Samstag, 30. April 2016

Serientipp der Woche: Broadchurch

Beklemmende Krimiserie aus Großbrittanien, die den Zuschauer mit der bitteren Erkenntnis zurücklässt, dass es in manchen Geschichten einfach nur Verlierer gibt. Allen bemühungen zum Trotze. Die Hoffnung stirbt zuletzt - aber manchmal stirbt sie eben. Einfach so.

Im malerischen kleinen ( fiktiven Küstenstädchen) Broadchurch wird ein kleiner Junge am Strand tot aufgefunden. Die Ermittlungen fördern Geheimnisse zutage - jeder im Ort hat seines und meist ist es dunkel. Erzählt wird in klassischer Whodunit-Manier, mit leisen Mitteln wird kaum aushaltbare Spannung erzeugt, die sich vor allem daraus speist, was mit dem Dorf und seinen Menschen geschieht, wenn jeder jeden verdächtigt.

Die Serie wurde chronologisch gedreht, Folge für Folge und die Darsteller wussten selbst bis kurz vor Drehbeginn jeder Folge nicht, wie es weitergeht. So wusste bis zur letzten Folge der ersten Staffel auch keiner, wer der Mörder ist. Weder der Darsteller des Mörders noch die der Ermittler noch die der Familie - keiner. Was der Spiel der ohnehin ausgezeichneten Darsteller noch authentischer und unvermittelter machte. In der zweiten Staffel wird die Serie dann teilweise zum nicht minder spannenden Gerichtsdrama um Schuld und Sühne. Eine dritte Staffel ist in Planung.

Weiteres Merkmal: gelegentliche Twin-Peaks-Momente

Darsteller:  in den Hauptrollen David Tennant ( bekannt aus Dr.Who und Harry Potter) und Olivia Colman ( in Großbrittanien gefeierte Schauspielerin ) - beide zum Niederknien gut.

Beide Staffeln waren im ZDF zu sehen, Staffel eins kann man derzeit bei Netflix streamen.