rechtfertigen. Punkt. Fällt für mich unter Don't feed the trolls.    

  • Ist es Resignation angesichts der Übermacht sozialer Medien?: Resignation würde ich es nicht nennen. Aber es ist natürlich bequem, in sozialen Medien zu posten. Man muss sich um nichts kümmern und kann einfach drauf los posten. Gerne auch als Direktnachricht. Siehe oben.      

  • Spielen all die Katastrophen der letzten Jahre eine Rolle? : Jein - ich glaube nicht, dass das dazu beigetragen hat, sich weniger zu vernetzen. Gerade online nicht. Eher im Gegenteil. Ich habe mich während Big C bei Insta angemeldet und direkt Gleichgesinnte gefunden.  

Ideen wie wir gemeinsam im Alter Lebensfreude steigern 


Zurück zum Anfang: Wie bleiben wir in Verbindung? Keine sozialen Netzwerke sind auch keine Lösung. Nehmen wir es doch wortwörtlich und vernetzen uns dort sozial. Eine Möglichkeit: der gute alte Hashtag. Und wenn zehnmal alle sagen: Hashtags sind outdated und helfen nicht mehr bei der Reichweite. Ja, dann nicht. Schitt druff. Wenn ich Hashtags benutze und sie selber nachgucke, finde ich immer interessante Beiträge und Accounts, mit denen ich mich bekannt machen kann. Auf Instagram könnten wir dazu die Möglichkeit gegenseitiger Markierung stärker nutzen. Wir können uns auch wieder mehr in Stories gegenseitig empfehlen. Wir könnten eine Challenge starten oder bei einer mitmachen. 

Es gibt einige Blogger-Netzwerke. Ich bin noch nirgendwo gelistet, will das aber machen, wenn meine Webseite steht. Wir können uns gegenseitig stärker durch Kommentare und Links unterstützen. Wir könnten auch darüber reden, uns gegenseitig zu interviewen oder uns Platz für Gastbeiträge anbieten.

Viele preisen Newsletter als Wunderwaffe. Ich bin da ambivalent. Einerseits verstehe ich den Gedanken dahinter. Auf einem wie auch immer gestalteten Netzwerk bin ich nur Gast. Verabschiedet sich dieses Netzwerk oder beschneidet meine Reichweite, erreiche ich Euch nicht mehr. Mehr Autonomie bietet mir da eine Email-Liste. Klar. Ich habe selber einige Newsletter abonniert, weil ich die Blogs gerne lese. Was ich aber nicht leiden kann, wenn ich in diesen Newslettern schon zugetextet werde. Deswegen überlege ich für meine Webseite, einen Zwitter anzubieten. Wer mag, bekommt eine kurze Nachricht:  Hi, ich hab was Neues. Schau doch mal vorbei. 

Ich möchte diese Frage auch gerne weitergeben. An die Blogger in meiner Leserschaft, aber auch sehr gerne an die, die bei mir lesen und hier oder auch anderswo kommentieren. Wie möchtet Ihr mit mir in Verbindung bleiben? 



Zum Abschluss: Vielen Dank für die Fragen, den Gedankenanstoß und die Blogparade an Maria. Ich weiß die Arbeit, die Du Dir da machst, zu schätzen. Danke dafür. Da ich Links auf andere Blogs gesetzt, Namen erwähnt und aus anderen Blogs zitiert habe, kennzeichne ich diesen Beitrag als Werbung. Unbezahlt und unbeauftragt. Und natürlich werbe ich hier für mich und meine geplanten Aktionen. Für mein Verständnis sind es Empfehlungen aus Überzeugung. Aber hey - also Werbung, Reklame, Promozione hier.     

Plötzlich 50 - Wer bin ich jetzt noch?

Wer bin ich denn noch, wenn ich - 

nicht mehr arbeite, 
kein Feedback von Kollegen und Kunden bekomme,   
die Kinder aus dem Haus sind und ihre eigenen Wege gehen? 

Diese Fragen höre ich öfter. Diese Fragen treiben viele Frauen um in diesen Jahren voller Wechsel. Erst Recht, wenn all das zusammen kommt. Es gibt sogar einen Begriff dafür, das empty nest syndrom. Bezieht sich zwar hauptsächlich auf die flügge gewordenen Kinder, aber die Symptome sind eigentlich immer gleich. 

Das Hamsterrad dreht sich langsamer 


Gerade noch war man mittendrin im Hamsterrad und hielt grundsätzlich mehrere Bälle gleichzeitig in der Luft. Und jetzt? Melden sich die Kinder zwar noch häufig, der Kontakt ist eng und liebevoll, aber sie tragen selbst ihre Verantwortungen, sie führen ihr eigenes Leben. Die ehemaligen Kolleginnen melden sich auch noch, einige sind auch schon zuhause. Wir treffen uns zum Frühstück, manchmal auch noch zur altvertrauten Mittagspausenrunde, aber wir sind kein Team mehr. Wir spielen keine tragende Rolle mehr in unseren Alltags-Leben. 

Was macht uns Frauen in der Lebensmitte aus? 

Wer also sind wir jetzt noch und viel wichtiger, was können wir werden? Was fangen wir an mit dem Rest unseres Lebens? Zunächst einmal: Wir sind wir. Wir sind Mitte 50 - 60 und dürfen stolz sein auf das, was hinter uns liegt. Was wir bewältigt haben, was wir gut gemacht haben. Wir können jetzt ernten, was wir gesät haben. Und wenn wir für den Rest unseres Lebens gar nichts mehr tun außer Spaß - ist das auch ok. Ich sehe die Wechseljahre als Geschenk. Ein großes Geschenk mit einer glitzernden Schleife drum. Ich kann das tun, was ich tun will. Ich kann so sein, wie ich will. Mir ist egal, wie andere mich sehen, was andere von mir denken. Wichtig ist mir, dass ich mich wohlfühle mit dem, was ich tue. Ich muss niemandem mehr etwas beweisen, ich muss mich mit nichts und niemandem mehr vergleichen, allenfalls mit mir selber. 


Eine Weisheit für jedes Lebensalter 


Es gilt in jedem Alter: Niemand wird Dein Leben für Dich führen oder es ändern. Das müssen wir schon selber machen. Und wenn wir unser Leben selbst in die Hand nehmen, werden wir auch etwas anderes noch ändern. Ja, wir kommen kaum bis gar nicht mehr vor in der Wahrnehmung der Gesellschaft. Sind wir ab 50 unsichtbar? (Wir sind nicht mal mehr Personen, die gebären können. Sorry. off Topic, aber der musste jetzt sein) Wir sind halt keine Zielgruppe mehr. Außer vielleicht für Liftas, Hörgeräte und Einlagen für Blasenschwäche. 

Wer, wenn nicht wir, kann den Blick ändern, den die Gesellschaft auf uns hat. Je liebevoller wir mit uns selber umgehen, je liebevoller wir auf uns selber blicken, desto weniger unsichtbar sind wir, desto weniger werden wir belächelt. Wir sind das, was wir ausstrahlen. Das, was wir anderen vermitteln, zu sein. Wenn man weiß, wer man ist, was man kann, was man will, strahlt man das auch aus. 


50 plus - jetzt dürfen wir gut zu uns selbst sein 


Heißt im ersten Schritt: Wir müssen uns mögen, wir müssen freundlich zu uns sein. Ich merkte es deutlich, merke es immer noch: Ich hab nicht gut auf mich aufgepasst. Ich selbst habe mich immer an die letzte Stelle gesetzt. Weil es einfacher war, in der to-do-List das zu streichen, was nicht to do sondern to can war. Seit ich zuhause bin, merke ich, ich erhole mich. Mit Rückschlägen. Aber es wird. Egal, was anliegt:  Ich gönne mir jetzt jeden Tag etwas nur für mich. Das muss, soll und braucht nichts Materielles sein. Aber ich gönne mir Zeit für mich. Die Workouts am Morgen, ein bißchen extra Wellness im eigenen Bad. Alleine das - das Gefühl, Zeit zu haben, mich ausgiebig zu pflegen, tut mir unglaublich gut. Ja, wir werden älter. Ja, die Erholungsphasen, die wir benötigen, werden länger. 

