Freitag, 3. Juni 2016

T.G.i.F. - von Macondo, der GEZ und der Gurke des Grauens

Tach auch Liebeleins. Allet gut bei Euch? Alle noch trockene Füße? Hier ist zwar kein Land unter, aber mit trockenen Füßen iss trotzdem nöppes. Alles klebt und ist von einem komischen Feuchtfilm überzogen. Selbst beim Laufen über die sonst immer kalten Fliesen quietscht es. Und wagt man sich einmal eine Minute in dieses Draußen, hat man alles an sich pappen, was förmlich in der Luft steht. Nachwuchs-Grashüpfer auf der Brille inclusive. Aber wie sagte man mir die Tage? Schaltjahre sind nicht nur Sterbejahre, sondern auch Schlechtwetter-Jahre. Wär das auch geklärt. Aber immerhin die Hecke blüht schön.


Macondo-Feeling frei Haus. Ganz ohne Regenwald und zum Glück auch ohne hundert Jahre Einsamkeit. Auch wenn sich Gottwerweißweralles erkundigt, ob Klein-Britta allein zu Haus sich auch nicht allzu sehr grämt in ihrem Strohwitwen-Dasein. Wohlerzogen, wie ich nun mal bin, habe ich aber keinem verraten, dass ich einer der wenigen Menschen bin, in deren Gesellschaft ich mich noch nie gelangweilt hab.... Außerdem gibt der Endlich19 alles, um den Mann im Haus zu ersetzen. Naja, bißchen alles.

A propos Endlich19.  Kaum erwachsen, kann auch dieses gute Kind seine eigene GEZ-Story versnapchatten, kaum dass der Jura-Student nach einem Jahr Auseinandersetzung denn auch mal sein verbindliches Zimmer als Wohnheim-Zimmer anerkannt bekommen hat. Immerhin - ihm hat die GEZ die unter Vorbehalt gezahlte Summe mit Zinsen erstattet. Vielleicht mal eine gute Rendite-Idee in diesen Zeiten? Zurück zum Thema. Also der Endlich19. Aus unerfindlichen, uns noch nicht näher klaren Gründen hat das Einwohnermeldeamt unserer wunderbaren Stadt soviel Zeit, dass es ihn bei der GEZ angemeldet hat. Unter WhisteriaLane Nr.35 statt 39 wie richtig und auch im Perso und der Meldebestätigung vermerkt. Nun erreichte uns ein "wohlformuliertes" Schreiben dieser reizenden Behörde, in dem Zahlungsrückstände und weitere Zahlungen gefordert wurden. Selbstredend erreichte uns das Pamphlet auch erst Wochen später, alldieweil falsche Adresse. Iss klar. Wenigstens hat die Post einen Vermerk "Irrläufer" drauf gemacht. Zurückschicken wegen Nicht-Erreichbarkeit hätte ihm allerdings mehr geholfen. Denn dann hätte die GEZ ja wohl eine EMA-Anfrage machen müssen. Tjanun. Ein Telefonat mit der Hotline brachte genau nichts außer " Mir egal, machen Sie das schriftlich". Danke für nichts.


Um es mal so zu sagen: ich will mich gar nicht einreihen in die Reihe derer, die über die ungerechtfertigten Gebühren streiten. Das lasse ich mal dahingestellt, zumal ich als bekennende Radiohörerin tatsächlich etliche öffentlich/rechtliche Medienangebote nutze und so wenigstens was kriege für mein Geld. Was mich hingegen mega stört, ist der wirklich harsche Tonfall, dessen die Briefeschreiber sich dort befleißigen. Der Endlich19 - sich keiner Schuld bewusst - war ehrlich erschrocken und betroffen, so aus dem Lameng heraus unverhohlen des Betrugs bezichtigt zu werden und direkt diverse Konsequenzen angedroht zu bekommen. Wirklich hart ! Und völlig überzogen. Würde nicht ein Schreiben mit Bitte um Stellungnahme für's erste reichen? So wird das jedenfalls nichts mit der Imagepflege. Immerhin erspart der Jurist im Haus den Anwalt.

Aber ein echter, richtiger Glücksmoment ist auch noch zu vermelden. Dank Twitter. War es mir doch am Mittwoch tatsächlich gelungen, einen Periscope-Stream zu Coldplay inne Turnhalle umme Ecke zu finden, so dass ich wenigstens in Echtzeit zu Viva-la-Vida mitheulen konnte. Wo ich mich im Nachhinein so geärgert hatte, keine Tickets gekauft zu haben. Aber da ahnte ich noch nichts von Chris Martins kryptischen Harry-Potter-Coldplay-7 ist eine gute Zahl-Vergleichen, die nun mal befürchten lassen, dass man live keinen Sky full of stars mehr sehen kann. Immerhin die Erkenntnis: Vielleicht setzt sich dieses Internet ja doch durch. Manchmal ist es ja echt zu etwas gut.

Und dann hab ich noch einen Nachtrag zu unserem wunderfeinen Familienwochenende bei den Stadtmusikanten. Denn da war ja noch die mysteriöse Gurke des Grauens. Von Euch vielleicht einer eine Idee zu folgendem Geschehen: Was in aller Welt macht eine junge Frau mit einer ungeschälten, unregelmäßig angenagten Schlangengurke auf der Herrentoilette einer Raststätte im westfälischen Nirgendwo? Was? Bitte? In aller Welt? Ganz klar und gar nicht mysteriös wie immer Eure

Statistik: 

Erkenntnis der Woche: Es gibt solche Leute und solche. 
Aber leider mehr solche. (aus dem real life) 
Cookie der Woche: Mein Hakuna hat sein Matata verloren. 
Held der Woche: "Ich fürchte mich nicht vor künstlerischer Intelligenz, ich fürchte mich
 viel mehr vor Menschen. (Statement eines Nerds in 
einem Ausstellungsvideo im Bremer Universum) 
Ansage der Woche: Keine Diagnose durch die Hose.
 Hab ich mal so gelernt (©die Mim auf Twitter) 
Tragik der Woche:  Ich bin jetzt zu alt für diesen Scheiß bekommt 
auch 'ne völlig neue Bedeutung, wenn man wirklich 
zu alt für diesen Scheiß ist. (©SimiSchalke aufTwitter) 
Stoßseufzer der Woche: Manchmal ist der einzige Knochen, der morgens
 beim Aufstehen nicht weh tut, das Ohrläppchen (©ElliVator auf Twitter) 
Kopfschütteln der Woche: Manchmal macht die Autokorrektur aus
 "hahaha" einfach "hahahahahahaha". Und ich denke
 "Also so lustig war das ja nun auch wieder nicht."(©Trixelinchen auf Twitter) 
Frage der Woche: War gestern was mit Jerome Boateng und Gauland? Hab nix 
mitbekommen, war den ganzen Tag bei meinen Nachbarn. (©Gerald Asamoah auf Twitter) 
Schreck der Woche: Der neue Kollege war noch nicht mal geboren, da bin ich schon
in der Firma rumgehampelt..... Meine Fresse (©das lebende Inventar Spieler7 auf Twitter)
Erläuterung der Woche: Ich würde die entscheidenden Passagen ja immer weglassen.
 Sollen die Anderen doch darauf kommen, wo das steht. ( ©der hauseigene Jurist) 

Allen ein schickes Wochenende. 
Nagt an keiner Gurke, an der ich nicht auch nagen würde. 

Wie immer gilt: Wer Tippfehler findet, kann sie behalten. 
Weitere Links auf Nachfrage