Diese Zugeständnisse an uns selbst sind ein erster Schritt, aber mich haben sie einen Teil des Weges voran gebracht.  Seitdem das Hamsterrad sich ohne mich dreht, ist mir eine Selbstverständlichkeit klar geworden: Niemand anders als ich selbst hat exakt die Fähigkeiten und das Wissen, dass ich habe. Das, was ich jetzt bin, was ich kann, habe ich in meinem Leben gelernt. Es ergibt sich aus meinen Lebensumständen, meinen Erfahrungen.  Es gibt genau eine Person auf der Welt, die genau das hat. Und genau das macht mich einzigartig. Ebenso Dich. Und Dich. Und Dich auch. 

Also: seid gut zu Euch. 


Gesteht Euch die Erholungsphasen zu und seid stolz auf Euch. Ich genieße es, freundlich zu mir selbst zu sein. Ich genieße es, mich morgens fertig zu machen und mit meinem Bild im Spiegel zufrieden zu sein. Auch wenn ich den ganzen Tag keinen sehe - aber es macht enorm viel aus für mein Gefühl, mich schick anzuziehen und etwas aufzurüschen. Einfach, um mir selbst zu zeigen: Ich bin es mir wert.  

Feel good first       


Und zu guter Letzt: Die meisten von uns sind nicht alleine, die meisten von uns leben in einer Partnerschaft. Eine Partnerschaft, die viele auch erst wieder neu entdecken müssen. Glaubt mir, das lohnt sich auch und kann viel Spaß und Erfüllung bringen. Sucht Euch etwas, was nur Euch gehört. Was Ihr zusammen macht. Es muss ja nicht immer gleich ein Boot sein ;) 

Bekanntes Motto: Feel good first. Rest will follow.

Fazit: Wir sind alt genug, um nichts mehr zu müssen. Aber jung genug, um noch alles zu können. 

    
Disclaimer: Dieser Beitrag wurde bereits im Februar 2024 erstmals in diesem Blog veröffentlicht. Da mir dieser Beitrag aber sehr wichtig ist, habe ich nochmal zur Veröffentlichung freigegeben. Dieser Blog wird sonst nicht mehr aktiv bespielt. Ich habe mittlerweile eine eigene selbst gehostete Webseite, die auch meinen Blog weiterführt. Dort sind Kommentare geöffnet und es ist eine lebhafte Community entstanden. Jeder, der seine Freiheit im Alter genießen und entspannt älter werden möchte, findet dort jede Menge Anregungen. 

Ihr seid mir dort von Herzen willkommen:



    




Freitag, 5. Januar 2024

Jahresausblick - mehr Fragen als Antworten

Im folgenden Jahresausblick habe ich ein großes Vorhaben angekündigt. Keine drei Monate später haben wir es geschafft. Mein neuer Blog auf einer eigenen Webseite ist online. Dort geht es weiter. Ich freu mich auf Euch. Ihr seid herzlich willkommen: 


Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin - wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie  



Was bringt uns das Jahr 2024? 

Überraschung - das neue Jahr bringt einen Tag mehr. In sozialen Medien trendet gerade das "Fülle 365 leere Seiten mit guten Dingen" Spiel. Löblich. Zeigt aber nur: schöne Sprüche zum neuen Jahr sind genau das: Schöne Sprüche. 2024 ist ein Schaltjahr. Es sind also 366 leere Seiten im Visionboard 2024. Bitte gerne für diesen Klugscheißer-Service.

Schaltjahre sind was? 


Eigentlich war es nicht meine Intention, den Ausblick ins neue Jahr mit erhobenem Zeigefinger zu beginnen. Um noch einen draufzusetzen: Unser Omma hätte an dieser Stelle "Schaltjahre sind Unglücksjahre"  gesagt. Gut, dass ich nicht unser Omma bin. Ich sag das nicht. Ich sage einfach: Das ist ein dummer Aberglaube. Und mit 2020 haben wir alle unser 'Schaltjahre sind Unglücksjahre Konto' mehr als genug aufgefüllt. E basta.      

Mehr Fragen zum neuen Jahr 


Neubeginn im neuen Jahr? Ich bin kein Freund davon, Zeiten und Daten mit Bedeutung aufzuladen. Neujahrsvorsätze? Überlasse ich auch gerne anderen. Ich brauche keinen künstlich aufgeblähten Druck, keine selbstgebaute Frust-Falle. Rückblicke hingegen schreibe ich immer gerne. Ich mag es, innezuhalten und zu reflektieren. Beim Schreiben des Jahresrückblicks kam mir die Erkenntnis: Mein 2023 war genau das. Ein Jahr der Erkenntnisse. Von da ist es nicht mehr weit zur Frage der Fragen: Was mach ich jetzt mit diesen Erkenntnissen? 

Weniger Antworten 


Nicht ganz so befriedigende Antwort: Mit den meisten Erkenntnissen mache ich genau nichts. Denn eins ist für 2024 bereits mehr als nur Prognose: selbst wenn Murphy in seiner Höhle bleibt - es wird wieder ein 'Irgendwas ist immer Jahr'. Immerhin - es sind freudige 'Irgendwasse' . Ein besonderes Jubiläum, viele runde Geburtstage. Alle so geschickt ge-timed, dass wir jetzt schon wissen: Mehr als zwei Wochen Boot am Stück wird schwer. Erste Erkenntnis 2024: Vielleicht helfen schöne Sprüche zum Neujahr nicht. Trinksprüche können wir aber getrost schon üben. Stößchen.   

Erkenntnisse


Es gibt aber auch Erkenntnisse, aus denen ich Konsequenzen ziehen werde. Die Wünsche, Hoffnungen, Ambitionen des letzten Jahres sind noch da. Wie geht es damit weiter? Mit meinen Ambitionen? Mit diesem Blog? Meinen Wünschen? Was genau wünsche ich mir nicht nur für das neue Jahr? Vier Punkte: Sichtbarkeit, Klarheit, Mut, Unterstützung. Was mich zum Ausblick bringt:   


Ausblick auf das Meer durch einen Steinkreis - sinnbildlich Jahresausblick
Ein leicht steiniger Ausblick 


Sichtbarkeit 


Ein großes Thema in der zweiten Lebenshälfte. Das beweisen mir die - spärlichen - Zugriffe aus Suchmaschinen auf diesen Blog. Es war diese Spärlichkeit, die zur bittersten Erkenntnis 2023 führte: Mein Blog teilt das Schicksal der Unsichtbarkeit. Ich habe ihn vor einigen Jahren höchstpersönlich aus der Sichtbarkeit genommen. Mit sehr viel Erfolg. Stichwort DSGVO. Viele von Euch kennen die Thematik, waren bei den Diskussionen dabei. Diese Schublade mache ich jetzt nicht mehr auf. Mittlerweile ist mehr Klarheit in diesem Thema, mit nervigen better safe than sorry Themes ist bloggen wieder gut machbar. Nicht machbar hingegen ist es, diesen Blog aus der Unsichtbarkeit zu holen. Die Suchmaschinen kennen mich nicht mehr. Schlimmer noch: Sie wollen mich auch nicht mehr kennenlernen. Meine Zugriffe erarbeite ich mir mühsam Klick für Klick über soziale Medien. Ich bin ehrlich: Das bedauere ich. Das will ich anders.   

Klarheit         


Ich werde nie ein Freund von SEO-optimierten Texten werden. Somit besteht die Möglichkeit, dass ich das Problem der Unsichtbarkeit nicht gelöst bekomme. Noch wichtiger aber ist mir der Wunsch nach Klarheit. Bloggen bedeutet mir viel. Der Austausch mit Euch ebenfalls. Bloggen bringt mir persönliche Klarheit. Über mich, über die Themen, die uns bewegen. Aber - ich blogge auf einer fremden Plattform. Ich bin bei blogspot nur Gast. Was passieren kann, wissen wir. Kurzer Blick in die  Schublade blogpunktde reicht. Oder auf das Thema Reichweite/  Algorithmus beim TwittiX oder Insta. Ich möchte hier Klarheit in Form von Sicherheit. Durchaus inspiriert von mir selbst: Selbstbestimmt leben macht mich in vielen Punkten meines Lebens glücklich. 

Mut 


Ich möchte in diesem Jahr aus der Deckung kommen. Einen Mutausbruch wagen und sagen: Ich bin Bloggerin. Ich möchte mit meinem Blog Menschen erreichen, ich möchte etwas bewirken. Und weiter: ich bin nicht nur Bloggerin, ich bin auch Autorin. Ich schreibe gerne, habe ich immer gerne getan. DA habe ich Schubladen, die ich aufmachen kann. Manuskripte, die es wert sind, nicht in Schubladen zu verstauben. Sondern überarbeitet und letztendlich auch publiziert zu werden. Um mich noch einmal selbst zu inspirieren: Einfach machen - könnte ja gut werden.   
    

Unterstützung 


Der Captain und ich diskutieren das gerade. Nicht das ob, sondern das wie. Eine erste Konsequenz aus den Erkenntnissen ist gezogen: Dieser Blog geht in den Ruhestand. Aber - ich werde weiter bloggen und schreiben. Aber auf meiner eigenen Webseite. Einer Seite, die klarmacht, wer ich bin. Was ich will. Wo ich hin möchte. Das ist über eigene Klarheit hinaus ein komplexes Thema. Auch wenn wir schon über die "Visionen wollen manifestiert werden" Phase hinaus sind - wir sind noch in der Diskussions- und Informationsphase. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten und auf dieser Reise mitnehmen. In der Hoffnung, dass Ihr diesen Weg mit mir weiter geht. 


Freitag, 29. Dezember 2023

Ein Jahr voller Erkenntnisse

Tach auch Liebeleins. Zack, ein Fingerschnips - da sind wir wieder. Zwischen den Jahren. Nach Weihnachten, vor Silvester - in diesem Blog traditionell die Zeit für den Rückblick: 

Was vom Jahr übrig blieb


Was wird es sein, wenn wir dieses Jahr erinnern? Woran werden wir denken? Was hat dieses Jahr geprägt? Mein Jahr war okay. Nicht mehr. Nicht weniger. Für das "nicht weniger" bin ich dankbar. Das "nicht mehr" bedauere ich. Sehr. Die Headline des Abgesangs auf die Bootssaison trifft auf das ganze Jahr zu: Irgendwas war immer. Es waren meist kleinere "Irgendwasse" - von größeren Dramen blieben wir verschont. Da hatten wir ganz andere Jahre. Jahre, die mich demütig genug gemacht haben, um - noch einmal - dankbar zu sein. Für alles was ist, für alles was wir haben. Dennoch - ich hatte Hoffnungen, Wünsche, Ambitionen für dieses Jahr. Was ich stattdessen bekam, waren Erkenntnisse. 

Die Bande und ihre Projekte


Fangen wir an mit dem Erfreulichen. Meine Männer. Denen geht es gut. Der Captain widmet sich der Hundeerziehung, dem festen und dem schwimmenden Zuhause und befolgt das Mantra der Whisteria-Lane Privatiers: Man muss immer ein Projekt am Laufen haben. Der Jurist hat alle seine akademischen Projekte mit Prädikat beendet. Wir begrüßen ganz offiziell einen Herrn Doktor in unserer Arbeiterfamilie. Projekte prägen weiterhin sein Leben, nur sind diese jetzt beauftragt. Ebenso wie beim Frankfurter, der sein Jahr als Senior Consultant beendet. Schönste Erkenntnis des Jahres: Meine Männer - eine Erfolgsgeschichte. 

Das Boot 


Die Bootssaison war wie das ganze Jahr: nass, stürmisch, oft usselig. Ja, doch. Ich kann Euch hören. Es hat was Albernes, in einem Jahresrückblick über das Wetter zu moppern. Das weiß ich selbst. Aber - unsere Art zu leben ist in seiner Detailgestaltung stark davon abhängig. Auch hier - Wünsche,  Hoffnungen und Pläne - in Teilen ins Wasser gefallen. Alles nachzulesen im Logbuch unserer aquamarijnblauen Träume. In der Hafengemeinschaft gab es etliche Veränderungen. Auch wenn wir einige erst wenige Jahre kannten - Abschiede sind immer traurig. Gut zu merken auch - die Euphorie der Big C Jahre bezüglich 'Vakantie in eigen Land' war eine Euphorie auf Zeit. Natürlich hatten wir aber auch großartige Momente auf dem Wasser. Nicht zuletzt, weil unser kleiner Leichtmatrose vom ersten Moment an schockverliebt in sein schwimmendes Zuhause auf Zeit war.  Maritime, nicht neue Erkenntnis des Jahres: Bootsleben ist die teuerste Art, unbequem zu leben. Und bei Dauersturm und Regen ist die erste Heimat auch eine Wahl.  

Mit Hund auf dem Boot












Der Bootshund


Der Flusenbär ist glücklich. Ende Oktober feierten wir unseren ersten Adoption Day - was für ein wildes Hundejahr es für ihn war. Mittlerweile ist er so voll und ganz in seinem 'Für immer Zuhause' angekommen, dass wir sicher sind - er hat all seine schlechten Erinnerungen komplett überschrieben. Er liebt sein Zuhause, er liebt das Boot, er liebt seine Wälder und Wiesen und ist definitiv Team 'in dubio Heeg'.  Grundsätzlich hält er es mittlerweile für sein Gott gegebenes Recht, ein verwöhnter kleiner Hund zu sein. Vierbeinige Erkenntnis des Jahres: Ich bin hier sicher.  Führt nun auch gelegentlich zu einem "Versuch macht kluch" aber das darf auch ruhig so sein. Er akzeptiert ein Nein mit einem hochmütigen Schnauben und wedelt weiter fröhlich durch sein Luxus-Leben.  

Der Blog 


Eins der Themen, die unter "Das hatte ich mir anders gewünscht" fallen. Ich blogge gerne, das Schreiben bedeutet mir auch persönlich viel. Es gab einige Blogartikel, zu denen ich viel Feedback bekam. Auch das, gerade das, bedeutet mir sehr viel. Mutmachende Erkenntnis: Es gibt den Wunsch nach Austausch in diesem Lebensabschnitt, es gibt den Wunsch nach Gemeinsamkeit. Aber - Reichweite geht anders. Ich habe diesen Blog in den Jahren des großen Blogsterbens erfolgreich in die Unsichtbarkeit geschickt. Zu erfolgreich. Bitterste Erkenntnis des Jahres: Dieser Prozess ist nicht umkehrbar. Es funktioniert einfach nicht. Damit hat der Blog es ganz nach oben auf die Agenda der im nächsten Jahr zu entscheidenden Dinge geschafft. 
Ich trage einen Elch aus Pappe










Ich habe entschieden. Der Blog bekommt einen Re-Start. Ihr findet mich jetzt auf brittalanghoff.de - dort dreht sich alles darum, mutig älter zu werden. Freiheit zu genießen und Abenteuer zu erleben. Dieser neue Blog war vom Start weg sehr erfolgreich. Eine gute Community hat sich gefunden, um sich dort gemeinsam auszutauschen. Klickt gerne rein. Rechts in der Seitenleiste findet Ihr den Link, ebenso in meinen sozialen Medien oder im ersten Post des alten Blogs hier.    


Mein Bestreben 


'Einfach machen - könnte ja gut werden' im Zweiklang mit 'Das Leben ist zu kurz für irgendwann' Meine Mantras, die das leicht resignierte 'die Hoffnung stirbt zuletzt' immer noch nicht komplett abgelöst haben. Die ersten Monate des Jahres bin ich in Schuhen gelaufen, die mir nicht passten. Die dabei entstandenen Blessuren verlangsamen meine Wege nach wie vor. Enttäuschendste Erkenntnis des Jahres: Es ist mein Zirkus, ich bin der Clown. Gemeinsam mit dem Blog stehen hier Entscheidungen an. Bleibe ich in meiner versteckten Loge oder komme ich aus der Deckung und verändere meine Manege? Entscheidungs-vorbereitende Erkenntnis: Als One Woman Show ist das kaum machbar, ohne Unterstützung, Wertschätzung, Interesse und Ermunterung eine sehr einsame Angelegenheit. Ob das so bleibt, ob ich das will - unklar. Diese Erkenntnis will noch gewonnen werden.  Zu welchen Entscheidungen sie führt -  sehr wahrscheinlich Thema im nächsten Jahresrückblick. In diesem Jahr treffe ich jetzt die Entscheidung: Es ist Zeit für meine subjektive 

Statistik des Jahres 


Beliebtester Blogartikel des Jahres: 12 gute Gründe - darum sind wir Ü50er fabelhaft 
Aussicht des Jahres: Ein Plan B muss her
Song des Jahres: Racoon - Nickel for goodbye 
Serie des Jahres: Daisy Jones and the Six* (Liebeleins, guckt das. So so gut)
Dokumentation des Jahres:  Lewis Capaldi - How I`m feeling now *
Buch des Jahres: Delia Owens - der Gesang der Flusskrebse 
Vernunft des Jahres: better safe than sorry.  
Zahl des Jahres: 5000 
Schrägste Story des Jahres: Eben noch morgens um acht mit der Kiste Bier auf der Verkehrsinsel...... 
Naturtalent des Jahres: Leichtmatrose Dr. Fussel  
Schockverliebt des Jahres: Bruno, das schlitzohrige Alpaka **  
Besuch des Jahres: Pfingsten kam nicht nur der heilige Geist an Bord, sondern auch der Herr Doktor und seine Liebste. Was die versammelte Großfamilie nicht nur an diesem Wochenende sehr gefreut hat. 
Sehnsuchtsort des Jahres: Stavoren verbunden mit 
dem Kennenlernen des Jahres: Insta-Treffen auf der kleinen Insel im Binnenhafen
Wiedersehen des Jahres: Hamburger im Altweibersommer. 
Farewell des Jahres: Ode an die Vrijheid. Möge sie auch auf der anderen Seite des Regenbogens segeln.  
Vermissen des Jahres: Rainer, in unseren Herzen bist Du immer dabei.  
Unverhofft kommt oft des Jahres: Die Insel der Seligen: Urk 
Schönstes Bild des Jahres: 

Der Mann, die Frau, der Hund im Tulpenfeld


Mir bleibt noch, Euch von Herzen einen schicken Jahreswechsel zu wünschen. 
Habt keine Erkenntnisse, die ich nicht auch haben möchte. 
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Disclaimer: Anfang Dezember habe ich mich via Instagram dem Projekt Jahresrückblog23 von Judith Peters  aka Sympatexter angeschlossen. Mit dem Wunsch nach guten Tipps von Judith, die in Bloggerkreisen einen Experten-Ruf genießt und auch mit der Hoffnung auf bessere Vernetzung in der Blogosphäre. Leider hat mich ein nicht zu er-testendes Virus zwei Wochen völlig aus der Bahn geworfen, so dass die vorbereitenden und begleitenden Posts auf Instagram weit weniger wurden als erhofft. Dennoch hat mir das Projekt gefallen und ich danke Judith für die viele Arbeit, die sie sich damit gemacht hat. Es war eine Erfahrung und hat mir gerade im Punkt Blog und soziale Medien Entscheidungs-beeinflussende Erkenntnisse gebracht.  (Werbung wegen Namensnennung. Unbeauftragt, unbezahlt. Aber better safe than sorry und so weiter gähn)  

*Daisy Jones verfügbar bei Amazon Prime, die Capaldi-Doku bei Netflix  (Werbung wegen Namensnennung. Unbeauftragt, selbst bezahlt. Aber better safe than sorry und so weiter gähn)  

** Damit wir es hier nicht so gähnend beenden. Der Vollständigkeit halber: das Schmunzelbild des Jahres: Schockverliebt in Bruno.  

Bruno das lustige Alpaka und ich








Welche Konsequenzen ich aus den Erkenntnissen ziehe, erzähle ich brandneu im Jahresausblick. Seid gespannt ! 


Donnerstag, 30. November 2023

Feierabend für immer - wie schafft man es früh in den Vorruhestand ?

Zwei Jahre schon im "nen Scheiß muss ich Modus"  - Vom Job in die Freiheit eines frühen Vorruhestands. Beneidenswert? Ja. Ich beneide mich manchmal selbst. Ich liebe alles daran und bin gleichermaßen erleichtert und stolz darauf, das geschafft zu haben. 

Ziel: Feierabend für immer 


Feierabend für immer


Ich habe es nie an die große Glocke gehangen, dass ich auf das Ziel früher Vorruhestand hinarbeite. Etliche waren sehr überrascht, als ich 2021 mein allerbestes Weihnachtsgeschenk präsentierte. Damit hatten nur wenige gerechnet. 

Klar - kein seltener Wunsch, möglichst früh in den Ruhestand zu gehen. 

Aber auch wenn "the great retirement" weltweit trendet, ist das ernsthafte Hinarbeiten auf den Vorruhestand seltener als der Wunsch danach.

Einige Fragen, die mir oft begegnen, habe ich schon thematisiert. Um die Antwort auf eine andere, oft gestellte Frage, habe ich mich bis jetzt gedrückt. Weil die Antwort bittere Wahrheiten enthält und nicht jedem gefallen wird. Die Frage ist: 

Wie schafft man es in einen frühen Vorruhestand? 


Es fragen nicht nur viele "Wie hast Du das geschafft?" Die Frage wird gerne auch kombiniert mit "Du Glückliche" "Da hast Du aber Glück gehabt" Impliziert, dass es mir in den Schoß gefallen ist.  Nein. Ganz klares Nein. Da ist kein Manna vom Himmel gefallen und ich stand nur zufällig mit ausgebreiteter Schürze da, um es aufzufangen. Dass ich es den Vorruhestand mit 57 geschafft hatte - ja, da hat eine gute Fee nachgeholfen. Ohne Fee hätte ich den Vorruhestand zeitgleich mit der 6 vorne begrüßt. Was auch noch früh ist. Die Wahrheit ist: 

Früh in den Vorruhestand ist ein Langstreckenziel  




Jedem über 50, der jetzt auf die Idee kommt, dem muss ich sagen: Das wird ohne Manna und Fee schwer. Für einen frühen Vorruhestand braucht man wenig überraschend vor allem: das berühmte Fuck-you-Money.  Das muss man wollen. Ernsthaft wollen. Es als Ziel definieren, dem man anderes unterordnet und sich sehr klar darüber sein, was es bedeutet. Je früher man das entscheidet, desto besser. Inclusive der Entscheidung, wieviel Fuck you Money man braucht. Sprich, welchen Lebensstandard man leben will, jetzt und später.  

In meiner Lebensplanung war irgendwann klar: Ich begrabe den ein oder anderen Traum, den ich als junges Mädchen hatte. Ich will eine Familie. Unbedingt. Mehr als Karriere und Berufung. Ich entschied mich, in meinem Brot-und-Butter-Job zu bleiben. In diesem eine Position erreichen, in der ich auch Teilzeit ein gutes Gehalt bekomme. Samt diverser Absicherungen. Ziel Nummer eins war es, den Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Ziel Nummer zwei: finanzielle Unabhängigkeit vor gesetzlichem Renteneintrittsalter erreichen.  

Zähne zusammenbeißen, durchziehen. Arbeitszeit aufstocken, wo geht. Ja, es hilft, wenn man gut bezahlte Jobs hat. Sowohl ich als auch der mittlerweile ebenfalls ruheständige Gatte haben aber auch was dafür getan, diese Jobs zu haben, zu kriegen, zu behalten. Ich weiß, dass es dennoch ungerecht verteilt ist. Dennoch - sage ich das alles nicht vom hohen Roß. Ich habe Menschen aus etlichen Gehaltsklassen bei dieser Planung begleitet. Die Formel ist simpel:  bleib mindestens! 10 Prozent  unter dem, was Du Dir maximal leisten könntest, sichere das Notwendige ab und dann bau auf.   

Lebenshaltung im Budget 


Durchziehen gilt nicht nur für den Job. Das A und O ist vernünftiges Budgetieren. Und sich daran halten. Oberste Richtlinie: Niemals das Budget aus- oder gar überreizen. Den Lebensstandard ganz bewusst nicht so hochschrauben, wie es möglich ist. Wir sind rund 20 Prozent unter dem geblieben, was gegangen wäre. Das haben wir konsequent gelebt. Auch jetzt noch. (Was auch durchaus in der Krise hilft) 

Wenn man seine Lebenshaltungs-Posten in Ruhe durchgeht: Es gibt soviel, an dem man sparen kann, ohne wirklich Verzicht zu üben. Details sprengen hier den Rahmen. Dazu gerne separat mehr, wenn Ihr möchtet. Der olle Spruch vom Kleinvieh, welches auch Mist macht, stimmt. Das beweist nicht nur unser Dr. Fussel. Es kommt massig zusammen, wenn man seine Ausgaben überdenkt und runterschraubt. Hier ein Euro, da zwei, dann drei - es läppert sich, wenn man diese Summe monatlich spart. 

Ohne Disziplin geht gar nichts 


Stetig unter dem möglichen Lebensstandard zu bleiben erfordert Disziplin. Ja, auch mein innerer Schweinehund und ich - wir hatten so unsere Kämpfe. Wichtig ist mir an dieser Stelle folgendes zu betonen:  Das hört sich nach erhobenem Zeigefinger an. Ist mir bewusst. Ich beantworte hier aber nur die Frage, wie wir soweit gekommen sind. Das hört sich vielleicht auch nach spaßbefreit an. War es nicht. Alles eine Frage der Prioritäten. Ich kenne auch das oft vorgebrachte Argument: "Ich will aber jetzt leben. Wer weiß, ob ich überhaupt so alt werde" Zigmal gehört. All denen sage ich immer: Ja, ok. Dein Ding, Deine Entscheidung. Hauptsache, Dir ist eines so klar wie mir: Man kann seinen Kuchen nicht behalten UND essen.        

Lasst Euch gut beraten 


Wenn das Budget steht, muß man sich mit privater Altersvorsorge* beschäftigen. Man kann bei allen Rententrägern Prognose-Verläufe anfordern und sich beraten lassen. Man muss sich völlig klar darüber zu sein, dass man bei der staatlichen Absicherung Abstriche macht, wenn man früh aufhört zu arbeiten. Es zählt auch bei mir nur in begrenztem  Rahmen, dass ich 40 Jahre eingezahlt habe. Auch wenn es mir nach diesen langen Jahren Arbeit leichter fiel, mir den frühen Ausstieg zu erlauben - ich musste ihn mir selbst erlauben. Und erarbeiten. Die Abstriche in der Rentenversicherung muss man kompensieren können. Das muss man auf das Fuck-You-Money draufrechnen.  Langstrecke, exponentielles Wachstum und so. 

Noch ein Wort zur Rente 


Macht eine Rentenberatung! Es gibt genug - auch staatliche - Stellen, die das machen. Auch wenn Ihr erst zur Regelzeit aufhört. Alleine schon, um die Vollständigkeit der Daten abzugleichen. Unter Umständen kommt man auch auf andere erstaunliche Ergebnisse. Bei mir und vielen anderen ist es so, dass die wichtigen (Beitrags)Jahre vor meinem 50 Lebensjahr waren. Hätte ich z.b. bis 63 weiter gearbeitet oder jetzt freiwillig eingezahlt, müsste ich mindestens 84 Jahre alt werden, nur um auf eine Plus-Minus Null Rechnung zu kommen. 84! Und damit ich auch was davon habe, bei guter Gesundheit. Die ich mir umfassend selbst mit 63 nicht mehr zugetraut hätte, wenn ich überlege, wie viel Kraft mich der Alltag gekostet hat. Also Einbußen dort. An anderer Stelle aber unbezahlbarer Zugewinn. Zumal man die Einbußen mit guter Planung (s.o.) auch kompensieren kann. Noch dazu vererbbar kompensieren kann. Finde ich persönlich auch ein Argument.  

Alles Makulatur jetzt weil Inflation? 


Und nein - die grassierende Inflation macht mir keinen Strich durch die Rechnung. Inflation war immer großzügig eingerechnet. In den letzten Jahren hielt sie sich in Grenzen, dafür schlägt sie gerade durch. Aber in meiner Mischkalkulation passt es. 

Mein Fazit ist simpel: 

 
Früh in den Vorruhestand - erfahre in diesem Artikel wichtige Informationen


PoV: Altersvorsorge: Unser geschätzter Freund Spieler7 verwies in seinem Kommentar 👇 auf das Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) . Ich danke für diesen Hinweis. Tatsächlich wichtig, das separat noch einmal zu erwähnen. Geht das an! Auch wenn es ein zugegeben kompliziertes Thema ist. 


Wichtige Tipps, um früh in den Vorruhestand zu kommen: 

Auch in meinem neuen Blog geht es darum, wie man Träume verwirklicht. Ihr findet dort viele wichtige Artikel, die Euch Eurem Ziel und Euren Träumen näher bringen. 
Ein guter Round-Up-Artikel zum Start ist der Artikel "mutig älter werden" 

Unter dem Stichwort Traumerfüllung findet Ihr etliche Artikel, die Euch dabei begleiten. Zum Thema Budget in der Lebenshaltung kamen und kommen immer wieder Fragen. Auch dazu gibt es im neuen Blog unter diesem Stichwort entsprechende Artikel. Schmökert Euch gerne durch.  
 

   

Sonntag, 19. November 2023

Das Leben ist zu kurz für irgendwann - die Bucket-List

Wir haben da eine Frage
Ganz ehrlich. Das interessiert uns brennend 

Habt Ihr eine Bucket-List? 

Also so eine Liste, auf der alle Dinge stehen, die Ihr noch erleben/ errreichen wollt, bevor Ihr den Löffel abgebt ( Gerne wird die Bucket List deswegen auch Löffel-Liste genannt ) 

Auf meiner Bucket-List ganz oben stand schon lange der Wunsch nach einer eigenen Webseite. Ich habe sie mir erfüllt. Schaut gerne rein, schaut Euch um. Ihr seid dort herzlich willkommen. 

Die Vorgeschichte: Wie komme ich jetzt auf diese Frage? 

Neulich hatte ich ein Party-Wochenende. An einem Abend feierte eine Freundin ihren Geburtstag, am nächsten trafen sich alte Weggefährten zu einem jährlichen Wiedersehen. Diese Woche traf sich der alte Adel aus der Bronx. Die meisten Anwesenden im besten Alter, Ü 50 und deutlich mehr. Jedes Mal kam das Gespräch auf die Bucket-List. Es fing an mit den obligatorischen Fragen nach dem Urlaub: "schon gebucht für nächstes Jahr? wo fahrt Ihr denn hin?"  sowas halt. Jedes Mal war es nur ein kleiner Schritt hin zum Thema "Das will ich unbedingt noch...... und das auch"  

Legalize it in Parookaville  

Zu meinem echten Erstaunen zückten Etliche ihr Handy und zeigten ihre Bucket-List. Ordentlich aufgelistet Urlaubsziele, die man unbedingt noch sehen will - Skandinavien führt die Liste an, weit vorne auch Kreuzfahrten. Aber auch diverses andere stand drauf. Ein Instrument lernen - hallo Engelchen, Du bist im Trend - über Cannabis ausprobieren, wenn legalisiert bis hin zum Besuch von Parookaville. Es waren spannende Ziele, die aus der Wundertüte gezogen wurden. Ganz oft auch Ziele, die man so von denjenigen gar nicht erwartet hätte. 

Die Bucket List der Feen 

Ich war tatsächlich erstaunt. Obwohl ich so gerne to-do-Listen schreibe, war mir die Idee noch nicht gekommen, eine Bucket-List zu schreiben. Die letzte Bucket-List, die ich in Händen hatte, haben die Zauberwesen im Feenwald geschrieben: Die Bucket-List-Earnewald im Nationalpark Alde Feanen. Die  wir selbstverständlich abgearbeitet haben. Natürlich habe ich überlegt, was auf meine Bucket-List kommen würde. 

Das Leben ist zu kurz für irgendwann 

Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen - ich habe keine Bucket-List, weil ich keine will. Bucket-List beinhaltet für mein Gefühl tatsächlich, dass es die Dinge sind, die ich unbedingt tun will. Dinge, die ich auf dem Sterbebett bedauern würde, wenn sie sich nicht erfüllen. Da bin ich persönlich drüber. Die Dinge, die ich unbedingt in meinem Leben tun wollte, habe ich getan. Ich habe dieser Welt zwei tolle  Kinder geschenkt, ich habe ihnen eine Ausbildung ermöglicht, die sie das tun lässt, was sie tun wollen - von mir aus auch eine Bucket-List schreiben, wenn sie das möchten. Und ich habe mir ein selbstbestimmtes Leben mit " 'nen Scheiß muss ich" ermöglicht. Noch dazu mit der Möglichkeit, auf dem Wasser zu leben. Das WAR meine Bucket-List, damit bin ich feddich. Heutzutage steht auf meiner Bucket-List noch: Jeden Tag genießen, glücklich sein, frei sein. Frei auch von selbstgewählten Zwängen. Alles andere ist Zugabe. 

Bucket List abgearbeitet


Die to-want-Liste 

Natürlich habe ich Wünsche, Projekte, Ziele. Es gibt vieles, was auf meiner to-want-Liste steht. Die ganz große Skandinavien Tour, längere Bootstouren, immer wieder die Nordsee. Für diesen Blog wünsche ich mir mehr Aufmerksamkeit, ich würde gerne ein Buch veröffentlichen. Alles Dinge, an denen ich arbeite. mit denen ich mich beschäftige.  Aber keine Dinge, von deren Erfüllung mein Seelenheil abhängt. Da bin ich völlig entspannt.

Und jetzt Ihr! 

Dennoch - ich fand das gut. Mit welcher Begeisterung alle von ihrer Bucket-List erzählt wurde, welche Pläne in der Mache sind, was angegangen wurde. Diejenige mit dem Wunsch Parookaville hatte sich das in diesem Jahr erfüllt und erzählte sehr begeistert davon. Der lebende Beweis für: 

Das Leben ist zu kurz für irgendwann 


Also - erzählt mal! Ich bin jetzt ernsthaft neugierig. Habt Ihr eine Bucket List? Und wenn Ihr mögt, erzählt gerne, was draufsteht

Habt Ihr eine Bucket-List
  

Freitag, 3. November 2023

T.G.i.F. - Flagge zeigen (Ein- und Ausblicke)

 Tach auch Liebeleins. Schön, dass es Euch hierhin geweht hat. Watt en Wind da in diesem draußen. Ich bin mittlerweile soweit, dass mir nach dem Nichtsommer eher Windstille auffällt als umgekehrt. 

Heftige Einblicke 


Heftige Winde wehen auch anderswo. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich amüsieren. Beim Zusehen, wie die vom gelobten Multikulti-Takatuka-Land schwadronierenden sich in ihren Elfenbeintürmen winden. Ja, wer hätte es wissen können? Gewusst haben es viele. Die, die mitten im normalen Alltag arbeiten z.B. - die haben es gewusst. Die, die es wussten, haben es immer wieder gesagt. Die, die es sagten, wurden der Einfachheit halber in die rechte Ecke gestellt. Die, die in die rechte Ecke stellten, entblöden sich jetzt nicht, salbungsvolle Worte ins Volk zu streuen.

Flagge zeigen 


Merke: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Eine gute Rede macht keine Glaubwürdigkeit. Ehre gebührt den begabten Redenschreibern, die den Robis und Tobis dieser Republik so feine Flie(H)watüts kreieren. Wovon ich rede? Ich rede - auch - von kleinen gallischen Dörfern, die Flagge zeigen. I stand with Israel - ohne wenn und aber und rumlavieren. 

Stand with Israel 

Ausblicke: zurück zu on topic 

     
So. Das wollte ich nur gesagt haben. Off blog topic. Weil es gar nicht oft genug gesagt werden kann. Weil die, die sonst zu allem und jedem ihre Klappe aufreißen, gerade sehr laut schweigen. Now to something different. Während meine guilty pleasure Grizzlys sich in den Winterschlaf begeben, erwacht dieser Blog aus der Sommerpause. Das Logbuch ist (fast) komplett befüllt mit allen Throwbacks der Saison. Zeit, sich auf Kernkompetenzen zu besinnen. Ihr wisst schon, 50 plus ist fabelhaft und andere Erkenntnisse. Man will schließlich Herr(in) der Lage bleiben. An dieser Stelle ein fettes Danke für die vielen Reaktionen und Kommentare dazu. Hier und vor allem auf Insta. Da schaffen wir auf jeden Fall wieder einen Gemeinschafts-Blogpost. Aber auch andere Themen sind in der Mache. Stay tuned  - wir kriegen den Winter schon rum. Ganz ohne Blues. Zunächst allen 

Ein schickes Wochenende 
Zeigt keine Flagge, die ich nicht auch zeigen würde 


Alle bisherigen Beiträge zum Themenbereich  "Ab fünfzig wird alles besser"  sind gelabelt mit

  Ü50 Blogger 


Dort findet Ihr alles auf einen Blick. Kommentare sind offen und werden gerne genommen. Darüber hinaus bin ich dankbar für Unterstützung in Form von Links, Re-Tweets und Re-Posts. Damit immer mehr kapieren, dass sie an uns nicht vorbei kommen, dass wir Über 50 und fabelhaft sind. 



Dienstag, 24. Oktober 2023

Nicht mehr Herrin der Lage - 10 Dinge, die Du tun kannst

Herr(in) der Lage? Hand aufs Herz - sind wir nicht immer. Wer kennt es nicht? Das Hamsterrad. Gerne in Verbindung mit Kopfkino. Das muss noch. Und jenes. Und erst das! Das hätte man ja fast vergessen. Wie soll man das nur alles schaffen? Für alles und jedes ist man verantwortlich. In allem und jedem will man glänzen. Das schaff ich nie. DOCH! 

10 Dinge, die Du tun kannst, wenn Dir alles über den Kopf wächst:  

1. Nichts. Ganz im Ernst! Sofort aufhören, mit dem, was Du gerade tust. 

2. Augen schließen. Durchatmen!  Zähle von fünf an runter und erlaube Dir bewusst eine Pause.   (Schon eine Viertelstunde Abstand von allem wirkt Wunder und der Berg sieht nicht mehr unüberwindbar aus) 

3. Schreibe eine to-Do-Liste! (Ja, to-do-Listen haben nicht den besten Ruf. Aber sie haben einen unbestrittenen Vorteil. Man denkt nicht dauernd: Ich muss noch an dieses und an jenes denken. Du hast es niedergeschrieben, Du musst es Dir nicht mehr merken. Wenn Dir nicht mehr einfällt, woran Du noch alles denken wolltest, kannst Du es einfach nachlesen. Und das Gefühl, wenn Du etwas von der Liste durchstreichst, ist Gold wert)

4. Damit die to-do Liste Dich nicht zusätzlich stresst: Schreib sie nochmal. Diesmal gegliedert nach "Muss unbedingt" - "Muss bald" - "hat noch Zeit"

5. Eat the frog in the morning. Nimm die unangenehmen Dinge als erstes in Angriff. Dann hast Du es hinter Dir. Und den Kopf frei. 





6. Setz Dich nicht selbst unter Druck, sondern setz Dir realistische Ziele z.B:  

7.  Setz Dir ein Zeitlimit. Beispiel: Wenn aufräumen auf der to-do-Liste steht, stell Dir einen Timer.  Auf sagen wir 15 Minuten. In den nächsten 15 Minuten räumst Du auf. Nichts anderes tust Du in diesen 15 Minuten. Du wirst Dich wundern, wieviel man schafft in 15 Minuten. Danach hörst Du auf. Morgen finden sich auch noch 15 Minuten.  

8. Kennst Du die 2 Minuten Regel?  Alles, was man innerhalb von 2 Minuten erledigen kann, wird sofort erledigt und nicht aufgeschoben. Beispiel: Du kommst heim und hängst Deinen Mantel direkt dorthin, wo er hingehört. Und nicht irgendwohin, wo er zum Punkt aufräumen auf der to-do-Liste wird.  

9. Verzeih Dir selbst. Perfektion ist nur eine Illusion. Nicht schlimm, wenn Du statt des selbstgebackenen Kuchens gekaufte Kekse auf den Tisch stellst. Hauptsache, Du stellst die Kekse mit einem Lächeln hin.  

10. Mach Dir klar, dass eine to-do-Liste zwar hilfreich ist. Aber eben nur das. Letztendlich geht es im Leben nicht um die to-dos, sondern um die ta-daaas! So nämlich (und ja, ich tu 2 Euro ins Phrasenschwein. Aber es stimmt trotzdem) 

Ich hatte gefragt - Ihr habt geantwortet 

Ich hatte Euch gefragt, was Euch zur Zeit beschäftigt, was Euch im Kopf rumgeht. Ganz vorne mit dabei war in Variationen genau das: Das Gefühl der Überforderung. Ich kenne das nur zu gut. Gut kenne ich aber auch das Gefühl, wie toll es sich anfühlt, Herrin der Lage zu sein. Die 10 Dinge haben mir dabei geholfen und ich bin sicher, Euch auch!

Mir ist es enorm wichtig, Herrin der Lage zu sein. Das Gefühl der Überforderung kommt manchmal auch daher, dass man nicht in jeder Lage alles unter Kontrolle haben kann. Es gibt aber auch Lagen, die man ändern kann, um sie besser zu kontrollieren. So ging es mir mit diesem Blog. Ich habe mich entschieden, nicht länger auf einer Plattform zu bloggen, die nicht mir gehört. Ihr findet meinen Blog nun auf meiner eigenen Webseite. Ihr seid dort von Herzen willkommen ! Schaut gerne rein: 

Webseite von Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin 


Montag, 11. September 2023

Hallo Sommer! Hallo alte Weiber

Tach auch Liebeleins. Und damit sind nicht nur die alten Weiber gemeint. 
Versteht sich. Geht es Euch gut? 

Auf die alten Weiber ist Verlass 

Wie bereits im Logbuch erwähnt: Die alten Weiber sagen nicht nur Hallo, sondern auch bittegerne. Toll, dass es in diesem Jahr wenigstens mit dem Altweibersommer klappt. Auf die alten Weiber ist eben Verlass. Wir werden diese Tage noch ergiebig genießen.  

Dieser Blog ist auf seine alten Tage umgezogen 

Ihr findet mich auf meiner eigenen Webseite. Klickt einfach hier:    

Britta Langhoff, Bloggerin und Autorin  

      

Wir lesen uns. Ich freue mich auf Euch 

Be happy! It really annoys negative people (©Ricky Gervais)     



Freitag, 23. Juni 2023

T.G.i.F. - Sommersonnenwende

Tach auch Liebeleins. Alle gut abgekühlt? Fein. Herzlich willkommen in unserer kuscheligen kleinen Freitagsecke. Extra zur Sommersonnenwende geöffnet. 

Oh wie schön ist Panama 


Eigentlich wollten wir zur Sommersonnenwende auf dem Boot sein.
Oh wie schön ist ....
Mitten auf dem Wasser die hellen Tage und weißen Nächte bestaunen. So war der Plan. Der Plan war gut. Der Fehler lag - wie so oft - im eigentlich. Der jährliche Murphy hat sich gemeldet und das Auto musste in die Werkstatt. Habt Ihr in letzter Zeit versucht, kurzfristig einen Termin in einer Auto-Werkstatt zu bekommen? Das mit dem Handwerker-Mangel wusste ich ja, aber irgendwie nicht, dass es in der Autobranche auch so krass ist. Zum Glück ist die KFZ-Werkstatt bei uns umme Ecke schon seit Ewigkeiten die Werkstatt unseres Vertrauens. Netterweise haben sie uns dazwischen gequetscht, danke dafür. Hat trotzdem gedauert. Aber jetzt isset fertig und wir auch wieder auf vier Rädern mobil. 

Zuhause isset auch mal schön 

Ist ja auch nicht so, als ob es zuhause nicht auch schön wäre. Allein die erste Dusche zuhause ist sowas von kurz vor Ihr wisst schon. Und mit dem Fahrrad durch wogende Weizenfelder zum Einkaufen zu fahren, hat auch was. Zudem sind spontane Grillpartys nicht nur an Bord, sondern auch auf der Terrasse was Feines.  Aber nachdem wir jetzt zwei Wochen ausgiebig die Freuden der Zivilisation genossen haben, sind wir mehr als bereit für's Outback. Nächste Tage wechseln wir die Location. Dann sind die Tage auch noch hell und die Nächte weiß.     


Weizenfelder im Ruhrpott
Lucky Shot oder? All dieses Grau im Ruhrpott. No filter needed, ich schwör 


Lektüre zur Sommersonnenwende 


Lektüretipp für den Urlaub
Euch lasse ich zwei Rezensionen hier. Rechtzeitig als 
Urlaubslektüre. Nach sehr langer Zeit habe ich zwei Rezensionsexemplare angenommen. Eins von einer Autorin, mit der ich auf Instagram in Kontakt gekommen bin. Lasst Euch da nicht von dem leicht klamaukigen Titel abschrecken. Und den brandneuen Joel Dicker - gerade erst erschienen - hab ich für Euch vorab gelesen und besprochen. Ich bin noch nicht sicher, ob Rezensionen wieder ein regelmäßiger Bestandteil meines Bloggerlebens werden. Mal sehen. 

Die beste Rockband, die es niemals gab 

Einen weiteren Tipp hab ich noch für Euch. Einen Serientipp: Daisy Jones and the Six. Auf Amazonien! Mein absolutes Serienhighlight für dieses Jahr. Ich bin sicher, das ist so schnell nicht zu toppen. Die Serie erzählt in Rückblenden und in einem fiktiven Dokumentations-Rahmen die Geschichte der besten Rockband, die es nie gab. Wer Musik liebt, wer Konzerte liebt - der wird auch diese Serie lieben. Und damit wünsche ich 

Allen ein schickes Wochenende !  
Feiert keine Wende, die ich nicht auch feiern würde 

Bootshund unterwegs

Leider - wurde es auch nach der Sonnenwende nicht besser. 

(Und da better safe than sorry: Ich kennzeichne diesen Beitrag als Werbung, unbezahlt. Da ich meine Rezensionen verlinkt habe. Da ich einen Serientipp gegeben und benannt habe. (Wenn auch aus Gründen ohne zielführenden Link. Aber Ihr findet das, ich bin zuversichtlich). Da ich meine eigenen Beiträge verlinkt habe und ja vielleicht möglicherweise eventuell meine eigene Marke bin, die ich damit beworben hab. Sorry but no sorry. So isset halt im besten Schland aller Zeiten) 

And as always: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. Bittegerne.   

Dienstag, 20. Juni 2023

Rezension - der Fall Alaska Sanders

Perfektes Wetter für ein schattiges Plätzchen und gute Lektüre. Ihr braucht noch einen Tipp? Immer gerne: 

Leseempfehlung - Buchvorstellung  


Joël Dicker - Der Fall Alaska Sanders 


An der amerikanischen Ostküste, unweit des malerischen Städtchens Mount Pleasant 
Dicker Alaska Sanders ©PiperVerlag
wird 1999 die junge Alaska Sanders tot aufgefunden. Sie wurde Opfer eines Gewaltverbrechens, der ermittelnde Sergeant Gahalawood bringt den Fall zu einem raschen Abschluß.  

Elf Jahr später erreicht über verschlungene Pfade ein anonymer Brief den Sergeant. Hat er geholfen, einen Unschuldigen hinter Gitter zu bringen? Ist der damals Verurteilte wirklich Alaskas Mörder? Der Schriftsteller Marcus Goldman ist - wie so oft - zu Besuch beim Sergeant, er entdeckt sofort die Ungereimtheiten in der ursprünglichen Aufklärung des Falls. Eigentlich wollte Goldman seinen alten Mentor Quebert aufstöbern, zu lange hat er nichts von ihm gehört. Doch jetzt hat ihn das Jagdfieber gepackt und gemeinsam mit Galahawood beginnt er, die Fäden im cold case Alaska Sanders neu aufzurollen. 

Galahawood, Goldman, Quebert - kennen wir die nicht? Exakt. Wir kennen sie aus der "Wahrheit über den Fall Harry Quebert" und der "Geschichte der Baltimores"  Der Fall Alaska Sanders beschert uns ein Wiedersehen mit Charakteren, die wir nicht vergessen haben. Der Schweizer Schriftsteller Joël Dicker wurde wie sein Alter Ego Marcus Goldman als Wunderkind des Literaturbetriebs gefeiert. Neben den eigentlichen Plots der Fälle Harry Quebert und jetzt Alaska Sanders interessiert die schriftstellerische Entwicklung von Marcus Goldman den Leser mindestens ebenso.   

Das scheint auch Joël Dicker zu wissen. So bildet die Geschichte seines erfolgreichsten Protagonisten Goldman erneut den Rahmen für einen Thriller und die Möglichkeit für das Spiel mit mehreren Ebenen, welches Dicker mühelos beherrscht. Nichts dagegen, wenn ein Schriftsteller eine Figur über die Jahre immer wieder bemüht. Vor allem, wenn sie sich sichtbar weiter entwickelt. Darüber hinaus wollte sicher nicht nur ich gerne wissen, was nach den nicht gerade glücklichen Enden obengenannter Bücher aus Goldmans Mentor geworden ist, wie es Galahawood ergangen ist, ob es Neues von den Baltimores gibt. 

Diese Fragen werden alle zufriedenstellend beantwortet. Wenngleich die dafür notwendigen Rückblenden die Gefahr der Redundanz bergen. Natürlich geht es nicht ohne Rückschau, sonst könnte dieses Buch nicht für sich gelesen werden. Natürlich muss er hier Rücksicht nehmen auf die Leser, die die vorangegangen Bücher (noch) nicht gelesen haben. Aber Dicker läuft Gefahr, die Leser, die seine vorigen Bücher kennen, zu langweilen. Man will nicht ein und dieselbe Geschichte in dieser epischen Breite immer wieder lesen. Den Rückblenden hätte eine Straffung gut getan.  

Das ist aber auch schon das einzige Manko von Dickers neuem Roman. Beide Geschichten - die Rahmenhandlung und der eigentlich Plot um den Tod der Alaska Sanders - sind interessant konstruiert und in sich schlüssig. Plot-Twist ist eine der Stärken von Dicker. Er hält sich konsequent an sein Leitmotiv "nichts ist, wie es scheint" und schafft damit eine ganz besondere Spannung, die den Leser immer wieder auf Abwege führt. In der Mitte des Buches kommt kurz ein Verdacht (unter vielen) auf, der sich ganz zum Schluß bestätigt. Nachdem man ihn als Leser längst verworfen hat.       

Wie immer bei Joël Dicker begegnet man einer Fülle von Charakteren. Allen gemeinsam ist, dass sie auf der Suche sind. Keiner ist wirklich in seinem Leben angekommen. Aber ist man das überhaupt jemals? Anders als bei den Baltimores beschreibt Dicker diesmal seine Figuren oft mit Abstand, er überlässt dem Leser das Urteil. So schwankt man bei fast allen Charakteren zwischen Distanz und Idendifikation. Letzten Endes sind es nicht die Figuren, die den Leser tief in diesen Roman hinein ziehen. Es sind eher die Situationen, die er schafft. Situationen, die man kennt und vielleicht schon selbst erlebt hat. Umso dringender will man wissen, wie Dickers Protagonisten sie lösen. 

Joël Dicker hat einen ganz besonderen Schreibstil, flüssig, leicht zu lesen, aber mit einem eindringlichen Rhythmus, dem man unweigerlich folgt und dem man manche Länge verzeiht. Das einstige Wunderkind Marcus Goldman hat sich etabliert, mit ihm Joël Dicker.    

Rezension, der guten Ordnung halber gekennzeichnet als Werbung, unbezahlt. Das Rezensionsexemplar wurde mir vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt.  

Joël Dicker
Der Fall Alaska Sanders
Piper Verlag, Juni 2023 , alle Rechte auch des Covers dort.  
EAN 978-3-492-07196-3  -3 

Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label: Die geheime Kraft der Bücher  


2025: Neu erschienen im Februar 2025: Ein ungezähmtes Tier von Joel Dicker. Die Rezension findet Ihr im neuen Blog. Link nebenstehend ! 


Sonntag, 18. Juni 2023

Rezension - Miss Pinky und der tote Pastor

So. Liebeleins. Seit sehr langer Zeit gibt es wieder eine Buchvorstellung von mir. Ich habe Euch gefragt, Ihr habt es Euch gewünscht. Von daher wird es sie wieder in loser Reihenfolge ab und an geben. Die 

Buchvorstellung - Leseempfehlung 


Den Anfang macht eine perfekte Urlaubslektüre. Das Buch ist von der Autorin Caitlin Young, die ich auf Instagram kennengelernt habe. Ich freue mich sehr, dass sie mir ihr Buch zur Rezension* anvertraut hat. Los geht's: 

Miss Pinky und der tote Pastor  


Im verschlafenen Nest Hollowfield in England kennt jeder jeden. Höhepunkte des Gesellschaftslebens sind Teekränzchen und der sonntägliche Kirchgang. Gut, dass es Erin Lovejoy, genannt Miss Pinky, gibt. Die gebürtige Amerikanerin mischt das idyllische Leben mit ihren extravaganten Ideen auf. Doch dann geschieht etwas Schockierendes. Der nicht nur wegen seiner Attraktivität beliebte Pastor Gray Guss liegt eines Abends tot vor dem Altar. Damit nicht genug - in seiner Jackentasche steckt ein Liebesbrief. Von der eigentlich glücklich verheirateten Miss Pinky! Hat sie etwa ein dunkles Geheimnis? Oder gar etwas mit dem Tod des Pastors zu tun? Miss Pinky ist nicht nur laut und extravagant, sie ist auch taff. Die durchs Dorf wabernden Gerüchte will sie nicht auf sich sitzen lassen. Kurz entschlossen nimmt sie die Ermittlungen in die eigene Hand und fördert so manches Geheimnis zutage. Wird sie auch den Tod des Pastors aufklären? 

Idyllisches Hollowfield  


Caitlin Young hat mit "Miss Pinky und der tote Pastor" einen Wohlfühlkrimi geschrieben, 
©CaitlinYoung Miss Pinky und der tote Pastor
der sich perfekt als Urlaubslektüre eignet. Spannend genug, um auf der Liege am Strand nicht einzuschlafen. Cozy genug, um nicht den wohlverdienten Nachtschlaf zu rauben. Flüssig geschrieben nimmt sie uns mit in eine vermeintlich idyllische Kleinstadtwelt. Schnell fühlt man sich wohl in Hollowfield und würde selber gerne mittratschen beim Teekränzchen.      

Oder trügt die Idylle? 

Bei diesen Kränzchen lernt man die Bewohner Hollowfields besser kennen. Caitlin Young zeichnet ihre einprägsamen Charaktere mit viel Liebe, aber auch mit einem leichten Augenzwinkern. Die Aufklärung des Falls treibt sie humorvoll, aber nicht klamaukig voran. Die Wendungen sind überraschend, aber schlüssig. Bei allen Wohlfühlmomenten schafft sie es, genug Spannung aufzubauen, um die Lösung unbedingt erfahren zu wollen. Geschickt webt sie unterschwellig ein wenig nachdenkliche Gesellschaftskritik ein. Dabei kommt sie ganz ohne erhobenen Zeigefinger aus, was heutzutage schon eine erwähnenswerte Kunst ist. Sie hat Verständnis für ihre Charaktere, zeigt aber auch, wie schnell Mißtrauen in einen in sich abgeschlossenen Mikrokosmos einzieht. Gerade, wenn eine(r) nicht in eingeübte Gesellschaftsmuster passt. 

Nur eine Frage bleibt offen 

Fazit: Ich habe diesen Krimi sehr gerne gelesen und empfehle es gerne als unkomplizierte, aber nicht seichte Urlaubslektüre. Ich war gerne in Hollowfield und habe Miss Pinky begleitet. Das Buch findet ein befriedigendes Ende, bei dem nur eine einzige Frage offen bleibt: War es das schon für Miss Pinky oder wird sie in einem weiteren Fall ihren Spürsinn beweisen? Ich wäre gerne bei einem weiteren Fall als Leserin dabei.       

Caitlin Young 
Miss Pinky und der tote Pastor 
DP Verlag
ISBN 978-3-9877823-8-1

erhältlich als Taschenbuch und in den gängigen E-Book Formaten

*Vielen Dank an Caitlin Young für das Rezensionsexemplar und das zur Verfügung gestellte Cover-Foto. Ich habe dieses Buch an Bord gelesen und auf dem Boot gilt immer: Better safe than sorry. Auch für die Lektüre. Deshalb kennzeichne ich der gängigen Praxis folgend diese Rezension als: Werbung, unbezahlt. 

Alle Rezensionen findet Ihr unter dem Label Die geheime Kraft der Bücher